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Brümmer, Franz: Lexikon der deutschen Dichter und Prosaisten vom Beginn des 19. Jahrhunderts bis zur Gegenwart. Bd. 1. 6. Aufl. Leipzig, 1913.

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Ans
dramatischen Künstlers u. k. k. Hof-
schauspielers Heinrich A., wurde am
24. Juli 1818 zu Wien geboren, be-
endete daselbst die philosophischen u.
juristischen Studien und beabsichtigte
nun, sich der Bühne zu widmen, doch
zwang ihn ein Augenleiden, diesen
Plan aufzugeben. Er trat 1852 in
den Staatsdienst u. zwar in das da-
malige, nachmals aufgelöste u. später
wieder errichtete Ministerium für
Handel u. öffentliche Bauten. Zuletzt
war er k. k. Sektionsrat und Regie-
rungskommissar für die Aktiengesell-
schaft der k. k. priv. Kaiserin-Elisa-
beth-Bahn in Wien. Er starb als
Pensionär am 26. Mai 1888 in Möd-
ling bei Wien.

S:

Brutus und sein
Haus (Tr.), 1857. - Johanna Gray
(Tr.), 1861. - Kunz von Kauffungen
(Tr.), 1863. - Die Ehestifterin (Lsp.),
1878. - Die Familie Wetter (Lsp.),
1891.

*Ansion-Hasatty,

Kunigunde,
geb. am 25. Mai 1863 in Wien, wurde
nach dem frühen Tode ihrer Eltern
im Hause eines englischen Professors
erzogen und vermählte sich 1879 mit
dem Hauptmann Ansion, an dessen
Seite sie noch in Wien lebt. Jm Jahre
1887 schrieb sie eine historische No-
velle, die ihr Gatte ohne ihr Wissen
dem Wiener Fremdenblatt zum Ab-
druck einsandte, und da dieses dann
um weitere Beiträge ersuchte, so war
für sie der Weg zur Schriftstellerei
eröffnet. Außer einem Werke über
"Die Kochkunst" (1895) gab sie heraus

S:

Verschiedene Geschichten (Nn.),
1891. 2. A. 1895.

*Aenstoots, Stanislaus,

geb. am
19. März 1843 in Ruhrort am Rhein,
absolvierte das Gymnasium in Duis-
burg und studierte darauf an der
Akademie in Münster Philologie und
Theologie, worauf er am 19. Dezbr.
1868 die Priesterweihe empfing. Von
1869-71 wirkte er als Konrektor an
der Rektoratsschule in Kleve u. dann
durch 23 Jahre als Kapellmeister an
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Ant
der Wallfahrtskirche zu Kevelaer.
Als solcher komponierte er viele Mo-
tetten und Messen; für eine der letz-
teren zu Ehren des heil. Thomas er-
hielt er vom Bischof von Aquin den
Titel und Rang eines infulierten
Ehrendomherrn. Seit 1894 wirkte
A. als Pfarrer in Brüggen (Rhein-
land) u. zeichnete seit 1898 als Her-
ausgeber der in Kevelaer erscheinen-
den Roman- und Novellensammlung
"Aus Vergangenheit u. Gegenwart".
Er starb am 4. Dezbr. 1903. Außer
einer "Geschichte der Wallfahrt von
Kevelaer" (1893) und verschiedenen
in Zeitschriften erschienenen Novellen
veröffentlichte er

S:

Tobias (Orator.,
Dichtg. u. Musik), 1886. - Der Sohn
des Zigeuners (E.), 1898. - Tante
Antoinette (E.), 1898. - Das verbor-
gene Testament (R.), 1899.

*Anthes, Otto,

pseud. O. Eugen
Thossan,
wurde am 7. Oktbr. 1867
zu Michelbach in der Provinz Hessen-
Nassau als der Sohn des dortigen
Pfarrers E. Anthes geboren, ver-
lebte den größten Teil seiner Jugend
in Caub am Rhein u. besuchte danach
das fürstliche Landesgymnasium in
Korbach (Waldeck). Seit 1886 stu-
dierte er in Leipzig, später in Halle
Theologie, alte Sprachen und Ger-
manistik und trat 1891 in das Lehr-
fach ein. Nachdem er zunächst in Wei-
denau a. d. Sieg, dann in Altenburg
S.-A. und in Sondershausen als
Lehrer tätig gewesen war, wirkte er
seit 1898 als Oberlehrer in Gera und
seit 1903 in Lübeck.

S:

Sternschnup-
pen (Nn.), 1896. - Möblierte Herren.
Wanda (2 Nn.), 1896. 2. A. 1899. -
Beim Kommiß zwei Jahre Volkser-
ziehung, 1897. - Klosterjungen (Hum.,
mit F. Gräfin zu Reventlow), 1897.
- Ledige Bräute (R.), 1899. - Wanda
(N.), 3. A. 1899.

*Anthony, Wilhelm,

eigentlich
Wilhelm Asmus, wurde am 17.
Februar 1837 zu Lübeck geboren, be-
suchte das dortige Gymnasium und

* 5*


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Anſ
dramatiſchen Künſtlers u. k. k. Hof-
ſchauſpielers Heinrich A., wurde am
24. Juli 1818 zu Wien geboren, be-
endete daſelbſt die philoſophiſchen u.
juriſtiſchen Studien und beabſichtigte
nun, ſich der Bühne zu widmen, doch
zwang ihn ein Augenleiden, dieſen
Plan aufzugeben. Er trat 1852 in
den Staatsdienſt u. zwar in das da-
malige, nachmals aufgelöſte u. ſpäter
wieder errichtete Miniſterium für
Handel u. öffentliche Bauten. Zuletzt
war er k. k. Sektionsrat und Regie-
rungskommiſſar für die Aktiengeſell-
ſchaft der k. k. priv. Kaiſerin-Eliſa-
beth-Bahn in Wien. Er ſtarb als
Penſionär am 26. Mai 1888 in Möd-
ling bei Wien.

S:

Brutus und ſein
Haus (Tr.), 1857. – Johanna Gray
(Tr.), 1861. – Kunz von Kauffungen
(Tr.), 1863. – Die Eheſtifterin (Lſp.),
1878. – Die Familie Wetter (Lſp.),
1891.

*Anſion-Haſatty,

Kunigunde,
geb. am 25. Mai 1863 in Wien, wurde
nach dem frühen Tode ihrer Eltern
im Hauſe eines engliſchen Profeſſors
erzogen und vermählte ſich 1879 mit
dem Hauptmann Anſion, an deſſen
Seite ſie noch in Wien lebt. Jm Jahre
1887 ſchrieb ſie eine hiſtoriſche No-
velle, die ihr Gatte ohne ihr Wiſſen
dem Wiener Fremdenblatt zum Ab-
druck einſandte, und da dieſes dann
um weitere Beiträge erſuchte, ſo war
für ſie der Weg zur Schriftſtellerei
eröffnet. Außer einem Werke über
„Die Kochkunſt“ (1895) gab ſie heraus

S:

Verſchiedene Geſchichten (Nn.),
1891. 2. A. 1895.

*Aenſtoots, Stanislaus,

geb. am
19. März 1843 in Ruhrort am Rhein,
abſolvierte das Gymnaſium in Duis-
burg und ſtudierte darauf an der
Akademie in Münſter Philologie und
Theologie, worauf er am 19. Dezbr.
1868 die Prieſterweihe empfing. Von
1869–71 wirkte er als Konrektor an
der Rektoratsſchule in Kleve u. dann
durch 23 Jahre als Kapellmeiſter an
[Spaltenumbruch]

Ant
der Wallfahrtskirche zu Kevelaer.
Als ſolcher komponierte er viele Mo-
tetten und Meſſen; für eine der letz-
teren zu Ehren des heil. Thomas er-
hielt er vom Biſchof von Aquin den
Titel und Rang eines infulierten
Ehrendomherrn. Seit 1894 wirkte
A. als Pfarrer in Brüggen (Rhein-
land) u. zeichnete ſeit 1898 als Her-
ausgeber der in Kevelaer erſcheinen-
den Roman- und Novellenſammlung
„Aus Vergangenheit u. Gegenwart“.
Er ſtarb am 4. Dezbr. 1903. Außer
einer „Geſchichte der Wallfahrt von
Kevelaer“ (1893) und verſchiedenen
in Zeitſchriften erſchienenen Novellen
veröffentlichte er

S:

Tobias (Orator.,
Dichtg. u. Muſik), 1886. – Der Sohn
des Zigeuners (E.), 1898. – Tante
Antoinette (E.), 1898. – Das verbor-
gene Teſtament (R.), 1899.

*Anthes, Otto,

pſeud. O. Eugen
Thoſſan,
wurde am 7. Oktbr. 1867
zu Michelbach in der Provinz Heſſen-
Naſſau als der Sohn des dortigen
Pfarrers E. Anthes geboren, ver-
lebte den größten Teil ſeiner Jugend
in Caub am Rhein u. beſuchte danach
das fürſtliche Landesgymnaſium in
Korbach (Waldeck). Seit 1886 ſtu-
dierte er in Leipzig, ſpäter in Halle
Theologie, alte Sprachen und Ger-
maniſtik und trat 1891 in das Lehr-
fach ein. Nachdem er zunächſt in Wei-
denau a. d. Sieg, dann in Altenburg
S.-A. und in Sondershauſen als
Lehrer tätig geweſen war, wirkte er
ſeit 1898 als Oberlehrer in Gera und
ſeit 1903 in Lübeck.

S:

Sternſchnup-
pen (Nn.), 1896. – Möblierte Herren.
Wanda (2 Nn.), 1896. 2. A. 1899. –
Beim Kommiß zwei Jahre Volkser-
ziehung, 1897. – Kloſterjungen (Hum.,
mit F. Gräfin zu Reventlow), 1897.
– Ledige Bräute (R.), 1899. – Wanda
(N.), 3. A. 1899.

*Anthony, Wilhelm,

eigentlich
Wilhelm Asmus, wurde am 17.
Februar 1837 zu Lübeck geboren, be-
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* 5*
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[67/0071] Anſ Ant dramatiſchen Künſtlers u. k. k. Hof- ſchauſpielers Heinrich A., wurde am 24. Juli 1818 zu Wien geboren, be- endete daſelbſt die philoſophiſchen u. juriſtiſchen Studien und beabſichtigte nun, ſich der Bühne zu widmen, doch zwang ihn ein Augenleiden, dieſen Plan aufzugeben. Er trat 1852 in den Staatsdienſt u. zwar in das da- malige, nachmals aufgelöſte u. ſpäter wieder errichtete Miniſterium für Handel u. öffentliche Bauten. Zuletzt war er k. k. Sektionsrat und Regie- rungskommiſſar für die Aktiengeſell- ſchaft der k. k. priv. Kaiſerin-Eliſa- beth-Bahn in Wien. Er ſtarb als Penſionär am 26. Mai 1888 in Möd- ling bei Wien. S: Brutus und ſein Haus (Tr.), 1857. – Johanna Gray (Tr.), 1861. – Kunz von Kauffungen (Tr.), 1863. – Die Eheſtifterin (Lſp.), 1878. – Die Familie Wetter (Lſp.), 1891. *Anſion-Haſatty, Kunigunde, geb. am 25. Mai 1863 in Wien, wurde nach dem frühen Tode ihrer Eltern im Hauſe eines engliſchen Profeſſors erzogen und vermählte ſich 1879 mit dem Hauptmann Anſion, an deſſen Seite ſie noch in Wien lebt. Jm Jahre 1887 ſchrieb ſie eine hiſtoriſche No- velle, die ihr Gatte ohne ihr Wiſſen dem Wiener Fremdenblatt zum Ab- druck einſandte, und da dieſes dann um weitere Beiträge erſuchte, ſo war für ſie der Weg zur Schriftſtellerei eröffnet. Außer einem Werke über „Die Kochkunſt“ (1895) gab ſie heraus S: Verſchiedene Geſchichten (Nn.), 1891. 2. A. 1895. *Aenſtoots, Stanislaus, geb. am 19. März 1843 in Ruhrort am Rhein, abſolvierte das Gymnaſium in Duis- burg und ſtudierte darauf an der Akademie in Münſter Philologie und Theologie, worauf er am 19. Dezbr. 1868 die Prieſterweihe empfing. Von 1869–71 wirkte er als Konrektor an der Rektoratsſchule in Kleve u. dann durch 23 Jahre als Kapellmeiſter an der Wallfahrtskirche zu Kevelaer. Als ſolcher komponierte er viele Mo- tetten und Meſſen; für eine der letz- teren zu Ehren des heil. Thomas er- hielt er vom Biſchof von Aquin den Titel und Rang eines infulierten Ehrendomherrn. Seit 1894 wirkte A. als Pfarrer in Brüggen (Rhein- land) u. zeichnete ſeit 1898 als Her- ausgeber der in Kevelaer erſcheinen- den Roman- und Novellenſammlung „Aus Vergangenheit u. Gegenwart“. Er ſtarb am 4. Dezbr. 1903. Außer einer „Geſchichte der Wallfahrt von Kevelaer“ (1893) und verſchiedenen in Zeitſchriften erſchienenen Novellen veröffentlichte er S: Tobias (Orator., Dichtg. u. Muſik), 1886. – Der Sohn des Zigeuners (E.), 1898. – Tante Antoinette (E.), 1898. – Das verbor- gene Teſtament (R.), 1899. *Anthes, Otto, pſeud. O. Eugen Thoſſan, wurde am 7. Oktbr. 1867 zu Michelbach in der Provinz Heſſen- Naſſau als der Sohn des dortigen Pfarrers E. Anthes geboren, ver- lebte den größten Teil ſeiner Jugend in Caub am Rhein u. beſuchte danach das fürſtliche Landesgymnaſium in Korbach (Waldeck). Seit 1886 ſtu- dierte er in Leipzig, ſpäter in Halle Theologie, alte Sprachen und Ger- maniſtik und trat 1891 in das Lehr- fach ein. Nachdem er zunächſt in Wei- denau a. d. Sieg, dann in Altenburg S.-A. und in Sondershauſen als Lehrer tätig geweſen war, wirkte er ſeit 1898 als Oberlehrer in Gera und ſeit 1903 in Lübeck. S: Sternſchnup- pen (Nn.), 1896. – Möblierte Herren. Wanda (2 Nn.), 1896. 2. A. 1899. – Beim Kommiß zwei Jahre Volkser- ziehung, 1897. – Kloſterjungen (Hum., mit F. Gräfin zu Reventlow), 1897. – Ledige Bräute (R.), 1899. – Wanda (N.), 3. A. 1899. *Anthony, Wilhelm, eigentlich Wilhelm Asmus, wurde am 17. Februar 1837 zu Lübeck geboren, be- ſuchte das dortige Gymnaſium und * 5*

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Zitationshilfe: Brümmer, Franz: Lexikon der deutschen Dichter und Prosaisten vom Beginn des 19. Jahrhunderts bis zur Gegenwart. Bd. 1. 6. Aufl. Leipzig, 1913, S. 67. In: Deutsches Textarchiv <http://www.deutschestextarchiv.de/bruemmer_lexikon01_1913/71>, abgerufen am 23.03.2019.