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Brümmer, Franz: Lexikon der deutschen Dichter und Prosaisten vom Beginn des 19. Jahrhunderts bis zur Gegenwart. Bd. 2. 6. Aufl. Leipzig, 1913.

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Ebn
chen und Gedichte, 1. u. 2. A. 1892. -
Das Schädliche. Die Totenwacht (2
En.), 1894. 2. A. 1908. - Rittmeister
Brand. Bertram Vogelweid' (2 En.),
1896. Jede sep. 2. A. 1901. - Am
Ende (Szene in 1 Akt), 1897. - Alte
Schule (En.), 1.-3. T. 1897 (Jnhalt:
Ein Verbot. - Der Fink. - Eine Vi-
sion. - Schattenleben. Verschollen).
- Glaubenslos? (E.), 1891. 3. A.
1903. - Wiener Kinder, 1897. - Hirze-
pinzchen (M.), 1900. 5. A. 1907. -
Aus Spätherbsttagen (En.), II, 1901.
2. A. 1902 (Jnhalt: I. Der Vorzugs-
schüler - Maslans Frau. - Fräulein
Susannens Weihnachtsabend. - II.
Uneröffnet zu verbrennen. - Die
Reisegefährten. - Die Spitzin. - Jn
letzter Stunde. - Ein Original. - Die
Visite). - Agave, 1903. 2. A. 1906. -
Die arme Kleine (E.), 1903. - Die
unbesiegbare Macht (2 E.: Der Erst-
geborne. - Jhr Beruf), 1905. 2. A.
1906. - Gesammelte Schriften; VI,
1892; IX, 1901-05. - Meine Kinder-
jahre (Biogr. Sk.), 1906. - Aus mei-
nen Schriften (Ein Buch f. d. Jugd.),
1907. - Ein Buch, das gern ein Volks-
buch werden möchte (Aus d. Schrif-
ten von E.-E.), 1909. - Altweiber-
sommer, 1909.

*Ebner-Eschenbach, Moritz Frei-
herr von,

geb. am 27. Nov. 1815 in
Wien, entstammt einem katholischen,
nach Österreich ausgewanderten
Zweige eines Altnürnberger Patri-
ziergeschlechtes und war der Sohn
eines hochverdienten Militärs, des
F. M. L. Wenzel Frhrn. v. E. Seine
Erziehung lag in den Händen einer
schwärmerisch verehrten, ausgezeich-
neten Mutter, einer gebornen Freiin
v. Dubsky. Nachdem E. das Gym-
nasium bei den Schotten und das
Theresianum absolviert, trat er 1833
in die Jngenieurakademie ein, wurde
1837 Leutnant im Jngenieurkorps
u. 1840 Professor der Naturwissen-
schaften an derselben Akademie, zu
deren besten Schülern er gehört hatte.
[Spaltenumbruch]

Ebr
Tüchtige physikalische Studien bei
Ettingshausen u. Schrötter befähig-
ten ihn später, technische Errungen-
schaften der modernen Naturfor-
schung militärischen Zwecken dienst-
bar zu machen, wie die elektrische
Minenentzündung, die elektrische Te-
legraphie, die Konstruktion von
Scheinwerfern. Bei der Verteidigung
von Venedig (1859) und bei dem
Schutze von Pola, Lissa, Gravosa und
Cattaro (1866) hatte er Gelegenheit,
seine Erfindungen praktisch zu ver-
werten. 1856 wurde er Mitglied des
Geniekomitees in Wien, 1860 Chef
desselben und Oberst, bald danach
auch Mitglied der Akademie der Wis-
senschaften. Seiner Anregung sind
die militärischen Ausstellungen Öster-
reichs bei der Pariser und Wiener
Weltausstellung (1867 und 1873) zu
verdanken. Jm Jahre 1874 trat E.
als Feldmarschall-Leutnant in Pen-
sion, und nun unternahm er aus-
gedehnte Reisen in alle Kulturstaa-
ten Europas, nach Skandinavien und
Jsland, nach England, Frankreich,
Griechenland, wo er einen längeren
Aufenthalt nahm, und nach Persien,
wo er einen Winter im Hause seines
Schwagers, des österr. Gesandten,
in Teheran verlebte. Die letzten
Jahre seines Lebens verbrachte er
teils in Wien, teils auf dem Schlosse
Zdislawitz in Mähren und benutzte
sie zur Aufzeichnung seiner "Denk-
würdigkeiten", die in einzelnen Tei-
len der Veröffentlichung übergeben
werden sollen. Er starb in Wien am
28. Januar 1898.

S:

Hypnosis
perennis.
Ein Wunder des heiligen
Sebastian (2 Nn.), 1897.

Ebrard, Johann Heinrich August,


pseud. Sigmund Sturm, Gott-
fried Flammberg, Christian
Deutsch,
Dr. Schliemann der
Jüngere,
einer ehedem adeligen
Familie der Sevennen entstammend,
wurde am 18. Januar 1818 zu Er-
langen geboren, wo sein Vater Pastor

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Ebn
chen und Gedichte, 1. u. 2. A. 1892. –
Das Schädliche. Die Totenwacht (2
En.), 1894. 2. A. 1908. – Rittmeiſter
Brand. Bertram Vogelweid’ (2 En.),
1896. Jede ſep. 2. A. 1901. – Am
Ende (Szene in 1 Akt), 1897. – Alte
Schule (En.), 1.–3. T. 1897 (Jnhalt:
Ein Verbot. – Der Fink. – Eine Vi-
ſion. – Schattenleben. Verſchollen).
– Glaubenslos? (E.), 1891. 3. A.
1903. – Wiener Kinder, 1897. – Hirze-
pinzchen (M.), 1900. 5. A. 1907. –
Aus Spätherbſttagen (En.), II, 1901.
2. A. 1902 (Jnhalt: I. Der Vorzugs-
ſchüler – Maslans Frau. – Fräulein
Suſannens Weihnachtsabend. – II.
Uneröffnet zu verbrennen. – Die
Reiſegefährten. – Die Spitzin. – Jn
letzter Stunde. – Ein Original. – Die
Viſite). – Agave, 1903. 2. A. 1906. –
Die arme Kleine (E.), 1903. – Die
unbeſiegbare Macht (2 E.: Der Erſt-
geborne. – Jhr Beruf), 1905. 2. A.
1906. – Geſammelte Schriften; VI,
1892; IX, 1901–05. – Meine Kinder-
jahre (Biogr. Sk.), 1906. – Aus mei-
nen Schriften (Ein Buch f. d. Jugd.),
1907. – Ein Buch, das gern ein Volks-
buch werden möchte (Aus d. Schrif-
ten von E.-E.), 1909. – Altweiber-
ſommer, 1909.

*Ebner-Eſchenbach, Moritz Frei-
herr von,

geb. am 27. Nov. 1815 in
Wien, entſtammt einem katholiſchen,
nach Öſterreich ausgewanderten
Zweige eines Altnürnberger Patri-
ziergeſchlechtes und war der Sohn
eines hochverdienten Militärs, des
F. M. L. Wenzel Frhrn. v. E. Seine
Erziehung lag in den Händen einer
ſchwärmeriſch verehrten, ausgezeich-
neten Mutter, einer gebornen Freiin
v. Dubsky. Nachdem E. das Gym-
naſium bei den Schotten und das
Thereſianum abſolviert, trat er 1833
in die Jngenieurakademie ein, wurde
1837 Leutnant im Jngenieurkorps
u. 1840 Profeſſor der Naturwiſſen-
ſchaften an derſelben Akademie, zu
deren beſten Schülern er gehört hatte.
[Spaltenumbruch]

Ebr
Tüchtige phyſikaliſche Studien bei
Ettingshauſen u. Schrötter befähig-
ten ihn ſpäter, techniſche Errungen-
ſchaften der modernen Naturfor-
ſchung militäriſchen Zwecken dienſt-
bar zu machen, wie die elektriſche
Minenentzündung, die elektriſche Te-
legraphie, die Konſtruktion von
Scheinwerfern. Bei der Verteidigung
von Venedig (1859) und bei dem
Schutze von Pola, Liſſa, Gravoſa und
Cattaro (1866) hatte er Gelegenheit,
ſeine Erfindungen praktiſch zu ver-
werten. 1856 wurde er Mitglied des
Geniekomitees in Wien, 1860 Chef
desſelben und Oberſt, bald danach
auch Mitglied der Akademie der Wiſ-
ſenſchaften. Seiner Anregung ſind
die militäriſchen Ausſtellungen Öſter-
reichs bei der Pariſer und Wiener
Weltausſtellung (1867 und 1873) zu
verdanken. Jm Jahre 1874 trat E.
als Feldmarſchall-Leutnant in Pen-
ſion, und nun unternahm er aus-
gedehnte Reiſen in alle Kulturſtaa-
ten Europas, nach Skandinavien und
Jsland, nach England, Frankreich,
Griechenland, wo er einen längeren
Aufenthalt nahm, und nach Perſien,
wo er einen Winter im Hauſe ſeines
Schwagers, des öſterr. Geſandten,
in Teheran verlebte. Die letzten
Jahre ſeines Lebens verbrachte er
teils in Wien, teils auf dem Schloſſe
Zdislawitz in Mähren und benutzte
ſie zur Aufzeichnung ſeiner „Denk-
würdigkeiten“, die in einzelnen Tei-
len der Veröffentlichung übergeben
werden ſollen. Er ſtarb in Wien am
28. Januar 1898.

S:

Hypnosis
perennis.
Ein Wunder des heiligen
Sebaſtian (2 Nn.), 1897.

Ebrard, Johann Heinrich Auguſt,


pſeud. Sigmund Sturm, Gott-
fried Flammberg, Chriſtian
Deutſch,
Dr. Schliemann der
Jüngere,
einer ehedem adeligen
Familie der Sevennen entſtammend,
wurde am 18. Januar 1818 zu Er-
langen geboren, wo ſein Vater Paſtor

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[96/0100] Ebn Ebr chen und Gedichte, 1. u. 2. A. 1892. – Das Schädliche. Die Totenwacht (2 En.), 1894. 2. A. 1908. – Rittmeiſter Brand. Bertram Vogelweid’ (2 En.), 1896. Jede ſep. 2. A. 1901. – Am Ende (Szene in 1 Akt), 1897. – Alte Schule (En.), 1.–3. T. 1897 (Jnhalt: Ein Verbot. – Der Fink. – Eine Vi- ſion. – Schattenleben. Verſchollen). – Glaubenslos? (E.), 1891. 3. A. 1903. – Wiener Kinder, 1897. – Hirze- pinzchen (M.), 1900. 5. A. 1907. – Aus Spätherbſttagen (En.), II, 1901. 2. A. 1902 (Jnhalt: I. Der Vorzugs- ſchüler – Maslans Frau. – Fräulein Suſannens Weihnachtsabend. – II. Uneröffnet zu verbrennen. – Die Reiſegefährten. – Die Spitzin. – Jn letzter Stunde. – Ein Original. – Die Viſite). – Agave, 1903. 2. A. 1906. – Die arme Kleine (E.), 1903. – Die unbeſiegbare Macht (2 E.: Der Erſt- geborne. – Jhr Beruf), 1905. 2. A. 1906. – Geſammelte Schriften; VI, 1892; IX, 1901–05. – Meine Kinder- jahre (Biogr. Sk.), 1906. – Aus mei- nen Schriften (Ein Buch f. d. Jugd.), 1907. – Ein Buch, das gern ein Volks- buch werden möchte (Aus d. Schrif- ten von E.-E.), 1909. – Altweiber- ſommer, 1909. *Ebner-Eſchenbach, Moritz Frei- herr von, geb. am 27. Nov. 1815 in Wien, entſtammt einem katholiſchen, nach Öſterreich ausgewanderten Zweige eines Altnürnberger Patri- ziergeſchlechtes und war der Sohn eines hochverdienten Militärs, des F. M. L. Wenzel Frhrn. v. E. Seine Erziehung lag in den Händen einer ſchwärmeriſch verehrten, ausgezeich- neten Mutter, einer gebornen Freiin v. Dubsky. Nachdem E. das Gym- naſium bei den Schotten und das Thereſianum abſolviert, trat er 1833 in die Jngenieurakademie ein, wurde 1837 Leutnant im Jngenieurkorps u. 1840 Profeſſor der Naturwiſſen- ſchaften an derſelben Akademie, zu deren beſten Schülern er gehört hatte. Tüchtige phyſikaliſche Studien bei Ettingshauſen u. Schrötter befähig- ten ihn ſpäter, techniſche Errungen- ſchaften der modernen Naturfor- ſchung militäriſchen Zwecken dienſt- bar zu machen, wie die elektriſche Minenentzündung, die elektriſche Te- legraphie, die Konſtruktion von Scheinwerfern. Bei der Verteidigung von Venedig (1859) und bei dem Schutze von Pola, Liſſa, Gravoſa und Cattaro (1866) hatte er Gelegenheit, ſeine Erfindungen praktiſch zu ver- werten. 1856 wurde er Mitglied des Geniekomitees in Wien, 1860 Chef desſelben und Oberſt, bald danach auch Mitglied der Akademie der Wiſ- ſenſchaften. Seiner Anregung ſind die militäriſchen Ausſtellungen Öſter- reichs bei der Pariſer und Wiener Weltausſtellung (1867 und 1873) zu verdanken. Jm Jahre 1874 trat E. als Feldmarſchall-Leutnant in Pen- ſion, und nun unternahm er aus- gedehnte Reiſen in alle Kulturſtaa- ten Europas, nach Skandinavien und Jsland, nach England, Frankreich, Griechenland, wo er einen längeren Aufenthalt nahm, und nach Perſien, wo er einen Winter im Hauſe ſeines Schwagers, des öſterr. Geſandten, in Teheran verlebte. Die letzten Jahre ſeines Lebens verbrachte er teils in Wien, teils auf dem Schloſſe Zdislawitz in Mähren und benutzte ſie zur Aufzeichnung ſeiner „Denk- würdigkeiten“, die in einzelnen Tei- len der Veröffentlichung übergeben werden ſollen. Er ſtarb in Wien am 28. Januar 1898. S: Hypnosis perennis. Ein Wunder des heiligen Sebaſtian (2 Nn.), 1897. Ebrard, Johann Heinrich Auguſt, pſeud. Sigmund Sturm, Gott- fried Flammberg, Chriſtian Deutſch, Dr. Schliemann der Jüngere, einer ehedem adeligen Familie der Sevennen entſtammend, wurde am 18. Januar 1818 zu Er- langen geboren, wo ſein Vater Paſtor *

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Zitationshilfe: Brümmer, Franz: Lexikon der deutschen Dichter und Prosaisten vom Beginn des 19. Jahrhunderts bis zur Gegenwart. Bd. 2. 6. Aufl. Leipzig, 1913, S. 96. In: Deutsches Textarchiv <http://www.deutschestextarchiv.de/bruemmer_lexikon02_1913/100>, abgerufen am 23.02.2019.