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Brümmer, Franz: Lexikon der deutschen Dichter und Prosaisten vom Beginn des 19. Jahrhunderts bis zur Gegenwart. Bd. 1. 6. Aufl. Leipzig, 1913.

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drama), 1903. - Ben Judah (Schsp.),
1904. - Marie Antoinette (Schsp. nach
Lavedan u. Lenotre), 1904. - Bona-
partes Hochzeit (Schsp. nach Massiac),
1905. - Großmama (Lsp.), 1906. -
Nimmer Babenberg (Hist. Volksst.,
mit Wilh. Schriefer), 1907. - Zahl-
reiche Operntexte.

Bohrmann, Marianne,

geb. am
2. Aug. 1849 zu Bystritz bei Baar in
Mähren, erhielt von ihrem Vater eine
vorzügliche Erziehung. Mit einem
bedeutenden Sprachentalent u. einer
außergewöhnlichen Beobachtungs-
gabe ausgerüstet, war es ihr möglich,
auf ihren vielen Reisen interessante
Studien zu machen, für welche ihre
Feder später Verwendung fand. Sie
weilte am liebsten und längsten in
Südrußland, wo sie zwölf Jahre lang
als Erzieherin tätig war, u. lebt seit
1885 in Wien. Hier verheiratete sie
sich 1889 mit dem Schriftsteller Hein-
rich B. (s. den vorigen!).

S:

Jn der
Steppe (Kulturbilder aus Rußland),
1893. - Die Priorin (R., mit ihrem
Gatten), 1893. Neue Ausg. 1907. -
Ballast (Lsp.), 1903. - Was war (Dr.),
1903. - Die Kolonisten (R.), 1903. -
Jm alten Schloß (E.), 1903. - Lina
Borissow (E.), 1903. - Susanna (E.),
1904. - Der Erbglöckner (E.), 1904.

Böhtlingk, Arthur,

entstammt
einer deutschen Familie in St. Peters-
burg und wurde daselbst am 19. (31.
n. St.) Mai 1849 geboren. Nach ge-
nossener Vorbildung widmete er sich
an den Universitäten Petersburg,
Jena, Heidelberg und Berlin dem
Studium der Geschichte, promovierte
zum Dr. phil. u. habilitierte sich 1873
in Berlin als Privatdozent. 1876
ging er in gleicher Eigenschaft nach
Jena, wurde hier 1879 außerord.
Professor der Geschichte u. wirkt seit
1886 als ordentl. Professor an der
Technischen Hochschule in Karlsruhe.
Er schrieb eine Reihe historischer, bio-
graphischer Werke u. neuerdings viele
Kampfschriften gegen den Ultramon-
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Bol
tanismus.

S:

König Konrad (Hist.
Dr.), 1881. - Franz von Sickingen
(Hist. Tr.), 1881. - Goethe und das
kirchliche Rom, 1902. - Schiller und
das kirchliche Rom, 1905. - Napoleon.
Von Elba bis St. Helena (Dr.), 1909.

*Bojanowski, Julius,

wurde am
3. März 1857 zu Bockenheim als der
Sohn eines Telegraphen-Leitungs-
Revisors geboren, besuchte seit 1868
die Gymnasien zu Kassel u. Hersfeld
und studierte von 1878-81 in Leipzig
Rechts- u. Staatswissenschaften. Seit
1882 Referendar, lebte er als solcher
seit 1884 in Wiesbaden, wo er, nach-
dem er 1888 sein Assessorexamen ge-
macht, sich als Rechtsanwalt beim
Landgericht dauernd niederließ. Er
+ daselbst im Mai 1904.

S:

Feld-
blumen (Ge.), 1886.

Bolanden, Konrad

von, Pseud.
für Joseph Bischoff; s. d.!

Boldt, Heinrich August,

geboren
am 17. Febr. 1838 zu Klein-Saus-
garten im Reg.-Bez. Königsberg in
Pr. als der Sohn eines Gutsbesitzers,
besuchte die Präparandenanstalt in
Lampasch und 1855-58 das Lehrer-
seminar zu Preuß.-Eylau. Er wirkte
viele Jahre als Lehrer an der höheren
Töchterschule in Elbing, trat am 1.
April 1898 in den Ruhestand u. starb
am 23. Dezbr. 1899 in Elbing.

S:


Ut'm Noatangsche (En. in plattd.
Mdt.), 1877. - Elbinger Geistesleben
im 19. Jahrhundert, 1894.

*Bolgiani (auch Voigtel-Bol-
giani
), Valeska,

geborene Mül-
ler
, pseud. Arthur Stahl, war
die einzige Tochter eines höheren preu-
ßischen Stabsoffiziers und verlebte
ihre Jugendzeit in Westfalen. Sie
verheiratete sich mit dem Juristen
Voigtel in Magdeburg, der diese
Stadt auch im Abgeordnetenhause
vertrat, und begleitete ihren Gatten
während der Sessionszeit stets in die
preußische Hauptstadt. Der Aufent-
halt und der Verkehr mit den geistig
hervorragendsten Menschen hierorts

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Boh
drama), 1903. – Ben Judah (Schſp.),
1904. – Marie Antoinette (Schſp. nach
Lavedan u. Lenotre), 1904. – Bona-
partes Hochzeit (Schſp. nach Maſſiac),
1905. – Großmama (Lſp.), 1906. –
Nimmer Babenberg (Hiſt. Volksſt.,
mit Wilh. Schriefer), 1907. – Zahl-
reiche Operntexte.

Bohrmann, Marianne,

geb. am
2. Aug. 1849 zu Byſtritz bei Baar in
Mähren, erhielt von ihrem Vater eine
vorzügliche Erziehung. Mit einem
bedeutenden Sprachentalent u. einer
außergewöhnlichen Beobachtungs-
gabe ausgerüſtet, war es ihr möglich,
auf ihren vielen Reiſen intereſſante
Studien zu machen, für welche ihre
Feder ſpäter Verwendung fand. Sie
weilte am liebſten und längſten in
Südrußland, wo ſie zwölf Jahre lang
als Erzieherin tätig war, u. lebt ſeit
1885 in Wien. Hier verheiratete ſie
ſich 1889 mit dem Schriftſteller Hein-
rich B. (ſ. den vorigen!).

S:

Jn der
Steppe (Kulturbilder aus Rußland),
1893. – Die Priorin (R., mit ihrem
Gatten), 1893. Neue Ausg. 1907. –
Ballaſt (Lſp.), 1903. – Was war (Dr.),
1903. – Die Koloniſten (R.), 1903. –
Jm alten Schloß (E.), 1903. – Lina
Boriſſow (E.), 1903. – Suſanna (E.),
1904. – Der Erbglöckner (E.), 1904.

Böhtlingk, Arthur,

entſtammt
einer deutſchen Familie in St. Peters-
burg und wurde daſelbſt am 19. (31.
n. St.) Mai 1849 geboren. Nach ge-
noſſener Vorbildung widmete er ſich
an den Univerſitäten Petersburg,
Jena, Heidelberg und Berlin dem
Studium der Geſchichte, promovierte
zum Dr. phil. u. habilitierte ſich 1873
in Berlin als Privatdozent. 1876
ging er in gleicher Eigenſchaft nach
Jena, wurde hier 1879 außerord.
Profeſſor der Geſchichte u. wirkt ſeit
1886 als ordentl. Profeſſor an der
Techniſchen Hochſchule in Karlsruhe.
Er ſchrieb eine Reihe hiſtoriſcher, bio-
graphiſcher Werke u. neuerdings viele
Kampfſchriften gegen den Ultramon-
[Spaltenumbruch]

Bol
tanismus.

S:

König Konrad (Hiſt.
Dr.), 1881. – Franz von Sickingen
(Hiſt. Tr.), 1881. – Goethe und das
kirchliche Rom, 1902. – Schiller und
das kirchliche Rom, 1905. – Napoleon.
Von Elba bis St. Helena (Dr.), 1909.

*Bojanowski, Julius,

wurde am
3. März 1857 zu Bockenheim als der
Sohn eines Telegraphen-Leitungs-
Reviſors geboren, beſuchte ſeit 1868
die Gymnaſien zu Kaſſel u. Hersfeld
und ſtudierte von 1878–81 in Leipzig
Rechts- u. Staatswiſſenſchaften. Seit
1882 Referendar, lebte er als ſolcher
ſeit 1884 in Wiesbaden, wo er, nach-
dem er 1888 ſein Aſſeſſorexamen ge-
macht, ſich als Rechtsanwalt beim
Landgericht dauernd niederließ. Er
† daſelbſt im Mai 1904.

S:

Feld-
blumen (Ge.), 1886.

Bolanden, Konrad

von, Pſeud.
für Joſeph Biſchoff; ſ. d.!

Boldt, Heinrich Auguſt,

geboren
am 17. Febr. 1838 zu Klein-Saus-
garten im Reg.-Bez. Königsberg in
Pr. als der Sohn eines Gutsbeſitzers,
beſuchte die Präparandenanſtalt in
Lampaſch und 1855–58 das Lehrer-
ſeminar zu Preuß.-Eylau. Er wirkte
viele Jahre als Lehrer an der höheren
Töchterſchule in Elbing, trat am 1.
April 1898 in den Ruheſtand u. ſtarb
am 23. Dezbr. 1899 in Elbing.

S:


Ut’m Noatangſche (En. in plattd.
Mdt.), 1877. – Elbinger Geiſtesleben
im 19. Jahrhundert, 1894.

*Bolgiani (auch Voigtel-Bol-
giani
), Valeska,

geborene Mül-
ler
, pſeud. Arthur Stahl, war
die einzige Tochter eines höheren preu-
ßiſchen Stabsoffiziers und verlebte
ihre Jugendzeit in Weſtfalen. Sie
verheiratete ſich mit dem Juriſten
Voigtel in Magdeburg, der dieſe
Stadt auch im Abgeordnetenhauſe
vertrat, und begleitete ihren Gatten
während der Seſſionszeit ſtets in die
preußiſche Hauptſtadt. Der Aufent-
halt und der Verkehr mit den geiſtig
hervorragendſten Menſchen hierorts

*
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[288/0292] Boh Bol drama), 1903. – Ben Judah (Schſp.), 1904. – Marie Antoinette (Schſp. nach Lavedan u. Lenotre), 1904. – Bona- partes Hochzeit (Schſp. nach Maſſiac), 1905. – Großmama (Lſp.), 1906. – Nimmer Babenberg (Hiſt. Volksſt., mit Wilh. Schriefer), 1907. – Zahl- reiche Operntexte. Bohrmann, Marianne, geb. am 2. Aug. 1849 zu Byſtritz bei Baar in Mähren, erhielt von ihrem Vater eine vorzügliche Erziehung. Mit einem bedeutenden Sprachentalent u. einer außergewöhnlichen Beobachtungs- gabe ausgerüſtet, war es ihr möglich, auf ihren vielen Reiſen intereſſante Studien zu machen, für welche ihre Feder ſpäter Verwendung fand. Sie weilte am liebſten und längſten in Südrußland, wo ſie zwölf Jahre lang als Erzieherin tätig war, u. lebt ſeit 1885 in Wien. Hier verheiratete ſie ſich 1889 mit dem Schriftſteller Hein- rich B. (ſ. den vorigen!). S: Jn der Steppe (Kulturbilder aus Rußland), 1893. – Die Priorin (R., mit ihrem Gatten), 1893. Neue Ausg. 1907. – Ballaſt (Lſp.), 1903. – Was war (Dr.), 1903. – Die Koloniſten (R.), 1903. – Jm alten Schloß (E.), 1903. – Lina Boriſſow (E.), 1903. – Suſanna (E.), 1904. – Der Erbglöckner (E.), 1904. Böhtlingk, Arthur, entſtammt einer deutſchen Familie in St. Peters- burg und wurde daſelbſt am 19. (31. n. St.) Mai 1849 geboren. Nach ge- noſſener Vorbildung widmete er ſich an den Univerſitäten Petersburg, Jena, Heidelberg und Berlin dem Studium der Geſchichte, promovierte zum Dr. phil. u. habilitierte ſich 1873 in Berlin als Privatdozent. 1876 ging er in gleicher Eigenſchaft nach Jena, wurde hier 1879 außerord. Profeſſor der Geſchichte u. wirkt ſeit 1886 als ordentl. Profeſſor an der Techniſchen Hochſchule in Karlsruhe. Er ſchrieb eine Reihe hiſtoriſcher, bio- graphiſcher Werke u. neuerdings viele Kampfſchriften gegen den Ultramon- tanismus. S: König Konrad (Hiſt. Dr.), 1881. – Franz von Sickingen (Hiſt. Tr.), 1881. – Goethe und das kirchliche Rom, 1902. – Schiller und das kirchliche Rom, 1905. – Napoleon. Von Elba bis St. Helena (Dr.), 1909. *Bojanowski, Julius, wurde am 3. März 1857 zu Bockenheim als der Sohn eines Telegraphen-Leitungs- Reviſors geboren, beſuchte ſeit 1868 die Gymnaſien zu Kaſſel u. Hersfeld und ſtudierte von 1878–81 in Leipzig Rechts- u. Staatswiſſenſchaften. Seit 1882 Referendar, lebte er als ſolcher ſeit 1884 in Wiesbaden, wo er, nach- dem er 1888 ſein Aſſeſſorexamen ge- macht, ſich als Rechtsanwalt beim Landgericht dauernd niederließ. Er † daſelbſt im Mai 1904. S: Feld- blumen (Ge.), 1886. Bolanden, Konrad von, Pſeud. für Joſeph Biſchoff; ſ. d.! Boldt, Heinrich Auguſt, geboren am 17. Febr. 1838 zu Klein-Saus- garten im Reg.-Bez. Königsberg in Pr. als der Sohn eines Gutsbeſitzers, beſuchte die Präparandenanſtalt in Lampaſch und 1855–58 das Lehrer- ſeminar zu Preuß.-Eylau. Er wirkte viele Jahre als Lehrer an der höheren Töchterſchule in Elbing, trat am 1. April 1898 in den Ruheſtand u. ſtarb am 23. Dezbr. 1899 in Elbing. S: Ut’m Noatangſche (En. in plattd. Mdt.), 1877. – Elbinger Geiſtesleben im 19. Jahrhundert, 1894. *Bolgiani (auch Voigtel-Bol- giani), Valeska, geborene Mül- ler, pſeud. Arthur Stahl, war die einzige Tochter eines höheren preu- ßiſchen Stabsoffiziers und verlebte ihre Jugendzeit in Weſtfalen. Sie verheiratete ſich mit dem Juriſten Voigtel in Magdeburg, der dieſe Stadt auch im Abgeordnetenhauſe vertrat, und begleitete ihren Gatten während der Seſſionszeit ſtets in die preußiſche Hauptſtadt. Der Aufent- halt und der Verkehr mit den geiſtig hervorragendſten Menſchen hierorts *

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Zitationshilfe: Brümmer, Franz: Lexikon der deutschen Dichter und Prosaisten vom Beginn des 19. Jahrhunderts bis zur Gegenwart. Bd. 1. 6. Aufl. Leipzig, 1913, S. 288. In: Deutsches Textarchiv <http://www.deutschestextarchiv.de/bruemmer_lexikon01_1913/292>, abgerufen am 19.03.2019.