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Brümmer, Franz: Lexikon der deutschen Dichter und Prosaisten vom Beginn des 19. Jahrhunderts bis zur Gegenwart. Bd. 1. 6. Aufl. Leipzig, 1913.

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Bod
mählte und nach Bayern (Bayreuth,
später München) übersiedelte, wo die
Pflichten der Hausfrau und Mutter
zunächst ihre Rechte geltend machten.
Leider war die Ehe nicht glücklich, u.
so trennte sich die Dichterin von ihrem
Gatten u. zog 1881 nach Berlin, wo
sie nun in großer Schaffensfreudig-
keit die Laufbahn einer Schriftstelle-
rin mit Geschick und Erfolg betreten
hat. Sie lebt noch jetzt daselbst, nach-
dem sie sich 1900 zum zweitenmal, mit
dem Baron Bode, vermählt hat.

S:

Das Kind der Straße (R.), 1887.
Fürstliches Blut (R.), 1888. - Kreuz-
dorn (R.); II, 1889. 4. A. 1902. -
Madame Diane (E.), 1889. 2. A.
1905. - Marquise Rose (R.), 1889. -
Das Größeste auf Erden (Eine Gesch.
vom Strande), 1889. - Einst. Eines
Toren Paradies (2 En.), 1889. -
Künstlergewissen (E.), 1889. - Aschen-
brödel (R.); II, 1889. - Durch eigene
Schuld (R.), 1889. - Flecken auf der
Ehre (R.), 1890. - Künstlerblut (R.),
1891. - Auf der großen Landstraße
(R.); III, 1893. - Moderne Ehen
(R.); III, 1894. - Ulanenliebe (R.),
1895. - Deklassiert (R.); III, 1895. -
Art zu Art (R.); III, 1896. - Ein
Opfer (R.); II, 1898. - Eine verrufene
Frau (R.); III, 1898. - Jm Liebes-
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Toren Paradies (E.), 2. A. 1898. -
Gemischte Gesellschaft (R.); III, 1899.
- Die Brillanten der Herzogin (R.),
1900. - Kinder der Geschiedenen (R.);
III, 1901. - Eine Häßliche. Die Tra-
gödie einer Frau (R.); III, 1902. -
Tradition (Eine Gesch. a. d. Offiziers-
leben); II, 1904. - Spekulanten (R.),
1904. - Schwüle Stunden (Aus dem
Leben einer Mondaine), 1. u. 2. A.
1904. - Arme Königin (R.), 1905.
- Der Platz an der Sonne (R.),
1907.

Bode, Heinrich Jakob Georg,

geb.
am 1. Nov. 1842 in Dreileben (Pro-
vinz Sachsen), ist (1885) Pastor in
Hoewisch bei Seehausen i. d. Altmark,
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Bod
(1893) in Parchau.

S:

Nur selig
(Ge.), 1866.

*Bode, Friedrich Karl Christian


Rudolf, geb. am 20. März 1833
zu Quedlinburg als der Sohn eines
Schneiders, späteren Gerichtsboten,
besuchte das Gymnasium seiner Va-
terstadt und studierte auf der Univer-
sität Halle unter Tholuck und Müller
Theologie. Nachdem er 1856 sein
erstes Examen abgelegt, war er in
den folgenden drei Jahren Hausleh-
rer in Hinterpommern, Bayern und
Mecklenburg, legte während dieser
Zeit das zweite theologische Examen
u. die Rektoratsprüfung ab u. wurde
im Oktober 1859 Rektor in Belzig u.
Prediger in dem Filialdorfe Preuß-
nitz. Ostern 1862 kam er als Diako-
nus nach Trebbin, im Januar 1865
als Prediger nach Liepe bei Friesack
u. 1867 als Oberpfarrer nach Senf-
tenberg in der Niederlausitz. Nach
mehreren Jahren schied er aus dem
Pfarramte, übernahm 1877 die Re-
daktion der konservativen Zeitung
"Braunschweiger Post" in Braun-
schweig und, als dieselbe an Abon-
nentenschwindsucht verschieden war,
Ostern 1879 die Stelle eines Lehrers
am Lehrerseminar daselbst, die er bis
Michaelis 1891 verwaltete. Dann
zog er als Pensionär nach Buckow bei
Frankfurt a. O.

S:

Die Unsichtbaren
(Erzähld. G.), 1892. - Moses (Ep. G.),
1894.

Bodek-Ellgau, Marie Freifrau
von,

pseud. M. von Ellgau, wurde
am 23. Juli 1850 als die Tochter des
Gutsbesitzers Freiherrn v. Hallberg-
Broich in Köln a. Rh. geboren und
erhielt teils im Sacre-bleu zu Blu-
menthal bei Vaals in Holland, teils
in einem Jnstitute in Frankfurt a. M.
eine ausgezeichnete Erziehung u. Bil-
dung, so daß sie der deutschen, fran-
zösischen, englischen und italienischen
Sprache in Wort u. Schrift mächtig
ist. Seit 1870 die Gattin eines öster-
reichischen Kammerherrn hat sie ihren

* 18*


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Bod
mählte und nach Bayern (Bayreuth,
ſpäter München) überſiedelte, wo die
Pflichten der Hausfrau und Mutter
zunächſt ihre Rechte geltend machten.
Leider war die Ehe nicht glücklich, u.
ſo trennte ſich die Dichterin von ihrem
Gatten u. zog 1881 nach Berlin, wo
ſie nun in großer Schaffensfreudig-
keit die Laufbahn einer Schriftſtelle-
rin mit Geſchick und Erfolg betreten
hat. Sie lebt noch jetzt daſelbſt, nach-
dem ſie ſich 1900 zum zweitenmal, mit
dem Baron Bode, vermählt hat.

S:

Das Kind der Straße (R.), 1887.
Fürſtliches Blut (R.), 1888. – Kreuz-
dorn (R.); II, 1889. 4. A. 1902. –
Madame Diane (E.), 1889. 2. A.
1905. – Marquiſe Roſe (R.), 1889. –
Das Größeſte auf Erden (Eine Geſch.
vom Strande), 1889. – Einſt. Eines
Toren Paradies (2 En.), 1889. –
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brödel (R.); II, 1889. – Durch eigene
Schuld (R.), 1889. – Flecken auf der
Ehre (R.), 1890. – Künſtlerblut (R.),
1891. – Auf der großen Landſtraße
(R.); III, 1893. – Moderne Ehen
(R.); III, 1894. – Ulanenliebe (R.),
1895. – Deklaſſiert (R.); III, 1895. –
Art zu Art (R.); III, 1896. – Ein
Opfer (R.); II, 1898. – Eine verrufene
Frau (R.); III, 1898. – Jm Liebes-
ſpiel verloren (E.), 2. A. 1898. – Eines
Toren Paradies (E.), 2. A. 1898. –
Gemiſchte Geſellſchaft (R.); III, 1899.
– Die Brillanten der Herzogin (R.),
1900. – Kinder der Geſchiedenen (R.);
III, 1901. – Eine Häßliche. Die Tra-
gödie einer Frau (R.); III, 1902. –
Tradition (Eine Geſch. a. d. Offiziers-
leben); II, 1904. – Spekulanten (R.),
1904. – Schwüle Stunden (Aus dem
Leben einer Mondaine), 1. u. 2. A.
1904. – Arme Königin (R.), 1905.
– Der Platz an der Sonne (R.),
1907.

Bode, Heinrich Jakob Georg,

geb.
am 1. Nov. 1842 in Dreileben (Pro-
vinz Sachſen), iſt (1885) Paſtor in
Hoewiſch bei Seehauſen i. d. Altmark,
[Spaltenumbruch]

Bod
(1893) in Parchau.

S:

Nur ſelig
(Ge.), 1866.

*Bode, Friedrich Karl Chriſtian


Rudolf, geb. am 20. März 1833
zu Quedlinburg als der Sohn eines
Schneiders, ſpäteren Gerichtsboten,
beſuchte das Gymnaſium ſeiner Va-
terſtadt und ſtudierte auf der Univer-
ſität Halle unter Tholuck und Müller
Theologie. Nachdem er 1856 ſein
erſtes Examen abgelegt, war er in
den folgenden drei Jahren Hausleh-
rer in Hinterpommern, Bayern und
Mecklenburg, legte während dieſer
Zeit das zweite theologiſche Examen
u. die Rektoratsprüfung ab u. wurde
im Oktober 1859 Rektor in Belzig u.
Prediger in dem Filialdorfe Preuß-
nitz. Oſtern 1862 kam er als Diako-
nus nach Trebbin, im Januar 1865
als Prediger nach Liepe bei Frieſack
u. 1867 als Oberpfarrer nach Senf-
tenberg in der Niederlauſitz. Nach
mehreren Jahren ſchied er aus dem
Pfarramte, übernahm 1877 die Re-
daktion der konſervativen Zeitung
„Braunſchweiger Poſt“ in Braun-
ſchweig und, als dieſelbe an Abon-
nentenſchwindſucht verſchieden war,
Oſtern 1879 die Stelle eines Lehrers
am Lehrerſeminar daſelbſt, die er bis
Michaelis 1891 verwaltete. Dann
zog er als Penſionär nach Buckow bei
Frankfurt a. O.

S:

Die Unſichtbaren
(Erzähld. G.), 1892. – Moſes (Ep. G.),
1894.

Bodek-Ellgau, Marie Freifrau
von,

pſeud. M. von Ellgau, wurde
am 23. Juli 1850 als die Tochter des
Gutsbeſitzers Freiherrn v. Hallberg-
Broich in Köln a. Rh. geboren und
erhielt teils im Sacré-bleu zu Blu-
menthal bei Vaals in Holland, teils
in einem Jnſtitute in Frankfurt a. M.
eine ausgezeichnete Erziehung u. Bil-
dung, ſo daß ſie der deutſchen, fran-
zöſiſchen, engliſchen und italieniſchen
Sprache in Wort u. Schrift mächtig
iſt. Seit 1870 die Gattin eines öſter-
reichiſchen Kammerherrn hat ſie ihren

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[275/0279] Bod Bod mählte und nach Bayern (Bayreuth, ſpäter München) überſiedelte, wo die Pflichten der Hausfrau und Mutter zunächſt ihre Rechte geltend machten. Leider war die Ehe nicht glücklich, u. ſo trennte ſich die Dichterin von ihrem Gatten u. zog 1881 nach Berlin, wo ſie nun in großer Schaffensfreudig- keit die Laufbahn einer Schriftſtelle- rin mit Geſchick und Erfolg betreten hat. Sie lebt noch jetzt daſelbſt, nach- dem ſie ſich 1900 zum zweitenmal, mit dem Baron Bode, vermählt hat. S: Das Kind der Straße (R.), 1887. Fürſtliches Blut (R.), 1888. – Kreuz- dorn (R.); II, 1889. 4. A. 1902. – Madame Diane (E.), 1889. 2. A. 1905. – Marquiſe Roſe (R.), 1889. – Das Größeſte auf Erden (Eine Geſch. vom Strande), 1889. – Einſt. Eines Toren Paradies (2 En.), 1889. – Künſtlergewiſſen (E.), 1889. – Aſchen- brödel (R.); II, 1889. – Durch eigene Schuld (R.), 1889. – Flecken auf der Ehre (R.), 1890. – Künſtlerblut (R.), 1891. – Auf der großen Landſtraße (R.); III, 1893. – Moderne Ehen (R.); III, 1894. – Ulanenliebe (R.), 1895. – Deklaſſiert (R.); III, 1895. – Art zu Art (R.); III, 1896. – Ein Opfer (R.); II, 1898. – Eine verrufene Frau (R.); III, 1898. – Jm Liebes- ſpiel verloren (E.), 2. A. 1898. – Eines Toren Paradies (E.), 2. A. 1898. – Gemiſchte Geſellſchaft (R.); III, 1899. – Die Brillanten der Herzogin (R.), 1900. – Kinder der Geſchiedenen (R.); III, 1901. – Eine Häßliche. Die Tra- gödie einer Frau (R.); III, 1902. – Tradition (Eine Geſch. a. d. Offiziers- leben); II, 1904. – Spekulanten (R.), 1904. – Schwüle Stunden (Aus dem Leben einer Mondaine), 1. u. 2. A. 1904. – Arme Königin (R.), 1905. – Der Platz an der Sonne (R.), 1907. Bode, Heinrich Jakob Georg, geb. am 1. Nov. 1842 in Dreileben (Pro- vinz Sachſen), iſt (1885) Paſtor in Hoewiſch bei Seehauſen i. d. Altmark, (1893) in Parchau. S: Nur ſelig (Ge.), 1866. *Bode, Friedrich Karl Chriſtian Rudolf, geb. am 20. März 1833 zu Quedlinburg als der Sohn eines Schneiders, ſpäteren Gerichtsboten, beſuchte das Gymnaſium ſeiner Va- terſtadt und ſtudierte auf der Univer- ſität Halle unter Tholuck und Müller Theologie. Nachdem er 1856 ſein erſtes Examen abgelegt, war er in den folgenden drei Jahren Hausleh- rer in Hinterpommern, Bayern und Mecklenburg, legte während dieſer Zeit das zweite theologiſche Examen u. die Rektoratsprüfung ab u. wurde im Oktober 1859 Rektor in Belzig u. Prediger in dem Filialdorfe Preuß- nitz. Oſtern 1862 kam er als Diako- nus nach Trebbin, im Januar 1865 als Prediger nach Liepe bei Frieſack u. 1867 als Oberpfarrer nach Senf- tenberg in der Niederlauſitz. Nach mehreren Jahren ſchied er aus dem Pfarramte, übernahm 1877 die Re- daktion der konſervativen Zeitung „Braunſchweiger Poſt“ in Braun- ſchweig und, als dieſelbe an Abon- nentenſchwindſucht verſchieden war, Oſtern 1879 die Stelle eines Lehrers am Lehrerſeminar daſelbſt, die er bis Michaelis 1891 verwaltete. Dann zog er als Penſionär nach Buckow bei Frankfurt a. O. S: Die Unſichtbaren (Erzähld. G.), 1892. – Moſes (Ep. G.), 1894. Bodek-Ellgau, Marie Freifrau von, pſeud. M. von Ellgau, wurde am 23. Juli 1850 als die Tochter des Gutsbeſitzers Freiherrn v. Hallberg- Broich in Köln a. Rh. geboren und erhielt teils im Sacré-bleu zu Blu- menthal bei Vaals in Holland, teils in einem Jnſtitute in Frankfurt a. M. eine ausgezeichnete Erziehung u. Bil- dung, ſo daß ſie der deutſchen, fran- zöſiſchen, engliſchen und italieniſchen Sprache in Wort u. Schrift mächtig iſt. Seit 1870 die Gattin eines öſter- reichiſchen Kammerherrn hat ſie ihren * 18*

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Zitationshilfe: Brümmer, Franz: Lexikon der deutschen Dichter und Prosaisten vom Beginn des 19. Jahrhunderts bis zur Gegenwart. Bd. 1. 6. Aufl. Leipzig, 1913, S. 275. In: Deutsches Textarchiv <http://www.deutschestextarchiv.de/bruemmer_lexikon01_1913/279>, abgerufen am 26.03.2019.