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Brümmer, Franz: Lexikon der deutschen Dichter und Prosaisten vom Beginn des 19. Jahrhunderts bis zur Gegenwart. Bd. 1. 6. Aufl. Leipzig, 1913.

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Außerdem ist er Mitarbeiter der ge-
lesensten Zeitungen des Jn- und
Auslandes. Außer der lustigen und
lehrreichen Kritik unserer neuhoch-
deutschen Mundunarten "Schlecht
Deutsch" (1895) schrieb er

S:

Jch
sterbe freiwillig! (R.), 1899. - Erb-
gift (R.), 1900. - Jm Schnitterglück
(R.), 1902. - Das Frühlingsfest
(Lsp.), 1907.

Brunner, Fritz,

* am 30. Mai 1830
zu Bözingen bei Biel (Kt. Bern) als
der Sohn eines Sattlers, besuchte die
Dorfschule seines Ortes und erlernte
dann die Uhrmacherkunst, die er noch
heute in Bözingen betreibt.

S:

Ge-
dichte, 1872. - Unter dem Weihnachts-
baum (Schrift- und bernerdeutsche
Ge. u. Gespräche); 12 Hefte, 1884 bis
1904.

Brunner, Sebastian,

* am 10.
Dezbr. 1814 in Wien als der Sohn
eines Zeugfabrikanten, besuchte da-
selbst das Schotten-Gymnasium, von
1832-34 das Lyzeum in Krems und
studierte darauf an der Wiener Uni-
versität Theologie. 1838 zum Prie-
ster geweiht, wirkte er als Kaplan ein
Jahr zu Neudorf b. Laa an der mäh-
rischen Grenze, drei Jahre zu Perch-
toldsdorf bei Wien, ein halbes Jahr
in der Wienerherberg an der ungari-
schen Grenze u. zehn Jahre als Pfar-
rer zu Altlerchenfeld bei Wien. Von
1843-48 wurde er von Metternich für
Zusammenstellung und Beurteilung
der Gesandtschaftsberichte über die
religiöse und soziale Bewegung ver-
wendet. Der Staatskanzler sandte
B. 1846 nach Deutschland u. Frank-
reich, u. B. machte über seine Beobach-
tungen ein Referat, in dem er das
Losbrechen der Revolution in läng-
stens zwei Jahren voraussagte. Jm
Jahre 1845 wurde er Dr. phil., 1848
Dr. theol.
und begründete in diesem
Jahre die "Wiener Kirchenzeitung",
die er bis 1865 herausgab. Jm Ja-
nuar 1853 wählte ihn der Wiener
Universitätssenat zum Prediger und
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Bru
Operar an der Universitätskirche;
doch resignierte er 1857 auf diese
Stelle, als die Kirche den Jesuiten
zurückgegeben wurde; 1865 wurde er
vom Papste Pius IX. zum Hausprä-
laten und 1875 zum fürst-erzbischöf-
lichen Konsistorialrat in Wien er-
nannt. Er starb im Greisen-Asyl zu
Währing am 27. Novbr. 1893.

S:


Gesammelte Erzählungen u. poetische
Schriften; XVIII, 1864-77. [Jnhalt:
Diogenes von Azzelbrunn, 1846. 2.
A. 1864. - Des Genies Malheur und
Glück, 1843. 3. A. 1864. - Fremde
und Heimat (vielfach Autobiogr.),
1845. 3. A. 1864. - Die Prinzenschule
zu Möpselglück (Satir. N.), 1847. 2.
A. 1865. - Woher? Wohin? (Geschn.,
Gedanken, Bilder a. meinem Leben),
1845. 3. A. V, 1890-91. - Der Atheist
Renan und sein Evangelium, 1865. -
Der Babenberger Ehrenpreis, 1846.
- Die Welt ein Epos (Dd. G.), 1845.
- Der Nebeljungen Lied, 1845. - Der
deutsche Hiob (Ge.), 1846.] - Blöde
Ritter (Poetische Galerie deutscher
Staatspfiffe), 1848. - Schreiberknechte
(Eine Serenade für das papierne Kir-
chenregiment. Satir. D.), 1848. -
Das deutsche Reichsvieh (Polit. Sat.),
1849. - Keilschriften (Geflochtenes
Reimwerk), 1855. - Kennst du das
Land? Heitere Fahrten durch Jta-
lien, 1857. - Ein eigenes Volk. Aus
dem Venediger- u. Longobardenland,
1860. - Unter Lebendigen und Toten
(Spaziergänge in Deutschl., Frank-
reich, England u. d. Schweiz), 1863.
- Heitere Studien u. Kritiken in und
über Jtalien; II, 1866. - Hau- und
Bausteine zu einer Literaturgeschichte
der Deutschen; 6 Hefte, 1885. - Don
Quixote und Sancho Pansa auf dem
liberalen Parnasse (geg. Anast. Grün
und Bauernfeld gerichtet), 1886. -
Friedrich Schiller, 1887. - Kreuz- und
Querfahrten in Jtalien, 1888. - Aller-
hand Tugendbolde aus der Aufklä-
rungsgilde, 1888. - Die Hofschranzen
der Dichterfürsten (gegen den Goethe-

*


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Bru
Außerdem iſt er Mitarbeiter der ge-
leſenſten Zeitungen des Jn- und
Auslandes. Außer der luſtigen und
lehrreichen Kritik unſerer neuhoch-
deutſchen Mundunarten „Schlecht
Deutſch“ (1895) ſchrieb er

S:

Jch
ſterbe freiwillig! (R.), 1899. – Erb-
gift (R.), 1900. – Jm Schnitterglück
(R.), 1902. – Das Frühlingsfeſt
(Lſp.), 1907.

Brunner, Fritz,

* am 30. Mai 1830
zu Bözingen bei Biel (Kt. Bern) als
der Sohn eines Sattlers, beſuchte die
Dorfſchule ſeines Ortes und erlernte
dann die Uhrmacherkunſt, die er noch
heute in Bözingen betreibt.

S:

Ge-
dichte, 1872. – Unter dem Weihnachts-
baum (Schrift- und bernerdeutſche
Ge. u. Geſpräche); 12 Hefte, 1884 bis
1904.

Brunner, Sebaſtian,

* am 10.
Dezbr. 1814 in Wien als der Sohn
eines Zeugfabrikanten, beſuchte da-
ſelbſt das Schotten-Gymnaſium, von
1832–34 das Lyzeum in Krems und
ſtudierte darauf an der Wiener Uni-
verſität Theologie. 1838 zum Prie-
ſter geweiht, wirkte er als Kaplan ein
Jahr zu Neudorf b. Laa an der mäh-
riſchen Grenze, drei Jahre zu Perch-
toldsdorf bei Wien, ein halbes Jahr
in der Wienerherberg an der ungari-
ſchen Grenze u. zehn Jahre als Pfar-
rer zu Altlerchenfeld bei Wien. Von
1843–48 wurde er von Metternich für
Zuſammenſtellung und Beurteilung
der Geſandtſchaftsberichte über die
religiöſe und ſoziale Bewegung ver-
wendet. Der Staatskanzler ſandte
B. 1846 nach Deutſchland u. Frank-
reich, u. B. machte über ſeine Beobach-
tungen ein Referat, in dem er das
Losbrechen der Revolution in läng-
ſtens zwei Jahren vorausſagte. Jm
Jahre 1845 wurde er Dr. phil., 1848
Dr. theol.
und begründete in dieſem
Jahre die „Wiener Kirchenzeitung“,
die er bis 1865 herausgab. Jm Ja-
nuar 1853 wählte ihn der Wiener
Univerſitätsſenat zum Prediger und
[Spaltenumbruch]

Bru
Operar an der Univerſitätskirche;
doch reſignierte er 1857 auf dieſe
Stelle, als die Kirche den Jeſuiten
zurückgegeben wurde; 1865 wurde er
vom Papſte Pius IX. zum Hausprä-
laten und 1875 zum fürſt-erzbiſchöf-
lichen Konſiſtorialrat in Wien er-
nannt. Er ſtarb im Greiſen-Aſyl zu
Währing am 27. Novbr. 1893.

S:


Geſammelte Erzählungen u. poetiſche
Schriften; XVIII, 1864–77. [Jnhalt:
Diogenes von Azzelbrunn, 1846. 2.
A. 1864. – Des Genies Malheur und
Glück, 1843. 3. A. 1864. – Fremde
und Heimat (vielfach Autobiogr.),
1845. 3. A. 1864. – Die Prinzenſchule
zu Möpſelglück (Satir. N.), 1847. 2.
A. 1865. – Woher? Wohin? (Geſchn.,
Gedanken, Bilder a. meinem Leben),
1845. 3. A. V, 1890–91. – Der Atheiſt
Renan und ſein Evangelium, 1865. –
Der Babenberger Ehrenpreis, 1846.
– Die Welt ein Epos (Dd. G.), 1845.
– Der Nebeljungen Lied, 1845. – Der
deutſche Hiob (Ge.), 1846.] – Blöde
Ritter (Poetiſche Galerie deutſcher
Staatspfiffe), 1848. – Schreiberknechte
(Eine Serenade für das papierne Kir-
chenregiment. Satir. D.), 1848. –
Das deutſche Reichsvieh (Polit. Sat.),
1849. – Keilſchriften (Geflochtenes
Reimwerk), 1855. – Kennſt du das
Land? Heitere Fahrten durch Jta-
lien, 1857. – Ein eigenes Volk. Aus
dem Venediger- u. Longobardenland,
1860. – Unter Lebendigen und Toten
(Spaziergänge in Deutſchl., Frank-
reich, England u. d. Schweiz), 1863.
– Heitere Studien u. Kritiken in und
über Jtalien; II, 1866. – Hau- und
Bauſteine zu einer Literaturgeſchichte
der Deutſchen; 6 Hefte, 1885. – Don
Quixote und Sancho Panſa auf dem
liberalen Parnaſſe (geg. Anaſt. Grün
und Bauernfeld gerichtet), 1886. –
Friedrich Schiller, 1887. – Kreuz- und
Querfahrten in Jtalien, 1888. – Aller-
hand Tugendbolde aus der Aufklä-
rungsgilde, 1888. – Die Hofſchranzen
der Dichterfürſten (gegen den Goethe-

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[364/0368] Bru Bru Außerdem iſt er Mitarbeiter der ge- leſenſten Zeitungen des Jn- und Auslandes. Außer der luſtigen und lehrreichen Kritik unſerer neuhoch- deutſchen Mundunarten „Schlecht Deutſch“ (1895) ſchrieb er S: Jch ſterbe freiwillig! (R.), 1899. – Erb- gift (R.), 1900. – Jm Schnitterglück (R.), 1902. – Das Frühlingsfeſt (Lſp.), 1907. Brunner, Fritz, * am 30. Mai 1830 zu Bözingen bei Biel (Kt. Bern) als der Sohn eines Sattlers, beſuchte die Dorfſchule ſeines Ortes und erlernte dann die Uhrmacherkunſt, die er noch heute in Bözingen betreibt. S: Ge- dichte, 1872. – Unter dem Weihnachts- baum (Schrift- und bernerdeutſche Ge. u. Geſpräche); 12 Hefte, 1884 bis 1904. Brunner, Sebaſtian, * am 10. Dezbr. 1814 in Wien als der Sohn eines Zeugfabrikanten, beſuchte da- ſelbſt das Schotten-Gymnaſium, von 1832–34 das Lyzeum in Krems und ſtudierte darauf an der Wiener Uni- verſität Theologie. 1838 zum Prie- ſter geweiht, wirkte er als Kaplan ein Jahr zu Neudorf b. Laa an der mäh- riſchen Grenze, drei Jahre zu Perch- toldsdorf bei Wien, ein halbes Jahr in der Wienerherberg an der ungari- ſchen Grenze u. zehn Jahre als Pfar- rer zu Altlerchenfeld bei Wien. Von 1843–48 wurde er von Metternich für Zuſammenſtellung und Beurteilung der Geſandtſchaftsberichte über die religiöſe und ſoziale Bewegung ver- wendet. Der Staatskanzler ſandte B. 1846 nach Deutſchland u. Frank- reich, u. B. machte über ſeine Beobach- tungen ein Referat, in dem er das Losbrechen der Revolution in läng- ſtens zwei Jahren vorausſagte. Jm Jahre 1845 wurde er Dr. phil., 1848 Dr. theol. und begründete in dieſem Jahre die „Wiener Kirchenzeitung“, die er bis 1865 herausgab. Jm Ja- nuar 1853 wählte ihn der Wiener Univerſitätsſenat zum Prediger und Operar an der Univerſitätskirche; doch reſignierte er 1857 auf dieſe Stelle, als die Kirche den Jeſuiten zurückgegeben wurde; 1865 wurde er vom Papſte Pius IX. zum Hausprä- laten und 1875 zum fürſt-erzbiſchöf- lichen Konſiſtorialrat in Wien er- nannt. Er ſtarb im Greiſen-Aſyl zu Währing am 27. Novbr. 1893. S: Geſammelte Erzählungen u. poetiſche Schriften; XVIII, 1864–77. [Jnhalt: Diogenes von Azzelbrunn, 1846. 2. A. 1864. – Des Genies Malheur und Glück, 1843. 3. A. 1864. – Fremde und Heimat (vielfach Autobiogr.), 1845. 3. A. 1864. – Die Prinzenſchule zu Möpſelglück (Satir. N.), 1847. 2. A. 1865. – Woher? Wohin? (Geſchn., Gedanken, Bilder a. meinem Leben), 1845. 3. A. V, 1890–91. – Der Atheiſt Renan und ſein Evangelium, 1865. – Der Babenberger Ehrenpreis, 1846. – Die Welt ein Epos (Dd. G.), 1845. – Der Nebeljungen Lied, 1845. – Der deutſche Hiob (Ge.), 1846.] – Blöde Ritter (Poetiſche Galerie deutſcher Staatspfiffe), 1848. – Schreiberknechte (Eine Serenade für das papierne Kir- chenregiment. Satir. D.), 1848. – Das deutſche Reichsvieh (Polit. Sat.), 1849. – Keilſchriften (Geflochtenes Reimwerk), 1855. – Kennſt du das Land? Heitere Fahrten durch Jta- lien, 1857. – Ein eigenes Volk. Aus dem Venediger- u. Longobardenland, 1860. – Unter Lebendigen und Toten (Spaziergänge in Deutſchl., Frank- reich, England u. d. Schweiz), 1863. – Heitere Studien u. Kritiken in und über Jtalien; II, 1866. – Hau- und Bauſteine zu einer Literaturgeſchichte der Deutſchen; 6 Hefte, 1885. – Don Quixote und Sancho Panſa auf dem liberalen Parnaſſe (geg. Anaſt. Grün und Bauernfeld gerichtet), 1886. – Friedrich Schiller, 1887. – Kreuz- und Querfahrten in Jtalien, 1888. – Aller- hand Tugendbolde aus der Aufklä- rungsgilde, 1888. – Die Hofſchranzen der Dichterfürſten (gegen den Goethe- *

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Zitationshilfe: Brümmer, Franz: Lexikon der deutschen Dichter und Prosaisten vom Beginn des 19. Jahrhunderts bis zur Gegenwart. Bd. 1. 6. Aufl. Leipzig, 1913, S. 364. In: Deutsches Textarchiv <http://www.deutschestextarchiv.de/bruemmer_lexikon01_1913/368>, abgerufen am 20.03.2019.