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Brümmer, Franz: Lexikon der deutschen Dichter und Prosaisten vom Beginn des 19. Jahrhunderts bis zur Gegenwart. Bd. 2. 6. Aufl. Leipzig, 1913.

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rarischen Versuche, den "Tagebuch-
blättern einer Schauspielerin", die,
wie die meisten ihrer folgenden No-
vellen, in der "Leipziger Modenzei-
tung" veröffentlicht wurden. Bei
der 1883 von der "Kölner Musikzei-
tung" ausgeschriebenen Konkurrenz
trug sie mit der Novelle "Ein ver-
lorenes Leben" über 480 Bewerbern
den ersten Preis davon. Die Dichte-
rin lebt noch jetzt in Hannover.

S:


Novellen (Mit einem Vorwort von
Felix Dahn zu der Preisnovelle "Ein
verlorenes Leben") 1887. (Jnhalt:
Ein verlorenes Leben. - Eine Weih-
nachtsgeschichte. - Zwei Silvester-
abende. - Fröhliche Ostern. - Meister
Helfft.) - Die Libelle (N.), 1898. -
Die Theaterprinzessin (N.), 1898. -
Durch dunkle Schatten (N.), 1898.
- Das alte Lied (E)., 1900. - Glück
(N.), 1900. - Tragödie des Lebens
(E.), 1901. - Eva (N.), 1901. - Eine
stolze Seele (E.), 1901. - Zu spät (R.),
1901. - Elses Lehrjahre und andere
Geschichten für junge Mädchen (mit
Marga Rayle), 1902. - Wie es kam.
Onkel Bernhard (2 Nn.), 1903. -
Eine Familie (R.), 1903. - Chronika
(5 geschichtl. En.), 1905. - Er und ich
(R.), 1907. - Verirrt (R.), 1908. -
Lisa Rottmann (R.), 1909. - Das
Rechte (N.), 1910.

End, Jörg von,

Pseud. für Fried-
rich August Stocker; s. d.!

*Ende, Amalie von,

geb. Krem-
per,
wurde am 19. Juni 1856 in
Warschau gebor. Der Vater stammte
von französischen Elsassern; der Mut-
ter Vorfahren waren aus Sachsen u.
Österreich nach Polen eingewandert.
Die Polenerhebungen im Jahre 1863
und die damit verknüpften geschäft-
lichen Verluste veranlaßten die Fami-
lie nach längerem Aufenthalt in
Deutschland und England nach Ame-
rika auszuwandern, wo die Tochter
die im 6. Jahre begonnenen Musik-
studien fortsetzte und sich nach dem
Tode des Vaters in Milwaukee dem
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Lehrfache widmete. Nebenbei wurde
sie Mitarbeiterin des dort erscheinen-
den "Freidenker" und später des
"Sozialist". Jm Jahre 1876 verhei-
ratete sie sich mit dem Publizisten
Heinrich von Ende (s. den Folgen-
den!), mit dem sie ein Jahr später
nach Cincinnati (Ohio) übersiedelte,
wo beide die sozialistische "Ohio
Volkszeitung" redigierten. Jm Herbst
1878 zogen die Gatten nach Oshkosh
(Wiscousin) und im Frühjahr 1879
nach Chicago, wo Amalie im Herbst
d. J. ihren Gatten verlor. Sie grün-
dete nun dort eine höhere Töchter-
schule, der sie bis zum Jahre 1893
vorstand. Mittlerweile waren ihre
Kinder herangewachsen, und sie wid-
mete sich von nun an gänzlich der
Musik u. literarischen Tätigkeit. Jhren
Wohnsitz hat sie jetzt in Neuyork.

S:


Vier Lieder, 1899. - Sonnets of the
City and other Poems,
1903.

*Ende, Georg Heinrich von,


wurde am 27. Juli 1847 zu Bremen
als der Sohn des Generalmajors u.
letzten kurhessischen Kriegsministers
v. E. geb., besuchte das Gymnasium
zu Kassel, wandte sich aber frühzeitig
der Musik zu und machte seine Stu-
dien in der Henkelschen Musikschule
zu Frankfurt a. M. und im Konser-
vatorium zu Leipzig. Dann ging er
nach Paris, wo er an der Sorbonne
studierte und zugleich für die "Augs-
burger Allgemeine Zeitung" korre-
spondierte. Jm Auftrage derselben
machte er auch den Krieg von 1870
bis 1871 mit. Jm Januar 1872 be-
gab sich E. über England nach den
Vereinigten Staaten, beteiligte sich
hier bald an der Bewegung der Frei-
denker, wurde Referendar des Bun-
des der Freien Gemeinden in Wis-
consin, trat 1877 in die Redaktion
der "Täglichen Ohio Volkszeitung"
in Cincinnati und starb in Chicago
am 27. September 1879.

S:

Gedichte,
1870. - Des Königs Freund (R.),
1875. - Mississippi u. Rhein (G.), 1876.

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rariſchen Verſuche, den „Tagebuch-
blättern einer Schauſpielerin“, die,
wie die meiſten ihrer folgenden No-
vellen, in der „Leipziger Modenzei-
tung“ veröffentlicht wurden. Bei
der 1883 von der „Kölner Muſikzei-
tung“ ausgeſchriebenen Konkurrenz
trug ſie mit der Novelle „Ein ver-
lorenes Leben“ über 480 Bewerbern
den erſten Preis davon. Die Dichte-
rin lebt noch jetzt in Hannover.

S:


Novellen (Mit einem Vorwort von
Felix Dahn zu der Preisnovelle „Ein
verlorenes Leben“) 1887. (Jnhalt:
Ein verlorenes Leben. – Eine Weih-
nachtsgeſchichte. – Zwei Silveſter-
abende. – Fröhliche Oſtern. – Meiſter
Helfft.) – Die Libelle (N.), 1898. –
Die Theaterprinzeſſin (N.), 1898. –
Durch dunkle Schatten (N.), 1898.
– Das alte Lied (E)., 1900. – Glück
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(E.), 1901. – Eva (N.), 1901. – Eine
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1901. – Elſes Lehrjahre und andere
Geſchichten für junge Mädchen (mit
Marga Rayle), 1902. – Wie es kam.
Onkel Bernhard (2 Nn.), 1903. –
Eine Familie (R.), 1903. – Chronika
(5 geſchichtl. En.), 1905. – Er und ich
(R.), 1907. – Verirrt (R.), 1908. –
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End, Jörg von,

Pſeud. für Fried-
rich Auguſt Stocker; ſ. d.!

*Ende, Amalie von,

geb. Krem-
per,
wurde am 19. Juni 1856 in
Warſchau gebor. Der Vater ſtammte
von franzöſiſchen Elſaſſern; der Mut-
ter Vorfahren waren aus Sachſen u.
Öſterreich nach Polen eingewandert.
Die Polenerhebungen im Jahre 1863
und die damit verknüpften geſchäft-
lichen Verluſte veranlaßten die Fami-
lie nach längerem Aufenthalt in
Deutſchland und England nach Ame-
rika auszuwandern, wo die Tochter
die im 6. Jahre begonnenen Muſik-
ſtudien fortſetzte und ſich nach dem
Tode des Vaters in Milwaukee dem
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Lehrfache widmete. Nebenbei wurde
ſie Mitarbeiterin des dort erſcheinen-
den „Freidenker“ und ſpäter des
„Sozialiſt“. Jm Jahre 1876 verhei-
ratete ſie ſich mit dem Publiziſten
Heinrich von Ende (ſ. den Folgen-
den!), mit dem ſie ein Jahr ſpäter
nach Cincinnati (Ohio) überſiedelte,
wo beide die ſozialiſtiſche „Ohio
Volkszeitung“ redigierten. Jm Herbſt
1878 zogen die Gatten nach Oſhkoſh
(Wiscouſin) und im Frühjahr 1879
nach Chicago, wo Amalie im Herbſt
d. J. ihren Gatten verlor. Sie grün-
dete nun dort eine höhere Töchter-
ſchule, der ſie bis zum Jahre 1893
vorſtand. Mittlerweile waren ihre
Kinder herangewachſen, und ſie wid-
mete ſich von nun an gänzlich der
Muſik u. literariſchen Tätigkeit. Jhren
Wohnſitz hat ſie jetzt in Neuyork.

S:


Vier Lieder, 1899. – Sonnets of the
City and other Poems,
1903.

*Ende, Georg Heinrich von,


wurde am 27. Juli 1847 zu Bremen
als der Sohn des Generalmajors u.
letzten kurheſſiſchen Kriegsminiſters
v. E. geb., beſuchte das Gymnaſium
zu Kaſſel, wandte ſich aber frühzeitig
der Muſik zu und machte ſeine Stu-
dien in der Henkelſchen Muſikſchule
zu Frankfurt a. M. und im Konſer-
vatorium zu Leipzig. Dann ging er
nach Paris, wo er an der Sorbonne
ſtudierte und zugleich für die „Augs-
burger Allgemeine Zeitung“ korre-
ſpondierte. Jm Auftrage derſelben
machte er auch den Krieg von 1870
bis 1871 mit. Jm Januar 1872 be-
gab ſich E. über England nach den
Vereinigten Staaten, beteiligte ſich
hier bald an der Bewegung der Frei-
denker, wurde Referendar des Bun-
des der Freien Gemeinden in Wis-
conſin, trat 1877 in die Redaktion
der „Täglichen Ohio Volkszeitung“
in Cincinnati und ſtarb in Chicago
am 27. September 1879.

S:

Gedichte,
1870. – Des Königs Freund (R.),
1875. – Miſſiſſippi u. Rhein (G.), 1876.

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Zitationshilfe: Brümmer, Franz: Lexikon der deutschen Dichter und Prosaisten vom Beginn des 19. Jahrhunderts bis zur Gegenwart. Bd. 2. 6. Aufl. Leipzig, 1913, S. 141. In: Deutsches Textarchiv <http://www.deutschestextarchiv.de/bruemmer_lexikon02_1913/145>, abgerufen am 22.02.2019.