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Brümmer, Franz: Lexikon der deutschen Dichter und Prosaisten vom Beginn des 19. Jahrhunderts bis zur Gegenwart. Bd. 1. 6. Aufl. Leipzig, 1913.

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All
Zeit als Vogt vorstand. Hier lebte
er ganz seiner Liebe für die Kunst u.
für Kunstbestrebungen jeglicher Art.
Sein Haus ließ er durch die ihm be-
freundeten Maler Otto Knille, H. v.
Dörnberg und Arthur Fitger mit
Wandgemälden, meist aus der Ge-
schichte der Marschen, ausschmücken,
die es zum Ziel vieler Wanderer
machten. An seinem 80. Geburtstage
erfreute ihn die Universität Heidel-
berg durch Übersendung des Ehren-
diploms eines Dr. phil. Unvermählt
ist er als der letzte seines alten Ge-
schlechts am 9. März 1902 gestorben.
Am 6. August 1903 wurde ihm in
Rechtenfleth ein Denkmal errichtet.

S:

Marschenbuch (Land- und Volks-
bilder a. d. Marschen der Weser und
Elbe), 1861. 4. A. 1902. - Dichtungen,
1860. 4. A. 1900. - Elektra (Dr.),
1872. - Römische Schlendertage, 1869.
2. A. 1870. - Die altchristliche Basi-
lika (Abdruck a. d. vor.), 1870. - Die
Pflege des Kunstgesanges im deut-
schen Nordwesten, 1876. - Kulturge-
schichtliche Bilder aus den Nordsee-
Marschen von Heinr. von Dörnberg.
Erläutert durch Dichtgn. v. A., 1882.
- Fromm und frei. Eine Ostergabe
(Relig. Dn.), 1889. - Aus längst und
jüngst vergangener Zeit, 1896. -
Sämtliche Werke; VI, 1892-96. (Jn-
halt: I-II. Marschenbuch. - III-IV.
Römische Schlendertage. - V. Dich-
tungen. - VI. Aus längst und jüngst
vergangener Zeit: 1. Elektra. Drama.
- 2. Herz und Politik. Drama. - 3.
Harro Harresen. Erz. - 4. Haupt-
mann Böse. Biographie.)

Allram, Joseph,

* am 22. Febr.
1860 zu Schrems in Niederösterreich,
im sog. Waldviertel, verwaiste früh-
zeitig, besuchte das Realgymnasium
zu Weidhofen a. d. Thaya, die land-
wirtschaftlich. Lehranstalten in Felds-
berg und Mödling und trat nach
mancherlei Versuchen, Landwirt zu
werden, in die Lehrerbildungsanstalt
zu Krems, nach deren Absolvierung
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Alp
er 1880 städtischer Lehrer in Wien
wurde.

S:

Aus der Heimat Hamer-
lings (Bilder aus dem Waldviertel),
1890. - Philanthropin (Ernst u. Hu-
mor a. d. Schul- und Lehrerleben),
1891. - Professor Gokulorum (Schw.,
mit Ph. Waldbach), 1897. - Wald-
viertler Geschichten u. anderes, 1900.
- Der tausendste Patient (Lsp.), 1903.

Allweg, Traugott,

Pseud. für
Jakob Heipp; s. d.!

*Almar Dombrowsky, The-
rese,

wurde am 17. Juni 1839 zu
Graudenz geboren u. in streng katho-
lischer Richtung erzogen. Den Kampf
mit den feindlichen Mächten des Le-
bens lernte sie schon frühzeitig ken-
nen, und um Ruhe zu finden, trat sie
mit 24 Jahren in das Kloster der
Ursulinerinnen. Enttäuscht verließ
sie dasselbe nach kurzer Zeit und be-
gann nun eifrig zu lernen u. zu stu-
dieren und sich schriftstellerisch zu be-
tätigen. Den Ehebund, den sie dann
mit einem älteren Manne schloß, löste
der Tod des letzteren nach sieben Jah-
ren wieder. Später verheiratete sie
sich mit dem Verleger der Fachzeitung
"Allgemeine Versicherungspresse", L.
Dombrowsky, und lebte seitdem in
Charlottenburg oder anderen Vor-
orten Berlins. Sie + in Charlotten-
burg am 3. Septbr. 1891.

S:

Weich-
sel-Novellen,) 1875. - Verlornes Glück
(R.), 1878.

Almasy, Wilhelmine Gräfin von,


s. Wickenburg-Almasy!

Almers, Erna, Pseud. für Emma


Brauer; s. d.!

Almwart, Ernst,

Pseudon. für
Ernst Rauscher; s. d.!

Aloys der Taunide,

Pseud. für
Aloys Henninger; s. d.!

Alpenburg,

Johann Nepomuk
Ritter von, hieß eigentlich Johann
Schedl
u. wurde am 23. (27.) Okt.
1806 zu Grünburg in Oberösterreich
als der Sohn eines Gastwirts gebo-
ren. Mit 14 Jahren, nachdem er die
Schule bei St. Anna in Wien besucht

*


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All
Zeit als Vogt vorſtand. Hier lebte
er ganz ſeiner Liebe für die Kunſt u.
für Kunſtbeſtrebungen jeglicher Art.
Sein Haus ließ er durch die ihm be-
freundeten Maler Otto Knille, H. v.
Dörnberg und Arthur Fitger mit
Wandgemälden, meiſt aus der Ge-
ſchichte der Marſchen, ausſchmücken,
die es zum Ziel vieler Wanderer
machten. An ſeinem 80. Geburtstage
erfreute ihn die Univerſität Heidel-
berg durch Überſendung des Ehren-
diploms eines Dr. phil. Unvermählt
iſt er als der letzte ſeines alten Ge-
ſchlechts am 9. März 1902 geſtorben.
Am 6. Auguſt 1903 wurde ihm in
Rechtenfleth ein Denkmal errichtet.

S:

Marſchenbuch (Land- und Volks-
bilder a. d. Marſchen der Weſer und
Elbe), 1861. 4. A. 1902. – Dichtungen,
1860. 4. A. 1900. – Elektra (Dr.),
1872. – Römiſche Schlendertage, 1869.
2. A. 1870. – Die altchriſtliche Baſi-
lika (Abdruck a. d. vor.), 1870. – Die
Pflege des Kunſtgeſanges im deut-
ſchen Nordweſten, 1876. – Kulturge-
ſchichtliche Bilder aus den Nordſee-
Marſchen von Heinr. von Dörnberg.
Erläutert durch Dichtgn. v. A., 1882.
– Fromm und frei. Eine Oſtergabe
(Relig. Dn.), 1889. – Aus längſt und
jüngſt vergangener Zeit, 1896. –
Sämtliche Werke; VI, 1892–96. (Jn-
halt: I–II. Marſchenbuch. – III–IV.
Römiſche Schlendertage. – V. Dich-
tungen. – VI. Aus längſt und jüngſt
vergangener Zeit: 1. Elektra. Drama.
– 2. Herz und Politik. Drama. – 3.
Harro Harreſen. Erz. – 4. Haupt-
mann Böſe. Biographie.)

Allram, Joſeph,

* am 22. Febr.
1860 zu Schrems in Niederöſterreich,
im ſog. Waldviertel, verwaiſte früh-
zeitig, beſuchte das Realgymnaſium
zu Weidhofen a. d. Thaya, die land-
wirtſchaftlich. Lehranſtalten in Felds-
berg und Mödling und trat nach
mancherlei Verſuchen, Landwirt zu
werden, in die Lehrerbildungsanſtalt
zu Krems, nach deren Abſolvierung
[Spaltenumbruch]

Alp
er 1880 ſtädtiſcher Lehrer in Wien
wurde.

S:

Aus der Heimat Hamer-
lings (Bilder aus dem Waldviertel),
1890. – Philanthropin (Ernſt u. Hu-
mor a. d. Schul- und Lehrerleben),
1891. – Profeſſor Gokulorum (Schw.,
mit Ph. Waldbach), 1897. – Wald-
viertler Geſchichten u. anderes, 1900.
– Der tauſendſte Patient (Lſp.), 1903.

Allweg, Traugott,

Pſeud. für
Jakob Heipp; ſ. d.!

*Almar Dombrowsky, The-
reſe,

wurde am 17. Juni 1839 zu
Graudenz geboren u. in ſtreng katho-
liſcher Richtung erzogen. Den Kampf
mit den feindlichen Mächten des Le-
bens lernte ſie ſchon frühzeitig ken-
nen, und um Ruhe zu finden, trat ſie
mit 24 Jahren in das Kloſter der
Urſulinerinnen. Enttäuſcht verließ
ſie dasſelbe nach kurzer Zeit und be-
gann nun eifrig zu lernen u. zu ſtu-
dieren und ſich ſchriftſtelleriſch zu be-
tätigen. Den Ehebund, den ſie dann
mit einem älteren Manne ſchloß, löſte
der Tod des letzteren nach ſieben Jah-
ren wieder. Später verheiratete ſie
ſich mit dem Verleger der Fachzeitung
„Allgemeine Verſicherungspreſſe“, L.
Dombrowsky, und lebte ſeitdem in
Charlottenburg oder anderen Vor-
orten Berlins. Sie † in Charlotten-
burg am 3. Septbr. 1891.

S:

Weich-
ſel-Novellen,) 1875. – Verlornes Glück
(R.), 1878.

Almaſy, Wilhelmine Gräfin von,


ſ. Wickenburg-Almaſy!

Almers, Erna, Pſeud. für Emma


Brauer; ſ. d.!

Almwart, Ernſt,

Pſeudon. für
Ernſt Rauſcher; ſ. d.!

Aloys der Taunide,

Pſeud. für
Aloys Henninger; ſ. d.!

Alpenburg,

Johann Nepomuk
Ritter von, hieß eigentlich Johann
Schedl
u. wurde am 23. (27.) Okt.
1806 zu Grünburg in Oberöſterreich
als der Sohn eines Gaſtwirts gebo-
ren. Mit 14 Jahren, nachdem er die
Schule bei St. Anna in Wien beſucht

*
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[50/0054] All Alp Zeit als Vogt vorſtand. Hier lebte er ganz ſeiner Liebe für die Kunſt u. für Kunſtbeſtrebungen jeglicher Art. Sein Haus ließ er durch die ihm be- freundeten Maler Otto Knille, H. v. Dörnberg und Arthur Fitger mit Wandgemälden, meiſt aus der Ge- ſchichte der Marſchen, ausſchmücken, die es zum Ziel vieler Wanderer machten. An ſeinem 80. Geburtstage erfreute ihn die Univerſität Heidel- berg durch Überſendung des Ehren- diploms eines Dr. phil. Unvermählt iſt er als der letzte ſeines alten Ge- ſchlechts am 9. März 1902 geſtorben. Am 6. Auguſt 1903 wurde ihm in Rechtenfleth ein Denkmal errichtet. S: Marſchenbuch (Land- und Volks- bilder a. d. Marſchen der Weſer und Elbe), 1861. 4. A. 1902. – Dichtungen, 1860. 4. A. 1900. – Elektra (Dr.), 1872. – Römiſche Schlendertage, 1869. 2. A. 1870. – Die altchriſtliche Baſi- lika (Abdruck a. d. vor.), 1870. – Die Pflege des Kunſtgeſanges im deut- ſchen Nordweſten, 1876. – Kulturge- ſchichtliche Bilder aus den Nordſee- Marſchen von Heinr. von Dörnberg. Erläutert durch Dichtgn. v. A., 1882. – Fromm und frei. Eine Oſtergabe (Relig. Dn.), 1889. – Aus längſt und jüngſt vergangener Zeit, 1896. – Sämtliche Werke; VI, 1892–96. (Jn- halt: I–II. Marſchenbuch. – III–IV. Römiſche Schlendertage. – V. Dich- tungen. – VI. Aus längſt und jüngſt vergangener Zeit: 1. Elektra. Drama. – 2. Herz und Politik. Drama. – 3. Harro Harreſen. Erz. – 4. Haupt- mann Böſe. Biographie.) Allram, Joſeph, * am 22. Febr. 1860 zu Schrems in Niederöſterreich, im ſog. Waldviertel, verwaiſte früh- zeitig, beſuchte das Realgymnaſium zu Weidhofen a. d. Thaya, die land- wirtſchaftlich. Lehranſtalten in Felds- berg und Mödling und trat nach mancherlei Verſuchen, Landwirt zu werden, in die Lehrerbildungsanſtalt zu Krems, nach deren Abſolvierung er 1880 ſtädtiſcher Lehrer in Wien wurde. S: Aus der Heimat Hamer- lings (Bilder aus dem Waldviertel), 1890. – Philanthropin (Ernſt u. Hu- mor a. d. Schul- und Lehrerleben), 1891. – Profeſſor Gokulorum (Schw., mit Ph. Waldbach), 1897. – Wald- viertler Geſchichten u. anderes, 1900. – Der tauſendſte Patient (Lſp.), 1903. Allweg, Traugott, Pſeud. für Jakob Heipp; ſ. d.! *Almar Dombrowsky, The- reſe, wurde am 17. Juni 1839 zu Graudenz geboren u. in ſtreng katho- liſcher Richtung erzogen. Den Kampf mit den feindlichen Mächten des Le- bens lernte ſie ſchon frühzeitig ken- nen, und um Ruhe zu finden, trat ſie mit 24 Jahren in das Kloſter der Urſulinerinnen. Enttäuſcht verließ ſie dasſelbe nach kurzer Zeit und be- gann nun eifrig zu lernen u. zu ſtu- dieren und ſich ſchriftſtelleriſch zu be- tätigen. Den Ehebund, den ſie dann mit einem älteren Manne ſchloß, löſte der Tod des letzteren nach ſieben Jah- ren wieder. Später verheiratete ſie ſich mit dem Verleger der Fachzeitung „Allgemeine Verſicherungspreſſe“, L. Dombrowsky, und lebte ſeitdem in Charlottenburg oder anderen Vor- orten Berlins. Sie † in Charlotten- burg am 3. Septbr. 1891. S: Weich- ſel-Novellen,) 1875. – Verlornes Glück (R.), 1878. Almaſy, Wilhelmine Gräfin von, ſ. Wickenburg-Almaſy! Almers, Erna, Pſeud. für Emma Brauer; ſ. d.! Almwart, Ernſt, Pſeudon. für Ernſt Rauſcher; ſ. d.! Aloys der Taunide, Pſeud. für Aloys Henninger; ſ. d.! Alpenburg, Johann Nepomuk Ritter von, hieß eigentlich Johann Schedl u. wurde am 23. (27.) Okt. 1806 zu Grünburg in Oberöſterreich als der Sohn eines Gaſtwirts gebo- ren. Mit 14 Jahren, nachdem er die Schule bei St. Anna in Wien beſucht *

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Zitationshilfe: Brümmer, Franz: Lexikon der deutschen Dichter und Prosaisten vom Beginn des 19. Jahrhunderts bis zur Gegenwart. Bd. 1. 6. Aufl. Leipzig, 1913, S. 50. In: Deutsches Textarchiv <http://www.deutschestextarchiv.de/bruemmer_lexikon01_1913/54>, abgerufen am 19.03.2019.