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Brümmer, Franz: Lexikon der deutschen Dichter und Prosaisten vom Beginn des 19. Jahrhunderts bis zur Gegenwart. Bd. 1. 6. Aufl. Leipzig, 1913.

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Böh
*Böhme, Albert,

pseudon. Karl
Tornow
, Sohn eines Kantors in
Magdeburg, wurde daselbst am 12.
März 1821 geboren, widmete sich dem
Militärdienste und machte als Ober-
leutnant die Feldzüge in Dänemark
und Baden (1848) mit. Jm Jahre
1850 als Jnvalide entlassen, lebte er
erst als Rittergutsbesitzer auf Mölln
und Stakow und siedelte Anfang der
siebziger Jahre nach Berlin über.

S:

Leben um Leben (R.); II, 1884.

Böhme, Bruno Emil,

geb. am
11. Juni 1854 zu Dorf-Schellenberg
im Königreich Sachsen, widmete sich
in Leipzig pädagogischen und germa-
nistischen Studien, war dann an ver-
schiedenen Orten als Lehrer tätig und
wurde im Herbst 1889 Direktor der
Handelsschule in Apolda. Aber schon
am 23. April 1891 starb er zu Rei-
boldsgrün in Sachsen an der Lun-
genschwindsucht.

S:

Bunte Blätter
(Dn.), 1882. - Vielliebchen (Jd. in 7
Gesgn.), 1883. - Jn der Waldluft
(Lsp.), 1881. - Königin Luise (Helden-
gedicht in 9 Ges.), 1887. - Das Ge-
heimnis des Orgelbauers (Hist. R.),
1891.

*Böhme, Margarete,

geb. Fed-
dersen
, wurde am 8. Mai 1869 in
Husum (Schleswig) geboren u. ver-
lebte dort ihre Kindheit und erste
Jugend in innigem Kontakt mit der
Natur, mit Wasser und Wind, grüner
Marschflur u. blühender Heide. Dann
verließ sie die Heimat, sah einen gro-
ßen Teil unseres weiteren Vaterlan-
des und des Auslandes und verhei-
ratete sich 1894 mit dem früheren
Zeitungsverleger Th. Böhme in Bop-
pard a. Rh. Früher mehr journa-
listisch tätig als Berichterstatterin
norddeutscher und österreich. Zeitun-
gen, widmete sie sich seit ihrer Verhei-
ratung vorwiegend der Romanschrift-
stellerei. Seit 1902 hat sie ihren
Wohnsitz in Friedenau bei Berlin.

S:

Jm Jrrlichtschein (R.), 1903. -
Wenn der Frühling kommt ... (R.),
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Böh
1904. - Fetisch (R.), 1904. - Abseits
vom Wege (R.), 1904. - Tagebuch
einer Verlorenen. Von einer Toten.
(Überarbeitet u. hrsg.), 1905. 25. A.
1907. - Die grünen Drei (R.), 1905.
- Des Gesetzes Erfüllung (R.), 1906. -
Die graue Straße (R.), 1906. 3. A.
1908. - Johann u. anderer Autoren
u. Skizzen, 1906. - Dida Jbsens Ge-
schichte. Ein Finale zum "Tagebuch
einer Verlorenen" (R.), 1.-6. T. 1907.
- Apostel Dodenscheit (Briefe an eine
Dame), 1908. - Rheinzauber (R.), 1.
u. 2. A. 1909.

*Böhmer, Christian,

* am 1. Juni
1823 zu Kusel in der Pfalz, besuchte
die dortige Volks- und Lateinschule,
später das Gymnasium in Zwei-
brücken, das Lyzeum in Speier und
seit 1842 die Universität Erlangen,
wo er Theologie studierte, auch eif-
riger Burschenschafter war. Seit 1848
Vikar in Steinwenden, Rockenhausen
u. Einselthum wurde er 1852 Pfarrer
in Dörrmoschel, 1856 in Niederkir-
chen, 1861 in Schönau, 1865 in Ein-
öllen und später in Bosenbach, wo er
am 21. Novbr. 1877 starb.

S:

Lieder
a. d. Fremde und Heimat, 1855. -
Frauenschmuck u. Frauenspiegel (Ge.),
1869. - Weihnachtsfreud und Weih-
nachtsleid (Lr.), 1874. - Remigius-
berg (G.), 1877. - Die Wegelnburg
(Ein Wasgaubild), 1865.

*Böhmer, Emma,

* am 22. März
1861 (u. a. 1864) zu Lüneburg als die
Tochter eines Regierungsrats, erhielt
daselbst ihre Bildung u. bereitete sich
nach dem frühen Tode der Eltern auf
den Beruf einer Lehrerin vor. Nach
Erstehung ihres Examens in Hanno-
ver war sie mehrere Jahre praktisch
tätig, vertauschte aber diesen Beruf
schließlich mit dem einer Schriftstel-
lerin. Seit dem Tode einer älteren
Schwester lebte sie in Verden, wo
ihr Bruder als Justizrat tätig war
(+ 1899). Nach dessen Tode siedelte
sie nach Berlin über.

S:

Sehnsucht
(R.), 1898. - Hinauf! (R.), 1899. -

*

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Böh
*Böhme, Albert,

pſeudon. Karl
Tornow
, Sohn eines Kantors in
Magdeburg, wurde daſelbſt am 12.
März 1821 geboren, widmete ſich dem
Militärdienſte und machte als Ober-
leutnant die Feldzüge in Dänemark
und Baden (1848) mit. Jm Jahre
1850 als Jnvalide entlaſſen, lebte er
erſt als Rittergutsbeſitzer auf Mölln
und Stakow und ſiedelte Anfang der
ſiebziger Jahre nach Berlin über.

S:

Leben um Leben (R.); II, 1884.

Böhme, Bruno Emil,

geb. am
11. Juni 1854 zu Dorf-Schellenberg
im Königreich Sachſen, widmete ſich
in Leipzig pädagogiſchen und germa-
niſtiſchen Studien, war dann an ver-
ſchiedenen Orten als Lehrer tätig und
wurde im Herbſt 1889 Direktor der
Handelsſchule in Apolda. Aber ſchon
am 23. April 1891 ſtarb er zu Rei-
boldsgrün in Sachſen an der Lun-
genſchwindſucht.

S:

Bunte Blätter
(Dn.), 1882. – Vielliebchen (Jd. in 7
Geſgn.), 1883. – Jn der Waldluft
(Lſp.), 1881. – Königin Luiſe (Helden-
gedicht in 9 Geſ.), 1887. – Das Ge-
heimnis des Orgelbauers (Hiſt. R.),
1891.

*Böhme, Margarete,

geb. Fed-
derſen
, wurde am 8. Mai 1869 in
Huſum (Schleswig) geboren u. ver-
lebte dort ihre Kindheit und erſte
Jugend in innigem Kontakt mit der
Natur, mit Waſſer und Wind, grüner
Marſchflur u. blühender Heide. Dann
verließ ſie die Heimat, ſah einen gro-
ßen Teil unſeres weiteren Vaterlan-
des und des Auslandes und verhei-
ratete ſich 1894 mit dem früheren
Zeitungsverleger Th. Böhme in Bop-
pard a. Rh. Früher mehr journa-
liſtiſch tätig als Berichterſtatterin
norddeutſcher und öſterreich. Zeitun-
gen, widmete ſie ſich ſeit ihrer Verhei-
ratung vorwiegend der Romanſchrift-
ſtellerei. Seit 1902 hat ſie ihren
Wohnſitz in Friedenau bei Berlin.

S:

Jm Jrrlichtſchein (R.), 1903. –
Wenn der Frühling kommt ... (R.),
[Spaltenumbruch]

Böh
1904. – Fetiſch (R.), 1904. – Abſeits
vom Wege (R.), 1904. – Tagebuch
einer Verlorenen. Von einer Toten.
(Überarbeitet u. hrsg.), 1905. 25. A.
1907. – Die grünen Drei (R.), 1905.
– Des Geſetzes Erfüllung (R.), 1906. –
Die graue Straße (R.), 1906. 3. A.
1908. – Johann u. anderer Autoren
u. Skizzen, 1906. – Dida Jbſens Ge-
ſchichte. Ein Finale zum „Tagebuch
einer Verlorenen“ (R.), 1.–6. T. 1907.
– Apoſtel Dodenſcheit (Briefe an eine
Dame), 1908. – Rheinzauber (R.), 1.
u. 2. A. 1909.

*Böhmer, Chriſtian,

* am 1. Juni
1823 zu Kuſel in der Pfalz, beſuchte
die dortige Volks- und Lateinſchule,
ſpäter das Gymnaſium in Zwei-
brücken, das Lyzeum in Speier und
ſeit 1842 die Univerſität Erlangen,
wo er Theologie ſtudierte, auch eif-
riger Burſchenſchafter war. Seit 1848
Vikar in Steinwenden, Rockenhauſen
u. Einſelthum wurde er 1852 Pfarrer
in Dörrmoſchel, 1856 in Niederkir-
chen, 1861 in Schönau, 1865 in Ein-
öllen und ſpäter in Boſenbach, wo er
am 21. Novbr. 1877 ſtarb.

S:

Lieder
a. d. Fremde und Heimat, 1855. –
Frauenſchmuck u. Frauenſpiegel (Ge.),
1869. – Weihnachtsfreud und Weih-
nachtsleid (Lr.), 1874. – Remigius-
berg (G.), 1877. – Die Wegelnburg
(Ein Wasgaubild), 1865.

*Böhmer, Emma,

* am 22. März
1861 (u. a. 1864) zu Lüneburg als die
Tochter eines Regierungsrats, erhielt
daſelbſt ihre Bildung u. bereitete ſich
nach dem frühen Tode der Eltern auf
den Beruf einer Lehrerin vor. Nach
Erſtehung ihres Examens in Hanno-
ver war ſie mehrere Jahre praktiſch
tätig, vertauſchte aber dieſen Beruf
ſchließlich mit dem einer Schriftſtel-
lerin. Seit dem Tode einer älteren
Schweſter lebte ſie in Verden, wo
ihr Bruder als Juſtizrat tätig war
(† 1899). Nach deſſen Tode ſiedelte
ſie nach Berlin über.

S:

Sehnſucht
(R.), 1898. – Hinauf! (R.), 1899. –

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[285/0289] Böh Böh *Böhme, Albert, pſeudon. Karl Tornow, Sohn eines Kantors in Magdeburg, wurde daſelbſt am 12. März 1821 geboren, widmete ſich dem Militärdienſte und machte als Ober- leutnant die Feldzüge in Dänemark und Baden (1848) mit. Jm Jahre 1850 als Jnvalide entlaſſen, lebte er erſt als Rittergutsbeſitzer auf Mölln und Stakow und ſiedelte Anfang der ſiebziger Jahre nach Berlin über. S: Leben um Leben (R.); II, 1884. Böhme, Bruno Emil, geb. am 11. Juni 1854 zu Dorf-Schellenberg im Königreich Sachſen, widmete ſich in Leipzig pädagogiſchen und germa- niſtiſchen Studien, war dann an ver- ſchiedenen Orten als Lehrer tätig und wurde im Herbſt 1889 Direktor der Handelsſchule in Apolda. Aber ſchon am 23. April 1891 ſtarb er zu Rei- boldsgrün in Sachſen an der Lun- genſchwindſucht. S: Bunte Blätter (Dn.), 1882. – Vielliebchen (Jd. in 7 Geſgn.), 1883. – Jn der Waldluft (Lſp.), 1881. – Königin Luiſe (Helden- gedicht in 9 Geſ.), 1887. – Das Ge- heimnis des Orgelbauers (Hiſt. R.), 1891. *Böhme, Margarete, geb. Fed- derſen, wurde am 8. Mai 1869 in Huſum (Schleswig) geboren u. ver- lebte dort ihre Kindheit und erſte Jugend in innigem Kontakt mit der Natur, mit Waſſer und Wind, grüner Marſchflur u. blühender Heide. Dann verließ ſie die Heimat, ſah einen gro- ßen Teil unſeres weiteren Vaterlan- des und des Auslandes und verhei- ratete ſich 1894 mit dem früheren Zeitungsverleger Th. Böhme in Bop- pard a. Rh. Früher mehr journa- liſtiſch tätig als Berichterſtatterin norddeutſcher und öſterreich. Zeitun- gen, widmete ſie ſich ſeit ihrer Verhei- ratung vorwiegend der Romanſchrift- ſtellerei. Seit 1902 hat ſie ihren Wohnſitz in Friedenau bei Berlin. S: Jm Jrrlichtſchein (R.), 1903. – Wenn der Frühling kommt ... (R.), 1904. – Fetiſch (R.), 1904. – Abſeits vom Wege (R.), 1904. – Tagebuch einer Verlorenen. Von einer Toten. (Überarbeitet u. hrsg.), 1905. 25. A. 1907. – Die grünen Drei (R.), 1905. – Des Geſetzes Erfüllung (R.), 1906. – Die graue Straße (R.), 1906. 3. A. 1908. – Johann u. anderer Autoren u. Skizzen, 1906. – Dida Jbſens Ge- ſchichte. Ein Finale zum „Tagebuch einer Verlorenen“ (R.), 1.–6. T. 1907. – Apoſtel Dodenſcheit (Briefe an eine Dame), 1908. – Rheinzauber (R.), 1. u. 2. A. 1909. *Böhmer, Chriſtian, * am 1. Juni 1823 zu Kuſel in der Pfalz, beſuchte die dortige Volks- und Lateinſchule, ſpäter das Gymnaſium in Zwei- brücken, das Lyzeum in Speier und ſeit 1842 die Univerſität Erlangen, wo er Theologie ſtudierte, auch eif- riger Burſchenſchafter war. Seit 1848 Vikar in Steinwenden, Rockenhauſen u. Einſelthum wurde er 1852 Pfarrer in Dörrmoſchel, 1856 in Niederkir- chen, 1861 in Schönau, 1865 in Ein- öllen und ſpäter in Boſenbach, wo er am 21. Novbr. 1877 ſtarb. S: Lieder a. d. Fremde und Heimat, 1855. – Frauenſchmuck u. Frauenſpiegel (Ge.), 1869. – Weihnachtsfreud und Weih- nachtsleid (Lr.), 1874. – Remigius- berg (G.), 1877. – Die Wegelnburg (Ein Wasgaubild), 1865. *Böhmer, Emma, * am 22. März 1861 (u. a. 1864) zu Lüneburg als die Tochter eines Regierungsrats, erhielt daſelbſt ihre Bildung u. bereitete ſich nach dem frühen Tode der Eltern auf den Beruf einer Lehrerin vor. Nach Erſtehung ihres Examens in Hanno- ver war ſie mehrere Jahre praktiſch tätig, vertauſchte aber dieſen Beruf ſchließlich mit dem einer Schriftſtel- lerin. Seit dem Tode einer älteren Schweſter lebte ſie in Verden, wo ihr Bruder als Juſtizrat tätig war († 1899). Nach deſſen Tode ſiedelte ſie nach Berlin über. S: Sehnſucht (R.), 1898. – Hinauf! (R.), 1899. – *

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Zitationshilfe: Brümmer, Franz: Lexikon der deutschen Dichter und Prosaisten vom Beginn des 19. Jahrhunderts bis zur Gegenwart. Bd. 1. 6. Aufl. Leipzig, 1913, S. 285. In: Deutsches Textarchiv <http://www.deutschestextarchiv.de/bruemmer_lexikon01_1913/289>, abgerufen am 24.03.2019.