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Brümmer, Franz: Lexikon der deutschen Dichter und Prosaisten vom Beginn des 19. Jahrhunderts bis zur Gegenwart. Bd. 2. 6. Aufl. Leipzig, 1913.

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Egi
1898 +) Oberstleutnants außer Dienst
Moritz von Egidy, der infolge seiner
schriftstellerischen Tätigkeit seinen Ab-
schied nehmen mußte und im Herbst
1891 nach Berlin übersiedelte. Hier
bot sich der vielseitig künstlerisch ver-
anlagten Tochter Gelegenheit, ihre
in Dresden gewonnene Bildung zu
vervollständigen und ihren Gesichts-
kreis zu erweitern, was dem der jun-
gen Dame auch innewohnenden poe-
tischen Talente selbstredend nur zu-
gute kommen konnte. Jm Jahre 1896
verlegte sie ihren Wohnsitz nach Mün-
chen, um sich im kunstgewerblichen
Modellieren auszubilden.

S:

Marie-
Elisa (R.), 1898. 3. A. 1902. - Mensch
unter Menschen (R.), 1899. 3. A. 1904.
- Jlse Bleiders (R.), 1902. 2. A.
1903. - Erschwiegen (R.), 1903. 3. A.
1905. - Liebe, die enden konnte (R.),
1. u. 2. A. 1907. - Jm Moderschlöß-
chen (R.), 1909.

Eginhard,

Pseud. für Gott-
hard
Freiherr von Buschman;
s. d.!

*Egler, Karl,

geb. am 3. Februar
1853 in Hechingen (Hohenzollern),
widmete sich dem Studium der katho-
lischen Theologie und empfing am
2. Aug. 1878 in Rottenburg (Würt-
temberg) die Ordination. Seine erste
Verwendung fand er als Vikar in
Zwiefalten, wurde im März 1881
provisorisch und im Oktober d. J.
definitiv Kaplan an der St. Leon-
hardskirche in Schwäbisch Gmünd,
im Herbst 1885 Pfarrer in Ditzenbach
und im Mai 1892 Pfarrer in Wim-
menthal. 1905 trat er in den Ruhe-
stand, und lebt er seitdem wieder in
Schwäbisch Gmünd.

S:

Lichtwellen
(Geistl. Ge.), 1905.

*Egler, Ludwig,

* am 24. August
1828 zu Hechingen in Hohenzollern
als der Sohn eines Seifensieders,
mußte, durch Familienverhältnisse
gezwungen, sich nach vollendetem Be-
such der dortigen Volksschule dem
Gewerbe seines Vaters widmen, was
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Egl
ihn indessen nicht abhielt, in seinen
freien Stunden durch Lesen guter
Schriften und Selbststudien unab-
lässig an seiner Weiterbildung zu ar-
beiten. Längere Zeit kränklich, konnte
er erst im 21. Lebensjahre seine Wan-
derschaft antreten. Jn Darmstadt,
Neuwied und Helmstedt war er in
seinem Berufe tätig, während sein
Aufenthalt in Hannover, Braun-
schweig, Berlin, Dresden, Weimar
nur dem Studium der Kunstsamm-
lungen, Bibliotheken und dem Besuch
der Theater gewidmet war. Jm Jahre
1854 mußte er das Geschäft seines
Vaters übernehmen. Jn unabhän-
giger Stellung und glücklichstem Fa-
milienleben fand er hinreichend Zeit
zu schriftstellerischer, besonders auch
journalistischer Tätigkeit, wie er denn
seit 1871 die "Hohenzollernschen
Blätter" redigierte. Auch einige grö-
ßere Reisen nach Österreich, der
Schweiz und durch die Reichslande
konnte er sich gönnen. Er starb am
2. August 1898. - Außer mehreren
topographischen Schriften, wie "Füh-
rer durch Hechingen und die Burg"
(1862), "Kurort Jmnau und Stadt
Haigerloch" (1864), "Schwefelbad
Sebastiansweiler und Umgebung"
(1886), "Chronik der Stadt Hech-
ingen" (1887), "Ein Führer für
Hechingen und Umgebung" (1898)
veröffentlichte er

S:

Sonetten-Kranz
z. Erinnerg. an die Fürstin Eugenie
von Hohenzollern-Hechingen, 1857. -
Aus der Vorzeit Hohenzollerns (Sg.
und En.), 1861. Neue A. u. d. T.:
Mythologie, Sage und Geschichte der
Hohenzollernschen Lande, 1895. - Der
Silvesterabend im Spiegel des Volks-
glaubens (Ländl. Bühnenstück), 1870.
- Deutschlands Ehrenkampf 1870-71
(Dramat. Bilder), 1873. - Aus 'm
Zollerländle (Ge. in schwäb. Mund-
art), 1881.

Egli, Gottlieb,

wurde am 26. März
1842 als ältestes Kind einer armen
Tagelöhnerfamilie zu Wildberg in

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Egi
1898 †) Oberſtleutnants außer Dienſt
Moritz von Egidy, der infolge ſeiner
ſchriftſtelleriſchen Tätigkeit ſeinen Ab-
ſchied nehmen mußte und im Herbſt
1891 nach Berlin überſiedelte. Hier
bot ſich der vielſeitig künſtleriſch ver-
anlagten Tochter Gelegenheit, ihre
in Dresden gewonnene Bildung zu
vervollſtändigen und ihren Geſichts-
kreis zu erweitern, was dem der jun-
gen Dame auch innewohnenden poe-
tiſchen Talente ſelbſtredend nur zu-
gute kommen konnte. Jm Jahre 1896
verlegte ſie ihren Wohnſitz nach Mün-
chen, um ſich im kunſtgewerblichen
Modellieren auszubilden.

S:

Marie-
Eliſa (R.), 1898. 3. A. 1902. – Menſch
unter Menſchen (R.), 1899. 3. A. 1904.
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1903. – Erſchwiegen (R.), 1903. 3. A.
1905. – Liebe, die enden konnte (R.),
1. u. 2. A. 1907. – Jm Moderſchlöß-
chen (R.), 1909.

Eginhard,

Pſeud. für Gott-
hard
Freiherr von Buſchman;
ſ. d.!

*Egler, Karl,

geb. am 3. Februar
1853 in Hechingen (Hohenzollern),
widmete ſich dem Studium der katho-
liſchen Theologie und empfing am
2. Aug. 1878 in Rottenburg (Würt-
temberg) die Ordination. Seine erſte
Verwendung fand er als Vikar in
Zwiefalten, wurde im März 1881
proviſoriſch und im Oktober d. J.
definitiv Kaplan an der St. Leon-
hardskirche in Schwäbiſch Gmünd,
im Herbſt 1885 Pfarrer in Ditzenbach
und im Mai 1892 Pfarrer in Wim-
menthal. 1905 trat er in den Ruhe-
ſtand, und lebt er ſeitdem wieder in
Schwäbiſch Gmünd.

S:

Lichtwellen
(Geiſtl. Ge.), 1905.

*Egler, Ludwig,

* am 24. Auguſt
1828 zu Hechingen in Hohenzollern
als der Sohn eines Seifenſieders,
mußte, durch Familienverhältniſſe
gezwungen, ſich nach vollendetem Be-
ſuch der dortigen Volksſchule dem
Gewerbe ſeines Vaters widmen, was
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Egl
ihn indeſſen nicht abhielt, in ſeinen
freien Stunden durch Leſen guter
Schriften und Selbſtſtudien unab-
läſſig an ſeiner Weiterbildung zu ar-
beiten. Längere Zeit kränklich, konnte
er erſt im 21. Lebensjahre ſeine Wan-
derſchaft antreten. Jn Darmſtadt,
Neuwied und Helmſtedt war er in
ſeinem Berufe tätig, während ſein
Aufenthalt in Hannover, Braun-
ſchweig, Berlin, Dresden, Weimar
nur dem Studium der Kunſtſamm-
lungen, Bibliotheken und dem Beſuch
der Theater gewidmet war. Jm Jahre
1854 mußte er das Geſchäft ſeines
Vaters übernehmen. Jn unabhän-
giger Stellung und glücklichſtem Fa-
milienleben fand er hinreichend Zeit
zu ſchriftſtelleriſcher, beſonders auch
journaliſtiſcher Tätigkeit, wie er denn
ſeit 1871 die „Hohenzollernſchen
Blätter“ redigierte. Auch einige grö-
ßere Reiſen nach Öſterreich, der
Schweiz und durch die Reichslande
konnte er ſich gönnen. Er ſtarb am
2. Auguſt 1898. – Außer mehreren
topographiſchen Schriften, wie „Füh-
rer durch Hechingen und die Burg“
(1862), „Kurort Jmnau und Stadt
Haigerloch“ (1864), „Schwefelbad
Sebaſtiansweiler und Umgebung“
(1886), „Chronik der Stadt Hech-
ingen“ (1887), „Ein Führer für
Hechingen und Umgebung“ (1898)
veröffentlichte er

S:

Sonetten-Kranz
z. Erinnerg. an die Fürſtin Eugenie
von Hohenzollern-Hechingen, 1857. –
Aus der Vorzeit Hohenzollerns (Sg.
und En.), 1861. Neue A. u. d. T.:
Mythologie, Sage und Geſchichte der
Hohenzollernſchen Lande, 1895. – Der
Silveſterabend im Spiegel des Volks-
glaubens (Ländl. Bühnenſtück), 1870.
– Deutſchlands Ehrenkampf 1870–71
(Dramat. Bilder), 1873. – Aus ’m
Zollerländle (Ge. in ſchwäb. Mund-
art), 1881.

Egli, Gottlieb,

wurde am 26. März
1842 als älteſtes Kind einer armen
Tagelöhnerfamilie zu Wildberg in

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[113/0117] Egi Egl 1898 †) Oberſtleutnants außer Dienſt Moritz von Egidy, der infolge ſeiner ſchriftſtelleriſchen Tätigkeit ſeinen Ab- ſchied nehmen mußte und im Herbſt 1891 nach Berlin überſiedelte. Hier bot ſich der vielſeitig künſtleriſch ver- anlagten Tochter Gelegenheit, ihre in Dresden gewonnene Bildung zu vervollſtändigen und ihren Geſichts- kreis zu erweitern, was dem der jun- gen Dame auch innewohnenden poe- tiſchen Talente ſelbſtredend nur zu- gute kommen konnte. Jm Jahre 1896 verlegte ſie ihren Wohnſitz nach Mün- chen, um ſich im kunſtgewerblichen Modellieren auszubilden. S: Marie- Eliſa (R.), 1898. 3. A. 1902. – Menſch unter Menſchen (R.), 1899. 3. A. 1904. – Jlſe Bleiders (R.), 1902. 2. A. 1903. – Erſchwiegen (R.), 1903. 3. A. 1905. – Liebe, die enden konnte (R.), 1. u. 2. A. 1907. – Jm Moderſchlöß- chen (R.), 1909. Eginhard, Pſeud. für Gott- hard Freiherr von Buſchman; ſ. d.! *Egler, Karl, geb. am 3. Februar 1853 in Hechingen (Hohenzollern), widmete ſich dem Studium der katho- liſchen Theologie und empfing am 2. Aug. 1878 in Rottenburg (Würt- temberg) die Ordination. Seine erſte Verwendung fand er als Vikar in Zwiefalten, wurde im März 1881 proviſoriſch und im Oktober d. J. definitiv Kaplan an der St. Leon- hardskirche in Schwäbiſch Gmünd, im Herbſt 1885 Pfarrer in Ditzenbach und im Mai 1892 Pfarrer in Wim- menthal. 1905 trat er in den Ruhe- ſtand, und lebt er ſeitdem wieder in Schwäbiſch Gmünd. S: Lichtwellen (Geiſtl. Ge.), 1905. *Egler, Ludwig, * am 24. Auguſt 1828 zu Hechingen in Hohenzollern als der Sohn eines Seifenſieders, mußte, durch Familienverhältniſſe gezwungen, ſich nach vollendetem Be- ſuch der dortigen Volksſchule dem Gewerbe ſeines Vaters widmen, was ihn indeſſen nicht abhielt, in ſeinen freien Stunden durch Leſen guter Schriften und Selbſtſtudien unab- läſſig an ſeiner Weiterbildung zu ar- beiten. Längere Zeit kränklich, konnte er erſt im 21. Lebensjahre ſeine Wan- derſchaft antreten. Jn Darmſtadt, Neuwied und Helmſtedt war er in ſeinem Berufe tätig, während ſein Aufenthalt in Hannover, Braun- ſchweig, Berlin, Dresden, Weimar nur dem Studium der Kunſtſamm- lungen, Bibliotheken und dem Beſuch der Theater gewidmet war. Jm Jahre 1854 mußte er das Geſchäft ſeines Vaters übernehmen. Jn unabhän- giger Stellung und glücklichſtem Fa- milienleben fand er hinreichend Zeit zu ſchriftſtelleriſcher, beſonders auch journaliſtiſcher Tätigkeit, wie er denn ſeit 1871 die „Hohenzollernſchen Blätter“ redigierte. Auch einige grö- ßere Reiſen nach Öſterreich, der Schweiz und durch die Reichslande konnte er ſich gönnen. Er ſtarb am 2. Auguſt 1898. – Außer mehreren topographiſchen Schriften, wie „Füh- rer durch Hechingen und die Burg“ (1862), „Kurort Jmnau und Stadt Haigerloch“ (1864), „Schwefelbad Sebaſtiansweiler und Umgebung“ (1886), „Chronik der Stadt Hech- ingen“ (1887), „Ein Führer für Hechingen und Umgebung“ (1898) veröffentlichte er S: Sonetten-Kranz z. Erinnerg. an die Fürſtin Eugenie von Hohenzollern-Hechingen, 1857. – Aus der Vorzeit Hohenzollerns (Sg. und En.), 1861. Neue A. u. d. T.: Mythologie, Sage und Geſchichte der Hohenzollernſchen Lande, 1895. – Der Silveſterabend im Spiegel des Volks- glaubens (Ländl. Bühnenſtück), 1870. – Deutſchlands Ehrenkampf 1870–71 (Dramat. Bilder), 1873. – Aus ’m Zollerländle (Ge. in ſchwäb. Mund- art), 1881. Egli, Gottlieb, wurde am 26. März 1842 als älteſtes Kind einer armen Tagelöhnerfamilie zu Wildberg in * 8

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Zitationshilfe: Brümmer, Franz: Lexikon der deutschen Dichter und Prosaisten vom Beginn des 19. Jahrhunderts bis zur Gegenwart. Bd. 2. 6. Aufl. Leipzig, 1913, S. 113. In: Deutsches Textarchiv <http://www.deutschestextarchiv.de/bruemmer_lexikon02_1913/117>, abgerufen am 17.02.2019.