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Brümmer, Franz: Lexikon der deutschen Dichter und Prosaisten vom Beginn des 19. Jahrhunderts bis zur Gegenwart. Bd. 2. 6. Aufl. Leipzig, 1913.

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Ende am,

s. am Ende!

*Enderling, Paul,

geboren am
22. April 1876 in Danzig, besuchte
das dortige königl. Gymnasium und
wurde schon zu dieser Zeit durch die
Lokalgeschichte der alten, sagenum-
wobenen Hansastadt zu schriftstelleri-
schen Beiträgen für dortige Blätter
angeregt. Er studierte dann in Kö-
nigsberg u. Berlin und lebte hinfort
hier oder in den Vororten als freier
Schriftsteller. Als solcher kämpft er
besonders für eine gerechte Würdi-
gung der Frau in ihren gesellschaft-
lichen Verhältnissen. Jetzt (1909) hat
er seinen Wohnsitz in Stuttgart.

S:


Tolle Novellen, 1903. - Japanische
Novellen und Gedichte, 1907.

Enders, M. A.,

Pseud. für Anna
Biebendt;
s. d!

Enders, Johann Nepomuk,

psd.
Johann von Hradisch, wurde
am 3. Mai 1815 zu Ungarisch-Hra-
disch in Mähren als der Sohn eines
kaiserlichen Beamten gebor., besuchte
seit seinem vierten Jahre die Schule
in Welka, später die zu Bielitz u. Te-
schen, und trat, kaum 15 Jahre alt,
in die Dienste des Magistrats zu Bie-
litz und nachmals in jene des Magi-
strats zu Friedek in Schlesien. Da
aber das Kanzleifach ihm durchaus
keine Befriedigung zu schaffen ver-
mochte, gab er nach zwei Jahren die
Amtspraxis auf und wandte sich dem
Handelsgeschäfte zu. An der Seite
des Kaufmanns Val. Mierka, der zu-
gleich auch Arzt und Apotheker war,
fand er reichliche Gelegenheit zur Er-
werbung ökonomischer u. chemischer
Kenntnisse, während er auch in der
Musik und Malerei sich vervollkomm-
nete. Jm Jahre 1839 absolvierte er
an der Universität zu Olmütz Philo-
sophie, technische Chemie und Phar-
makognosie und bestand die Prüfun-
gen vorzüglich; 1840 wohnte er den
Vorlesungen am Polytechnikum in
Wien bei u. begab sich von dort nach
Neutitschein, wo er 1843 ein selbstän-
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diges Handelsgeschäft etablierte, das
er bald zu großer Blüte hob; 1850
eröffnete er eine Buchdruckerei und
1851 gründete er die viele Jahre
bestehende Zeitschrift "Die Biene",
mit der er von 1854-57 einen "All-
gemeinen Anzeiger" und 1854 und
1856 ein "Novellen-Album" verband.
Zu diesen Unternehmungen kamen
später noch eine Verlagsbuchhand-
lung, ein förmliches Kunstgeschäft,
eine lithographische Anstalt, eine
Buchbinderei, Kolorieranstalt, und
daneben war er seit 1849 als Aus-
schußmitglied der Gemeindevertre-
tung auch rastlos für die Jnteressen
seiner Kommune tätig. Er starb
am 11. März 1877.

S:

Efeuranken
(En., Nn., Sg.), 1852. - Genrebilder
und Humoresken, 1853. - Blüten für
Geist und Herz (En., Sg., Sk.), 3. A.,
1869. - Kosmologische Aphorismen,
1863. - Kaiser-Lieder, 1868. - Pa-
triot. Dichtungen, 1870. - Frauenlob
(Ge., Sentenzen), 1867. - Der Kaiser-
tag (Melodr.), 1874. - Feldrosen
(Ge., Nn., En., Sk.), 1874. - Drama-
tische Kleinigkeiten, 1872. - Verschie-
dene Anthologien, Sammlungen von
Volkssagen und Märchen.

Endersdorf, Anton,

Pseud. für
Anton Hilgert; s. d.!

*Endler, Viktorine,

pseud. Anto-
nie Haupt,
wurde am 17. Januar
1853 zu Trier als die Tochter des als
Arzt und Gelehrter gleich ausgezeich-
neten Dr. med. Ludwig Joseph Ble-
ser
geb. Der ideal veranlagte Va-
ter befaßte sich viel mit der Erzie-
hung seiner beiden Töchter und er-
öffnete ihnen Blicke in die verschie-
densten Wissenschaften, während die
Mutter sie mit allen Einzelheiten des
Haushalts vertraut machte. Häu-
figer Besuch bei der Großmutter in
Moselkern, wo die Düsseldorfer Mei-
ster viel verkehrten, erweckte in Vik-
torine den Entschluß, sich der Maler-
kunst zu widmen. Schon hatte der
Vater ihr bereits den Besuch der

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Ende am,

ſ. am Ende!

*Enderling, Paul,

geboren am
22. April 1876 in Danzig, beſuchte
das dortige königl. Gymnaſium und
wurde ſchon zu dieſer Zeit durch die
Lokalgeſchichte der alten, ſagenum-
wobenen Hanſaſtadt zu ſchriftſtelleri-
ſchen Beiträgen für dortige Blätter
angeregt. Er ſtudierte dann in Kö-
nigsberg u. Berlin und lebte hinfort
hier oder in den Vororten als freier
Schriftſteller. Als ſolcher kämpft er
beſonders für eine gerechte Würdi-
gung der Frau in ihren geſellſchaft-
lichen Verhältniſſen. Jetzt (1909) hat
er ſeinen Wohnſitz in Stuttgart.

S:


Tolle Novellen, 1903. – Japaniſche
Novellen und Gedichte, 1907.

Enders, M. A.,

Pſeud. für Anna
Biebendt;
ſ. d!

Enders, Johann Nepomuk,

pſd.
Johann von Hradiſch, wurde
am 3. Mai 1815 zu Ungariſch-Hra-
diſch in Mähren als der Sohn eines
kaiſerlichen Beamten gebor., beſuchte
ſeit ſeinem vierten Jahre die Schule
in Welka, ſpäter die zu Bielitz u. Te-
ſchen, und trat, kaum 15 Jahre alt,
in die Dienſte des Magiſtrats zu Bie-
litz und nachmals in jene des Magi-
ſtrats zu Friedek in Schleſien. Da
aber das Kanzleifach ihm durchaus
keine Befriedigung zu ſchaffen ver-
mochte, gab er nach zwei Jahren die
Amtspraxis auf und wandte ſich dem
Handelsgeſchäfte zu. An der Seite
des Kaufmanns Val. Mierka, der zu-
gleich auch Arzt und Apotheker war,
fand er reichliche Gelegenheit zur Er-
werbung ökonomiſcher u. chemiſcher
Kenntniſſe, während er auch in der
Muſik und Malerei ſich vervollkomm-
nete. Jm Jahre 1839 abſolvierte er
an der Univerſität zu Olmütz Philo-
ſophie, techniſche Chemie und Phar-
makognoſie und beſtand die Prüfun-
gen vorzüglich; 1840 wohnte er den
Vorleſungen am Polytechnikum in
Wien bei u. begab ſich von dort nach
Neutitſchein, wo er 1843 ein ſelbſtän-
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diges Handelsgeſchäft etablierte, das
er bald zu großer Blüte hob; 1850
eröffnete er eine Buchdruckerei und
1851 gründete er die viele Jahre
beſtehende Zeitſchrift „Die Biene“,
mit der er von 1854–57 einen „All-
gemeinen Anzeiger“ und 1854 und
1856 ein „Novellen-Album“ verband.
Zu dieſen Unternehmungen kamen
ſpäter noch eine Verlagsbuchhand-
lung, ein förmliches Kunſtgeſchäft,
eine lithographiſche Anſtalt, eine
Buchbinderei, Kolorieranſtalt, und
daneben war er ſeit 1849 als Aus-
ſchußmitglied der Gemeindevertre-
tung auch raſtlos für die Jntereſſen
ſeiner Kommune tätig. Er ſtarb
am 11. März 1877.

S:

Efeuranken
(En., Nn., Sg.), 1852. – Genrebilder
und Humoresken, 1853. – Blüten für
Geiſt und Herz (En., Sg., Sk.), 3. A.,
1869. – Kosmologiſche Aphorismen,
1863. – Kaiſer-Lieder, 1868. – Pa-
triot. Dichtungen, 1870. – Frauenlob
(Ge., Sentenzen), 1867. – Der Kaiſer-
tag (Melodr.), 1874. – Feldroſen
(Ge., Nn., En., Sk.), 1874. – Drama-
tiſche Kleinigkeiten, 1872. – Verſchie-
dene Anthologien, Sammlungen von
Volksſagen und Märchen.

Endersdorf, Anton,

Pſeud. für
Anton Hilgert; ſ. d.!

*Endler, Viktorine,

pſeud. Anto-
nie Haupt,
wurde am 17. Januar
1853 zu Trier als die Tochter des als
Arzt und Gelehrter gleich ausgezeich-
neten Dr. med. Ludwig Joſeph Ble-
ſer
geb. Der ideal veranlagte Va-
ter befaßte ſich viel mit der Erzie-
hung ſeiner beiden Töchter und er-
öffnete ihnen Blicke in die verſchie-
denſten Wiſſenſchaften, während die
Mutter ſie mit allen Einzelheiten des
Haushalts vertraut machte. Häu-
figer Beſuch bei der Großmutter in
Moſelkern, wo die Düſſeldorfer Mei-
ſter viel verkehrten, erweckte in Vik-
torine den Entſchluß, ſich der Maler-
kunſt zu widmen. Schon hatte der
Vater ihr bereits den Beſuch der

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[142/0146] End End Ende am, ſ. am Ende! *Enderling, Paul, geboren am 22. April 1876 in Danzig, beſuchte das dortige königl. Gymnaſium und wurde ſchon zu dieſer Zeit durch die Lokalgeſchichte der alten, ſagenum- wobenen Hanſaſtadt zu ſchriftſtelleri- ſchen Beiträgen für dortige Blätter angeregt. Er ſtudierte dann in Kö- nigsberg u. Berlin und lebte hinfort hier oder in den Vororten als freier Schriftſteller. Als ſolcher kämpft er beſonders für eine gerechte Würdi- gung der Frau in ihren geſellſchaft- lichen Verhältniſſen. Jetzt (1909) hat er ſeinen Wohnſitz in Stuttgart. S: Tolle Novellen, 1903. – Japaniſche Novellen und Gedichte, 1907. Enders, M. A., Pſeud. für Anna Biebendt; ſ. d! Enders, Johann Nepomuk, pſd. Johann von Hradiſch, wurde am 3. Mai 1815 zu Ungariſch-Hra- diſch in Mähren als der Sohn eines kaiſerlichen Beamten gebor., beſuchte ſeit ſeinem vierten Jahre die Schule in Welka, ſpäter die zu Bielitz u. Te- ſchen, und trat, kaum 15 Jahre alt, in die Dienſte des Magiſtrats zu Bie- litz und nachmals in jene des Magi- ſtrats zu Friedek in Schleſien. Da aber das Kanzleifach ihm durchaus keine Befriedigung zu ſchaffen ver- mochte, gab er nach zwei Jahren die Amtspraxis auf und wandte ſich dem Handelsgeſchäfte zu. An der Seite des Kaufmanns Val. Mierka, der zu- gleich auch Arzt und Apotheker war, fand er reichliche Gelegenheit zur Er- werbung ökonomiſcher u. chemiſcher Kenntniſſe, während er auch in der Muſik und Malerei ſich vervollkomm- nete. Jm Jahre 1839 abſolvierte er an der Univerſität zu Olmütz Philo- ſophie, techniſche Chemie und Phar- makognoſie und beſtand die Prüfun- gen vorzüglich; 1840 wohnte er den Vorleſungen am Polytechnikum in Wien bei u. begab ſich von dort nach Neutitſchein, wo er 1843 ein ſelbſtän- diges Handelsgeſchäft etablierte, das er bald zu großer Blüte hob; 1850 eröffnete er eine Buchdruckerei und 1851 gründete er die viele Jahre beſtehende Zeitſchrift „Die Biene“, mit der er von 1854–57 einen „All- gemeinen Anzeiger“ und 1854 und 1856 ein „Novellen-Album“ verband. Zu dieſen Unternehmungen kamen ſpäter noch eine Verlagsbuchhand- lung, ein förmliches Kunſtgeſchäft, eine lithographiſche Anſtalt, eine Buchbinderei, Kolorieranſtalt, und daneben war er ſeit 1849 als Aus- ſchußmitglied der Gemeindevertre- tung auch raſtlos für die Jntereſſen ſeiner Kommune tätig. Er ſtarb am 11. März 1877. S: Efeuranken (En., Nn., Sg.), 1852. – Genrebilder und Humoresken, 1853. – Blüten für Geiſt und Herz (En., Sg., Sk.), 3. A., 1869. – Kosmologiſche Aphorismen, 1863. – Kaiſer-Lieder, 1868. – Pa- triot. Dichtungen, 1870. – Frauenlob (Ge., Sentenzen), 1867. – Der Kaiſer- tag (Melodr.), 1874. – Feldroſen (Ge., Nn., En., Sk.), 1874. – Drama- tiſche Kleinigkeiten, 1872. – Verſchie- dene Anthologien, Sammlungen von Volksſagen und Märchen. Endersdorf, Anton, Pſeud. für Anton Hilgert; ſ. d.! *Endler, Viktorine, pſeud. Anto- nie Haupt, wurde am 17. Januar 1853 zu Trier als die Tochter des als Arzt und Gelehrter gleich ausgezeich- neten Dr. med. Ludwig Joſeph Ble- ſer geb. Der ideal veranlagte Va- ter befaßte ſich viel mit der Erzie- hung ſeiner beiden Töchter und er- öffnete ihnen Blicke in die verſchie- denſten Wiſſenſchaften, während die Mutter ſie mit allen Einzelheiten des Haushalts vertraut machte. Häu- figer Beſuch bei der Großmutter in Moſelkern, wo die Düſſeldorfer Mei- ſter viel verkehrten, erweckte in Vik- torine den Entſchluß, ſich der Maler- kunſt zu widmen. Schon hatte der Vater ihr bereits den Beſuch der *

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Zitationshilfe: Brümmer, Franz: Lexikon der deutschen Dichter und Prosaisten vom Beginn des 19. Jahrhunderts bis zur Gegenwart. Bd. 2. 6. Aufl. Leipzig, 1913, S. 142. In: Deutsches Textarchiv <http://www.deutschestextarchiv.de/bruemmer_lexikon02_1913/146>, abgerufen am 20.03.2019.