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Brümmer, Franz: Lexikon der deutschen Dichter und Prosaisten vom Beginn des 19. Jahrhunderts bis zur Gegenwart. Bd. 1. 6. Aufl. Leipzig, 1913.

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Bra
Gedichte, 1873. - Heinrich Findelkind
(E.), 1875. - Die Tochter des Kunst-
reiters (R.), 1875. 25. A. 1907. -
Nicht wie alle anderen. Aus fernen
Landen (2 Nn.), 1878. - Daniella
(R.); II, 1879. - Am Heidstock (R.),
1881. - Gedichte, 1880. - Prinzeß
Ada (N.), 1883. 3. A. 1897. - Erin-
nerungen während dreier Sommer-
monate auf Reisen, 1882.-Der Spinn-
lehrer von Carrara (N.), 1887. 4. A.
1904. - Vom alten Stamm (N.), 1889.
- Jm Streit der Zeit (R.); II, 1897.
2. A. 1898. - Novellen (Frühlings-
rausch und Herbstesstürme. - Nur eine
kleine Erzählung), 1898. 3. A. 1905.
- Eine Nähmamsell (N.), 1900. - Chic!
(N.), 1901. - Mein Leben, 1.-3. A.
1905. - Die Enterbten (Nachgelasse-
ner R.), 1906. 4. T. 1909.

*Brackel, Franz Karl Freiherr v.,


ein Neffe der Schriftstellerin Ferdi-
nande Freiin v. B. und ein Sohn des
Generalmajors und Kommandeurs
der 27. Jnfanteriebrigade zu Köln,
wurde am 19. Juli 1875 geboren. Er
ist seit 1893 als Schriftsteller für Zei-
tungen tätig und lebt zurzeit (1896)
in Kassel.

S:

Der Diplomat, oder:
Der geschlagene Papa (Lsp.), 1896.

Brahmüller, G.,

Pseud. für Ma-
rie Wunderlich;
s. d.!

Bramer, Jeannette,

geb. am 13.
September 1845 in Kassel als Tochter
des Justizrats Henkel, entstammt
einer alten, angesehenen hessischen
Juristenfamilie. Sie vermählte sich
1866 mit dem Regierungs- und Bau-
rat B. und folgte ihm nach Breslau,
Paderborn und Münster i. W., den
Orten seiner Wirksamkeit. Nach dem
Tode des Gatten (1886) zog sie sich
in die Heimat zurück und erwarb in
dem Dorfe Fronhausen bei Marburg
eine freundliche Besitzung, wo sie in
stiller Zurückgezogenheit ihrem dich-
terischen Schaffen lebte, bis sie 1901
ihren Wohnsitz nach Kassel verlegte.
Sie ist seit 1894 schriftstellerisch tätig,
Mitarbeiterin verschiedener großer
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Bra
Blätter und veröffentlichte als selb-
ständiges Werk das bekannte Buch
"Hessische Fürsten und Fürstinnen"
(1904). Die Herausgabe ihrer Dich-
tungen wird von ihr vorbereitet.

*Branchart, Albert,

geb. am 24.
Novbr. 1813 in Aachen als der Sohn
eines Baukondukteurs, besuchte die
Elementarschule und seit 1824 das
Gymnasium seiner Vaterstadt u. trat
i. J. 1831 in das katholische Seminar
in Brühl ein, um sich dem Berufe
eines Lehrers zu widmen. Seit 1833
Lehrer in den bei Aachen gelegenen
Orten Weiden und Eynatten, wurde
er 1840 nach Aachen berufen u. hier
1852 an d. Provinzial-Gewerbeschule
und Handwerker-Fortbildungsschule
angestellt. Jm Jahre 1884 trat er in
den Ruhestand, u. am 8. Oktbr. 1892
ist er in Aachen gestorben. Zwei Jahre
später errichteten ihm seine Schüler
und Freunde ein Grabdenkmal.

S:


Herbarium van Oecher Blomme (Ge.
in Aachener Mundart), 1859. 4. A.
1884.

*Branco, Dilia Thelyma Nelly,


pseud. Dilia Helena, wurde am
13. Okt. 1816 in Düsseldorf geboren.
Jhr Vater, Hieronymus Franz Röd-
lich,
verließ als Rittmeister bei den
"Schwarzenberg-Ulanen" 1806 den
österreich. Militärdienst, trat, von
preußischer Seite aufgefordert, in
hiesige Dienste über u. starb als preuß.
Generalmajor. Jhre Mutter war die
Tochter des schottischen Schiffskapi-
täns Johnson. Nelly verheiratete
sich 1840 mit dem damaligen Regi-
mentsarzte bei den Gardes du Corps,
späteren Generalarzt Dr. Branco. Sie
war eine hochbegabte Frau u. Dich-
terin schöner Lieder, von denen viele
von Karl Löwe, Graben-Hoffmann
u. a. komponiert wurden. Nach dem
Tode ihres Töchterchens verfiel sie in
ein schweres Nervenleiden, so daß ihr
Liedermund für immer verstummte.
Sie starb am 28. Febr. 1894 in Ber-
nau.

S:

Gedichte (mit e. Vorwort von

*


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Bra
Gedichte, 1873. – Heinrich Findelkind
(E.), 1875. – Die Tochter des Kunſt-
reiters (R.), 1875. 25. A. 1907. –
Nicht wie alle anderen. Aus fernen
Landen (2 Nn.), 1878. – Daniella
(R.); II, 1879. – Am Heidſtock (R.),
1881. – Gedichte, 1880. – Prinzeß
Ada (N.), 1883. 3. A. 1897. – Erin-
nerungen während dreier Sommer-
monate auf Reiſen, 1882.–Der Spinn-
lehrer von Carrara (N.), 1887. 4. A.
1904. – Vom alten Stamm (N.), 1889.
– Jm Streit der Zeit (R.); II, 1897.
2. A. 1898. – Novellen (Frühlings-
rauſch und Herbſtesſtürme. – Nur eine
kleine Erzählung), 1898. 3. A. 1905.
– Eine Nähmamſell (N.), 1900. – Chic!
(N.), 1901. – Mein Leben, 1.–3. A.
1905. – Die Enterbten (Nachgelaſſe-
ner R.), 1906. 4. T. 1909.

*Brackel, Franz Karl Freiherr v.,


ein Neffe der Schriftſtellerin Ferdi-
nande Freiin v. B. und ein Sohn des
Generalmajors und Kommandeurs
der 27. Jnfanteriebrigade zu Köln,
wurde am 19. Juli 1875 geboren. Er
iſt ſeit 1893 als Schriftſteller für Zei-
tungen tätig und lebt zurzeit (1896)
in Kaſſel.

S:

Der Diplomat, oder:
Der geſchlagene Papa (Lſp.), 1896.

Brahmüller, G.,

Pſeud. für Ma-
rie Wunderlich;
ſ. d.!

Bramer, Jeannette,

geb. am 13.
September 1845 in Kaſſel als Tochter
des Juſtizrats Henkel, entſtammt
einer alten, angeſehenen heſſiſchen
Juriſtenfamilie. Sie vermählte ſich
1866 mit dem Regierungs- und Bau-
rat B. und folgte ihm nach Breslau,
Paderborn und Münſter i. W., den
Orten ſeiner Wirkſamkeit. Nach dem
Tode des Gatten (1886) zog ſie ſich
in die Heimat zurück und erwarb in
dem Dorfe Fronhauſen bei Marburg
eine freundliche Beſitzung, wo ſie in
ſtiller Zurückgezogenheit ihrem dich-
teriſchen Schaffen lebte, bis ſie 1901
ihren Wohnſitz nach Kaſſel verlegte.
Sie iſt ſeit 1894 ſchriftſtelleriſch tätig,
Mitarbeiterin verſchiedener großer
[Spaltenumbruch]

Bra
Blätter und veröffentlichte als ſelb-
ſtändiges Werk das bekannte Buch
„Heſſiſche Fürſten und Fürſtinnen“
(1904). Die Herausgabe ihrer Dich-
tungen wird von ihr vorbereitet.

*Branchart, Albert,

geb. am 24.
Novbr. 1813 in Aachen als der Sohn
eines Baukondukteurs, beſuchte die
Elementarſchule und ſeit 1824 das
Gymnaſium ſeiner Vaterſtadt u. trat
i. J. 1831 in das katholiſche Seminar
in Brühl ein, um ſich dem Berufe
eines Lehrers zu widmen. Seit 1833
Lehrer in den bei Aachen gelegenen
Orten Weiden und Eynatten, wurde
er 1840 nach Aachen berufen u. hier
1852 an d. Provinzial-Gewerbeſchule
und Handwerker-Fortbildungsſchule
angeſtellt. Jm Jahre 1884 trat er in
den Ruheſtand, u. am 8. Oktbr. 1892
iſt er in Aachen geſtorben. Zwei Jahre
ſpäter errichteten ihm ſeine Schüler
und Freunde ein Grabdenkmal.

S:


Herbarium van Oecher Blomme (Ge.
in Aachener Mundart), 1859. 4. A.
1884.

*Branco, Dilia Thelyma Nelly,


pſeud. Dilia Helena, wurde am
13. Okt. 1816 in Düſſeldorf geboren.
Jhr Vater, Hieronymus Franz Röd-
lich,
verließ als Rittmeiſter bei den
„Schwarzenberg-Ulanen“ 1806 den
öſterreich. Militärdienſt, trat, von
preußiſcher Seite aufgefordert, in
hieſige Dienſte über u. ſtarb als preuß.
Generalmajor. Jhre Mutter war die
Tochter des ſchottiſchen Schiffskapi-
täns Johnſon. Nelly verheiratete
ſich 1840 mit dem damaligen Regi-
mentsarzte bei den Gardes du Corps,
ſpäteren Generalarzt Dr. Branco. Sie
war eine hochbegabte Frau u. Dich-
terin ſchöner Lieder, von denen viele
von Karl Löwe, Graben-Hoffmann
u. a. komponiert wurden. Nach dem
Tode ihres Töchterchens verfiel ſie in
ein ſchweres Nervenleiden, ſo daß ihr
Liedermund für immer verſtummte.
Sie ſtarb am 28. Febr. 1894 in Ber-
nau.

S:

Gedichte (mit e. Vorwort von

*
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[320/0324] Bra Bra Gedichte, 1873. – Heinrich Findelkind (E.), 1875. – Die Tochter des Kunſt- reiters (R.), 1875. 25. A. 1907. – Nicht wie alle anderen. Aus fernen Landen (2 Nn.), 1878. – Daniella (R.); II, 1879. – Am Heidſtock (R.), 1881. – Gedichte, 1880. – Prinzeß Ada (N.), 1883. 3. A. 1897. – Erin- nerungen während dreier Sommer- monate auf Reiſen, 1882.–Der Spinn- lehrer von Carrara (N.), 1887. 4. A. 1904. – Vom alten Stamm (N.), 1889. – Jm Streit der Zeit (R.); II, 1897. 2. A. 1898. – Novellen (Frühlings- rauſch und Herbſtesſtürme. – Nur eine kleine Erzählung), 1898. 3. A. 1905. – Eine Nähmamſell (N.), 1900. – Chic! (N.), 1901. – Mein Leben, 1.–3. A. 1905. – Die Enterbten (Nachgelaſſe- ner R.), 1906. 4. T. 1909. *Brackel, Franz Karl Freiherr v., ein Neffe der Schriftſtellerin Ferdi- nande Freiin v. B. und ein Sohn des Generalmajors und Kommandeurs der 27. Jnfanteriebrigade zu Köln, wurde am 19. Juli 1875 geboren. Er iſt ſeit 1893 als Schriftſteller für Zei- tungen tätig und lebt zurzeit (1896) in Kaſſel. S: Der Diplomat, oder: Der geſchlagene Papa (Lſp.), 1896. Brahmüller, G., Pſeud. für Ma- rie Wunderlich; ſ. d.! Bramer, Jeannette, geb. am 13. September 1845 in Kaſſel als Tochter des Juſtizrats Henkel, entſtammt einer alten, angeſehenen heſſiſchen Juriſtenfamilie. Sie vermählte ſich 1866 mit dem Regierungs- und Bau- rat B. und folgte ihm nach Breslau, Paderborn und Münſter i. W., den Orten ſeiner Wirkſamkeit. Nach dem Tode des Gatten (1886) zog ſie ſich in die Heimat zurück und erwarb in dem Dorfe Fronhauſen bei Marburg eine freundliche Beſitzung, wo ſie in ſtiller Zurückgezogenheit ihrem dich- teriſchen Schaffen lebte, bis ſie 1901 ihren Wohnſitz nach Kaſſel verlegte. Sie iſt ſeit 1894 ſchriftſtelleriſch tätig, Mitarbeiterin verſchiedener großer Blätter und veröffentlichte als ſelb- ſtändiges Werk das bekannte Buch „Heſſiſche Fürſten und Fürſtinnen“ (1904). Die Herausgabe ihrer Dich- tungen wird von ihr vorbereitet. *Branchart, Albert, geb. am 24. Novbr. 1813 in Aachen als der Sohn eines Baukondukteurs, beſuchte die Elementarſchule und ſeit 1824 das Gymnaſium ſeiner Vaterſtadt u. trat i. J. 1831 in das katholiſche Seminar in Brühl ein, um ſich dem Berufe eines Lehrers zu widmen. Seit 1833 Lehrer in den bei Aachen gelegenen Orten Weiden und Eynatten, wurde er 1840 nach Aachen berufen u. hier 1852 an d. Provinzial-Gewerbeſchule und Handwerker-Fortbildungsſchule angeſtellt. Jm Jahre 1884 trat er in den Ruheſtand, u. am 8. Oktbr. 1892 iſt er in Aachen geſtorben. Zwei Jahre ſpäter errichteten ihm ſeine Schüler und Freunde ein Grabdenkmal. S: Herbarium van Oecher Blomme (Ge. in Aachener Mundart), 1859. 4. A. 1884. *Branco, Dilia Thelyma Nelly, pſeud. Dilia Helena, wurde am 13. Okt. 1816 in Düſſeldorf geboren. Jhr Vater, Hieronymus Franz Röd- lich, verließ als Rittmeiſter bei den „Schwarzenberg-Ulanen“ 1806 den öſterreich. Militärdienſt, trat, von preußiſcher Seite aufgefordert, in hieſige Dienſte über u. ſtarb als preuß. Generalmajor. Jhre Mutter war die Tochter des ſchottiſchen Schiffskapi- täns Johnſon. Nelly verheiratete ſich 1840 mit dem damaligen Regi- mentsarzte bei den Gardes du Corps, ſpäteren Generalarzt Dr. Branco. Sie war eine hochbegabte Frau u. Dich- terin ſchöner Lieder, von denen viele von Karl Löwe, Graben-Hoffmann u. a. komponiert wurden. Nach dem Tode ihres Töchterchens verfiel ſie in ein ſchweres Nervenleiden, ſo daß ihr Liedermund für immer verſtummte. Sie ſtarb am 28. Febr. 1894 in Ber- nau. S: Gedichte (mit e. Vorwort von *

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Zitationshilfe: Brümmer, Franz: Lexikon der deutschen Dichter und Prosaisten vom Beginn des 19. Jahrhunderts bis zur Gegenwart. Bd. 1. 6. Aufl. Leipzig, 1913, S. 320. In: Deutsches Textarchiv <http://www.deutschestextarchiv.de/bruemmer_lexikon01_1913/324>, abgerufen am 20.03.2019.