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Brümmer, Franz: Lexikon der deutschen Dichter und Prosaisten vom Beginn des 19. Jahrhunderts bis zur Gegenwart. Bd. 1. 6. Aufl. Leipzig, 1913.

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Bod
Wohnsitz vielfach gewechselt und lebt
jetzt auf Schloß Staudenhäusl bei
Bregenz.

S:

Jlona (R.), 1899.

Bodelschwingh, Friedrich Frei-
herr von,

geb. am 6. März 1831 zu
Haus Mark bei Tecklenburg (West-
falen) als der Sohn des bekannten
(1854 +) Staatsmannes Ernst v. B.,
widmete sich erst dem Bergbau, war
dann Landwirt, wandte sich aber 1854
den theologischen Studien zu, denen
er in Basel, Erlangen und Berlin ob-
lag. Nach Ablegung seiner Examina
ging er 1858 als Pfarrer an die
deutsche Gemeinde in Paris, wurde
1864 Pfarrer zu Dellwig bei Unna
und nahm als Divisionspfarrer 1866
und 1870-71 an den Kriegen gegen
Österreich und Frankreich teil. Seit
1872 widmet er in und um Bielefeld
seine Tätigkeit den Bestrebungen der
inneren Mission im Jn- und Aus-
lande und begründete dort eine große
Anzahl von Stiftungen, wie die An-
stalt für Epileptische (Bethel), das
Diakonissenhaus (Sarepta), die Er-
ziehungsstätte für männliche Kran-
kenpfleger (Haus Nazareth), die Ar-
beitskolonien in Wilhelmsdorf und
Freistatt, das Arbeiterheim, ein Se-
minar für Kandidaten der Theologie
zur Vorbereitung auf den Missions-
dienst, eine freie theologische Schule
für Studenten zur Ergänzung des
akademischen Studiums, eine Schrif-
tenniederlage in Gadderbaum bei
Bielefeld, eine eigene Buchhandlung
usw. Jn Anerkennung dieser Wirk-
samkeit verlieh ihm 1884 die Univer-
sität Halle die Ehrenwürde eines
Dr. theol. Seit 1903 ist er auch Mit-
glied des preußischen Abgeordneten-
hauses.

S:

Aus der Schmelzhütte
(En.), 3. A. 1904. -- B. + 2. April 1910.

Bodemer, Horst,

geb. am 9. April
1875 zu Freiberg in Sachsen, lebt
(1908) als Schriftsteller in Berlin.

S:

"O du herrliches Reiterleben!"
(R. a. d. Zeit), 1904. 4 T. 1905. -
Agrarier (R.), 1905. - Jm Kaiser-
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Bod
manöver (Lustige Verlobungsgesch.),
1907. - Der Weg der Jugend (R.);
II, 1906-08. - Unser junger Herr (R.),
1908. - Bauernblut (R.), 1908. - Vom
Start zum Ziel (R.), 1909. - Der
Liebe Not (R.), 1909.

Boden, Hermann von,

Pseud. für
Hermann Bodo Freiherr von
Bodenhausen
; s. d.!

Bodenhausen, Hermann Bodo
Freiherr von,

wurde am 13. Juli
1856 in Grebenstein (Hessen-Nassau)
als Sohn des Majors Ernst Odomar
von B. geboren und gleichfalls für
den Soldatenstand bestimmt. Er be-
suchte deshalb seit 1868 die Kadetten-
korps in Oranienstein u. Berlin und
trat 1875 als Offizier ins preußische
Heer ein. Schon 1877 nahm er seinen
Abschied, studierte 1878-79 in Zürich
Philosophie u. ging dann zur Bühne.
Er ward Mitglied des Hoftheaters in
Neustrelitz, später desjenigen in Gera,
spielte 1891-92 am Stadttheater in
Stettin und ging 1893 nach Breslau.
Seit 1898 lebt er in Kassel, wo er
eine Schauspiel- und Redekunstschule
leitet, sich mit großem Erfolge als
Rezitator (besonders Reuterscher und
anderer Dialektdichtungen) betätigt
und auch als Schriftsteller wirkt.

S:


Die Herrin von Erlebach (Lebens-
bild), 1890. - Lear in der Dachstube
(Lebensbild), 1902.

Bodenstedt, Friedrich Martin
von,

wurde am 22. April 1819 zu
Peine im ehemaligen Königreich Han-
nover geboren, empfing seinen Unter-
richt zuerst durch einen Hauslehrer,
später in einem Privatinstitut und
schließlich, da er zum Kaufmann be-
stimmt war, in einer Handelslehr-
anstalt zu Braunschweig. Darauf
trat er als Lehrling in ein Handels-
haus ein. Seine Neigung für wis-
senschaftliche Studien, denen er in
seinen Mußestunden oblag, ließ sich
indes nicht lange zurückdrängen und
entführte ihn schließlich dem aufge-
drungenen Berufe. Unter Sorgen

*


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Bod
Wohnſitz vielfach gewechſelt und lebt
jetzt auf Schloß Staudenhäusl bei
Bregenz.

S:

Jlona (R.), 1899.

Bodelſchwingh, Friedrich Frei-
herr von,

geb. am 6. März 1831 zu
Haus Mark bei Tecklenburg (Weſt-
falen) als der Sohn des bekannten
(1854 †) Staatsmannes Ernſt v. B.,
widmete ſich erſt dem Bergbau, war
dann Landwirt, wandte ſich aber 1854
den theologiſchen Studien zu, denen
er in Baſel, Erlangen und Berlin ob-
lag. Nach Ablegung ſeiner Examina
ging er 1858 als Pfarrer an die
deutſche Gemeinde in Paris, wurde
1864 Pfarrer zu Dellwig bei Unna
und nahm als Diviſionspfarrer 1866
und 1870–71 an den Kriegen gegen
Öſterreich und Frankreich teil. Seit
1872 widmet er in und um Bielefeld
ſeine Tätigkeit den Beſtrebungen der
inneren Miſſion im Jn- und Aus-
lande und begründete dort eine große
Anzahl von Stiftungen, wie die An-
ſtalt für Epileptiſche (Bethel), das
Diakoniſſenhaus (Sarepta), die Er-
ziehungsſtätte für männliche Kran-
kenpfleger (Haus Nazareth), die Ar-
beitskolonien in Wilhelmsdorf und
Freiſtatt, das Arbeiterheim, ein Se-
minar für Kandidaten der Theologie
zur Vorbereitung auf den Miſſions-
dienſt, eine freie theologiſche Schule
für Studenten zur Ergänzung des
akademiſchen Studiums, eine Schrif-
tenniederlage in Gadderbaum bei
Bielefeld, eine eigene Buchhandlung
uſw. Jn Anerkennung dieſer Wirk-
ſamkeit verlieh ihm 1884 die Univer-
ſität Halle die Ehrenwürde eines
Dr. theol. Seit 1903 iſt er auch Mit-
glied des preußiſchen Abgeordneten-
hauſes.

S:

Aus der Schmelzhütte
(En.), 3. A. 1904. — B. † 2. April 1910.

Bodemer, Horſt,

geb. am 9. April
1875 zu Freiberg in Sachſen, lebt
(1908) als Schriftſteller in Berlin.

S:

„O du herrliches Reiterleben!“
(R. a. d. Zeit), 1904. 4 T. 1905. –
Agrarier (R.), 1905. – Jm Kaiſer-
[Spaltenumbruch]

Bod
manöver (Luſtige Verlobungsgeſch.),
1907. – Der Weg der Jugend (R.);
II, 1906–08. – Unſer junger Herr (R.),
1908. – Bauernblut (R.), 1908. – Vom
Start zum Ziel (R.), 1909. – Der
Liebe Not (R.), 1909.

Boden, Hermann von,

Pſeud. für
Hermann Bodo Freiherr von
Bodenhauſen
; ſ. d.!

Bodenhauſen, Hermann Bodo
Freiherr von,

wurde am 13. Juli
1856 in Grebenſtein (Heſſen-Naſſau)
als Sohn des Majors Ernſt Odomar
von B. geboren und gleichfalls für
den Soldatenſtand beſtimmt. Er be-
ſuchte deshalb ſeit 1868 die Kadetten-
korps in Oranienſtein u. Berlin und
trat 1875 als Offizier ins preußiſche
Heer ein. Schon 1877 nahm er ſeinen
Abſchied, ſtudierte 1878–79 in Zürich
Philoſophie u. ging dann zur Bühne.
Er ward Mitglied des Hoftheaters in
Neuſtrelitz, ſpäter desjenigen in Gera,
ſpielte 1891–92 am Stadttheater in
Stettin und ging 1893 nach Breslau.
Seit 1898 lebt er in Kaſſel, wo er
eine Schauſpiel- und Redekunſtſchule
leitet, ſich mit großem Erfolge als
Rezitator (beſonders Reuterſcher und
anderer Dialektdichtungen) betätigt
und auch als Schriftſteller wirkt.

S:


Die Herrin von Erlebach (Lebens-
bild), 1890. – Lear in der Dachſtube
(Lebensbild), 1902.

Bodenſtedt, Friedrich Martin
von,

wurde am 22. April 1819 zu
Peine im ehemaligen Königreich Han-
nover geboren, empfing ſeinen Unter-
richt zuerſt durch einen Hauslehrer,
ſpäter in einem Privatinſtitut und
ſchließlich, da er zum Kaufmann be-
ſtimmt war, in einer Handelslehr-
anſtalt zu Braunſchweig. Darauf
trat er als Lehrling in ein Handels-
haus ein. Seine Neigung für wiſ-
ſenſchaftliche Studien, denen er in
ſeinen Mußeſtunden oblag, ließ ſich
indes nicht lange zurückdrängen und
entführte ihn ſchließlich dem aufge-
drungenen Berufe. Unter Sorgen

*
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[276/0280] Bod Bod Wohnſitz vielfach gewechſelt und lebt jetzt auf Schloß Staudenhäusl bei Bregenz. S: Jlona (R.), 1899. Bodelſchwingh, Friedrich Frei- herr von, geb. am 6. März 1831 zu Haus Mark bei Tecklenburg (Weſt- falen) als der Sohn des bekannten (1854 †) Staatsmannes Ernſt v. B., widmete ſich erſt dem Bergbau, war dann Landwirt, wandte ſich aber 1854 den theologiſchen Studien zu, denen er in Baſel, Erlangen und Berlin ob- lag. Nach Ablegung ſeiner Examina ging er 1858 als Pfarrer an die deutſche Gemeinde in Paris, wurde 1864 Pfarrer zu Dellwig bei Unna und nahm als Diviſionspfarrer 1866 und 1870–71 an den Kriegen gegen Öſterreich und Frankreich teil. Seit 1872 widmet er in und um Bielefeld ſeine Tätigkeit den Beſtrebungen der inneren Miſſion im Jn- und Aus- lande und begründete dort eine große Anzahl von Stiftungen, wie die An- ſtalt für Epileptiſche (Bethel), das Diakoniſſenhaus (Sarepta), die Er- ziehungsſtätte für männliche Kran- kenpfleger (Haus Nazareth), die Ar- beitskolonien in Wilhelmsdorf und Freiſtatt, das Arbeiterheim, ein Se- minar für Kandidaten der Theologie zur Vorbereitung auf den Miſſions- dienſt, eine freie theologiſche Schule für Studenten zur Ergänzung des akademiſchen Studiums, eine Schrif- tenniederlage in Gadderbaum bei Bielefeld, eine eigene Buchhandlung uſw. Jn Anerkennung dieſer Wirk- ſamkeit verlieh ihm 1884 die Univer- ſität Halle die Ehrenwürde eines Dr. theol. Seit 1903 iſt er auch Mit- glied des preußiſchen Abgeordneten- hauſes. S: Aus der Schmelzhütte (En.), 3. A. 1904. — B. † 2. April 1910. Bodemer, Horſt, geb. am 9. April 1875 zu Freiberg in Sachſen, lebt (1908) als Schriftſteller in Berlin. S: „O du herrliches Reiterleben!“ (R. a. d. Zeit), 1904. 4 T. 1905. – Agrarier (R.), 1905. – Jm Kaiſer- manöver (Luſtige Verlobungsgeſch.), 1907. – Der Weg der Jugend (R.); II, 1906–08. – Unſer junger Herr (R.), 1908. – Bauernblut (R.), 1908. – Vom Start zum Ziel (R.), 1909. – Der Liebe Not (R.), 1909. Boden, Hermann von, Pſeud. für Hermann Bodo Freiherr von Bodenhauſen; ſ. d.! Bodenhauſen, Hermann Bodo Freiherr von, wurde am 13. Juli 1856 in Grebenſtein (Heſſen-Naſſau) als Sohn des Majors Ernſt Odomar von B. geboren und gleichfalls für den Soldatenſtand beſtimmt. Er be- ſuchte deshalb ſeit 1868 die Kadetten- korps in Oranienſtein u. Berlin und trat 1875 als Offizier ins preußiſche Heer ein. Schon 1877 nahm er ſeinen Abſchied, ſtudierte 1878–79 in Zürich Philoſophie u. ging dann zur Bühne. Er ward Mitglied des Hoftheaters in Neuſtrelitz, ſpäter desjenigen in Gera, ſpielte 1891–92 am Stadttheater in Stettin und ging 1893 nach Breslau. Seit 1898 lebt er in Kaſſel, wo er eine Schauſpiel- und Redekunſtſchule leitet, ſich mit großem Erfolge als Rezitator (beſonders Reuterſcher und anderer Dialektdichtungen) betätigt und auch als Schriftſteller wirkt. S: Die Herrin von Erlebach (Lebens- bild), 1890. – Lear in der Dachſtube (Lebensbild), 1902. Bodenſtedt, Friedrich Martin von, wurde am 22. April 1819 zu Peine im ehemaligen Königreich Han- nover geboren, empfing ſeinen Unter- richt zuerſt durch einen Hauslehrer, ſpäter in einem Privatinſtitut und ſchließlich, da er zum Kaufmann be- ſtimmt war, in einer Handelslehr- anſtalt zu Braunſchweig. Darauf trat er als Lehrling in ein Handels- haus ein. Seine Neigung für wiſ- ſenſchaftliche Studien, denen er in ſeinen Mußeſtunden oblag, ließ ſich indes nicht lange zurückdrängen und entführte ihn ſchließlich dem aufge- drungenen Berufe. Unter Sorgen *

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Zitationshilfe: Brümmer, Franz: Lexikon der deutschen Dichter und Prosaisten vom Beginn des 19. Jahrhunderts bis zur Gegenwart. Bd. 1. 6. Aufl. Leipzig, 1913, S. 276. In: Deutsches Textarchiv <http://www.deutschestextarchiv.de/bruemmer_lexikon01_1913/280>, abgerufen am 22.03.2019.