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Brümmer, Franz: Lexikon der deutschen Dichter und Prosaisten vom Beginn des 19. Jahrhunderts bis zur Gegenwart. Bd. 2. 6. Aufl. Leipzig, 1913.

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wodurch er sich auch über Österreichs
Grenzen hinaus bekannt gemacht hat.
Ferner schrieb er zwei große biogra-
phische Werke über "Johann Strauß"
(1894) und "Adolf Sonnenthal"
(1896) und sein bedeutendstes Werk
"Großes Biographisches Lexikon der
deutschen Bühne im 19. Jahrhun-
dert" (1903). Er starb in Wien Ende
Jan. 1910.

S:

Von der Strecke (En.
a. d. Eisenbahnleben, gesamm.), 1891.

Eisenhardt, Siegfried,

geb. am
29. Januar 1835 in Habelschwerdt
(Schlesien), widmete sich dem Han-
delsstande u. lebte zuletzt viele Jahre
als Börsen-Sensal in Breslau, wo
er im Februar 1899 starb.

S:

Mar-
garete (Dr.), 1862. - Frau Vasco,
oder: Die bildschöne Afrikanerin
(Kom. O., Musik von Karl Lecoq),
1867.

*Eisenhart, Luise von,

bekannt
unter ihrem Mädchennamen Luise
von Kobell,
war eine Tochter des
bekannten Mineralogen und Dialekt-
dichters Franz von Kobell (s. d.) und
wurde am 13. Dezbr. 1828 in Mün-
chen geboren. Poesie und Wissen-
schaft standen an ihrer Wiege. Das
hoch begabte, junge Mädchen verkehrte
im Kreise der sogen. "Berufenen",
im Hause eines Liebig, Bluntschli,
Dönniges, Siebold u. a. 1857 ver-
mählte sie sich mit dem damaligen
Assessor, späteren bayerischen Staats-
rat im ordentlichen Dienst August
von Eisenhart in München, der 1869
bis 1870 den einflußreichen Posten
eines Kabinettssekretärs Königs Lud-
wig II. bekleidete, so daß ihr Gelegen-
heit wurde, die Zeit dieses Fürsten
und sein rätselhaftes Wesen kennen
zu lernen u. zur Gründungsgeschichte
des deutschen Reiches wertvolle Bei-
träge liefern zu können. Jn ihrer
schriftstellerischen Tätigkeit wurde sie
wesentlich von Jgnaz von Döllinger,
dem treuen Freunde ihres Hauses,
unterstützt, dem sie auch später in einer
Biographie (Jgnaz von Döllinger.
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Erinnerungen, 1891) ein schönes
Denkmal setzte. Jn gleicher Richtung,
wie diese Schrift, bewegen sich auch
ihre weiteren Arbeiten "Eine Lebens-
skizze" (ihres Vaters), 1884. - "Unter
den vier ersten Königen Bayerns.
Nach Briefen und eigenen Erinne-
rungen" (II, 1894). - "Ludwig II. u.
die Kunst" (1897). - "Joseph Viktor
Scheffel und seine Familie. Nach Brie-
fen und mündlichen Mitteilungen"
(1901). Jhre Novellen und Erzäh-
lungen sind meist in Zeitschriften er-
schienen; einen Teil ihrer in der
"Deutschen Revue" abgedruckten
Feuilleton-Artikel gab sie als "Mün-
chener Porträts, nach dem Leben ge-
zeichnet" (1897) heraus; für ihr Werk
"Kunstvolle Miniaturen u. Jnitialen
aus Handschriften des 4.-16. Jahr-
hunderts" (2. A. 1892) erhielt sie die
goldene Ludwigsmedaille für Wissen-
schaft und Kunst. Sie starb in Mün-
chen am 28. Dezember (n. a. am 27.
Dezember) 1901.

S:

Nordseebilder
(Sk.), 1881. - Parzeval (Eine Helden-
sage in 12 Bildern von Aug. Spieß;
Text von L. v. K.), 2. A. 1892. -
Marie Alphonse (E. a. d. modernen
Gesellschaft), 1896. - Farben u. Feste
(Kulturhist. Studie), 1900.

Eisenlohr, August,

geboren am
26. Dezember 1822 in Rastatt als der
Sohn des dortigen Stadtpfarrers
Jakob E., besuchte die Volksschule
und das Gymnasium daselbst und stu-
dierte in Heidelberg (unter Rothe)
und seit dem Herbst 1840 in Halle
(unter Tholuck) Theologie, worauf
er 1842 nach Heidelberg zurückkehrte,
um in das theologische Seminar da-
selbst einzutreten. Nach beendigten
Studien und wohl bestandenem Exa-
men wurde er 1844 Vikar in Weil bei
Lörrach, 1845 in Rüppurr, von wo
aus er auch die Diasporagemeinde
Ettlingen zu versehen hatte, 1850 in
der durch Hennhöfer begründeten
evangelischen Gemeinde zu Mühl-
hausen bei Pforzheim, 1852 Pfarrer

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wodurch er ſich auch über Öſterreichs
Grenzen hinaus bekannt gemacht hat.
Ferner ſchrieb er zwei große biogra-
phiſche Werke über „Johann Strauß“
(1894) und „Adolf Sonnenthal“
(1896) und ſein bedeutendſtes Werk
„Großes Biographiſches Lexikon der
deutſchen Bühne im 19. Jahrhun-
dert“ (1903). Er ſtarb in Wien Ende
Jan. 1910.

S:

Von der Strecke (En.
a. d. Eiſenbahnleben, geſamm.), 1891.

Eiſenhardt, Siegfried,

geb. am
29. Januar 1835 in Habelſchwerdt
(Schleſien), widmete ſich dem Han-
delsſtande u. lebte zuletzt viele Jahre
als Börſen-Senſal in Breslau, wo
er im Februar 1899 ſtarb.

S:

Mar-
garete (Dr.), 1862. – Frau Vasco,
oder: Die bildſchöne Afrikanerin
(Kom. O., Muſik von Karl Lecoq),
1867.

*Eiſenhart, Luiſe von,

bekannt
unter ihrem Mädchennamen Luiſe
von Kobell,
war eine Tochter des
bekannten Mineralogen und Dialekt-
dichters Franz von Kobell (ſ. d.) und
wurde am 13. Dezbr. 1828 in Mün-
chen geboren. Poeſie und Wiſſen-
ſchaft ſtanden an ihrer Wiege. Das
hoch begabte, junge Mädchen verkehrte
im Kreiſe der ſogen. „Berufenen“,
im Hauſe eines Liebig, Bluntſchli,
Dönniges, Siebold u. a. 1857 ver-
mählte ſie ſich mit dem damaligen
Aſſeſſor, ſpäteren bayeriſchen Staats-
rat im ordentlichen Dienſt Auguſt
von Eiſenhart in München, der 1869
bis 1870 den einflußreichen Poſten
eines Kabinettsſekretärs Königs Lud-
wig II. bekleidete, ſo daß ihr Gelegen-
heit wurde, die Zeit dieſes Fürſten
und ſein rätſelhaftes Weſen kennen
zu lernen u. zur Gründungsgeſchichte
des deutſchen Reiches wertvolle Bei-
träge liefern zu können. Jn ihrer
ſchriftſtelleriſchen Tätigkeit wurde ſie
weſentlich von Jgnaz von Döllinger,
dem treuen Freunde ihres Hauſes,
unterſtützt, dem ſie auch ſpäter in einer
Biographie (Jgnaz von Döllinger.
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Erinnerungen, 1891) ein ſchönes
Denkmal ſetzte. Jn gleicher Richtung,
wie dieſe Schrift, bewegen ſich auch
ihre weiteren Arbeiten „Eine Lebens-
ſkizze“ (ihres Vaters), 1884. – „Unter
den vier erſten Königen Bayerns.
Nach Briefen und eigenen Erinne-
rungen“ (II, 1894). – „Ludwig II. u.
die Kunſt“ (1897). – „Joſeph Viktor
Scheffel und ſeine Familie. Nach Brie-
fen und mündlichen Mitteilungen“
(1901). Jhre Novellen und Erzäh-
lungen ſind meiſt in Zeitſchriften er-
ſchienen; einen Teil ihrer in der
„Deutſchen Revue“ abgedruckten
Feuilleton-Artikel gab ſie als „Mün-
chener Porträts, nach dem Leben ge-
zeichnet“ (1897) heraus; für ihr Werk
„Kunſtvolle Miniaturen u. Jnitialen
aus Handſchriften des 4.–16. Jahr-
hunderts“ (2. A. 1892) erhielt ſie die
goldene Ludwigsmedaille für Wiſſen-
ſchaft und Kunſt. Sie ſtarb in Mün-
chen am 28. Dezember (n. a. am 27.
Dezember) 1901.

S:

Nordſeebilder
(Sk.), 1881. – Parzeval (Eine Helden-
ſage in 12 Bildern von Aug. Spieß;
Text von L. v. K.), 2. A. 1892. –
Marie Alphonſe (E. a. d. modernen
Geſellſchaft), 1896. – Farben u. Feſte
(Kulturhiſt. Studie), 1900.

Eiſenlohr, Auguſt,

geboren am
26. Dezember 1822 in Raſtatt als der
Sohn des dortigen Stadtpfarrers
Jakob E., beſuchte die Volksſchule
und das Gymnaſium daſelbſt und ſtu-
dierte in Heidelberg (unter Rothe)
und ſeit dem Herbſt 1840 in Halle
(unter Tholuck) Theologie, worauf
er 1842 nach Heidelberg zurückkehrte,
um in das theologiſche Seminar da-
ſelbſt einzutreten. Nach beendigten
Studien und wohl beſtandenem Exa-
men wurde er 1844 Vikar in Weil bei
Lörrach, 1845 in Rüppurr, von wo
aus er auch die Diasporagemeinde
Ettlingen zu verſehen hatte, 1850 in
der durch Hennhöfer begründeten
evangeliſchen Gemeinde zu Mühl-
hauſen bei Pforzheim, 1852 Pfarrer

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[125/0129] Eiſ Eiſ wodurch er ſich auch über Öſterreichs Grenzen hinaus bekannt gemacht hat. Ferner ſchrieb er zwei große biogra- phiſche Werke über „Johann Strauß“ (1894) und „Adolf Sonnenthal“ (1896) und ſein bedeutendſtes Werk „Großes Biographiſches Lexikon der deutſchen Bühne im 19. Jahrhun- dert“ (1903). Er ſtarb in Wien Ende Jan. 1910. S: Von der Strecke (En. a. d. Eiſenbahnleben, geſamm.), 1891. Eiſenhardt, Siegfried, geb. am 29. Januar 1835 in Habelſchwerdt (Schleſien), widmete ſich dem Han- delsſtande u. lebte zuletzt viele Jahre als Börſen-Senſal in Breslau, wo er im Februar 1899 ſtarb. S: Mar- garete (Dr.), 1862. – Frau Vasco, oder: Die bildſchöne Afrikanerin (Kom. O., Muſik von Karl Lecoq), 1867. *Eiſenhart, Luiſe von, bekannt unter ihrem Mädchennamen Luiſe von Kobell, war eine Tochter des bekannten Mineralogen und Dialekt- dichters Franz von Kobell (ſ. d.) und wurde am 13. Dezbr. 1828 in Mün- chen geboren. Poeſie und Wiſſen- ſchaft ſtanden an ihrer Wiege. Das hoch begabte, junge Mädchen verkehrte im Kreiſe der ſogen. „Berufenen“, im Hauſe eines Liebig, Bluntſchli, Dönniges, Siebold u. a. 1857 ver- mählte ſie ſich mit dem damaligen Aſſeſſor, ſpäteren bayeriſchen Staats- rat im ordentlichen Dienſt Auguſt von Eiſenhart in München, der 1869 bis 1870 den einflußreichen Poſten eines Kabinettsſekretärs Königs Lud- wig II. bekleidete, ſo daß ihr Gelegen- heit wurde, die Zeit dieſes Fürſten und ſein rätſelhaftes Weſen kennen zu lernen u. zur Gründungsgeſchichte des deutſchen Reiches wertvolle Bei- träge liefern zu können. Jn ihrer ſchriftſtelleriſchen Tätigkeit wurde ſie weſentlich von Jgnaz von Döllinger, dem treuen Freunde ihres Hauſes, unterſtützt, dem ſie auch ſpäter in einer Biographie (Jgnaz von Döllinger. Erinnerungen, 1891) ein ſchönes Denkmal ſetzte. Jn gleicher Richtung, wie dieſe Schrift, bewegen ſich auch ihre weiteren Arbeiten „Eine Lebens- ſkizze“ (ihres Vaters), 1884. – „Unter den vier erſten Königen Bayerns. Nach Briefen und eigenen Erinne- rungen“ (II, 1894). – „Ludwig II. u. die Kunſt“ (1897). – „Joſeph Viktor Scheffel und ſeine Familie. Nach Brie- fen und mündlichen Mitteilungen“ (1901). Jhre Novellen und Erzäh- lungen ſind meiſt in Zeitſchriften er- ſchienen; einen Teil ihrer in der „Deutſchen Revue“ abgedruckten Feuilleton-Artikel gab ſie als „Mün- chener Porträts, nach dem Leben ge- zeichnet“ (1897) heraus; für ihr Werk „Kunſtvolle Miniaturen u. Jnitialen aus Handſchriften des 4.–16. Jahr- hunderts“ (2. A. 1892) erhielt ſie die goldene Ludwigsmedaille für Wiſſen- ſchaft und Kunſt. Sie ſtarb in Mün- chen am 28. Dezember (n. a. am 27. Dezember) 1901. S: Nordſeebilder (Sk.), 1881. – Parzeval (Eine Helden- ſage in 12 Bildern von Aug. Spieß; Text von L. v. K.), 2. A. 1892. – Marie Alphonſe (E. a. d. modernen Geſellſchaft), 1896. – Farben u. Feſte (Kulturhiſt. Studie), 1900. Eiſenlohr, Auguſt, geboren am 26. Dezember 1822 in Raſtatt als der Sohn des dortigen Stadtpfarrers Jakob E., beſuchte die Volksſchule und das Gymnaſium daſelbſt und ſtu- dierte in Heidelberg (unter Rothe) und ſeit dem Herbſt 1840 in Halle (unter Tholuck) Theologie, worauf er 1842 nach Heidelberg zurückkehrte, um in das theologiſche Seminar da- ſelbſt einzutreten. Nach beendigten Studien und wohl beſtandenem Exa- men wurde er 1844 Vikar in Weil bei Lörrach, 1845 in Rüppurr, von wo aus er auch die Diasporagemeinde Ettlingen zu verſehen hatte, 1850 in der durch Hennhöfer begründeten evangeliſchen Gemeinde zu Mühl- hauſen bei Pforzheim, 1852 Pfarrer *

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Zitationshilfe: Brümmer, Franz: Lexikon der deutschen Dichter und Prosaisten vom Beginn des 19. Jahrhunderts bis zur Gegenwart. Bd. 2. 6. Aufl. Leipzig, 1913, S. 125. In: Deutsches Textarchiv <http://www.deutschestextarchiv.de/bruemmer_lexikon02_1913/129>, abgerufen am 16.02.2019.