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Brümmer, Franz: Lexikon der deutschen Dichter und Prosaisten vom Beginn des 19. Jahrhunderts bis zur Gegenwart. Bd. 1. 6. Aufl. Leipzig, 1913.

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Aul
dann weitere sieben Jahre an einem
anderen Orte gewirkt, kam er als
königl. Gerichtsschreiber nach Dürk-
heim in der Pfalz. Als er in den
Ruhestand getreten, siedelte er nach
Zweibrücken über, wo er am 30. Jan.
1882 starb.

S:

Jugendklänge, 1835.
Zweite Folge, 1837. - Jtalien (Eine
Hymne der Natur), 1849. - Rhap-
sodien (zur 300 jährigen Jubelseier
des Gymnasiums zu Zweibrücken),
1851. - Natur u. Gemüt (Ein Feld-
und Waldblumenstrauß), 1868. - Jm
Golfe von Neapel, 1853. - Schwär-
merei der Liebe, 1872. - Aus vergan-
genen Tagen (Ein Kranz d. Erinne-
rung), 1874. - Aus sonnigen Tagen
(Poesie u. Bekenntnisse), 1875.

Aulenbach, Karl,

Bruder des
Vorigen, * 1813 zu Homburg, besuchte
die Gymnasien zu Zweibrücken und
Speier und studierte dann in Erlan-
gen Theologie. Nachdem er darauf
sein Examen mit Erfolg bestanden
hatte, wurde er Pfarrer zu Schnee-
heim im Badenschen, beteiligte sich
1836 an der Befreiung Wirths und
wanderte in der Folge nach Amerika
aus, wo er über 30 Jahre lang evan-
gelischer Prediger und Präsident des
Konsistoriums zu Zanesville im
Staate Ohio war. Später war er
noch zwei Jahre lang Pfarrer zu
Woodsfield (Ohio). Er starb am 25.
Sept. 1881 zu Ascherville, Jndiana.

S:

Eine Sammlung von Gedichten
des Ehrw. K. Aulenbach, 1879.

Ausfeld, Anna,

siehe Anna No-
biling!

*Ausfeld, Karl,

pseudon. E.
Carlsberg, wurde am 19. Septbr.
1845 zu Gotha als der Sohn des
Hofmechanikus Hermann A. geboren,
kam im 10. Lebensjahre auf die von
seinem Urgroßvater Salzmann ge-
gründete Erziehungsanst. Schnepfen-
tal, der ein Bruder seines Vaters, der
Schulrat A., vorstand, und blieb hier
bis Ostern 1861, worauf er gestärkt
und gekräftigt in das Elternhaus zu-
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Auz
rückkehrte und als Lehrling in das
Geschäft seines Vaters eintrat. Jm
Jahre 1866 ging er als Gehilfe nach
der Schweiz, wo er zwei Jahre blieb
und in Neuenburg u. in Bern arbei-
tete, war darauf bis zum Jahre 1874
in verschiedenen großen Werkstätten
Deutschlands (Kassel, Berlin, Gotha)
tätig und übernahm dann in Mühl-
hausen in Th. die Leitung eines von
seinem Vater gegründeten Zweigge-
schäftes, welches nach vier Jahren
als Eigentum in seine Hände über-
ging. Hier starb er am 9. August
1907.

S:

Frühlicht und Dämmerung
(Thüringische Weihnachts-Bilder),
1878. Neue Folge, 1891. 3. A. 1904.
- Winfried von Angelland (Lebens-
bild a. d. Vergangenheit), 1891.

Außhart, Sebastian,

Pseud. für
Sebastian Wieser; s. d.!

Aust, Gerhard,

Pseud. für August
Gerhardi;
s. d.!

*Austerlitz, Rose,

geb. am 9. Okt.
1879 (n. a. 1876) in Magdeburg als
Tochter des Schriftstellers Ferdin.
Simon, wurde in Wien, Berlin
und Genf erzogen und verheiratete
sich mit dem Redakteur Robert A.
in Prag, der ihr die Redaktion des
Frauenblattes "Maja" anvertraute,
welche sie seitdem in Berlin leitet.

S:

Kabarett Sphinx (R. a. d. Ber-
liner Boheme), 1905. - Suggestion
(R. a. d. Berliner Gesellschaft), 1905.
- Ano Kato (R.), 1905. - Cafe Grö-
ßenwahn (R. a. d. Berliner Künstler-
welt), 1906. - Drei moderne Damen
(Ein Liebesroman), 1908.

*Auzinger, Peter,

wurde am 6.
(18. n. St.) Oktober 1836 zu Athen
geb., wohin sein Vater 1833 als Haut-
boist des kgl. griech. 7. Jnfanterie-
bataillons übergesiedelt war. Fort-
währende Kränklichkeit veranlaßte
den letzteren, schon 1838 in die Hei-
mat zurückzukehren, u. Peter besuchte
nun, da seine Eltern sich in sehr
ärmlichen Verhältnissen befanden, in
München eine sogenannte Armen-

*


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Aul
dann weitere ſieben Jahre an einem
anderen Orte gewirkt, kam er als
königl. Gerichtsſchreiber nach Dürk-
heim in der Pfalz. Als er in den
Ruheſtand getreten, ſiedelte er nach
Zweibrücken über, wo er am 30. Jan.
1882 ſtarb.

S:

Jugendklänge, 1835.
Zweite Folge, 1837. – Jtalien (Eine
Hymne der Natur), 1849. – Rhap-
ſodien (zur 300 jährigen Jubelſeier
des Gymnaſiums zu Zweibrücken),
1851. – Natur u. Gemüt (Ein Feld-
und Waldblumenſtrauß), 1868. – Jm
Golfe von Neapel, 1853. – Schwär-
merei der Liebe, 1872. – Aus vergan-
genen Tagen (Ein Kranz d. Erinne-
rung), 1874. – Aus ſonnigen Tagen
(Poeſie u. Bekenntniſſe), 1875.

Aulenbach, Karl,

Bruder des
Vorigen, * 1813 zu Homburg, beſuchte
die Gymnaſien zu Zweibrücken und
Speier und ſtudierte dann in Erlan-
gen Theologie. Nachdem er darauf
ſein Examen mit Erfolg beſtanden
hatte, wurde er Pfarrer zu Schnee-
heim im Badenſchen, beteiligte ſich
1836 an der Befreiung Wirths und
wanderte in der Folge nach Amerika
aus, wo er über 30 Jahre lang evan-
geliſcher Prediger und Präſident des
Konſiſtoriums zu Zanesville im
Staate Ohio war. Später war er
noch zwei Jahre lang Pfarrer zu
Woodsfield (Ohio). Er ſtarb am 25.
Sept. 1881 zu Aſcherville, Jndiana.

S:

Eine Sammlung von Gedichten
des Ehrw. K. Aulenbach, 1879.

Ausfeld, Anna,

ſiehe Anna No-
biling!

*Ausfeld, Karl,

pſeudon. E.
Carlsberg, wurde am 19. Septbr.
1845 zu Gotha als der Sohn des
Hofmechanikus Hermann A. geboren,
kam im 10. Lebensjahre auf die von
ſeinem Urgroßvater Salzmann ge-
gründete Erziehungsanſt. Schnepfen-
tal, der ein Bruder ſeines Vaters, der
Schulrat A., vorſtand, und blieb hier
bis Oſtern 1861, worauf er geſtärkt
und gekräftigt in das Elternhaus zu-
[Spaltenumbruch]

Auz
rückkehrte und als Lehrling in das
Geſchäft ſeines Vaters eintrat. Jm
Jahre 1866 ging er als Gehilfe nach
der Schweiz, wo er zwei Jahre blieb
und in Neuenburg u. in Bern arbei-
tete, war darauf bis zum Jahre 1874
in verſchiedenen großen Werkſtätten
Deutſchlands (Kaſſel, Berlin, Gotha)
tätig und übernahm dann in Mühl-
hauſen in Th. die Leitung eines von
ſeinem Vater gegründeten Zweigge-
ſchäftes, welches nach vier Jahren
als Eigentum in ſeine Hände über-
ging. Hier ſtarb er am 9. Auguſt
1907.

S:

Frühlicht und Dämmerung
(Thüringiſche Weihnachts-Bilder),
1878. Neue Folge, 1891. 3. A. 1904.
– Winfried von Angelland (Lebens-
bild a. d. Vergangenheit), 1891.

Außhart, Sebaſtian,

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Sebaſtian Wieſer; ſ. d.!

Auſt, Gerhard,

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Gerhardi;
ſ. d.!

*Auſterlitz, Roſe,

geb. am 9. Okt.
1879 (n. a. 1876) in Magdeburg als
Tochter des Schriftſtellers Ferdin.
Simon, wurde in Wien, Berlin
und Genf erzogen und verheiratete
ſich mit dem Redakteur Robert A.
in Prag, der ihr die Redaktion des
Frauenblattes „Maja“ anvertraute,
welche ſie ſeitdem in Berlin leitet.

S:

Kabarett Sphinx (R. a. d. Ber-
liner Bohème), 1905. – Suggeſtion
(R. a. d. Berliner Geſellſchaft), 1905.
– Ano Kato (R.), 1905. – Café Grö-
ßenwahn (R. a. d. Berliner Künſtler-
welt), 1906. – Drei moderne Damen
(Ein Liebesroman), 1908.

*Auzinger, Peter,

wurde am 6.
(18. n. St.) Oktober 1836 zu Athen
geb., wohin ſein Vater 1833 als Haut-
boiſt des kgl. griech. 7. Jnfanterie-
bataillons übergeſiedelt war. Fort-
währende Kränklichkeit veranlaßte
den letzteren, ſchon 1838 in die Hei-
mat zurückzukehren, u. Peter beſuchte
nun, da ſeine Eltern ſich in ſehr
ärmlichen Verhältniſſen befanden, in
München eine ſogenannte Armen-

*
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[93/0097] Aul Auz dann weitere ſieben Jahre an einem anderen Orte gewirkt, kam er als königl. Gerichtsſchreiber nach Dürk- heim in der Pfalz. Als er in den Ruheſtand getreten, ſiedelte er nach Zweibrücken über, wo er am 30. Jan. 1882 ſtarb. S: Jugendklänge, 1835. Zweite Folge, 1837. – Jtalien (Eine Hymne der Natur), 1849. – Rhap- ſodien (zur 300 jährigen Jubelſeier des Gymnaſiums zu Zweibrücken), 1851. – Natur u. Gemüt (Ein Feld- und Waldblumenſtrauß), 1868. – Jm Golfe von Neapel, 1853. – Schwär- merei der Liebe, 1872. – Aus vergan- genen Tagen (Ein Kranz d. Erinne- rung), 1874. – Aus ſonnigen Tagen (Poeſie u. Bekenntniſſe), 1875. Aulenbach, Karl, Bruder des Vorigen, * 1813 zu Homburg, beſuchte die Gymnaſien zu Zweibrücken und Speier und ſtudierte dann in Erlan- gen Theologie. Nachdem er darauf ſein Examen mit Erfolg beſtanden hatte, wurde er Pfarrer zu Schnee- heim im Badenſchen, beteiligte ſich 1836 an der Befreiung Wirths und wanderte in der Folge nach Amerika aus, wo er über 30 Jahre lang evan- geliſcher Prediger und Präſident des Konſiſtoriums zu Zanesville im Staate Ohio war. Später war er noch zwei Jahre lang Pfarrer zu Woodsfield (Ohio). Er ſtarb am 25. Sept. 1881 zu Aſcherville, Jndiana. S: Eine Sammlung von Gedichten des Ehrw. K. Aulenbach, 1879. Ausfeld, Anna, ſiehe Anna No- biling! *Ausfeld, Karl, pſeudon. E. Carlsberg, wurde am 19. Septbr. 1845 zu Gotha als der Sohn des Hofmechanikus Hermann A. geboren, kam im 10. Lebensjahre auf die von ſeinem Urgroßvater Salzmann ge- gründete Erziehungsanſt. Schnepfen- tal, der ein Bruder ſeines Vaters, der Schulrat A., vorſtand, und blieb hier bis Oſtern 1861, worauf er geſtärkt und gekräftigt in das Elternhaus zu- rückkehrte und als Lehrling in das Geſchäft ſeines Vaters eintrat. Jm Jahre 1866 ging er als Gehilfe nach der Schweiz, wo er zwei Jahre blieb und in Neuenburg u. in Bern arbei- tete, war darauf bis zum Jahre 1874 in verſchiedenen großen Werkſtätten Deutſchlands (Kaſſel, Berlin, Gotha) tätig und übernahm dann in Mühl- hauſen in Th. die Leitung eines von ſeinem Vater gegründeten Zweigge- ſchäftes, welches nach vier Jahren als Eigentum in ſeine Hände über- ging. Hier ſtarb er am 9. Auguſt 1907. S: Frühlicht und Dämmerung (Thüringiſche Weihnachts-Bilder), 1878. Neue Folge, 1891. 3. A. 1904. – Winfried von Angelland (Lebens- bild a. d. Vergangenheit), 1891. Außhart, Sebaſtian, Pſeud. für Sebaſtian Wieſer; ſ. d.! Auſt, Gerhard, Pſeud. für Auguſt Gerhardi; ſ. d.! *Auſterlitz, Roſe, geb. am 9. Okt. 1879 (n. a. 1876) in Magdeburg als Tochter des Schriftſtellers Ferdin. Simon, wurde in Wien, Berlin und Genf erzogen und verheiratete ſich mit dem Redakteur Robert A. in Prag, der ihr die Redaktion des Frauenblattes „Maja“ anvertraute, welche ſie ſeitdem in Berlin leitet. S: Kabarett Sphinx (R. a. d. Ber- liner Bohème), 1905. – Suggeſtion (R. a. d. Berliner Geſellſchaft), 1905. – Ano Kato (R.), 1905. – Café Grö- ßenwahn (R. a. d. Berliner Künſtler- welt), 1906. – Drei moderne Damen (Ein Liebesroman), 1908. *Auzinger, Peter, wurde am 6. (18. n. St.) Oktober 1836 zu Athen geb., wohin ſein Vater 1833 als Haut- boiſt des kgl. griech. 7. Jnfanterie- bataillons übergeſiedelt war. Fort- währende Kränklichkeit veranlaßte den letzteren, ſchon 1838 in die Hei- mat zurückzukehren, u. Peter beſuchte nun, da ſeine Eltern ſich in ſehr ärmlichen Verhältniſſen befanden, in München eine ſogenannte Armen- *

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Zitationshilfe: Brümmer, Franz: Lexikon der deutschen Dichter und Prosaisten vom Beginn des 19. Jahrhunderts bis zur Gegenwart. Bd. 1. 6. Aufl. Leipzig, 1913, S. 93. In: Deutsches Textarchiv <http://www.deutschestextarchiv.de/bruemmer_lexikon01_1913/97>, abgerufen am 24.03.2019.