Anmelden (DTAQ) DWDS     dlexDB     CLARIN-D

Brümmer, Franz: Lexikon der deutschen Dichter und Prosaisten vom Beginn des 19. Jahrhunderts bis zur Gegenwart. Bd. 1. 6. Aufl. Leipzig, 1913.

Bild:
<< vorherige Seite


[Spaltenumbruch]

Böh
Jnkorrekt (R.), 1901. - Ehe-Jnter-
mezzo (R.), 1902. - Bergesgipfel (R.),
1903. - Moderne Monologe (Lyrik),
1905. - Wenn die Sonne untergeht
(R.), 1908.

*Böhmker, Bernhard Richard
Ludwig,

geb. am 9. Dezbr. 1870 in
Altona, absolvierte das Gymnasium
in Oppeln (Schlesien) und trat 1889
in die preußische Armee ein, in der er
bis 1892 als Leutnant diente. Jetzt
hat er eine Privatstellung in Angern
bei Wien inne. Unter einem Pseudon.
veröffentlichte er

S:

Schlinge! (Fla-
gellantismus, Masochismus, Sadis-
mus), 1903. - Herrin und Sklave,
1905. - Dämone (R.); II, 1905. -
Dominatrix (Romanzyklus); VI, 1905
bis 1909. [Jnhalt: I. Der Sklave
der schönen Despotin. - II. Fräulein
Lehrerin. - III. Den Fuß im Nacken
(R. a. d. brasilian. Sklavenleben). -
IV. Jn Leibeigenschaft. - V. Fräulein
Oberlehrerin. - VI. Fräulein Direk-
tor.] - Qualvolle Stunden (En.),
1906. - Handschuhgeschichten (Nn. u.
Sk.), 1908. - Feudale Herren (Nn.),
1908. - Weib, Wein, Gesang (Humor.
Ge.), 1909.

*Bohn, Franz,

wurde am 2. Febr.
1849 zu Haarlem in den Niederlan-
den geboren, wo sein Vater ein seit
1752 bestehendes Verlagsgeschäft be-
saß. Er besuchte daselbst die fran-
zösische Schule und das Gymnasium;
da ihm aber sein Wunsch, die Univer-
sität zu besuchen, abgeschlagen wurde,
so war er auf sich selbst angewiesen,
seinen Wissenskreis zu erweitern. Der
Umgang mit Studenten, später mit
Professoren, Gelehrten u. Künstlern
förderte sein Studium ganz wesent-
lich; mit Vorliebe beschäftigte er sich
mit der modernen Philologie, so daß
er sechs lebende Sprachen beherrschte.
Große Reisen durch viele Länder Eu-
ropas wirkten gleichfalls fördernd auf
seine geistige Entwicklung. Nach dem
Tode seines Vaters (1872) trat B.,
dem Verlangen des Vaters gemäß, in
[Spaltenumbruch]

Böh
den Verlag ein, doch konnte er sein
Arbeitsfeld nie liebgewinnen. Er
verließ darum nach mehreren Jahren
unter Vorbehalt einiger Rechte das-
selbe und siedelte 1885 nach Wies-
baden über, wo er sich 1889 als Preuße
naturalisieren ließ. Seit 1892 hatte er
seinen Wohnsitz in Frankfurt a. M.,
seit 1902 in Nürnberg, und hier ist
er am 6. Januar 1906 gestorben.

S:


Der Fall eines Bankhauses (Sitten-
bild a. d. niederländ. Gesellschaft),
1893. - Gelöste Fesseln (Dr.), 1895.

Boehn, Max Ulrich von,

geb. am
5. Febr. 1860 in Potsdam, lebt (1892)
in München.

S:

Ave Maria! (R.
eines Protestanten), 1895. - Stella
Matutina (R.), 1887. - Spanische
Reisebilder, 1904.

*Böhncke, August,

wurde am 6.
Dezbr. 1818 zu Königsberg in Preu-
ßen geboren, besuchte das dortige
Gymnasium u. widmete sich auf den
Wunsch des Vaters, der seinen Tod
nahen fühlte und in dem Sohne der
Familie eine spätere Stütze geben
wollte, der Landwirtschaft. Nachdem
er seine Lehrzeit beendet und einige
Zeit in Litauen als Gutsinspektor
tätig gewesen, bestimmten ihn seine
Verhältnisse, in Königsberg Soldat
zu werden. Er benutzte diesen Aufent-
halt fleißig zu seiner weiteren Aus-
bildung und hörte an der Universität
Vorlesungen über Mathematik, Ge-
schichte, Philosophie; daneben war er
als Schriftsteller für verschiedene Zei-
tungen tätig. Nach vierzehnjähriger
Militärdienstzeit trat er in den Dienst
der königl. Staatstelegraphie, befeh-
ligte 1866 die Feldtelegraphie-Jn-
spektion bei der Armee des Prinzen
Friedrich Karl in Böhmen, später bei
der Mainarmee, fungierte seit 1867
als Telegraphenbau-Jnspektor in
Breslau u. war im Feldzuge 1870-71
unter General Werder Kommandeur
der mobilen Feldtelegraphie. Jm
Jahre 1872 wurde er nach Stettin
versetzt, nahm 1876 aus Gesundheits-

*


[Spaltenumbruch]

Böh
Jnkorrekt (R.), 1901. – Ehe-Jnter-
mezzo (R.), 1902. – Bergesgipfel (R.),
1903. – Moderne Monologe (Lyrik),
1905. – Wenn die Sonne untergeht
(R.), 1908.

*Böhmker, Bernhard Richard
Ludwig,

geb. am 9. Dezbr. 1870 in
Altona, abſolvierte das Gymnaſium
in Oppeln (Schleſien) und trat 1889
in die preußiſche Armee ein, in der er
bis 1892 als Leutnant diente. Jetzt
hat er eine Privatſtellung in Angern
bei Wien inne. Unter einem Pſeudon.
veröffentlichte er

S:

Schlinge! (Fla-
gellantismus, Maſochismus, Sadis-
mus), 1903. – Herrin und Sklave,
1905. – Dämone (R.); II, 1905. –
Dominatrix (Romanzyklus); VI, 1905
bis 1909. [Jnhalt: I. Der Sklave
der ſchönen Deſpotin. – II. Fräulein
Lehrerin. – III. Den Fuß im Nacken
(R. a. d. braſilian. Sklavenleben). –
IV. Jn Leibeigenſchaft. – V. Fräulein
Oberlehrerin. – VI. Fräulein Direk-
tor.] – Qualvolle Stunden (En.),
1906. – Handſchuhgeſchichten (Nn. u.
Sk.), 1908. – Feudale Herren (Nn.),
1908. – Weib, Wein, Geſang (Humor.
Ge.), 1909.

*Bohn, Franz,

wurde am 2. Febr.
1849 zu Haarlem in den Niederlan-
den geboren, wo ſein Vater ein ſeit
1752 beſtehendes Verlagsgeſchäft be-
ſaß. Er beſuchte daſelbſt die fran-
zöſiſche Schule und das Gymnaſium;
da ihm aber ſein Wunſch, die Univer-
ſität zu beſuchen, abgeſchlagen wurde,
ſo war er auf ſich ſelbſt angewieſen,
ſeinen Wiſſenskreis zu erweitern. Der
Umgang mit Studenten, ſpäter mit
Profeſſoren, Gelehrten u. Künſtlern
förderte ſein Studium ganz weſent-
lich; mit Vorliebe beſchäftigte er ſich
mit der modernen Philologie, ſo daß
er ſechs lebende Sprachen beherrſchte.
Große Reiſen durch viele Länder Eu-
ropas wirkten gleichfalls fördernd auf
ſeine geiſtige Entwicklung. Nach dem
Tode ſeines Vaters (1872) trat B.,
dem Verlangen des Vaters gemäß, in
[Spaltenumbruch]

Böh
den Verlag ein, doch konnte er ſein
Arbeitsfeld nie liebgewinnen. Er
verließ darum nach mehreren Jahren
unter Vorbehalt einiger Rechte das-
ſelbe und ſiedelte 1885 nach Wies-
baden über, wo er ſich 1889 als Preuße
naturaliſieren ließ. Seit 1892 hatte er
ſeinen Wohnſitz in Frankfurt a. M.,
ſeit 1902 in Nürnberg, und hier iſt
er am 6. Januar 1906 geſtorben.

S:


Der Fall eines Bankhauſes (Sitten-
bild a. d. niederländ. Geſellſchaft),
1893. – Gelöſte Feſſeln (Dr.), 1895.

Boehn, Max Ulrich von,

geb. am
5. Febr. 1860 in Potsdam, lebt (1892)
in München.

S:

Ave Maria! (R.
eines Proteſtanten), 1895. – Stella
Matutina (R.), 1887. – Spaniſche
Reiſebilder, 1904.

*Böhncke, Auguſt,

wurde am 6.
Dezbr. 1818 zu Königsberg in Preu-
ßen geboren, beſuchte das dortige
Gymnaſium u. widmete ſich auf den
Wunſch des Vaters, der ſeinen Tod
nahen fühlte und in dem Sohne der
Familie eine ſpätere Stütze geben
wollte, der Landwirtſchaft. Nachdem
er ſeine Lehrzeit beendet und einige
Zeit in Litauen als Gutsinſpektor
tätig geweſen, beſtimmten ihn ſeine
Verhältniſſe, in Königsberg Soldat
zu werden. Er benutzte dieſen Aufent-
halt fleißig zu ſeiner weiteren Aus-
bildung und hörte an der Univerſität
Vorleſungen über Mathematik, Ge-
ſchichte, Philoſophie; daneben war er
als Schriftſteller für verſchiedene Zei-
tungen tätig. Nach vierzehnjähriger
Militärdienſtzeit trat er in den Dienſt
der königl. Staatstelegraphie, befeh-
ligte 1866 die Feldtelegraphie-Jn-
ſpektion bei der Armee des Prinzen
Friedrich Karl in Böhmen, ſpäter bei
der Mainarmee, fungierte ſeit 1867
als Telegraphenbau-Jnſpektor in
Breslau u. war im Feldzuge 1870–71
unter General Werder Kommandeur
der mobilen Feldtelegraphie. Jm
Jahre 1872 wurde er nach Stettin
verſetzt, nahm 1876 aus Geſundheits-

*
<TEI>
  <text>
    <body>
      <div type="index" n="1">
        <div type="bibliography" n="2">
          <p><pb facs="#f0290" n="286"/><lb/><cb/><lb/>
<fw type="header" place="top"><hi rendition="#g">Böh</hi></fw><lb/>
Jnkorrekt (R.), 1901. &#x2013; Ehe-Jnter-<lb/>
mezzo (R.), 1902. &#x2013; Bergesgipfel (R.),<lb/>
1903. &#x2013; Moderne Monologe (Lyrik),<lb/>
1905. &#x2013; Wenn die Sonne untergeht<lb/>
(R.), 1908.</p><lb/>
        </div>
      </div><lb/>
      <div type="index" n="1">
        <head>*<hi rendition="#b">Böhmker,</hi> Bernhard <hi rendition="#g">Richard</hi><lb/>
Ludwig,</head>
        <p> geb. am 9. Dezbr. 1870 in<lb/>
Altona, ab&#x017F;olvierte das Gymna&#x017F;ium<lb/>
in Oppeln (Schle&#x017F;ien) und trat 1889<lb/>
in die preußi&#x017F;che Armee ein, in der er<lb/>
bis 1892 als Leutnant diente. Jetzt<lb/>
hat er eine Privat&#x017F;tellung in Angern<lb/>
bei Wien inne. Unter einem P&#x017F;eudon.<lb/>
veröffentlichte er </p><lb/>
        <div type="bibliography" n="2">
          <head> <hi rendition="#i">S:</hi> </head>
          <p> Schlinge! (Fla-<lb/>
gellantismus, Ma&#x017F;ochismus, Sadis-<lb/>
mus), 1903. &#x2013; Herrin und Sklave,<lb/>
1905. &#x2013; Dämone (R.); <hi rendition="#aq">II,</hi> 1905. &#x2013;<lb/>
Dominatrix (Romanzyklus); <hi rendition="#aq">VI,</hi> 1905<lb/>
bis 1909. [Jnhalt: <hi rendition="#aq">I.</hi> Der Sklave<lb/>
der &#x017F;chönen De&#x017F;potin. &#x2013; <hi rendition="#aq">II.</hi> Fräulein<lb/>
Lehrerin. &#x2013; <hi rendition="#aq">III.</hi> Den Fuß im Nacken<lb/>
(R. a. d. bra&#x017F;ilian. Sklavenleben). &#x2013;<lb/><hi rendition="#aq">IV.</hi> Jn Leibeigen&#x017F;chaft. &#x2013; <hi rendition="#aq">V.</hi> Fräulein<lb/>
Oberlehrerin. &#x2013; <hi rendition="#aq">VI.</hi> Fräulein Direk-<lb/>
tor.] &#x2013; Qualvolle Stunden (En.),<lb/>
1906. &#x2013; Hand&#x017F;chuhge&#x017F;chichten (Nn. u.<lb/>
Sk.), 1908. &#x2013; Feudale Herren (Nn.),<lb/>
1908. &#x2013; Weib, Wein, Ge&#x017F;ang (Humor.<lb/>
Ge.), 1909.</p><lb/>
        </div>
      </div><lb/>
      <div type="index" n="1">
        <head>*<hi rendition="#b">Bohn,</hi> Franz,</head>
        <p> wurde am 2. Febr.<lb/>
1849 zu Haarlem in den Niederlan-<lb/>
den geboren, wo &#x017F;ein Vater ein &#x017F;eit<lb/>
1752 be&#x017F;tehendes Verlagsge&#x017F;chäft be-<lb/>
&#x017F;aß. Er be&#x017F;uchte da&#x017F;elb&#x017F;t die fran-<lb/>&#x017F;i&#x017F;che Schule und das Gymna&#x017F;ium;<lb/>
da ihm aber &#x017F;ein Wun&#x017F;ch, die Univer-<lb/>
&#x017F;ität zu be&#x017F;uchen, abge&#x017F;chlagen wurde,<lb/>
&#x017F;o war er auf &#x017F;ich &#x017F;elb&#x017F;t angewie&#x017F;en,<lb/>
&#x017F;einen Wi&#x017F;&#x017F;enskreis zu erweitern. Der<lb/>
Umgang mit Studenten, &#x017F;päter mit<lb/>
Profe&#x017F;&#x017F;oren, Gelehrten u. Kün&#x017F;tlern<lb/>
förderte &#x017F;ein Studium ganz we&#x017F;ent-<lb/>
lich; mit Vorliebe be&#x017F;chäftigte er &#x017F;ich<lb/>
mit der modernen Philologie, &#x017F;o daß<lb/>
er &#x017F;echs lebende Sprachen beherr&#x017F;chte.<lb/>
Große Rei&#x017F;en durch viele Länder Eu-<lb/>
ropas wirkten gleichfalls fördernd auf<lb/>
&#x017F;eine gei&#x017F;tige Entwicklung. Nach dem<lb/>
Tode &#x017F;eines Vaters (1872) trat B.,<lb/>
dem Verlangen des Vaters gemäß, in<lb/><cb/><lb/>
<fw type="header" place="top"><hi rendition="#g">Böh</hi></fw><lb/>
den Verlag ein, doch konnte er &#x017F;ein<lb/>
Arbeitsfeld nie liebgewinnen. Er<lb/>
verließ darum nach mehreren Jahren<lb/>
unter Vorbehalt einiger Rechte das-<lb/>
&#x017F;elbe und &#x017F;iedelte 1885 nach Wies-<lb/>
baden über, wo er &#x017F;ich 1889 als Preuße<lb/>
naturali&#x017F;ieren ließ. Seit 1892 hatte er<lb/>
&#x017F;einen Wohn&#x017F;itz in Frankfurt a. M.,<lb/>
&#x017F;eit 1902 in Nürnberg, und hier i&#x017F;t<lb/>
er am 6. Januar 1906 ge&#x017F;torben. </p><lb/>
        <div type="bibliography" n="2">
          <head> <hi rendition="#i">S:</hi> </head>
          <p><lb/>
Der Fall eines Bankhau&#x017F;es (Sitten-<lb/>
bild a. d. niederländ. Ge&#x017F;ell&#x017F;chaft),<lb/>
1893. &#x2013; Gelö&#x017F;te Fe&#x017F;&#x017F;eln (Dr.), 1895.</p><lb/>
        </div>
      </div><lb/>
      <div type="index" n="1">
        <head><hi rendition="#b">Boehn,</hi> Max Ulrich von,</head>
        <p> geb. am<lb/>
5. Febr. 1860 in Potsdam, lebt (1892)<lb/>
in München. </p><lb/>
        <div type="bibliography" n="2">
          <head> <hi rendition="#i">S:</hi> </head>
          <p> Ave Maria! (R.<lb/>
eines Prote&#x017F;tanten), 1895. &#x2013; Stella<lb/>
Matutina (R.), 1887. &#x2013; Spani&#x017F;che<lb/>
Rei&#x017F;ebilder, 1904.</p><lb/>
        </div>
      </div><lb/>
      <div type="index" n="1">
        <head>*<hi rendition="#b">Böhncke,</hi> Augu&#x017F;t,</head>
        <p> wurde am 6.<lb/>
Dezbr. 1818 zu Königsberg in Preu-<lb/>
ßen geboren, be&#x017F;uchte das dortige<lb/>
Gymna&#x017F;ium u. widmete &#x017F;ich auf den<lb/>
Wun&#x017F;ch des Vaters, der &#x017F;einen Tod<lb/>
nahen fühlte und in dem Sohne der<lb/>
Familie eine &#x017F;pätere Stütze geben<lb/>
wollte, der Landwirt&#x017F;chaft. Nachdem<lb/>
er &#x017F;eine Lehrzeit beendet und einige<lb/>
Zeit in Litauen als Gutsin&#x017F;pektor<lb/>
tätig gewe&#x017F;en, be&#x017F;timmten ihn &#x017F;eine<lb/>
Verhältni&#x017F;&#x017F;e, in Königsberg Soldat<lb/>
zu werden. Er benutzte die&#x017F;en Aufent-<lb/>
halt fleißig zu &#x017F;einer weiteren Aus-<lb/>
bildung und hörte an der Univer&#x017F;ität<lb/>
Vorle&#x017F;ungen über Mathematik, Ge-<lb/>
&#x017F;chichte, Philo&#x017F;ophie; daneben war er<lb/>
als Schrift&#x017F;teller für ver&#x017F;chiedene Zei-<lb/>
tungen tätig. Nach vierzehnjähriger<lb/>
Militärdien&#x017F;tzeit trat er in den Dien&#x017F;t<lb/>
der königl. Staatstelegraphie, befeh-<lb/>
ligte 1866 die Feldtelegraphie-Jn-<lb/>
&#x017F;pektion bei der Armee des Prinzen<lb/>
Friedrich Karl in Böhmen, &#x017F;päter bei<lb/>
der Mainarmee, fungierte &#x017F;eit 1867<lb/>
als Telegraphenbau-Jn&#x017F;pektor in<lb/>
Breslau u. war im Feldzuge 1870&#x2013;71<lb/>
unter General Werder Kommandeur<lb/>
der mobilen Feldtelegraphie. Jm<lb/>
Jahre 1872 wurde er nach Stettin<lb/>
ver&#x017F;etzt, nahm 1876 aus Ge&#x017F;undheits-<lb/>
<fw type="sig" place="bottom">*</fw><lb/></p>
      </div>
    </body>
  </text>
</TEI>
[286/0290] Böh Böh Jnkorrekt (R.), 1901. – Ehe-Jnter- mezzo (R.), 1902. – Bergesgipfel (R.), 1903. – Moderne Monologe (Lyrik), 1905. – Wenn die Sonne untergeht (R.), 1908. *Böhmker, Bernhard Richard Ludwig, geb. am 9. Dezbr. 1870 in Altona, abſolvierte das Gymnaſium in Oppeln (Schleſien) und trat 1889 in die preußiſche Armee ein, in der er bis 1892 als Leutnant diente. Jetzt hat er eine Privatſtellung in Angern bei Wien inne. Unter einem Pſeudon. veröffentlichte er S: Schlinge! (Fla- gellantismus, Maſochismus, Sadis- mus), 1903. – Herrin und Sklave, 1905. – Dämone (R.); II, 1905. – Dominatrix (Romanzyklus); VI, 1905 bis 1909. [Jnhalt: I. Der Sklave der ſchönen Deſpotin. – II. Fräulein Lehrerin. – III. Den Fuß im Nacken (R. a. d. braſilian. Sklavenleben). – IV. Jn Leibeigenſchaft. – V. Fräulein Oberlehrerin. – VI. Fräulein Direk- tor.] – Qualvolle Stunden (En.), 1906. – Handſchuhgeſchichten (Nn. u. Sk.), 1908. – Feudale Herren (Nn.), 1908. – Weib, Wein, Geſang (Humor. Ge.), 1909. *Bohn, Franz, wurde am 2. Febr. 1849 zu Haarlem in den Niederlan- den geboren, wo ſein Vater ein ſeit 1752 beſtehendes Verlagsgeſchäft be- ſaß. Er beſuchte daſelbſt die fran- zöſiſche Schule und das Gymnaſium; da ihm aber ſein Wunſch, die Univer- ſität zu beſuchen, abgeſchlagen wurde, ſo war er auf ſich ſelbſt angewieſen, ſeinen Wiſſenskreis zu erweitern. Der Umgang mit Studenten, ſpäter mit Profeſſoren, Gelehrten u. Künſtlern förderte ſein Studium ganz weſent- lich; mit Vorliebe beſchäftigte er ſich mit der modernen Philologie, ſo daß er ſechs lebende Sprachen beherrſchte. Große Reiſen durch viele Länder Eu- ropas wirkten gleichfalls fördernd auf ſeine geiſtige Entwicklung. Nach dem Tode ſeines Vaters (1872) trat B., dem Verlangen des Vaters gemäß, in den Verlag ein, doch konnte er ſein Arbeitsfeld nie liebgewinnen. Er verließ darum nach mehreren Jahren unter Vorbehalt einiger Rechte das- ſelbe und ſiedelte 1885 nach Wies- baden über, wo er ſich 1889 als Preuße naturaliſieren ließ. Seit 1892 hatte er ſeinen Wohnſitz in Frankfurt a. M., ſeit 1902 in Nürnberg, und hier iſt er am 6. Januar 1906 geſtorben. S: Der Fall eines Bankhauſes (Sitten- bild a. d. niederländ. Geſellſchaft), 1893. – Gelöſte Feſſeln (Dr.), 1895. Boehn, Max Ulrich von, geb. am 5. Febr. 1860 in Potsdam, lebt (1892) in München. S: Ave Maria! (R. eines Proteſtanten), 1895. – Stella Matutina (R.), 1887. – Spaniſche Reiſebilder, 1904. *Böhncke, Auguſt, wurde am 6. Dezbr. 1818 zu Königsberg in Preu- ßen geboren, beſuchte das dortige Gymnaſium u. widmete ſich auf den Wunſch des Vaters, der ſeinen Tod nahen fühlte und in dem Sohne der Familie eine ſpätere Stütze geben wollte, der Landwirtſchaft. Nachdem er ſeine Lehrzeit beendet und einige Zeit in Litauen als Gutsinſpektor tätig geweſen, beſtimmten ihn ſeine Verhältniſſe, in Königsberg Soldat zu werden. Er benutzte dieſen Aufent- halt fleißig zu ſeiner weiteren Aus- bildung und hörte an der Univerſität Vorleſungen über Mathematik, Ge- ſchichte, Philoſophie; daneben war er als Schriftſteller für verſchiedene Zei- tungen tätig. Nach vierzehnjähriger Militärdienſtzeit trat er in den Dienſt der königl. Staatstelegraphie, befeh- ligte 1866 die Feldtelegraphie-Jn- ſpektion bei der Armee des Prinzen Friedrich Karl in Böhmen, ſpäter bei der Mainarmee, fungierte ſeit 1867 als Telegraphenbau-Jnſpektor in Breslau u. war im Feldzuge 1870–71 unter General Werder Kommandeur der mobilen Feldtelegraphie. Jm Jahre 1872 wurde er nach Stettin verſetzt, nahm 1876 aus Geſundheits- *

Suche im Werk

Hilfe

Informationen zum Werk

Download dieses Werks

XML (TEI P5) · HTML · Text
TCF (text annotation layer)
TCF (tokenisiert, serialisiert, lemmatisiert, normalisiert)
XML (TEI P5 inkl. att.linguistic)

Metadaten zum Werk

TEI-Header · CMDI · Dublin Core

Ansichten dieser Seite

Voyant Tools ?

Feedback

Sie haben einen Fehler gefunden? Dann können Sie diesen über unsere Qualitätssicherungsplattform DTAQ melden.

Kommentar zur DTA-Ausgabe

Dieses Werk wurde gemäß den DTA-Transkriptionsrichtlinien im Double-Keying-Verfahren von Nicht-Muttersprachlern erfasst und in XML/TEI P5 nach DTA-Basisformat kodiert.




Ansicht auf Standard zurückstellen

URL zu diesem Werk: http://www.deutschestextarchiv.de/bruemmer_lexikon01_1913
URL zu dieser Seite: http://www.deutschestextarchiv.de/bruemmer_lexikon01_1913/290
Zitationshilfe: Brümmer, Franz: Lexikon der deutschen Dichter und Prosaisten vom Beginn des 19. Jahrhunderts bis zur Gegenwart. Bd. 1. 6. Aufl. Leipzig, 1913, S. 286. In: Deutsches Textarchiv <http://www.deutschestextarchiv.de/bruemmer_lexikon01_1913/290>, abgerufen am 19.03.2019.