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Brümmer, Franz: Lexikon der deutschen Dichter und Prosaisten vom Beginn des 19. Jahrhunderts bis zur Gegenwart. Bd. 1. 6. Aufl. Leipzig, 1913.

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Bow
letzteren. Nach dessen Tode gab die
Mutter das Geschäft auf, u. der Sohn
ging nach Berlin, wo er in seinem
Berufe tätig war, bis der bekannte
Schriftsteller Held (s. d.!) ihn auf
das journalistische Gebiet hinüber-
zog. Jnfolge eines Nervenleidens gab
er die anstrengende geistige Tätigkeit
auf u. arbeitete wieder in seinem Be-
rufe in Wien bis 1870. Dann ging
er nach München, durchwanderte
Bayern, Baden, die Schweiz, Elsaß
und Lothringen u. kehrte Ende 1871
nach Hamburg zurück, wo er bis zur
Kräftigung seiner Gesundheit in sei-
nem Berufe tätig war und dann zur
Schriftstellerei überging. Seit 1883
wohnt er in Altona u. redigiert hier
die "Fidelitas". Außer einer Reihe
von Jugendschriften veröffentlichte er

S:

Eine Frau aus dem Album (P.),
1872. - Sein Doppelgänger (Dram.
Scherz), 1877. - Wenn man eigen-
sinnig ist (Dr. Scherz), 1877. - Die
Weihnachtsbescherung (Lsp.), 1884. -
Das Weihnachtspräsent (Lsp.), 1886.
- Ein sideles Stiftungsfest (P.), 1890.
- Fidele Turner (Schw.), 1892. -
Zwei nette Pflanzen auf der Garten-
bauausstellung in Hamburg (Hum.),
1897. - Humoristische Vorträge in
Prosa, 1897. - Unterhaltungen im
Freien (Humor.), 1898. - Fideler
Karneval! (Komische Vorträge etc.),
1898. - Ernst und Scherz in lebenden
Bildern, 1898. - Familie Bollmann
(Schw.), 1902. - Was wähl' ich für
den Polterabend? (Vortragsgedichte),
1903. - Der erste Zwist (Hochzeits-
scherz), 1905. - Die drei Liebchen
(Polterabend-Schw.), 1905. - Ein
Stündchen auf dem Schöffengericht
(Kom. Genrebild), 2. A. 1906. - Be-
lustigungen im Freien (Spiele, Vor-
träge etc.), 1908. - Da Capo (Heit. Vor-
träge f. Damen, Ge.), 1908. - Hier ist
eine Wohnung zu vermieten, oder:
Überlistet (Schw.), 1909.

*Bowitsch, Ludwig,

pseud. Lud-
wig Bisthow
, wurde am 24. Aug.
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Box
1818 zu Döbling bei Wien als der
Sohn eines k. k. Staatsbeamten ge-
boren. Die mißlichen Verhältnisse im
Elternhause, welche ihn frühzeitig auf
eigene Kraft anwiesen, zwangen ihn,
die begonnenen juristischen Studien
aufzugeben und eine Stellung im k. k.
Kanzleidienste anzunehmen. Jm April
1839 trat er bei der Hofkammerpro-
kuratur ein, wurde 1842 Registratur-
praktikant bei der Hofkanzlei, 1844
Registraturakzessist, 1850 mit der Lei-
tung der Registratur der Gendarme-
rieinspektion betraut, 1851 Registra-
tor und später Kanzleivorstand der-
selben. Jm Jahre 1879 zum kaiserl.
Rat ernannt, trat er bald darauf in
den Ruhestand u. zog sich nach Ober-
St. Veit bei Wien zurück, wo er am
22. Sept. 1881 +

S:

Poetische Ver-
suche, 1839. 2. A. als: Gedichte, 1846.
- Nordlichter, 1841. - Romanzen,
1844. - Lebensbilder und Novellen,
1848. - Servet (G.), 1849. - Efeu-
ranken (Rz.), 1854. - Romantische
Dichtungen, 1854. - Blumenroman-
zen, 1855. - Rosenblätter, 1855. -
Beim Wein (Trinklieder), 1856. - Ma-
riensagen, 1858. - Österreichisches
Balladenbuch (mit Al. Gigl); II, 1856.
- Legenden, 1858. - Habsburgs Chro-
nik (Ge.), 1858. - Kinderlieder, 1859.
- Jägerlieder, 1860. - Sindibad
(Dn.), 1860. - Volkslieder, 1861. -
Nach der Flut (Dichteralbum), 1862.
- Heroiden (Rz.), 1864. - Liederbuch,
1866. - Donausagen (Nn. und En.),
1867. - Vom Donaustrande (M. und
Sg.), 1867. - Rübezahl (Sg.), 1869.
- Buch der Laune, 1861. - Naturbil-
der, 2. A., 1878.

*Boxberger, Emil v.,

* zu Fulda
am 17. Okt. 1827, besuchte die Gym-
nasien zu Fulda und Münnerstadt,
widmete sich von 1844-47 der Land-
wirtschaft, arbeitete dann einige Zeit
als Postexpedient bei seinem Oheim,
dem in der fuldischen Geschichte öfters
vorteilhaft erwähnten Postmeister J.
B. Oswald in Fulda, war seit 1850

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Bow
letzteren. Nach deſſen Tode gab die
Mutter das Geſchäft auf, u. der Sohn
ging nach Berlin, wo er in ſeinem
Berufe tätig war, bis der bekannte
Schriftſteller Held (ſ. d.!) ihn auf
das journaliſtiſche Gebiet hinüber-
zog. Jnfolge eines Nervenleidens gab
er die anſtrengende geiſtige Tätigkeit
auf u. arbeitete wieder in ſeinem Be-
rufe in Wien bis 1870. Dann ging
er nach München, durchwanderte
Bayern, Baden, die Schweiz, Elſaß
und Lothringen u. kehrte Ende 1871
nach Hamburg zurück, wo er bis zur
Kräftigung ſeiner Geſundheit in ſei-
nem Berufe tätig war und dann zur
Schriftſtellerei überging. Seit 1883
wohnt er in Altona u. redigiert hier
die „Fidelitas“. Außer einer Reihe
von Jugendſchriften veröffentlichte er

S:

Eine Frau aus dem Album (P.),
1872. – Sein Doppelgänger (Dram.
Scherz), 1877. – Wenn man eigen-
ſinnig iſt (Dr. Scherz), 1877. – Die
Weihnachtsbeſcherung (Lſp.), 1884. –
Das Weihnachtspräſent (Lſp.), 1886.
– Ein ſideles Stiftungsfeſt (P.), 1890.
– Fidele Turner (Schw.), 1892. –
Zwei nette Pflanzen auf der Garten-
bauausſtellung in Hamburg (Hum.),
1897. – Humoriſtiſche Vorträge in
Proſa, 1897. – Unterhaltungen im
Freien (Humor.), 1898. – Fideler
Karneval! (Komiſche Vorträge ꝛc.),
1898. – Ernſt und Scherz in lebenden
Bildern, 1898. – Familie Bollmann
(Schw.), 1902. – Was wähl’ ich für
den Polterabend? (Vortragsgedichte),
1903. – Der erſte Zwiſt (Hochzeits-
ſcherz), 1905. – Die drei Liebchen
(Polterabend-Schw.), 1905. – Ein
Stündchen auf dem Schöffengericht
(Kom. Genrebild), 2. A. 1906. – Be-
luſtigungen im Freien (Spiele, Vor-
träge ꝛc.), 1908. – Da Capo (Heit. Vor-
träge f. Damen, Ge.), 1908. – Hier iſt
eine Wohnung zu vermieten, oder:
Überliſtet (Schw.), 1909.

*Bowitſch, Ludwig,

pſeud. Lud-
wig Bisthow
, wurde am 24. Aug.
[Spaltenumbruch]

Box
1818 zu Döbling bei Wien als der
Sohn eines k. k. Staatsbeamten ge-
boren. Die mißlichen Verhältniſſe im
Elternhauſe, welche ihn frühzeitig auf
eigene Kraft anwieſen, zwangen ihn,
die begonnenen juriſtiſchen Studien
aufzugeben und eine Stellung im k. k.
Kanzleidienſte anzunehmen. Jm April
1839 trat er bei der Hofkammerpro-
kuratur ein, wurde 1842 Regiſtratur-
praktikant bei der Hofkanzlei, 1844
Regiſtraturakzeſſiſt, 1850 mit der Lei-
tung der Regiſtratur der Gendarme-
rieinſpektion betraut, 1851 Regiſtra-
tor und ſpäter Kanzleivorſtand der-
ſelben. Jm Jahre 1879 zum kaiſerl.
Rat ernannt, trat er bald darauf in
den Ruheſtand u. zog ſich nach Ober-
St. Veit bei Wien zurück, wo er am
22. Sept. 1881 †

S:

Poetiſche Ver-
ſuche, 1839. 2. A. als: Gedichte, 1846.
– Nordlichter, 1841. – Romanzen,
1844. – Lebensbilder und Novellen,
1848. – Servet (G.), 1849. – Efeu-
ranken (Rz.), 1854. – Romantiſche
Dichtungen, 1854. – Blumenroman-
zen, 1855. – Roſenblätter, 1855. –
Beim Wein (Trinklieder), 1856. – Ma-
rienſagen, 1858. – Öſterreichiſches
Balladenbuch (mit Al. Gigl); II, 1856.
– Legenden, 1858. – Habsburgs Chro-
nik (Ge.), 1858. – Kinderlieder, 1859.
– Jägerlieder, 1860. – Sindibad
(Dn.), 1860. – Volkslieder, 1861. –
Nach der Flut (Dichteralbum), 1862.
– Heroiden (Rz.), 1864. – Liederbuch,
1866. – Donauſagen (Nn. und En.),
1867. – Vom Donauſtrande (M. und
Sg.), 1867. – Rübezahl (Sg.), 1869.
– Buch der Laune, 1861. – Naturbil-
der, 2. A., 1878.

*Boxberger, Emil v.,

* zu Fulda
am 17. Okt. 1827, beſuchte die Gym-
naſien zu Fulda und Münnerſtadt,
widmete ſich von 1844–47 der Land-
wirtſchaft, arbeitete dann einige Zeit
als Poſtexpedient bei ſeinem Oheim,
dem in der fuldiſchen Geſchichte öfters
vorteilhaft erwähnten Poſtmeiſter J.
B. Oswald in Fulda, war ſeit 1850

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[315/0319] Bow Box letzteren. Nach deſſen Tode gab die Mutter das Geſchäft auf, u. der Sohn ging nach Berlin, wo er in ſeinem Berufe tätig war, bis der bekannte Schriftſteller Held (ſ. d.!) ihn auf das journaliſtiſche Gebiet hinüber- zog. Jnfolge eines Nervenleidens gab er die anſtrengende geiſtige Tätigkeit auf u. arbeitete wieder in ſeinem Be- rufe in Wien bis 1870. Dann ging er nach München, durchwanderte Bayern, Baden, die Schweiz, Elſaß und Lothringen u. kehrte Ende 1871 nach Hamburg zurück, wo er bis zur Kräftigung ſeiner Geſundheit in ſei- nem Berufe tätig war und dann zur Schriftſtellerei überging. Seit 1883 wohnt er in Altona u. redigiert hier die „Fidelitas“. Außer einer Reihe von Jugendſchriften veröffentlichte er S: Eine Frau aus dem Album (P.), 1872. – Sein Doppelgänger (Dram. Scherz), 1877. – Wenn man eigen- ſinnig iſt (Dr. Scherz), 1877. – Die Weihnachtsbeſcherung (Lſp.), 1884. – Das Weihnachtspräſent (Lſp.), 1886. – Ein ſideles Stiftungsfeſt (P.), 1890. – Fidele Turner (Schw.), 1892. – Zwei nette Pflanzen auf der Garten- bauausſtellung in Hamburg (Hum.), 1897. – Humoriſtiſche Vorträge in Proſa, 1897. – Unterhaltungen im Freien (Humor.), 1898. – Fideler Karneval! (Komiſche Vorträge ꝛc.), 1898. – Ernſt und Scherz in lebenden Bildern, 1898. – Familie Bollmann (Schw.), 1902. – Was wähl’ ich für den Polterabend? (Vortragsgedichte), 1903. – Der erſte Zwiſt (Hochzeits- ſcherz), 1905. – Die drei Liebchen (Polterabend-Schw.), 1905. – Ein Stündchen auf dem Schöffengericht (Kom. Genrebild), 2. A. 1906. – Be- luſtigungen im Freien (Spiele, Vor- träge ꝛc.), 1908. – Da Capo (Heit. Vor- träge f. Damen, Ge.), 1908. – Hier iſt eine Wohnung zu vermieten, oder: Überliſtet (Schw.), 1909. *Bowitſch, Ludwig, pſeud. Lud- wig Bisthow, wurde am 24. Aug. 1818 zu Döbling bei Wien als der Sohn eines k. k. Staatsbeamten ge- boren. Die mißlichen Verhältniſſe im Elternhauſe, welche ihn frühzeitig auf eigene Kraft anwieſen, zwangen ihn, die begonnenen juriſtiſchen Studien aufzugeben und eine Stellung im k. k. Kanzleidienſte anzunehmen. Jm April 1839 trat er bei der Hofkammerpro- kuratur ein, wurde 1842 Regiſtratur- praktikant bei der Hofkanzlei, 1844 Regiſtraturakzeſſiſt, 1850 mit der Lei- tung der Regiſtratur der Gendarme- rieinſpektion betraut, 1851 Regiſtra- tor und ſpäter Kanzleivorſtand der- ſelben. Jm Jahre 1879 zum kaiſerl. Rat ernannt, trat er bald darauf in den Ruheſtand u. zog ſich nach Ober- St. Veit bei Wien zurück, wo er am 22. Sept. 1881 † S: Poetiſche Ver- ſuche, 1839. 2. A. als: Gedichte, 1846. – Nordlichter, 1841. – Romanzen, 1844. – Lebensbilder und Novellen, 1848. – Servet (G.), 1849. – Efeu- ranken (Rz.), 1854. – Romantiſche Dichtungen, 1854. – Blumenroman- zen, 1855. – Roſenblätter, 1855. – Beim Wein (Trinklieder), 1856. – Ma- rienſagen, 1858. – Öſterreichiſches Balladenbuch (mit Al. Gigl); II, 1856. – Legenden, 1858. – Habsburgs Chro- nik (Ge.), 1858. – Kinderlieder, 1859. – Jägerlieder, 1860. – Sindibad (Dn.), 1860. – Volkslieder, 1861. – Nach der Flut (Dichteralbum), 1862. – Heroiden (Rz.), 1864. – Liederbuch, 1866. – Donauſagen (Nn. und En.), 1867. – Vom Donauſtrande (M. und Sg.), 1867. – Rübezahl (Sg.), 1869. – Buch der Laune, 1861. – Naturbil- der, 2. A., 1878. *Boxberger, Emil v., * zu Fulda am 17. Okt. 1827, beſuchte die Gym- naſien zu Fulda und Münnerſtadt, widmete ſich von 1844–47 der Land- wirtſchaft, arbeitete dann einige Zeit als Poſtexpedient bei ſeinem Oheim, dem in der fuldiſchen Geſchichte öfters vorteilhaft erwähnten Poſtmeiſter J. B. Oswald in Fulda, war ſeit 1850 *

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Zitationshilfe: Brümmer, Franz: Lexikon der deutschen Dichter und Prosaisten vom Beginn des 19. Jahrhunderts bis zur Gegenwart. Bd. 1. 6. Aufl. Leipzig, 1913, S. 315. In: Deutsches Textarchiv <http://www.deutschestextarchiv.de/bruemmer_lexikon01_1913/319>, abgerufen am 20.03.2019.