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Brümmer, Franz: Lexikon der deutschen Dichter und Prosaisten vom Beginn des 19. Jahrhunderts bis zur Gegenwart. Bd. 1. 6. Aufl. Leipzig, 1913.

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Deh
"Kartell lyrischer Autoren".

S:

Er-
lösungen (Ge. u. Sprüche), 1891. 5. A
1909. - Aber die Liebe (Ge. u. Geschn.)
1893. 5. A. 1909. - Lebensblätter
(Ge. u. anderes), 1895. - Der Mit-
mensch (Tragikom.), 1895. 4. A. 1909.
- Weib und Welt (Ge. u. M.), 1896.
5. A. 1909. - Zwanzig Gedichte, mit
einem Geleitbrief von Wilh. Schäfer,
1897. - Lucifer (Pantomimisches Dr.),
1899. 4. A. mit einem Vorwort über
Theaterreformen, 1909. - Fitzebutze
(Kindergedichte, gemeinsam mit Paula
Dehmel), 1900. 15. A. 1902. - Aus-
gewählte Gedichte, 1901. 16. T. 1909.
- Zwei Menschen (R. in Rz.), 1903.
10. A. 1909. - Der Buntscheck (Sam-
melbuch herzhafter Kunst. f. d. Kinder),
1904. - Gesammelte Werke; X, 1906
bis 1908. - Hundert ausgewählte
Gedichte, 1908. 16. A. 1909. - Die
Verwandlungen der Venus (Erotische
Rhapsodie), 1.-4. A. 1907. - Der Kin-
dergarten (Ge., Spiele u. Geschn. für
Kinder u. Eltern), 1908. 3. A. 1909.
- Betrachtungen über Kunst, Gott u.
die Welt, 1.-3. A. 1909.

Dehn, Christian Anton Jakob,


* 1807 zu Schwerin, bezog Michaelis
1825 die Universität Rostock, wo er
Theologie studierte, promovierte zum
Dr. phil. und lebte dann als Kandi-
dat der Theologie in seiner Vater-
stadt, wurde hier 1832 zweiter Jn-
formator und 1833 alleiniger Jnfor-
mator an der großherzogl. Pagerie.
Jm Jahre 1842 mit Aufhebung des
Pageninstituts pensioniert, beschäf-
tigte er sich in seiner Vaterstadt mit
literarischen Arbeiten und starb da-
selbst am 15. Juni 1852.

S:

Drama-
tische Neujahrsgabe; II. 1842-44
(Jnhalt, I. Prosit Neujahr! Dramat.
Scherz. - Petermännchen, oder: Der
Lübecker Martensmann. Zauberposse.
- Brautfahrt. Burleske. - Die Obo-
triten. Oper. - Hobellied. - II. Eula-
lia Pontois. Schsp. - Die Kriegs-
erklärung. Lsp. - Die beiden Oheime.
Lsp.) - Mecklenburgische Volksbiblio-
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Dei
thek; herausg. 1.-3. Jahrg. 1844 bis
1846.

*Deichen, Paul,

geb. am 16. Nov.
1873 in Stralsund (Pommern), wo
sein Vater Lehrer und Leiter des Wai-
sen-Kinderchors war, besuchte die
höhere Knabenschule und das Gym-
nasium seiner Vaterstadt, später, als
er sich für den Lehrerberuf entschie-
den hatte, (1890-92) die Präparan-
denanstalt in Greifswald und (1892
bis 1895) das Seminar in Prenzlau.
Er erhielt dann eine Anstellung als
Lehrer in Eberswalde und wirkt noch
jetzt daselbst.

S:

Fidele Kinner (Lu-
nige junge un olle Schnurren von
överall. Ge.), 1904. - Strandbazillen
(Operette, Mus. v. R. Kaiser), 1904.
- Der Vereinsredner (Sammlg. von
Reden, Ansprachen etc.), 5 Hefte, 1908
bis 1909.

*Deiker, Karl,

geb. am 8. März
1875 in Düsseldorf als der Sohn des
bekannten Jagdmalers Karl Friedrich
D., verlebte dort eine sonnige Kind-
heit u. schloß schon frühe eine innige
Freundschaft mit der Natur, in der
er auch Anregung zur Kunst u. Poesie
fand. Jm Jahre 1892, als er noch
das Gymnasium besuchte, starb plötz-
lich sein Vater, und der ganze Ernst
des Lebens trat an den Jüngling
heran; indessen gelang es seiner eiser-
nen Tatkraft, alle Hindernisse zu
überwinden. Er entschloß sich, eben-
falls den Beruf eines Malers zu er-
greifen, studierte unter großen Ent-
behrungen sechs Semester auf der
Düsseldorfer Kunstakademie und trat
dann mit eigenen Gemälden an die
Öffentlichkeit. Die Natur lieferte ihm
ihre Stoffe, und um sie gründlich zu
studieren, weilte er ein Jahr in Jl-
senburg im Harz u. längere Zeit im
bayerischen Hochgebirge in Parten-
kirchen. Gewehr, Malkasten und Ge-
dichtbuch sind auf seinen Wander-
zügen seine steten Begleiter, und diese
Wanderungen durch die Natur riefen
denn manches Gemälde und manches

*


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Deh
„Kartell lyriſcher Autoren“.

S:

Er-
löſungen (Ge. u. Sprüche), 1891. 5. A
1909. – Aber die Liebe (Ge. u. Geſchn.)
1893. 5. A. 1909. – Lebensblätter
(Ge. u. anderes), 1895. – Der Mit-
menſch (Tragikom.), 1895. 4. A. 1909.
– Weib und Welt (Ge. u. M.), 1896.
5. A. 1909. – Zwanzig Gedichte, mit
einem Geleitbrief von Wilh. Schäfer,
1897. – Lucifer (Pantomimiſches Dr.),
1899. 4. A. mit einem Vorwort über
Theaterreformen, 1909. – Fitzebutze
(Kindergedichte, gemeinſam mit Paula
Dehmel), 1900. 15. A. 1902. – Aus-
gewählte Gedichte, 1901. 16. T. 1909.
– Zwei Menſchen (R. in Rz.), 1903.
10. A. 1909. – Der Buntſcheck (Sam-
melbuch herzhafter Kunſt. f. d. Kinder),
1904. – Geſammelte Werke; X, 1906
bis 1908. – Hundert ausgewählte
Gedichte, 1908. 16. A. 1909. – Die
Verwandlungen der Venus (Erotiſche
Rhapſodie), 1.–4. A. 1907. – Der Kin-
dergarten (Ge., Spiele u. Geſchn. für
Kinder u. Eltern), 1908. 3. A. 1909.
– Betrachtungen über Kunſt, Gott u.
die Welt, 1.–3. A. 1909.

Dehn, Chriſtian Anton Jakob,


* 1807 zu Schwerin, bezog Michaelis
1825 die Univerſität Roſtock, wo er
Theologie ſtudierte, promovierte zum
Dr. phil. und lebte dann als Kandi-
dat der Theologie in ſeiner Vater-
ſtadt, wurde hier 1832 zweiter Jn-
formator und 1833 alleiniger Jnfor-
mator an der großherzogl. Pagerie.
Jm Jahre 1842 mit Aufhebung des
Pageninſtituts penſioniert, beſchäf-
tigte er ſich in ſeiner Vaterſtadt mit
literariſchen Arbeiten und ſtarb da-
ſelbſt am 15. Juni 1852.

S:

Drama-
tiſche Neujahrsgabe; II. 1842–44
(Jnhalt, I. Proſit Neujahr! Dramat.
Scherz. – Petermännchen, oder: Der
Lübecker Martensmann. Zauberpoſſe.
– Brautfahrt. Burleske. – Die Obo-
triten. Oper. – Hobellied. – II. Eula-
lia Pontois. Schſp. – Die Kriegs-
erklärung. Lſp. – Die beiden Oheime.
Lſp.) – Mecklenburgiſche Volksbiblio-
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Dei
thek; herausg. 1.–3. Jahrg. 1844 bis
1846.

*Deichen, Paul,

geb. am 16. Nov.
1873 in Stralſund (Pommern), wo
ſein Vater Lehrer und Leiter des Wai-
ſen-Kinderchors war, beſuchte die
höhere Knabenſchule und das Gym-
naſium ſeiner Vaterſtadt, ſpäter, als
er ſich für den Lehrerberuf entſchie-
den hatte, (1890–92) die Präparan-
denanſtalt in Greifswald und (1892
bis 1895) das Seminar in Prenzlau.
Er erhielt dann eine Anſtellung als
Lehrer in Eberswalde und wirkt noch
jetzt daſelbſt.

S:

Fidele Kinner (Lu-
nige junge un olle Schnurren von
överall. Ge.), 1904. – Strandbazillen
(Operette, Muſ. v. R. Kaiſer), 1904.
– Der Vereinsredner (Sammlg. von
Reden, Anſprachen ꝛc.), 5 Hefte, 1908
bis 1909.

*Deiker, Karl,

geb. am 8. März
1875 in Düſſeldorf als der Sohn des
bekannten Jagdmalers Karl Friedrich
D., verlebte dort eine ſonnige Kind-
heit u. ſchloß ſchon frühe eine innige
Freundſchaft mit der Natur, in der
er auch Anregung zur Kunſt u. Poeſie
fand. Jm Jahre 1892, als er noch
das Gymnaſium beſuchte, ſtarb plötz-
lich ſein Vater, und der ganze Ernſt
des Lebens trat an den Jüngling
heran; indeſſen gelang es ſeiner eiſer-
nen Tatkraft, alle Hinderniſſe zu
überwinden. Er entſchloß ſich, eben-
falls den Beruf eines Malers zu er-
greifen, ſtudierte unter großen Ent-
behrungen ſechs Semeſter auf der
Düſſeldorfer Kunſtakademie und trat
dann mit eigenen Gemälden an die
Öffentlichkeit. Die Natur lieferte ihm
ihre Stoffe, und um ſie gründlich zu
ſtudieren, weilte er ein Jahr in Jl-
ſenburg im Harz u. längere Zeit im
bayeriſchen Hochgebirge in Parten-
kirchen. Gewehr, Malkaſten und Ge-
dichtbuch ſind auf ſeinen Wander-
zügen ſeine ſteten Begleiter, und dieſe
Wanderungen durch die Natur riefen
denn manches Gemälde und manches

*
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[474/0478] Deh Dei „Kartell lyriſcher Autoren“. S: Er- löſungen (Ge. u. Sprüche), 1891. 5. A 1909. – Aber die Liebe (Ge. u. Geſchn.) 1893. 5. A. 1909. – Lebensblätter (Ge. u. anderes), 1895. – Der Mit- menſch (Tragikom.), 1895. 4. A. 1909. – Weib und Welt (Ge. u. M.), 1896. 5. A. 1909. – Zwanzig Gedichte, mit einem Geleitbrief von Wilh. Schäfer, 1897. – Lucifer (Pantomimiſches Dr.), 1899. 4. A. mit einem Vorwort über Theaterreformen, 1909. – Fitzebutze (Kindergedichte, gemeinſam mit Paula Dehmel), 1900. 15. A. 1902. – Aus- gewählte Gedichte, 1901. 16. T. 1909. – Zwei Menſchen (R. in Rz.), 1903. 10. A. 1909. – Der Buntſcheck (Sam- melbuch herzhafter Kunſt. f. d. Kinder), 1904. – Geſammelte Werke; X, 1906 bis 1908. – Hundert ausgewählte Gedichte, 1908. 16. A. 1909. – Die Verwandlungen der Venus (Erotiſche Rhapſodie), 1.–4. A. 1907. – Der Kin- dergarten (Ge., Spiele u. Geſchn. für Kinder u. Eltern), 1908. 3. A. 1909. – Betrachtungen über Kunſt, Gott u. die Welt, 1.–3. A. 1909. Dehn, Chriſtian Anton Jakob, * 1807 zu Schwerin, bezog Michaelis 1825 die Univerſität Roſtock, wo er Theologie ſtudierte, promovierte zum Dr. phil. und lebte dann als Kandi- dat der Theologie in ſeiner Vater- ſtadt, wurde hier 1832 zweiter Jn- formator und 1833 alleiniger Jnfor- mator an der großherzogl. Pagerie. Jm Jahre 1842 mit Aufhebung des Pageninſtituts penſioniert, beſchäf- tigte er ſich in ſeiner Vaterſtadt mit literariſchen Arbeiten und ſtarb da- ſelbſt am 15. Juni 1852. S: Drama- tiſche Neujahrsgabe; II. 1842–44 (Jnhalt, I. Proſit Neujahr! Dramat. Scherz. – Petermännchen, oder: Der Lübecker Martensmann. Zauberpoſſe. – Brautfahrt. Burleske. – Die Obo- triten. Oper. – Hobellied. – II. Eula- lia Pontois. Schſp. – Die Kriegs- erklärung. Lſp. – Die beiden Oheime. Lſp.) – Mecklenburgiſche Volksbiblio- thek; herausg. 1.–3. Jahrg. 1844 bis 1846. *Deichen, Paul, geb. am 16. Nov. 1873 in Stralſund (Pommern), wo ſein Vater Lehrer und Leiter des Wai- ſen-Kinderchors war, beſuchte die höhere Knabenſchule und das Gym- naſium ſeiner Vaterſtadt, ſpäter, als er ſich für den Lehrerberuf entſchie- den hatte, (1890–92) die Präparan- denanſtalt in Greifswald und (1892 bis 1895) das Seminar in Prenzlau. Er erhielt dann eine Anſtellung als Lehrer in Eberswalde und wirkt noch jetzt daſelbſt. S: Fidele Kinner (Lu- nige junge un olle Schnurren von överall. Ge.), 1904. – Strandbazillen (Operette, Muſ. v. R. Kaiſer), 1904. – Der Vereinsredner (Sammlg. von Reden, Anſprachen ꝛc.), 5 Hefte, 1908 bis 1909. *Deiker, Karl, geb. am 8. März 1875 in Düſſeldorf als der Sohn des bekannten Jagdmalers Karl Friedrich D., verlebte dort eine ſonnige Kind- heit u. ſchloß ſchon frühe eine innige Freundſchaft mit der Natur, in der er auch Anregung zur Kunſt u. Poeſie fand. Jm Jahre 1892, als er noch das Gymnaſium beſuchte, ſtarb plötz- lich ſein Vater, und der ganze Ernſt des Lebens trat an den Jüngling heran; indeſſen gelang es ſeiner eiſer- nen Tatkraft, alle Hinderniſſe zu überwinden. Er entſchloß ſich, eben- falls den Beruf eines Malers zu er- greifen, ſtudierte unter großen Ent- behrungen ſechs Semeſter auf der Düſſeldorfer Kunſtakademie und trat dann mit eigenen Gemälden an die Öffentlichkeit. Die Natur lieferte ihm ihre Stoffe, und um ſie gründlich zu ſtudieren, weilte er ein Jahr in Jl- ſenburg im Harz u. längere Zeit im bayeriſchen Hochgebirge in Parten- kirchen. Gewehr, Malkaſten und Ge- dichtbuch ſind auf ſeinen Wander- zügen ſeine ſteten Begleiter, und dieſe Wanderungen durch die Natur riefen denn manches Gemälde und manches *

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Zitationshilfe: Brümmer, Franz: Lexikon der deutschen Dichter und Prosaisten vom Beginn des 19. Jahrhunderts bis zur Gegenwart. Bd. 1. 6. Aufl. Leipzig, 1913, S. 474. In: Deutsches Textarchiv <http://www.deutschestextarchiv.de/bruemmer_lexikon01_1913/478>, abgerufen am 20.03.2019.