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Brümmer, Franz: Lexikon der deutschen Dichter und Prosaisten vom Beginn des 19. Jahrhunderts bis zur Gegenwart. Bd. 1. 6. Aufl. Leipzig, 1913.

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nationalen Bewußtseins unter den
Bewohnern bei den Klerikalen miß-
liebig und wurde 1899 als Supplent
an die Volksschule in Alt-Zedlisch
(Bez. Tachau) versetzt. Jn demselben
Jahre legte er in Prag seine Schluß-
prüfung ab u. kam im Septbr. 1900
als Lehrer nach Brand bei Tachau.
Am 7. Oktbr. 1903 starb er im Vater-
hause in Tachau.

S:

Dur und Moll
(Ge.), 1900.

Bloch, Bianca,

pseud. B. Wal-
dow
, wurde am 19. Jan. 1848 zu
Lauban in Schlesien als die Tochter
eines Gerichtssubalternbeamten ge-
boren, der seinen Kindern nur den
Besuch einer Volksschule gewähren
konnte. Das Leben nahm sie früh in
eine ernste Schule, indes half ihr ihre
Muse doch über mancherlei Mißhellig-
keiten des Lebens hinweg. Jm Jahre
1885 siedelte sie von Lauban nach
Görlitz über, wo sie durch den (1890 +)
Schriftsteller Dr. Bernhard Stave-
now Anregung und Ermunterung zu
literarischem Schaffen fand. Dort
starb sie im Mai 1901.

S:

Leutnant
und Assessor, oder: Maiwein (Lsp.),
1879. - Helene (Lsp.), 1879. - Blau-
augen (Schw.), 1891. - Jn ernster
Zeit (Festsp.), 1890. - Ein heißer Tag
(Schw., mit C. von Breckheyde), 1891.
- Vor dem Fest (Schw., mit C. von
Breckheyde), 1889. - Strohwitwer,
oder: An Kaisers Geburtstag (Schw.),
1892.

*Bloch, Eduard,

* am 20. August
1831 in Berlin, widmete sich dem
Buchhandel und gründete daselbst im
Jahre 1857 die bekannte Theater-
buchhandlung, die bis zum Jahre
1887 unter seiner Leitung stand und
im Laufe der Jahre zu einem inter-
nationalen Jnstitut geworden ist. Als
Bürger Berlins bekleidete B. auch seit
1875 das Kommunalamt eines Prä-
sidenten des 70. Waisenrates. Er
starb am 30. Septbr. 1895.

S:

Wie
zwei Tropfen Wasser (Lsp. n. d. Fran-
zös.), 1858. - Eine Kokette (Lsp. n. d.
[Spaltenumbruch]

Blo
Jtal.), 1864. - Er hat den Spleen
(Schw.), 1860. - Spiele nicht mit
Schießgewehr (P.), 1860. - Prome-
nadenbekanntschaften (Lsp., mit R.
Linderer), 1864. - Sein Onkel und
ihre Tante (Lsp.), 1864. - Bluetten,
1864. - Ein sehr delikater Auftrag
(Lsp. n. d. Franz.), 1871. - Er hat
seine Frau kompromittiert! (Schw.
n. d. Franz.), 1872.

*Bloch, Ludwig,

pseud. R. Elbe,
ein Sohn des Theaterbuchhändlers
und Lustspieldichters Eduard Bloch
(s. d.), wurde am 6. Dezbr. 1859 zu
Berlin geboren, besuchte das Fried-
rich-Wilhelms-Gymnasium daselbst
und trat 1875 in das väterliche Ge-
schäft ein, widmete aber gleichzeitig
seine reichliche Mußezeit einer viel-
seitigen Ausbildung in den allgemei-
nen Wissenschaften. Jn den Jahren
1881-83 unternahm er ausgedehnte
Studienreisen durch Großbritannien,
durch die Vereinigten Staaten, Ka-
nada und Frankreich, worauf er in
das väterliche Geschäft zurückkehrte,
das er nach des Vaters Tode (1895)
weiterführt.

S:

Dekoriert (Lsp.),
1879. - Am Stammtisch (P. mit Ges.),
1891.

*Block, August Hermann,

wurde
am 14. Juni 1841 zu Regenwalde in
Pommern als der Sohn des dortigen
Kantors geboren, besuchte von 1856
bis 1864 das Marienstifts-Gymna-
sium in Stettin, studierte bis 1867 in
Halle u. Greifswald Theologie, war
dann drei Jahre Hauslehrer in Car-
witz bei Schlawe in Hinterpommern
und absolvierte während dieser Zeit
seine theologischen Examina. Jm
November 1870 wurde er Rektor und
Hilfsprediger in Penkun, Ostern 1876
Archidiakonus in Prenzlau u. Michae-
lis 1878 Pfarrer an St. Nikolai da-
selbst, auch Garnisonprediger, Ge-
fängnisprediger und Schulinspektor.
Er starb am 30. Juli 1900.

S:

Der
Stadtknecht von Prenzlau (Zeitbild
aus dem 15. Jahrhundert), 1886.

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Blo
nationalen Bewußtſeins unter den
Bewohnern bei den Klerikalen miß-
liebig und wurde 1899 als Supplent
an die Volksſchule in Alt-Zedliſch
(Bez. Tachau) verſetzt. Jn demſelben
Jahre legte er in Prag ſeine Schluß-
prüfung ab u. kam im Septbr. 1900
als Lehrer nach Brand bei Tachau.
Am 7. Oktbr. 1903 ſtarb er im Vater-
hauſe in Tachau.

S:

Dur und Moll
(Ge.), 1900.

Bloch, Bianca,

pſeud. B. Wal-
dow
, wurde am 19. Jan. 1848 zu
Lauban in Schleſien als die Tochter
eines Gerichtsſubalternbeamten ge-
boren, der ſeinen Kindern nur den
Beſuch einer Volksſchule gewähren
konnte. Das Leben nahm ſie früh in
eine ernſte Schule, indes half ihr ihre
Muſe doch über mancherlei Mißhellig-
keiten des Lebens hinweg. Jm Jahre
1885 ſiedelte ſie von Lauban nach
Görlitz über, wo ſie durch den (1890 †)
Schriftſteller Dr. Bernhard Stave-
now Anregung und Ermunterung zu
literariſchem Schaffen fand. Dort
ſtarb ſie im Mai 1901.

S:

Leutnant
und Aſſeſſor, oder: Maiwein (Lſp.),
1879. – Helene (Lſp.), 1879. – Blau-
augen (Schw.), 1891. – Jn ernſter
Zeit (Feſtſp.), 1890. – Ein heißer Tag
(Schw., mit C. von Breckheyde), 1891.
– Vor dem Feſt (Schw., mit C. von
Breckheyde), 1889. – Strohwitwer,
oder: An Kaiſers Geburtstag (Schw.),
1892.

*Bloch, Eduard,

* am 20. Auguſt
1831 in Berlin, widmete ſich dem
Buchhandel und gründete daſelbſt im
Jahre 1857 die bekannte Theater-
buchhandlung, die bis zum Jahre
1887 unter ſeiner Leitung ſtand und
im Laufe der Jahre zu einem inter-
nationalen Jnſtitut geworden iſt. Als
Bürger Berlins bekleidete B. auch ſeit
1875 das Kommunalamt eines Prä-
ſidenten des 70. Waiſenrates. Er
ſtarb am 30. Septbr. 1895.

S:

Wie
zwei Tropfen Waſſer (Lſp. n. d. Fran-
zöſ.), 1858. – Eine Kokette (Lſp. n. d.
[Spaltenumbruch]

Blo
Jtal.), 1864. – Er hat den Spleen
(Schw.), 1860. – Spiele nicht mit
Schießgewehr (P.), 1860. – Prome-
nadenbekanntſchaften (Lſp., mit R.
Linderer), 1864. – Sein Onkel und
ihre Tante (Lſp.), 1864. – Bluetten,
1864. – Ein ſehr delikater Auftrag
(Lſp. n. d. Franz.), 1871. – Er hat
ſeine Frau kompromittiert! (Schw.
n. d. Franz.), 1872.

*Bloch, Ludwig,

pſeud. R. Elbe,
ein Sohn des Theaterbuchhändlers
und Luſtſpieldichters Eduard Bloch
(ſ. d.), wurde am 6. Dezbr. 1859 zu
Berlin geboren, beſuchte das Fried-
rich-Wilhelms-Gymnaſium daſelbſt
und trat 1875 in das väterliche Ge-
ſchäft ein, widmete aber gleichzeitig
ſeine reichliche Mußezeit einer viel-
ſeitigen Ausbildung in den allgemei-
nen Wiſſenſchaften. Jn den Jahren
1881–83 unternahm er ausgedehnte
Studienreiſen durch Großbritannien,
durch die Vereinigten Staaten, Ka-
nada und Frankreich, worauf er in
das väterliche Geſchäft zurückkehrte,
das er nach des Vaters Tode (1895)
weiterführt.

S:

Dekoriert (Lſp.),
1879. – Am Stammtiſch (P. mit Geſ.),
1891.

*Block, Auguſt Hermann,

wurde
am 14. Juni 1841 zu Regenwalde in
Pommern als der Sohn des dortigen
Kantors geboren, beſuchte von 1856
bis 1864 das Marienſtifts-Gymna-
ſium in Stettin, ſtudierte bis 1867 in
Halle u. Greifswald Theologie, war
dann drei Jahre Hauslehrer in Car-
witz bei Schlawe in Hinterpommern
und abſolvierte während dieſer Zeit
ſeine theologiſchen Examina. Jm
November 1870 wurde er Rektor und
Hilfsprediger in Penkun, Oſtern 1876
Archidiakonus in Prenzlau u. Michae-
lis 1878 Pfarrer an St. Nikolai da-
ſelbſt, auch Garniſonprediger, Ge-
fängnisprediger und Schulinſpektor.
Er ſtarb am 30. Juli 1900.

S:

Der
Stadtknecht von Prenzlau (Zeitbild
aus dem 15. Jahrhundert), 1886.

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[258/0262] Blo Blo nationalen Bewußtſeins unter den Bewohnern bei den Klerikalen miß- liebig und wurde 1899 als Supplent an die Volksſchule in Alt-Zedliſch (Bez. Tachau) verſetzt. Jn demſelben Jahre legte er in Prag ſeine Schluß- prüfung ab u. kam im Septbr. 1900 als Lehrer nach Brand bei Tachau. Am 7. Oktbr. 1903 ſtarb er im Vater- hauſe in Tachau. S: Dur und Moll (Ge.), 1900. Bloch, Bianca, pſeud. B. Wal- dow, wurde am 19. Jan. 1848 zu Lauban in Schleſien als die Tochter eines Gerichtsſubalternbeamten ge- boren, der ſeinen Kindern nur den Beſuch einer Volksſchule gewähren konnte. Das Leben nahm ſie früh in eine ernſte Schule, indes half ihr ihre Muſe doch über mancherlei Mißhellig- keiten des Lebens hinweg. Jm Jahre 1885 ſiedelte ſie von Lauban nach Görlitz über, wo ſie durch den (1890 †) Schriftſteller Dr. Bernhard Stave- now Anregung und Ermunterung zu literariſchem Schaffen fand. Dort ſtarb ſie im Mai 1901. S: Leutnant und Aſſeſſor, oder: Maiwein (Lſp.), 1879. – Helene (Lſp.), 1879. – Blau- augen (Schw.), 1891. – Jn ernſter Zeit (Feſtſp.), 1890. – Ein heißer Tag (Schw., mit C. von Breckheyde), 1891. – Vor dem Feſt (Schw., mit C. von Breckheyde), 1889. – Strohwitwer, oder: An Kaiſers Geburtstag (Schw.), 1892. *Bloch, Eduard, * am 20. Auguſt 1831 in Berlin, widmete ſich dem Buchhandel und gründete daſelbſt im Jahre 1857 die bekannte Theater- buchhandlung, die bis zum Jahre 1887 unter ſeiner Leitung ſtand und im Laufe der Jahre zu einem inter- nationalen Jnſtitut geworden iſt. Als Bürger Berlins bekleidete B. auch ſeit 1875 das Kommunalamt eines Prä- ſidenten des 70. Waiſenrates. Er ſtarb am 30. Septbr. 1895. S: Wie zwei Tropfen Waſſer (Lſp. n. d. Fran- zöſ.), 1858. – Eine Kokette (Lſp. n. d. Jtal.), 1864. – Er hat den Spleen (Schw.), 1860. – Spiele nicht mit Schießgewehr (P.), 1860. – Prome- nadenbekanntſchaften (Lſp., mit R. Linderer), 1864. – Sein Onkel und ihre Tante (Lſp.), 1864. – Bluetten, 1864. – Ein ſehr delikater Auftrag (Lſp. n. d. Franz.), 1871. – Er hat ſeine Frau kompromittiert! (Schw. n. d. Franz.), 1872. *Bloch, Ludwig, pſeud. R. Elbe, ein Sohn des Theaterbuchhändlers und Luſtſpieldichters Eduard Bloch (ſ. d.), wurde am 6. Dezbr. 1859 zu Berlin geboren, beſuchte das Fried- rich-Wilhelms-Gymnaſium daſelbſt und trat 1875 in das väterliche Ge- ſchäft ein, widmete aber gleichzeitig ſeine reichliche Mußezeit einer viel- ſeitigen Ausbildung in den allgemei- nen Wiſſenſchaften. Jn den Jahren 1881–83 unternahm er ausgedehnte Studienreiſen durch Großbritannien, durch die Vereinigten Staaten, Ka- nada und Frankreich, worauf er in das väterliche Geſchäft zurückkehrte, das er nach des Vaters Tode (1895) weiterführt. S: Dekoriert (Lſp.), 1879. – Am Stammtiſch (P. mit Geſ.), 1891. *Block, Auguſt Hermann, wurde am 14. Juni 1841 zu Regenwalde in Pommern als der Sohn des dortigen Kantors geboren, beſuchte von 1856 bis 1864 das Marienſtifts-Gymna- ſium in Stettin, ſtudierte bis 1867 in Halle u. Greifswald Theologie, war dann drei Jahre Hauslehrer in Car- witz bei Schlawe in Hinterpommern und abſolvierte während dieſer Zeit ſeine theologiſchen Examina. Jm November 1870 wurde er Rektor und Hilfsprediger in Penkun, Oſtern 1876 Archidiakonus in Prenzlau u. Michae- lis 1878 Pfarrer an St. Nikolai da- ſelbſt, auch Garniſonprediger, Ge- fängnisprediger und Schulinſpektor. Er ſtarb am 30. Juli 1900. S: Der Stadtknecht von Prenzlau (Zeitbild aus dem 15. Jahrhundert), 1886. *

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Zitationshilfe: Brümmer, Franz: Lexikon der deutschen Dichter und Prosaisten vom Beginn des 19. Jahrhunderts bis zur Gegenwart. Bd. 1. 6. Aufl. Leipzig, 1913, S. 258. In: Deutsches Textarchiv <http://www.deutschestextarchiv.de/bruemmer_lexikon01_1913/262>, abgerufen am 22.03.2019.