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Brümmer, Franz: Lexikon der deutschen Dichter und Prosaisten vom Beginn des 19. Jahrhunderts bis zur Gegenwart. Bd. 1. 6. Aufl. Leipzig, 1913.

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Bru
Versicherungsbank als Bureaugehil-
fin tätig. Nach einer im J. 1901 über-
wundenen schweren Magenoperation
widmete sie sich hinfort der Dichtkunst
und schriftstellerischer Tätigkeit. Sie
lebt noch jetzt in Karlsruhe.

S:

Fee
Poesie (Ge.), 1904. - Glückliche Kin-
der (Sk.), 1904. - Adlerflug (Ge.), 1903.

*Bruhnsen, Otto,

pseud. Nor-
bert Walden,
wurde am 3. Nov.
1858 zu Wandsbeck in Holstein gebo-
ren, wo sein Vater Tuchhändler war,
studierte in Bonn Literaturgeschichte
und lebt seit 1880 als Registrator der
Handelskammer in Hamburg.

S:

Ce-
revis und Bürgerkappe, 1886. - Die
drei gestrengen Heiligen und andere
Novellen, 1889. - Verfehltes Leben.
Der tolle Geiger (En.), 1892.

Brun-Barnow, Jda von,

Pseu-
don. für Jda Brunsig Edle von
Brun;
s. d.!

Bruneck, O. von,

Pseudon. für
Otto Elster; s. d.!

Brunier, Ludwig,

entstammt
einem Geschlechte, das lange im Dau-
phine blühte und von dort im 18.
Jahrhundert nach Deutschland ein-
wanderte, und wurde am 20. Oktbr.
1825 zu Schwerin in Mecklenburg ge-
boren. Nachdem er daselbst das Gym-
nasium absolviert, ging er 1845 nach
Berlin, um an der dortigen Univer-
sität zu studieren. Zum Dr. phil.
promoviert, machte er größere Kunst-
reisen durch Jtalien, lebte längere
Zeit in den russischen Ostseeprovinzen
und dann viele Jahre als Privatge-
lehrter in Lübeck, wo er am 18. Jan.
1905 starb. Er ist besonders hervor-
ragend als Biograph.

S:

Klopstock
u. Meta, 1860. - Frdr. Ludw. Schrö-
der, 1864. - Luise, eine deutsche Köni-
gin, 1871. - Eine mecklenburgische
Fürstentochter, 1872. - Elisa von der
Recke, 1873. - Julie Recamier, 1879.
- Karoline Bauer, 1883. - Kurlän-
dische Reiseeindrücke, 1862. - Kurlän-
dische Schildereien, 1868. - Ein kuri-
scher Liederstrauß (Ge.), 1879. -
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Bru
Marie Antoinette, Königin v. Frank-
reich und Navarra, 1. Tl.: Die Dau-
phine, 1902.

*Brüning, Albert,

geb. am 14.
Februar 1817 zu Potsdam, zog bald
darauf mit den Eltern nach Spandau,
war im achten Jahre völlig verwaist
u. kam später mit seinem Pflegevater
nach Charlottenburg u. Wriezen, wo
er seit 1830 noch ein Jahr lang die
Bürgerschule besuchte und dann bei
einem Buchbinder in die Lehre trat.
Nach Beendigung seiner Lehrzeit
durchwanderte er Deutschland nach
den verschiedensten Richtungen und
ließ sich endlich in Wriezen a. O. nie-
der, wo er seinem Gewerbe oblag,
daneben aber fleißig naturwissen-
schaftliche, künstlerische u. literarische
Studien betrieb. Er starb plötzlich
am 23. Juni 1877.

S:

Frühling und
Liebe (Ge.), 1854. - Blumen des Le-
bens (Dn.), 1860. - Nacht u. Morgen
(Dn.), 1861.

Brüning, Antonie,

pseud. Carl
Armand,
geb. am 10. Mai 1869 in
Steele an der Ruhr, lebt (1902) in
Berlin.

S:

Schwester Charitas (E.),
1888.

Brunn, Adelbert,

Pseud. für He-
lene Druskowitz;
s. d.!

Brunner, Armin,

wurde am 1.
Aug. 1864 zu Mißlitz in Mähren als
der Sohn des bekannten pädagogi-
schen u. Jugendschriftstellers Philipp
Br. geboren, der 1869 nach Wien ver-
setzt ward und hier als Schuldirektor
1904 starb. Während Br. nach ziem-
lich unregelmäßig verbrachter Lern-
zeit die Wiener Lehrerbildungsanstalt
besuchte, wurde er zum Militär assen-
tiert, und nach beendigter Dienstzeit
trat er 1887 in das "Korrespondenz-
bureau Wilhelm" ein, in welchem er
sechs Jahre arbeitete. Bei Gründung
des "Neuen Wiener Journals" (1893)
wurde er bei diesem Blatte engagiert,
und gehörte er demselben als Redak-
teur bis 1902 an. Seitdem ist er Re-
dakteur der "Neuen Freien Presse".

*


[Spaltenumbruch]

Bru
Verſicherungsbank als Bureaugehil-
fin tätig. Nach einer im J. 1901 über-
wundenen ſchweren Magenoperation
widmete ſie ſich hinfort der Dichtkunſt
und ſchriftſtelleriſcher Tätigkeit. Sie
lebt noch jetzt in Karlsruhe.

S:

Fee
Poeſie (Ge.), 1904. – Glückliche Kin-
der (Sk.), 1904. – Adlerflug (Ge.), 1903.

*Bruhnſen, Otto,

pſeud. Nor-
bert Walden,
wurde am 3. Nov.
1858 zu Wandsbeck in Holſtein gebo-
ren, wo ſein Vater Tuchhändler war,
ſtudierte in Bonn Literaturgeſchichte
und lebt ſeit 1880 als Regiſtrator der
Handelskammer in Hamburg.

S:

Ce-
revis und Bürgerkappe, 1886. – Die
drei geſtrengen Heiligen und andere
Novellen, 1889. – Verfehltes Leben.
Der tolle Geiger (En.), 1892.

Brun-Barnow, Jda von,

Pſeu-
don. für Jda Brunſig Edle von
Brun;
ſ. d.!

Bruneck, O. von,

Pſeudon. für
Otto Elſter; ſ. d.!

Brunier, Ludwig,

entſtammt
einem Geſchlechte, das lange im Dau-
phiné blühte und von dort im 18.
Jahrhundert nach Deutſchland ein-
wanderte, und wurde am 20. Oktbr.
1825 zu Schwerin in Mecklenburg ge-
boren. Nachdem er daſelbſt das Gym-
naſium abſolviert, ging er 1845 nach
Berlin, um an der dortigen Univer-
ſität zu ſtudieren. Zum Dr. phil.
promoviert, machte er größere Kunſt-
reiſen durch Jtalien, lebte längere
Zeit in den ruſſiſchen Oſtſeeprovinzen
und dann viele Jahre als Privatge-
lehrter in Lübeck, wo er am 18. Jan.
1905 ſtarb. Er iſt beſonders hervor-
ragend als Biograph.

S:

Klopſtock
u. Meta, 1860. – Frdr. Ludw. Schrö-
der, 1864. – Luiſe, eine deutſche Köni-
gin, 1871. – Eine mecklenburgiſche
Fürſtentochter, 1872. – Eliſa von der
Recke, 1873. – Julie Recamier, 1879.
– Karoline Bauer, 1883. – Kurlän-
diſche Reiſeeindrücke, 1862. – Kurlän-
diſche Schildereien, 1868. – Ein kuri-
ſcher Liederſtrauß (Ge.), 1879. –
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Bru
Marie Antoinette, Königin v. Frank-
reich und Navarra, 1. Tl.: Die Dau-
phine, 1902.

*Brüning, Albert,

geb. am 14.
Februar 1817 zu Potsdam, zog bald
darauf mit den Eltern nach Spandau,
war im achten Jahre völlig verwaiſt
u. kam ſpäter mit ſeinem Pflegevater
nach Charlottenburg u. Wriezen, wo
er ſeit 1830 noch ein Jahr lang die
Bürgerſchule beſuchte und dann bei
einem Buchbinder in die Lehre trat.
Nach Beendigung ſeiner Lehrzeit
durchwanderte er Deutſchland nach
den verſchiedenſten Richtungen und
ließ ſich endlich in Wriezen a. O. nie-
der, wo er ſeinem Gewerbe oblag,
daneben aber fleißig naturwiſſen-
ſchaftliche, künſtleriſche u. literariſche
Studien betrieb. Er ſtarb plötzlich
am 23. Juni 1877.

S:

Frühling und
Liebe (Ge.), 1854. – Blumen des Le-
bens (Dn.), 1860. – Nacht u. Morgen
(Dn.), 1861.

Brüning, Antonie,

pſeud. Carl
Armand,
geb. am 10. Mai 1869 in
Steele an der Ruhr, lebt (1902) in
Berlin.

S:

Schweſter Charitas (E.),
1888.

Brunn, Adelbert,

Pſeud. für He-
lene Druskowitz;
ſ. d.!

Brunner, Armin,

wurde am 1.
Aug. 1864 zu Mißlitz in Mähren als
der Sohn des bekannten pädagogi-
ſchen u. Jugendſchriftſtellers Philipp
Br. geboren, der 1869 nach Wien ver-
ſetzt ward und hier als Schuldirektor
1904 ſtarb. Während Br. nach ziem-
lich unregelmäßig verbrachter Lern-
zeit die Wiener Lehrerbildungsanſtalt
beſuchte, wurde er zum Militär aſſen-
tiert, und nach beendigter Dienſtzeit
trat er 1887 in das „Korreſpondenz-
bureau Wilhelm“ ein, in welchem er
ſechs Jahre arbeitete. Bei Gründung
des „Neuen Wiener Journals“ (1893)
wurde er bei dieſem Blatte engagiert,
und gehörte er demſelben als Redak-
teur bis 1902 an. Seitdem iſt er Re-
dakteur der „Neuen Freien Preſſe“.

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[363/0367] Bru Bru Verſicherungsbank als Bureaugehil- fin tätig. Nach einer im J. 1901 über- wundenen ſchweren Magenoperation widmete ſie ſich hinfort der Dichtkunſt und ſchriftſtelleriſcher Tätigkeit. Sie lebt noch jetzt in Karlsruhe. S: Fee Poeſie (Ge.), 1904. – Glückliche Kin- der (Sk.), 1904. – Adlerflug (Ge.), 1903. *Bruhnſen, Otto, pſeud. Nor- bert Walden, wurde am 3. Nov. 1858 zu Wandsbeck in Holſtein gebo- ren, wo ſein Vater Tuchhändler war, ſtudierte in Bonn Literaturgeſchichte und lebt ſeit 1880 als Regiſtrator der Handelskammer in Hamburg. S: Ce- revis und Bürgerkappe, 1886. – Die drei geſtrengen Heiligen und andere Novellen, 1889. – Verfehltes Leben. Der tolle Geiger (En.), 1892. Brun-Barnow, Jda von, Pſeu- don. für Jda Brunſig Edle von Brun; ſ. d.! Bruneck, O. von, Pſeudon. für Otto Elſter; ſ. d.! Brunier, Ludwig, entſtammt einem Geſchlechte, das lange im Dau- phiné blühte und von dort im 18. Jahrhundert nach Deutſchland ein- wanderte, und wurde am 20. Oktbr. 1825 zu Schwerin in Mecklenburg ge- boren. Nachdem er daſelbſt das Gym- naſium abſolviert, ging er 1845 nach Berlin, um an der dortigen Univer- ſität zu ſtudieren. Zum Dr. phil. promoviert, machte er größere Kunſt- reiſen durch Jtalien, lebte längere Zeit in den ruſſiſchen Oſtſeeprovinzen und dann viele Jahre als Privatge- lehrter in Lübeck, wo er am 18. Jan. 1905 ſtarb. Er iſt beſonders hervor- ragend als Biograph. S: Klopſtock u. Meta, 1860. – Frdr. Ludw. Schrö- der, 1864. – Luiſe, eine deutſche Köni- gin, 1871. – Eine mecklenburgiſche Fürſtentochter, 1872. – Eliſa von der Recke, 1873. – Julie Recamier, 1879. – Karoline Bauer, 1883. – Kurlän- diſche Reiſeeindrücke, 1862. – Kurlän- diſche Schildereien, 1868. – Ein kuri- ſcher Liederſtrauß (Ge.), 1879. – Marie Antoinette, Königin v. Frank- reich und Navarra, 1. Tl.: Die Dau- phine, 1902. *Brüning, Albert, geb. am 14. Februar 1817 zu Potsdam, zog bald darauf mit den Eltern nach Spandau, war im achten Jahre völlig verwaiſt u. kam ſpäter mit ſeinem Pflegevater nach Charlottenburg u. Wriezen, wo er ſeit 1830 noch ein Jahr lang die Bürgerſchule beſuchte und dann bei einem Buchbinder in die Lehre trat. Nach Beendigung ſeiner Lehrzeit durchwanderte er Deutſchland nach den verſchiedenſten Richtungen und ließ ſich endlich in Wriezen a. O. nie- der, wo er ſeinem Gewerbe oblag, daneben aber fleißig naturwiſſen- ſchaftliche, künſtleriſche u. literariſche Studien betrieb. Er ſtarb plötzlich am 23. Juni 1877. S: Frühling und Liebe (Ge.), 1854. – Blumen des Le- bens (Dn.), 1860. – Nacht u. Morgen (Dn.), 1861. Brüning, Antonie, pſeud. Carl Armand, geb. am 10. Mai 1869 in Steele an der Ruhr, lebt (1902) in Berlin. S: Schweſter Charitas (E.), 1888. Brunn, Adelbert, Pſeud. für He- lene Druskowitz; ſ. d.! Brunner, Armin, wurde am 1. Aug. 1864 zu Mißlitz in Mähren als der Sohn des bekannten pädagogi- ſchen u. Jugendſchriftſtellers Philipp Br. geboren, der 1869 nach Wien ver- ſetzt ward und hier als Schuldirektor 1904 ſtarb. Während Br. nach ziem- lich unregelmäßig verbrachter Lern- zeit die Wiener Lehrerbildungsanſtalt beſuchte, wurde er zum Militär aſſen- tiert, und nach beendigter Dienſtzeit trat er 1887 in das „Korreſpondenz- bureau Wilhelm“ ein, in welchem er ſechs Jahre arbeitete. Bei Gründung des „Neuen Wiener Journals“ (1893) wurde er bei dieſem Blatte engagiert, und gehörte er demſelben als Redak- teur bis 1902 an. Seitdem iſt er Re- dakteur der „Neuen Freien Preſſe“. *

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Zitationshilfe: Brümmer, Franz: Lexikon der deutschen Dichter und Prosaisten vom Beginn des 19. Jahrhunderts bis zur Gegenwart. Bd. 1. 6. Aufl. Leipzig, 1913, S. 363. In: Deutsches Textarchiv <http://www.deutschestextarchiv.de/bruemmer_lexikon01_1913/367>, abgerufen am 20.03.2019.