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Brümmer, Franz: Lexikon der deutschen Dichter und Prosaisten vom Beginn des 19. Jahrhunderts bis zur Gegenwart. Bd. 2. 6. Aufl. Leipzig, 1913.

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später in Nordamerika tätig. 1880
gab er aus inneren Gründen seinen
Beruf auf, ging nach Heidelberg, um
literarischen und ästhetischen Studien
obzuliegen und sich gleichzeitig durch
Privatunterricht auf das Maturi-
tätsexamen vorzubereiten. Letzteres
bestand er im Herbst 1881 in Stutt-
gart, worauf er in München, Heidel-
berg, Tübingen und Berlin Staats-
und Rechtswissenschaften studierte.
Schon während seiner Studienzeit
ward er Mitarbeiter verschiedener
Zeitschriften, für welche er Artikel
politischen, staatsrechtlichen u. ästhe-
tischen Jnhalts lieferte. Nachdem er
seine Staatsexamina absolviert, sich
auch 1888 in Straßburg die Würde
eines Dr. jur. erworben hatte, ließ er
sich 1889 als Rechtsanwalt in Cann-
statt nieder und verlegte 1893 seinen
Wohnsitz nach Stuttgart. Seit 1907
gehört E. auch dem württembergischen
Landtage als Abgeordneter an.

S:


Ein Rechtsfall (Lsp.), 1897. - Erblos
(Schsp.), 1902.

Elsenau, Walther,

Pseudon. für
Romuald Pramberger; s. d.!

*Elsenhans, Wilhelm,

* am 15.
Oktbr. 1824 zu Feuerbach bei Stutt-
gart als der Sohn des dortigen
Schultheißen, besuchte das niedere
theologische Seminar zu Urach und
studierte im Stift zu Tübingen Theo-
logie. Er bekleidete danach eine Haus-
lehrerstelle in Baden, darauf verschie-
dene Pfarrverwesereien und wurde
1857 Pfarrer in Weiler, 1865 in
Frommern, 1872 in Stellingen, 1878
in Neckarthailfingen und 1888 in
Rammelsbach bei Reutlingen, wo er
am 5. Dezember 1895 starb.

S:

Der
Herr ist gut (Ge.), 1894.

Elsner, Heinrich,

geb. am 31. Dez.
1806 in Hedelfingen bei Stuttgart
als der Sohn eines Pfarrers, be-
suchte das niedere theologische Semi-
nar in Blaubeuren u. studierte dann
im Stift zu Tübingen Theologie.
Seine freisinnigen, durch D. Fr.
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Els
Strauß beeinflußten Anschauungen
führten ihn bald zur Aufgabe der
Theologie und zum Übertritt zum
Journalismus: er wurde Redakteur
der "Schwäbischen Zeitung", später
der "Ulmer Chronik" in Stuttgart.
Jn den Jahren 1848-49 schwenkte
er vom Liberalismus zur Reaktion
ab, in deren Dienst er nunmehr seine
früheren Parteigenossen mit maß-
loser Schärfe und bitterstem Hohn
verfolgte. Nach einigen Jahren setzte
er sich in Wangen bei Cannstatt zur
Ruhe, und hier starb er am 30. Juni
1858.

S:

Die Straußiade in Zürich
(Ein Heldengedicht, behandelt die be-
kannte Berufung des D. Fr. Strauß
auf den Lehrstuhl der Dogmatik in
Zürich in satirischer Weise), 1840. -
König Wilhelm der Erste von Würt-
temberg (Ep.), 1841. - Don Sebastian,
König von Portugal (Tr.), 1854. -
Außerdem historische Schriften und
Übersetzungen.

*Elsner, Oskar,

pseudon. Ernst
Leonhard,
wurde am 8. Juli 1845
zu Neustadt in Oberschlesien als der
Sohn eines Gerichtssekretärs gebo-
ren, widmete sich bereits mit dem
18. Jahre der Schriftstellerlaufbahn,
bekleidete mehrere literarische Stel-
lungen, studierte dann u. wandte sich
nun der Journalistik zu. Von 1872
bis 1878 lebte er als Redakteur in
Posen, seitdem in gleicher Stellung
in Landsberg a. W. und seit 1885 in
Frankfurt a. O., wo er bis 1894 als
Chefredakteur der "Frankfurter
Oder-Zeitung" tätig war. Dann ging
er als Redakteur der "Posener Zei-
tung" nach Posen zurück u. verblieb in
dieser Stellung bis 1901.

S:

Tassos
Tod (Dr. G.), 1867. - Bar Cochba,
der Messias (Tr.), 1868. - Die Wacht
am Rhein (Dr. G.), 1870. - Kor-
respondenz (Lsp.), 1870. - Die Braut
des Nil (Erzähld. G.), 1870. - Die
Stadtverordnetenwahl (Lsp.), 1883.
- Der Geheimdelegat (Schsp.), 1875.
- Wenn man im Dunkeln küßt (Schw.),

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ſpäter in Nordamerika tätig. 1880
gab er aus inneren Gründen ſeinen
Beruf auf, ging nach Heidelberg, um
literariſchen und äſthetiſchen Studien
obzuliegen und ſich gleichzeitig durch
Privatunterricht auf das Maturi-
tätsexamen vorzubereiten. Letzteres
beſtand er im Herbſt 1881 in Stutt-
gart, worauf er in München, Heidel-
berg, Tübingen und Berlin Staats-
und Rechtswiſſenſchaften ſtudierte.
Schon während ſeiner Studienzeit
ward er Mitarbeiter verſchiedener
Zeitſchriften, für welche er Artikel
politiſchen, ſtaatsrechtlichen u. äſthe-
tiſchen Jnhalts lieferte. Nachdem er
ſeine Staatsexamina abſolviert, ſich
auch 1888 in Straßburg die Würde
eines Dr. jur. erworben hatte, ließ er
ſich 1889 als Rechtsanwalt in Cann-
ſtatt nieder und verlegte 1893 ſeinen
Wohnſitz nach Stuttgart. Seit 1907
gehört E. auch dem württembergiſchen
Landtage als Abgeordneter an.

S:


Ein Rechtsfall (Lſp.), 1897. – Erblos
(Schſp.), 1902.

Elſenau, Walther,

Pſeudon. für
Romuald Pramberger; ſ. d.!

*Elſenhans, Wilhelm,

* am 15.
Oktbr. 1824 zu Feuerbach bei Stutt-
gart als der Sohn des dortigen
Schultheißen, beſuchte das niedere
theologiſche Seminar zu Urach und
ſtudierte im Stift zu Tübingen Theo-
logie. Er bekleidete danach eine Haus-
lehrerſtelle in Baden, darauf verſchie-
dene Pfarrverweſereien und wurde
1857 Pfarrer in Weiler, 1865 in
Frommern, 1872 in Stellingen, 1878
in Neckarthailfingen und 1888 in
Rammelsbach bei Reutlingen, wo er
am 5. Dezember 1895 ſtarb.

S:

Der
Herr iſt gut (Ge.), 1894.

Elsner, Heinrich,

geb. am 31. Dez.
1806 in Hedelfingen bei Stuttgart
als der Sohn eines Pfarrers, be-
ſuchte das niedere theologiſche Semi-
nar in Blaubeuren u. ſtudierte dann
im Stift zu Tübingen Theologie.
Seine freiſinnigen, durch D. Fr.
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Els
Strauß beeinflußten Anſchauungen
führten ihn bald zur Aufgabe der
Theologie und zum Übertritt zum
Journalismus: er wurde Redakteur
der „Schwäbiſchen Zeitung“, ſpäter
der „Ulmer Chronik“ in Stuttgart.
Jn den Jahren 1848–49 ſchwenkte
er vom Liberalismus zur Reaktion
ab, in deren Dienſt er nunmehr ſeine
früheren Parteigenoſſen mit maß-
loſer Schärfe und bitterſtem Hohn
verfolgte. Nach einigen Jahren ſetzte
er ſich in Wangen bei Cannſtatt zur
Ruhe, und hier ſtarb er am 30. Juni
1858.

S:

Die Straußiade in Zürich
(Ein Heldengedicht, behandelt die be-
kannte Berufung des D. Fr. Strauß
auf den Lehrſtuhl der Dogmatik in
Zürich in ſatiriſcher Weiſe), 1840. –
König Wilhelm der Erſte von Würt-
temberg (Ep.), 1841. – Don Sebaſtian,
König von Portugal (Tr.), 1854. –
Außerdem hiſtoriſche Schriften und
Überſetzungen.

*Elsner, Oskar,

pſeudon. Ernſt
Leonhard,
wurde am 8. Juli 1845
zu Neuſtadt in Oberſchleſien als der
Sohn eines Gerichtsſekretärs gebo-
ren, widmete ſich bereits mit dem
18. Jahre der Schriftſtellerlaufbahn,
bekleidete mehrere literariſche Stel-
lungen, ſtudierte dann u. wandte ſich
nun der Journaliſtik zu. Von 1872
bis 1878 lebte er als Redakteur in
Poſen, ſeitdem in gleicher Stellung
in Landsberg a. W. und ſeit 1885 in
Frankfurt a. O., wo er bis 1894 als
Chefredakteur der „Frankfurter
Oder-Zeitung“ tätig war. Dann ging
er als Redakteur der „Poſener Zei-
tung“ nach Poſen zurück u. verblieb in
dieſer Stellung bis 1901.

S:

Taſſos
Tod (Dr. G.), 1867. – Bar Cochba,
der Meſſias (Tr.), 1868. – Die Wacht
am Rhein (Dr. G.), 1870. – Kor-
reſpondenz (Lſp.), 1870. – Die Braut
des Nil (Erzähld. G.), 1870. – Die
Stadtverordnetenwahl (Lſp.), 1883.
– Der Geheimdelegat (Schſp.), 1875.
– Wenn man im Dunkeln küßt (Schw.),

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[136/0140] Elſ Els ſpäter in Nordamerika tätig. 1880 gab er aus inneren Gründen ſeinen Beruf auf, ging nach Heidelberg, um literariſchen und äſthetiſchen Studien obzuliegen und ſich gleichzeitig durch Privatunterricht auf das Maturi- tätsexamen vorzubereiten. Letzteres beſtand er im Herbſt 1881 in Stutt- gart, worauf er in München, Heidel- berg, Tübingen und Berlin Staats- und Rechtswiſſenſchaften ſtudierte. Schon während ſeiner Studienzeit ward er Mitarbeiter verſchiedener Zeitſchriften, für welche er Artikel politiſchen, ſtaatsrechtlichen u. äſthe- tiſchen Jnhalts lieferte. Nachdem er ſeine Staatsexamina abſolviert, ſich auch 1888 in Straßburg die Würde eines Dr. jur. erworben hatte, ließ er ſich 1889 als Rechtsanwalt in Cann- ſtatt nieder und verlegte 1893 ſeinen Wohnſitz nach Stuttgart. Seit 1907 gehört E. auch dem württembergiſchen Landtage als Abgeordneter an. S: Ein Rechtsfall (Lſp.), 1897. – Erblos (Schſp.), 1902. Elſenau, Walther, Pſeudon. für Romuald Pramberger; ſ. d.! *Elſenhans, Wilhelm, * am 15. Oktbr. 1824 zu Feuerbach bei Stutt- gart als der Sohn des dortigen Schultheißen, beſuchte das niedere theologiſche Seminar zu Urach und ſtudierte im Stift zu Tübingen Theo- logie. Er bekleidete danach eine Haus- lehrerſtelle in Baden, darauf verſchie- dene Pfarrverweſereien und wurde 1857 Pfarrer in Weiler, 1865 in Frommern, 1872 in Stellingen, 1878 in Neckarthailfingen und 1888 in Rammelsbach bei Reutlingen, wo er am 5. Dezember 1895 ſtarb. S: Der Herr iſt gut (Ge.), 1894. Elsner, Heinrich, geb. am 31. Dez. 1806 in Hedelfingen bei Stuttgart als der Sohn eines Pfarrers, be- ſuchte das niedere theologiſche Semi- nar in Blaubeuren u. ſtudierte dann im Stift zu Tübingen Theologie. Seine freiſinnigen, durch D. Fr. Strauß beeinflußten Anſchauungen führten ihn bald zur Aufgabe der Theologie und zum Übertritt zum Journalismus: er wurde Redakteur der „Schwäbiſchen Zeitung“, ſpäter der „Ulmer Chronik“ in Stuttgart. Jn den Jahren 1848–49 ſchwenkte er vom Liberalismus zur Reaktion ab, in deren Dienſt er nunmehr ſeine früheren Parteigenoſſen mit maß- loſer Schärfe und bitterſtem Hohn verfolgte. Nach einigen Jahren ſetzte er ſich in Wangen bei Cannſtatt zur Ruhe, und hier ſtarb er am 30. Juni 1858. S: Die Straußiade in Zürich (Ein Heldengedicht, behandelt die be- kannte Berufung des D. Fr. Strauß auf den Lehrſtuhl der Dogmatik in Zürich in ſatiriſcher Weiſe), 1840. – König Wilhelm der Erſte von Würt- temberg (Ep.), 1841. – Don Sebaſtian, König von Portugal (Tr.), 1854. – Außerdem hiſtoriſche Schriften und Überſetzungen. *Elsner, Oskar, pſeudon. Ernſt Leonhard, wurde am 8. Juli 1845 zu Neuſtadt in Oberſchleſien als der Sohn eines Gerichtsſekretärs gebo- ren, widmete ſich bereits mit dem 18. Jahre der Schriftſtellerlaufbahn, bekleidete mehrere literariſche Stel- lungen, ſtudierte dann u. wandte ſich nun der Journaliſtik zu. Von 1872 bis 1878 lebte er als Redakteur in Poſen, ſeitdem in gleicher Stellung in Landsberg a. W. und ſeit 1885 in Frankfurt a. O., wo er bis 1894 als Chefredakteur der „Frankfurter Oder-Zeitung“ tätig war. Dann ging er als Redakteur der „Poſener Zei- tung“ nach Poſen zurück u. verblieb in dieſer Stellung bis 1901. S: Taſſos Tod (Dr. G.), 1867. – Bar Cochba, der Meſſias (Tr.), 1868. – Die Wacht am Rhein (Dr. G.), 1870. – Kor- reſpondenz (Lſp.), 1870. – Die Braut des Nil (Erzähld. G.), 1870. – Die Stadtverordnetenwahl (Lſp.), 1883. – Der Geheimdelegat (Schſp.), 1875. – Wenn man im Dunkeln küßt (Schw.), *

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Zitationshilfe: Brümmer, Franz: Lexikon der deutschen Dichter und Prosaisten vom Beginn des 19. Jahrhunderts bis zur Gegenwart. Bd. 2. 6. Aufl. Leipzig, 1913, S. 136. In: Deutsches Textarchiv <http://www.deutschestextarchiv.de/bruemmer_lexikon02_1913/140>, abgerufen am 16.02.2019.