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Brümmer, Franz: Lexikon der deutschen Dichter und Prosaisten vom Beginn des 19. Jahrhunderts bis zur Gegenwart. Bd. 1. 6. Aufl. Leipzig, 1913.

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Ahl
schlimme Jahr (Hist. R.); III, 1880.
- Die Familie Braunau (R.); III,
1883. - Philipp von Artevelde (Hist.
R.); III, 1883. - Jm tiefen Forst
(R.); III, 1885. - Schloß Favorite
(R.); III, 1887. 3. A. 1906. - Sich
selbst der Nächste (R.), 1888. - Jm
Beguinenturm (R.), 1890. - Prinz
Dino Adorno (R.), 1890. - Anonym
(R.), 1890. - Der Fechtbruder (E.),
1890. - Gundel von Buchsweiler
(Hist. R.); II, 1890. - Jppolito de'
Medici (R.); II, 1892. - Unordnun-
gen (R.), 1894. - Pflicht und Wunsch
(R.), 1894. - Johann Duve (R. a. d.
hannoverschen Stadtgesch.); II, 1897.
- Hilf dir selbst! (R.). 1895. - Unver-
söhnlich (R.), 1899. - Zwei Herzogin-
nen (Hist. R.), 1903. - Jn bösem
Schein (R.), 1905.

Ahlfeld, Johann Friedrich,


wurde am 1. Novbr. 1810 zu Meh-
ringen im Anhaltischen als der Sohn
eines armen Zimmermanns u. Tage-
löhners geboren. Der ihm verwandte
Kantor des Dorfes und der Pastor
Bobbe erlangten mit vieler Mühe
vom Vater die Einwilligung, den auf-
geweckten Knaben den Studien zuzu-
führen. Seit 1823 besuchte dieser die
Gymnasien zu Aschersleben u. Dessau
und studierte 1830-33 in Halle unter
Gesenius, Wegscheider, Ullmann und
Tholuck Theologie. Nachdem er kurze
Zeit Hauslehrer in Reupzig gewesen,
wurde er 1834 Gymnasiallehrer in
Zerbst, mußte aber wegen seiner bur-
schenschaftlichen Vergangenheit in
Halle diese Stelle verlassen. Jm Jahre
1837 wurde er Rektor in Wörlitz, im
Herbst 1838 Prediger in Dorf-Als-
leben, 1847 Pastor an St. Laurentii
in der Vorstadt Neumarkt bei Halle
und 1850 Pastor an der Nikolaikirche
in Leipzig. Nach 31 jähriger Wirk-
samkeit hierselbst trat er, gezwungen
durch ein mit völliger Erblindung
drohendes Augenleiden, 1881 als
Geh. Kirchenrat in den Ruhestand u.
starb am 4. März 1884 in Leipzig.
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Ahr
Wir besitzen von ihm zahlreiche Pre-
digtsammlungen.

S:

Erzählungen
für das Volk, 6 Hefte, 1847 ff. (Jn-
halt: 1. Der Verwalter u. sein Kind.
- 2. Das Knechtsjubiläum. - 3. Des
Spielers Gang und Ende. - 4. Der
Auszugsvater. - 5. Berend Stein, der
Knechtepastor. - 6. Das verachtete
Kind.) 7. A. 1898. - Friedrich Ahlfeld
(Ein Lebensbild mit einem Anhange
von Gedichten), 1885. - Das rote
Buch (Aus Kreuz und Freude einer
Kaufmannsfamilie), 1867.

Ahner, Alfred,

wurde am 10. Mai
1861 zu Genthin in der Provinz
Sachsen als Sohn des (1874 +) Pa-
stors G. Ed. Ahner geboren, der sich
als Verfasser zahlreicher geistlichen
Dichtungen bekannt gemacht hat. Er
besuchte die Bürgerschule seiner Va-
terstadt, seit Ostern 1873 das Alum-
nat der Franckeschen Stiftungen (La-
teinische Hauptschule) in Halle a. S.
und studierte seit 1881 an der Aka-
demie in Münster und den Universi-
täten zu Berlin und Leipzig klassische
und deutsche Philologie. Nachdem er
kurze Zeit Hauslehrer gewesen war u.
sein Staatsexamen absolviert hatte,
ging er 1887 nach Rudolstadt, wo er
bis Ende 1888 als Redakteur an der
"Deutschen Enzyklopädie" tätig war,
u. im Januar 1889 nach Berlin, wo
er für kurze Zeit als Redakteur an
der Berliner Zeitung "Das Volk"
angestellt wurde, danach aber als
freier Schriftsteller lebt.

S:

König
Kreon (Tr. n. griech. Vorbild.), 1890.

*Ahrens, Anna,

geb. Seemann,
pseud. Anna Pilot, entstammt
väterlicherseits einem schwedischen Ge-
schlechte, das nach Mecklenburg ver-
pflanzt ward und dessen Glieder sich
besonders der Landwirtschaft wid-
meten, während ihre mütterlichen
Vorfahren im Lehr- u. Erziehungs-
fache tätig waren. Sie wurde in
Schwerin in Mecklenburg geboren,
verlebte ihre Kindheit u. erste Jugend
aber in Rostock, wo ihre Begabung

*


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Ahl
ſchlimme Jahr (Hiſt. R.); III, 1880.
– Die Familie Braunau (R.); III,
1883. – Philipp von Artevelde (Hiſt.
R.); III, 1883. – Jm tiefen Forſt
(R.); III, 1885. – Schloß Favorite
(R.); III, 1887. 3. A. 1906. – Sich
ſelbſt der Nächſte (R.), 1888. – Jm
Beguinenturm (R.), 1890. – Prinz
Dino Adorno (R.), 1890. – Anonym
(R.), 1890. – Der Fechtbruder (E.),
1890. – Gundel von Buchsweiler
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Medici (R.); II, 1892. – Unordnun-
gen (R.), 1894. – Pflicht und Wunſch
(R.), 1894. – Johann Duve (R. a. d.
hannoverſchen Stadtgeſch.); II, 1897.
– Hilf dir ſelbſt! (R.). 1895. – Unver-
ſöhnlich (R.), 1899. – Zwei Herzogin-
nen (Hiſt. R.), 1903. – Jn böſem
Schein (R.), 1905.

Ahlfeld, Johann Friedrich,


wurde am 1. Novbr. 1810 zu Meh-
ringen im Anhaltiſchen als der Sohn
eines armen Zimmermanns u. Tage-
löhners geboren. Der ihm verwandte
Kantor des Dorfes und der Paſtor
Bobbe erlangten mit vieler Mühe
vom Vater die Einwilligung, den auf-
geweckten Knaben den Studien zuzu-
führen. Seit 1823 beſuchte dieſer die
Gymnaſien zu Aſchersleben u. Deſſau
und ſtudierte 1830–33 in Halle unter
Geſenius, Wegſcheider, Ullmann und
Tholuck Theologie. Nachdem er kurze
Zeit Hauslehrer in Reupzig geweſen,
wurde er 1834 Gymnaſiallehrer in
Zerbſt, mußte aber wegen ſeiner bur-
ſchenſchaftlichen Vergangenheit in
Halle dieſe Stelle verlaſſen. Jm Jahre
1837 wurde er Rektor in Wörlitz, im
Herbſt 1838 Prediger in Dorf-Als-
leben, 1847 Paſtor an St. Laurentii
in der Vorſtadt Neumarkt bei Halle
und 1850 Paſtor an der Nikolaikirche
in Leipzig. Nach 31 jähriger Wirk-
ſamkeit hierſelbſt trat er, gezwungen
durch ein mit völliger Erblindung
drohendes Augenleiden, 1881 als
Geh. Kirchenrat in den Ruheſtand u.
ſtarb am 4. März 1884 in Leipzig.
[Spaltenumbruch]

Ahr
Wir beſitzen von ihm zahlreiche Pre-
digtſammlungen.

S:

Erzählungen
für das Volk, 6 Hefte, 1847 ff. (Jn-
halt: 1. Der Verwalter u. ſein Kind.
– 2. Das Knechtsjubiläum. – 3. Des
Spielers Gang und Ende. – 4. Der
Auszugsvater. – 5. Berend Stein, der
Knechtepaſtor. – 6. Das verachtete
Kind.) 7. A. 1898. – Friedrich Ahlfeld
(Ein Lebensbild mit einem Anhange
von Gedichten), 1885. – Das rote
Buch (Aus Kreuz und Freude einer
Kaufmannsfamilie), 1867.

Ahner, Alfred,

wurde am 10. Mai
1861 zu Genthin in der Provinz
Sachſen als Sohn des (1874 †) Pa-
ſtors G. Ed. Ahner geboren, der ſich
als Verfaſſer zahlreicher geiſtlichen
Dichtungen bekannt gemacht hat. Er
beſuchte die Bürgerſchule ſeiner Va-
terſtadt, ſeit Oſtern 1873 das Alum-
nat der Franckeſchen Stiftungen (La-
teiniſche Hauptſchule) in Halle a. S.
und ſtudierte ſeit 1881 an der Aka-
demie in Münſter und den Univerſi-
täten zu Berlin und Leipzig klaſſiſche
und deutſche Philologie. Nachdem er
kurze Zeit Hauslehrer geweſen war u.
ſein Staatsexamen abſolviert hatte,
ging er 1887 nach Rudolſtadt, wo er
bis Ende 1888 als Redakteur an der
„Deutſchen Enzyklopädie“ tätig war,
u. im Januar 1889 nach Berlin, wo
er für kurze Zeit als Redakteur an
der Berliner Zeitung „Das Volk“
angeſtellt wurde, danach aber als
freier Schriftſteller lebt.

S:

König
Kreon (Tr. n. griech. Vorbild.), 1890.

*Ahrens, Anna,

geb. Seemann,
pſeud. Anna Pilot, entſtammt
väterlicherſeits einem ſchwediſchen Ge-
ſchlechte, das nach Mecklenburg ver-
pflanzt ward und deſſen Glieder ſich
beſonders der Landwirtſchaft wid-
meten, während ihre mütterlichen
Vorfahren im Lehr- u. Erziehungs-
fache tätig waren. Sie wurde in
Schwerin in Mecklenburg geboren,
verlebte ihre Kindheit u. erſte Jugend
aber in Roſtock, wo ihre Begabung

*
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[37/0041] Ahl Ahr ſchlimme Jahr (Hiſt. R.); III, 1880. – Die Familie Braunau (R.); III, 1883. – Philipp von Artevelde (Hiſt. R.); III, 1883. – Jm tiefen Forſt (R.); III, 1885. – Schloß Favorite (R.); III, 1887. 3. A. 1906. – Sich ſelbſt der Nächſte (R.), 1888. – Jm Beguinenturm (R.), 1890. – Prinz Dino Adorno (R.), 1890. – Anonym (R.), 1890. – Der Fechtbruder (E.), 1890. – Gundel von Buchsweiler (Hiſt. R.); II, 1890. – Jppolito de’ Medici (R.); II, 1892. – Unordnun- gen (R.), 1894. – Pflicht und Wunſch (R.), 1894. – Johann Duve (R. a. d. hannoverſchen Stadtgeſch.); II, 1897. – Hilf dir ſelbſt! (R.). 1895. – Unver- ſöhnlich (R.), 1899. – Zwei Herzogin- nen (Hiſt. R.), 1903. – Jn böſem Schein (R.), 1905. Ahlfeld, Johann Friedrich, wurde am 1. Novbr. 1810 zu Meh- ringen im Anhaltiſchen als der Sohn eines armen Zimmermanns u. Tage- löhners geboren. Der ihm verwandte Kantor des Dorfes und der Paſtor Bobbe erlangten mit vieler Mühe vom Vater die Einwilligung, den auf- geweckten Knaben den Studien zuzu- führen. Seit 1823 beſuchte dieſer die Gymnaſien zu Aſchersleben u. Deſſau und ſtudierte 1830–33 in Halle unter Geſenius, Wegſcheider, Ullmann und Tholuck Theologie. Nachdem er kurze Zeit Hauslehrer in Reupzig geweſen, wurde er 1834 Gymnaſiallehrer in Zerbſt, mußte aber wegen ſeiner bur- ſchenſchaftlichen Vergangenheit in Halle dieſe Stelle verlaſſen. Jm Jahre 1837 wurde er Rektor in Wörlitz, im Herbſt 1838 Prediger in Dorf-Als- leben, 1847 Paſtor an St. Laurentii in der Vorſtadt Neumarkt bei Halle und 1850 Paſtor an der Nikolaikirche in Leipzig. Nach 31 jähriger Wirk- ſamkeit hierſelbſt trat er, gezwungen durch ein mit völliger Erblindung drohendes Augenleiden, 1881 als Geh. Kirchenrat in den Ruheſtand u. ſtarb am 4. März 1884 in Leipzig. Wir beſitzen von ihm zahlreiche Pre- digtſammlungen. S: Erzählungen für das Volk, 6 Hefte, 1847 ff. (Jn- halt: 1. Der Verwalter u. ſein Kind. – 2. Das Knechtsjubiläum. – 3. Des Spielers Gang und Ende. – 4. Der Auszugsvater. – 5. Berend Stein, der Knechtepaſtor. – 6. Das verachtete Kind.) 7. A. 1898. – Friedrich Ahlfeld (Ein Lebensbild mit einem Anhange von Gedichten), 1885. – Das rote Buch (Aus Kreuz und Freude einer Kaufmannsfamilie), 1867. Ahner, Alfred, wurde am 10. Mai 1861 zu Genthin in der Provinz Sachſen als Sohn des (1874 †) Pa- ſtors G. Ed. Ahner geboren, der ſich als Verfaſſer zahlreicher geiſtlichen Dichtungen bekannt gemacht hat. Er beſuchte die Bürgerſchule ſeiner Va- terſtadt, ſeit Oſtern 1873 das Alum- nat der Franckeſchen Stiftungen (La- teiniſche Hauptſchule) in Halle a. S. und ſtudierte ſeit 1881 an der Aka- demie in Münſter und den Univerſi- täten zu Berlin und Leipzig klaſſiſche und deutſche Philologie. Nachdem er kurze Zeit Hauslehrer geweſen war u. ſein Staatsexamen abſolviert hatte, ging er 1887 nach Rudolſtadt, wo er bis Ende 1888 als Redakteur an der „Deutſchen Enzyklopädie“ tätig war, u. im Januar 1889 nach Berlin, wo er für kurze Zeit als Redakteur an der Berliner Zeitung „Das Volk“ angeſtellt wurde, danach aber als freier Schriftſteller lebt. S: König Kreon (Tr. n. griech. Vorbild.), 1890. *Ahrens, Anna, geb. Seemann, pſeud. Anna Pilot, entſtammt väterlicherſeits einem ſchwediſchen Ge- ſchlechte, das nach Mecklenburg ver- pflanzt ward und deſſen Glieder ſich beſonders der Landwirtſchaft wid- meten, während ihre mütterlichen Vorfahren im Lehr- u. Erziehungs- fache tätig waren. Sie wurde in Schwerin in Mecklenburg geboren, verlebte ihre Kindheit u. erſte Jugend aber in Roſtock, wo ihre Begabung *

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Zitationshilfe: Brümmer, Franz: Lexikon der deutschen Dichter und Prosaisten vom Beginn des 19. Jahrhunderts bis zur Gegenwart. Bd. 1. 6. Aufl. Leipzig, 1913, S. 37. In: Deutsches Textarchiv <http://www.deutschestextarchiv.de/bruemmer_lexikon01_1913/41>, abgerufen am 20.03.2019.