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Brümmer, Franz: Lexikon der deutschen Dichter und Prosaisten vom Beginn des 19. Jahrhunderts bis zur Gegenwart. Bd. 1. 6. Aufl. Leipzig, 1913.

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Cun
- Erinnerungsblätter aus Neuenahr,
1872. - Die gefundene Perle (Wahres
und Erlebtes), 1878. - Ein guter
Freund (En.), 1901.

*Cuno, Luise,

geb. Wolff, wurde
am 11. Novbr. 1835 zu Barmen als
die Tochter eines Fabrik- und Kauf-
herrn geboren, den sie frühe durch
den Tod verlor, erhielt ihre Bildung
unter mütterlicher Obhut durch Pri-
vatlehrer und kam mit 15 Jahren in
die Töchterpension des Pfarrers Huis-
sen zu Kleve. Sie vermählte sich später
mit dem Pastor Richter, dem sie nach
Gebhardshain im Westerwalde und
darauf nach Bacharach folgte, verlor
aber schon nach vierjähriger glück-
licher Ehe ihren Gatten durch den
Tod. Sie kehrte nunmehr zu ihren
Verwandten nach Barmen zurück.
Eben im Begriff, sich durch Errichtung
eines Pensionats in Höxter eine selb-
ständige Existenz zu gründen, reichte
sie 1862 einem Freunde ihrer Brüder,
dem königlichen Baumeister, jetzigen
Regierungs- und Baurat Cuno zu
einem zweiten Ehebunde die Hand.
Sie lebte als Gattin ihres neuen Ge-
mahls erst in Bromberg, seit 1865 in
Görlitz, dann in Berlin, später län-
gere Zeit in Marburg und zuletzt in
Hildesheim, wo sie am 21. Jan. 1887
starb.

S:

Konrad v. Marburg (Bil-
der a. d. 13. Jahrh.), 1879. - Bewegte
Tage (Bilder a. d. 16. Jahrh.), 1880.
- Fröhliche Weihnachten (E.), 1881.
- Licht u. Schatten (E.), 1881. - Der
Weg zur Himmelstür (E.), 1882. -
Stiller Einfluß (E.), 1882. - Jesu geh
voran! (E.), 1883. - Das alte Haus
(E.), 1883. - Die Kapelle zu Steine
(E.), 1884. - Das Gericht unter der
Linde auf dem Lindenberge bei Göt-
tingen (E.), 1886. - Seufzer- und
Jubellieder auf der Pilgerreise, 1888.

Cünzer, Karl Borromäus,

stammte
aus der Eschweiler Familie Englerth-
Cünzer u. wurde 1816 zu Aachen ge-
boren. Jn seinen Jünglingsjahren
war er Offizier im preußischen Heere,
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Cüp
quittierte aber bald den ihm wider-
wärtigen tatenlosen Gamaschendienst
u. lebte als unabhängiger, vermögen-
der Mann teils am Rhein, teils in
Jtalien, Dresden, Berlin und zuletzt
in Wien. Jn Koblenz gehörte er zu
dem auserlesenen Kreise, den die da-
malige Prinzessin, verst. Kaiserin
Augusta von Deutschland, um sich
sammelte, u. diente ihr zuweilen als
Vorleser. Er starb zu Wien am 10.
Novbr. 1872.

S:

Novellen; II, 1849.
- Neue Novellen; II, 1851.

Cüppers, Adam Joseph,

wurde
am 14. Juni 1850 in Doveren bei
Erkelenz in der Rheinprovinz geb., er-
hielt seinen Schul- und Privatunter-
richt in seinem Heimatdorfe und ver-
ließ dasselbe 1866, um sich für das
Seminar in Kempen vorzubereiten,
in dem er 1869-71 seine Bildung für
das Lehrfach empfing. Er wurde dann
Lehrer an der städtischen Volksschule
zu Straelen bei Venlo. Hier trat er
mit dem bekannten Gymnasialdirek-
tor und Dichter Heinrich Bone (s. d.)
in einen regen Briefwechsel, der für
den jungen Lehrer sehr fördersam
war. Auch der erste schriftstellerische
Versuch wurde in Straelen gemacht,
eine frei nach Fr. R. de Chateaubriand
verfaßte Erzählung "Atala, oder: Die
Liebe zweier Wilden". Daneben ar-
beitete C. unausgesetzt an seiner eige-
nen Fortbildung. Er absolvierte 1872
sein examen pro schola, später das
Rektoratsexamen, wurde 1874 Lehrer
an der Mittelschule zu Borbeck bei
Essen u. übernahm 1877 die Leitung
der katholischen Stadtschule zu Ra-
tingen, der er seit 1878 als Rektor
vorsteht. 1889-1900 gab er die "Ka-
tholische Zeitschrift für Erziehung u.
Unterricht" heraus.

S:

Helge und
Sigrun (Ep. D.), 1881. - Dichter-
blüten (Anthol.), 1883. - Edeltrude
(D.), 1885. - Der Gotenfürst (Histor.
R.), 1888. - Prinz u. Kaiser (Festsp.),
1895. - Jm Banne der Wiedertäufer
(R. a. dem 16. Jahrh.), 1896. 2. A.

*


[Spaltenumbruch]

Cun
– Erinnerungsblätter aus Neuenahr,
1872. – Die gefundene Perle (Wahres
und Erlebtes), 1878. – Ein guter
Freund (En.), 1901.

*Cuno, Luiſe,

geb. Wolff, wurde
am 11. Novbr. 1835 zu Barmen als
die Tochter eines Fabrik- und Kauf-
herrn geboren, den ſie frühe durch
den Tod verlor, erhielt ihre Bildung
unter mütterlicher Obhut durch Pri-
vatlehrer und kam mit 15 Jahren in
die Töchterpenſion des Pfarrers Huiſ-
ſen zu Kleve. Sie vermählte ſich ſpäter
mit dem Paſtor Richter, dem ſie nach
Gebhardshain im Weſterwalde und
darauf nach Bacharach folgte, verlor
aber ſchon nach vierjähriger glück-
licher Ehe ihren Gatten durch den
Tod. Sie kehrte nunmehr zu ihren
Verwandten nach Barmen zurück.
Eben im Begriff, ſich durch Errichtung
eines Penſionats in Höxter eine ſelb-
ſtändige Exiſtenz zu gründen, reichte
ſie 1862 einem Freunde ihrer Brüder,
dem königlichen Baumeiſter, jetzigen
Regierungs- und Baurat Cuno zu
einem zweiten Ehebunde die Hand.
Sie lebte als Gattin ihres neuen Ge-
mahls erſt in Bromberg, ſeit 1865 in
Görlitz, dann in Berlin, ſpäter län-
gere Zeit in Marburg und zuletzt in
Hildesheim, wo ſie am 21. Jan. 1887
ſtarb.

S:

Konrad v. Marburg (Bil-
der a. d. 13. Jahrh.), 1879. – Bewegte
Tage (Bilder a. d. 16. Jahrh.), 1880.
– Fröhliche Weihnachten (E.), 1881.
– Licht u. Schatten (E.), 1881. – Der
Weg zur Himmelstür (E.), 1882. –
Stiller Einfluß (E.), 1882. – Jeſu geh
voran! (E.), 1883. – Das alte Haus
(E.), 1883. – Die Kapelle zu Steine
(E.), 1884. – Das Gericht unter der
Linde auf dem Lindenberge bei Göt-
tingen (E.), 1886. – Seufzer- und
Jubellieder auf der Pilgerreiſe, 1888.

Cünzer, Karl Borromäus,

ſtammte
aus der Eſchweiler Familie Englerth-
Cünzer u. wurde 1816 zu Aachen ge-
boren. Jn ſeinen Jünglingsjahren
war er Offizier im preußiſchen Heere,
[Spaltenumbruch]

Cüp
quittierte aber bald den ihm wider-
wärtigen tatenloſen Gamaſchendienſt
u. lebte als unabhängiger, vermögen-
der Mann teils am Rhein, teils in
Jtalien, Dresden, Berlin und zuletzt
in Wien. Jn Koblenz gehörte er zu
dem auserleſenen Kreiſe, den die da-
malige Prinzeſſin, verſt. Kaiſerin
Auguſta von Deutſchland, um ſich
ſammelte, u. diente ihr zuweilen als
Vorleſer. Er ſtarb zu Wien am 10.
Novbr. 1872.

S:

Novellen; II, 1849.
– Neue Novellen; II, 1851.

Cüppers, Adam Joſeph,

wurde
am 14. Juni 1850 in Doveren bei
Erkelenz in der Rheinprovinz geb., er-
hielt ſeinen Schul- und Privatunter-
richt in ſeinem Heimatdorfe und ver-
ließ dasſelbe 1866, um ſich für das
Seminar in Kempen vorzubereiten,
in dem er 1869–71 ſeine Bildung für
das Lehrfach empfing. Er wurde dann
Lehrer an der ſtädtiſchen Volksſchule
zu Straelen bei Venlo. Hier trat er
mit dem bekannten Gymnaſialdirek-
tor und Dichter Heinrich Bone (ſ. d.)
in einen regen Briefwechſel, der für
den jungen Lehrer ſehr förderſam
war. Auch der erſte ſchriftſtelleriſche
Verſuch wurde in Straelen gemacht,
eine frei nach Fr. R. de Chateaubriand
verfaßte Erzählung „Atala, oder: Die
Liebe zweier Wilden“. Daneben ar-
beitete C. unausgeſetzt an ſeiner eige-
nen Fortbildung. Er abſolvierte 1872
ſein examen pro schola, ſpäter das
Rektoratsexamen, wurde 1874 Lehrer
an der Mittelſchule zu Borbeck bei
Eſſen u. übernahm 1877 die Leitung
der katholiſchen Stadtſchule zu Ra-
tingen, der er ſeit 1878 als Rektor
vorſteht. 1889–1900 gab er die „Ka-
tholiſche Zeitſchrift für Erziehung u.
Unterricht“ heraus.

S:

Helge und
Sigrun (Ep. D.), 1881. – Dichter-
blüten (Anthol.), 1883. – Edeltrude
(D.), 1885. – Der Gotenfürſt (Hiſtor.
R.), 1888. – Prinz u. Kaiſer (Feſtſp.),
1895. – Jm Banne der Wiedertäufer
(R. a. dem 16. Jahrh.), 1896. 2. A.

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[452/0456] Cun Cüp – Erinnerungsblätter aus Neuenahr, 1872. – Die gefundene Perle (Wahres und Erlebtes), 1878. – Ein guter Freund (En.), 1901. *Cuno, Luiſe, geb. Wolff, wurde am 11. Novbr. 1835 zu Barmen als die Tochter eines Fabrik- und Kauf- herrn geboren, den ſie frühe durch den Tod verlor, erhielt ihre Bildung unter mütterlicher Obhut durch Pri- vatlehrer und kam mit 15 Jahren in die Töchterpenſion des Pfarrers Huiſ- ſen zu Kleve. Sie vermählte ſich ſpäter mit dem Paſtor Richter, dem ſie nach Gebhardshain im Weſterwalde und darauf nach Bacharach folgte, verlor aber ſchon nach vierjähriger glück- licher Ehe ihren Gatten durch den Tod. Sie kehrte nunmehr zu ihren Verwandten nach Barmen zurück. Eben im Begriff, ſich durch Errichtung eines Penſionats in Höxter eine ſelb- ſtändige Exiſtenz zu gründen, reichte ſie 1862 einem Freunde ihrer Brüder, dem königlichen Baumeiſter, jetzigen Regierungs- und Baurat Cuno zu einem zweiten Ehebunde die Hand. Sie lebte als Gattin ihres neuen Ge- mahls erſt in Bromberg, ſeit 1865 in Görlitz, dann in Berlin, ſpäter län- gere Zeit in Marburg und zuletzt in Hildesheim, wo ſie am 21. Jan. 1887 ſtarb. S: Konrad v. Marburg (Bil- der a. d. 13. Jahrh.), 1879. – Bewegte Tage (Bilder a. d. 16. Jahrh.), 1880. – Fröhliche Weihnachten (E.), 1881. – Licht u. Schatten (E.), 1881. – Der Weg zur Himmelstür (E.), 1882. – Stiller Einfluß (E.), 1882. – Jeſu geh voran! (E.), 1883. – Das alte Haus (E.), 1883. – Die Kapelle zu Steine (E.), 1884. – Das Gericht unter der Linde auf dem Lindenberge bei Göt- tingen (E.), 1886. – Seufzer- und Jubellieder auf der Pilgerreiſe, 1888. Cünzer, Karl Borromäus, ſtammte aus der Eſchweiler Familie Englerth- Cünzer u. wurde 1816 zu Aachen ge- boren. Jn ſeinen Jünglingsjahren war er Offizier im preußiſchen Heere, quittierte aber bald den ihm wider- wärtigen tatenloſen Gamaſchendienſt u. lebte als unabhängiger, vermögen- der Mann teils am Rhein, teils in Jtalien, Dresden, Berlin und zuletzt in Wien. Jn Koblenz gehörte er zu dem auserleſenen Kreiſe, den die da- malige Prinzeſſin, verſt. Kaiſerin Auguſta von Deutſchland, um ſich ſammelte, u. diente ihr zuweilen als Vorleſer. Er ſtarb zu Wien am 10. Novbr. 1872. S: Novellen; II, 1849. – Neue Novellen; II, 1851. Cüppers, Adam Joſeph, wurde am 14. Juni 1850 in Doveren bei Erkelenz in der Rheinprovinz geb., er- hielt ſeinen Schul- und Privatunter- richt in ſeinem Heimatdorfe und ver- ließ dasſelbe 1866, um ſich für das Seminar in Kempen vorzubereiten, in dem er 1869–71 ſeine Bildung für das Lehrfach empfing. Er wurde dann Lehrer an der ſtädtiſchen Volksſchule zu Straelen bei Venlo. Hier trat er mit dem bekannten Gymnaſialdirek- tor und Dichter Heinrich Bone (ſ. d.) in einen regen Briefwechſel, der für den jungen Lehrer ſehr förderſam war. Auch der erſte ſchriftſtelleriſche Verſuch wurde in Straelen gemacht, eine frei nach Fr. R. de Chateaubriand verfaßte Erzählung „Atala, oder: Die Liebe zweier Wilden“. Daneben ar- beitete C. unausgeſetzt an ſeiner eige- nen Fortbildung. Er abſolvierte 1872 ſein examen pro schola, ſpäter das Rektoratsexamen, wurde 1874 Lehrer an der Mittelſchule zu Borbeck bei Eſſen u. übernahm 1877 die Leitung der katholiſchen Stadtſchule zu Ra- tingen, der er ſeit 1878 als Rektor vorſteht. 1889–1900 gab er die „Ka- tholiſche Zeitſchrift für Erziehung u. Unterricht“ heraus. S: Helge und Sigrun (Ep. D.), 1881. – Dichter- blüten (Anthol.), 1883. – Edeltrude (D.), 1885. – Der Gotenfürſt (Hiſtor. R.), 1888. – Prinz u. Kaiſer (Feſtſp.), 1895. – Jm Banne der Wiedertäufer (R. a. dem 16. Jahrh.), 1896. 2. A. *

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Zitationshilfe: Brümmer, Franz: Lexikon der deutschen Dichter und Prosaisten vom Beginn des 19. Jahrhunderts bis zur Gegenwart. Bd. 1. 6. Aufl. Leipzig, 1913, S. 452. In: Deutsches Textarchiv <http://www.deutschestextarchiv.de/bruemmer_lexikon01_1913/456>, abgerufen am 21.03.2019.