Anmelden (DTAQ) DWDS     dlexDB     CLARIN-D

Brümmer, Franz: Lexikon der deutschen Dichter und Prosaisten vom Beginn des 19. Jahrhunderts bis zur Gegenwart. Bd. 2. 6. Aufl. Leipzig, 1913.

Bild:
<< vorherige Seite


[Spaltenumbruch]

Deu
im Sept. d. J. als Religionslehrer
von der jüdischen Gemeinde in Brünn
berufen und am 1. Dezbr. 1882 von
der österreich. Unterrichtsverwaltung
zum Lehrer der jüdischen Religion an
den deutschen Staatsmittelschulen
dieser Stadt bestellt. Jm Sept. 1887
ging er als Rabbiner nach Brüx und
am 1. Septbr. 1891 nach Cincinnati
(Ohio) in Nord-Amerika, wo er eine
Professur für jüdische Geschichte und
Religionsphilosophie am Hebrew
Union College
(Rabbinerseminar)
übernahm und seit 1903 auch die Di-
rektion dieser Anstalt führte. Er lebt
und wirkt noch jetzt (1911) in Cin-
cinnati. Er gab längere Zeit die Mo-
natsschrift "Deborah" heraus u. war
Redaktionsmitglied der Jewish En-
cyclopedia.

S:

Andere Zeiten (E. a.
d. jüdischen Leben der jüngsten Ver-
gangenh.), 1898. - Unlösbare Fesseln
(E. a. d. jüd. Leben d. Gegenwart),
1903.

*Deutsch, Karl,

geb. am 23. Febr.
1859 zu Jmst in Tirol, wo sein Va-
ter Apotheker war, kam nach Absol-
vierung der dortigen Volksschule auf
die Realschule in Jnnsbruck, wo er
sich nach des Vaters Wunsch zum
Techniker vorbilden sollte. Da aber
dieser Beruf dem Knaben gar nicht
zusagte, gestattete sein Vater den Über-
tritt zum Gymnasium u. später auch
die Erlernung der Pharmacie. Jm
Mai 1880 bezog D. die Universität
Jnnsbruck, wo er im Juli 1882 als
Mag. Pharm. graduiert wurde, stu-
dierte dann noch zwei weitere Se-
mester unter Prof. Sennhofer und
Dr. Brummer Chemie u. kehrte 1884
nach Jmst zurück, wo er 1890 die
väterliche Apotheke übernahm, die er
bis 1900 selbst leitete. Während die-
ser Zeit, wo er ganz unter dem Volke
lebte und tiefe Einblicke in das Ti-
roler Volksleben gewann, da ihm die
Leute ihr vollstes Vertrauen schenkten,
entstanden seine ersten literarischen
Arbeiten, die das Volksleben im obe-
[Spaltenumbruch]

Dev
ren Jnntal schildern und meist im
"Tiroler Tagblatt" und in der "Ti-
roler Landzeitung" erschienen. Für
letztere schrieb er zwei Jahre lang
wöchentlich u. d. T. "D'Rofer Katl"
einen Artikel in Jmster Mundart.
Nachdem er 1900 seine Apotheke ver-
kauft, widmet er sich vorwiegend der
Schriftstellerei und lebt während des
Sommers in Jmst und während des
Winters in München, dem Geburts-
ort seiner Gattin.

S:

A Sträußla
vom Berg (Ge. in Oberinntaler Mdt.),
1890. - Wo der Jochwind pfeift
(Geschn. a. Tirol), 1903. - Der Jä-
ger vom Steinsee (E. a. d. Zeit der
Tiroler Freiheitskämpfe), 1903. -
Die Gottlosen (E. a. Tirol), 1905.

Deutsch, Karoline,

Pseudon. für
Karoline Weiß; s. d.!

Deutsch, Richard Friedrich,

siehe
Richard A. Edon!

Deutschmann, E.,

Pseudon. für
Paul Lippert; s. d.!

Deutschmann, Marie,

pseud. M.
Albert, wurde am 15. Aug. 1841
in Goldap (Ostpreußen) als die Toch-
ter eines Pfarrers geboren. Sie legte
1871 in Königsberg das Lehrerin-
nenexamen ab, erteilte dann Unter-
richt u. studierte daneben Sprachen,
Philosophie u. Poesie. Obwohl früh-
zeitig zur Schriftstellerei hinneigend,
kam sie doch erst zu regelmäßigem,
literarischem Schaffen, seit sie sich
1874 in Halle a. S. niedergelassen
hatte. Sie schrieb eine Reihe von
Novellen u. Skizzen für verschiedene
Zeitungen, auch mehrere Libretti für
Komponisten. Später lebte sie eine
Zeitlang in Arnstadt und Weilburg,
hat aber seit 1891 ihren ständigen
Wohnsitz wieder in Halle a. S.

S:


Ohne Sterben kommt man nicht zum
Leben! (E.), 1884. - Sonnenstrahl
N.), 1906. Claudia (Dr.), 1906. -
Spes unica (R.), 1907. - Unschuldig
(R.), 1908.

Deviloff, Paul,

Pseud. für Jo-
seph von Doblhoff;
s. d.!

*


[Spaltenumbruch]

Deu
im Sept. d. J. als Religionslehrer
von der jüdiſchen Gemeinde in Brünn
berufen und am 1. Dezbr. 1882 von
der öſterreich. Unterrichtsverwaltung
zum Lehrer der jüdiſchen Religion an
den deutſchen Staatsmittelſchulen
dieſer Stadt beſtellt. Jm Sept. 1887
ging er als Rabbiner nach Brüx und
am 1. Septbr. 1891 nach Cincinnati
(Ohio) in Nord-Amerika, wo er eine
Profeſſur für jüdiſche Geſchichte und
Religionsphiloſophie am Hebrew
Union College
(Rabbinerſeminar)
übernahm und ſeit 1903 auch die Di-
rektion dieſer Anſtalt führte. Er lebt
und wirkt noch jetzt (1911) in Cin-
cinnati. Er gab längere Zeit die Mo-
natsſchrift „Deborah“ heraus u. war
Redaktionsmitglied der Jewish En-
cyclopedia.

S:

Andere Zeiten (E. a.
d. jüdiſchen Leben der jüngſten Ver-
gangenh.), 1898. – Unlösbare Feſſeln
(E. a. d. jüd. Leben d. Gegenwart),
1903.

*Deutſch, Karl,

geb. am 23. Febr.
1859 zu Jmſt in Tirol, wo ſein Va-
ter Apotheker war, kam nach Abſol-
vierung der dortigen Volksſchule auf
die Realſchule in Jnnsbruck, wo er
ſich nach des Vaters Wunſch zum
Techniker vorbilden ſollte. Da aber
dieſer Beruf dem Knaben gar nicht
zuſagte, geſtattete ſein Vater den Über-
tritt zum Gymnaſium u. ſpäter auch
die Erlernung der Pharmacie. Jm
Mai 1880 bezog D. die Univerſität
Jnnsbruck, wo er im Juli 1882 als
Mag. Pharm. graduiert wurde, ſtu-
dierte dann noch zwei weitere Se-
meſter unter Prof. Sennhofer und
Dr. Brummer Chemie u. kehrte 1884
nach Jmſt zurück, wo er 1890 die
väterliche Apotheke übernahm, die er
bis 1900 ſelbſt leitete. Während die-
ſer Zeit, wo er ganz unter dem Volke
lebte und tiefe Einblicke in das Ti-
roler Volksleben gewann, da ihm die
Leute ihr vollſtes Vertrauen ſchenkten,
entſtanden ſeine erſten literariſchen
Arbeiten, die das Volksleben im obe-
[Spaltenumbruch]

Dev
ren Jnntal ſchildern und meiſt im
„Tiroler Tagblatt“ und in der „Ti-
roler Landzeitung“ erſchienen. Für
letztere ſchrieb er zwei Jahre lang
wöchentlich u. d. T. „D’Rofer Katl“
einen Artikel in Jmſter Mundart.
Nachdem er 1900 ſeine Apotheke ver-
kauft, widmet er ſich vorwiegend der
Schriftſtellerei und lebt während des
Sommers in Jmſt und während des
Winters in München, dem Geburts-
ort ſeiner Gattin.

S:

A Sträußla
vom Berg (Ge. in Oberinntaler Mdt.),
1890. – Wo der Jochwind pfeift
(Geſchn. a. Tirol), 1903. – Der Jä-
ger vom Steinſee (E. a. d. Zeit der
Tiroler Freiheitskämpfe), 1903. –
Die Gottloſen (E. a. Tirol), 1905.

Deutſch, Karoline,

Pſeudon. für
Karoline Weiß; ſ. d.!

Deutſch, Richard Friedrich,

ſiehe
Richard A. Edon!

Deutſchmann, E.,

Pſeudon. für
Paul Lippert; ſ. d.!

Deutſchmann, Marie,

pſeud. M.
Albert, wurde am 15. Aug. 1841
in Goldap (Oſtpreußen) als die Toch-
ter eines Pfarrers geboren. Sie legte
1871 in Königsberg das Lehrerin-
nenexamen ab, erteilte dann Unter-
richt u. ſtudierte daneben Sprachen,
Philoſophie u. Poeſie. Obwohl früh-
zeitig zur Schriftſtellerei hinneigend,
kam ſie doch erſt zu regelmäßigem,
literariſchem Schaffen, ſeit ſie ſich
1874 in Halle a. S. niedergelaſſen
hatte. Sie ſchrieb eine Reihe von
Novellen u. Skizzen für verſchiedene
Zeitungen, auch mehrere Libretti für
Komponiſten. Später lebte ſie eine
Zeitlang in Arnſtadt und Weilburg,
hat aber ſeit 1891 ihren ſtändigen
Wohnſitz wieder in Halle a. S.

S:


Ohne Sterben kommt man nicht zum
Leben! (E.), 1884. – Sonnenſtrahl
N.), 1906. Claudia (Dr.), 1906. –
Spes unica (R.), 1907. – Unſchuldig
(R.), 1908.

Deviloff, Paul,

Pſeud. für Jo-
ſeph von Doblhoff;
ſ. d.!

*
<TEI>
  <text>
    <body>
      <div type="index" n="1">
        <p><pb facs="#f0015" n="11"/><lb/><cb/><lb/>
<fw type="header" place="top"><hi rendition="#g">Deu</hi></fw><lb/>
im Sept. d. J. als Religionslehrer<lb/>
von der jüdi&#x017F;chen Gemeinde in Brünn<lb/>
berufen und am 1. Dezbr. 1882 von<lb/>
der ö&#x017F;terreich. Unterrichtsverwaltung<lb/>
zum Lehrer der jüdi&#x017F;chen Religion an<lb/>
den deut&#x017F;chen Staatsmittel&#x017F;chulen<lb/>
die&#x017F;er Stadt be&#x017F;tellt. Jm Sept. 1887<lb/>
ging er als Rabbiner nach Brüx und<lb/>
am 1. Septbr. 1891 nach Cincinnati<lb/>
(Ohio) in Nord-Amerika, wo er eine<lb/>
Profe&#x017F;&#x017F;ur für jüdi&#x017F;che Ge&#x017F;chichte und<lb/>
Religionsphilo&#x017F;ophie am <hi rendition="#aq">Hebrew<lb/>
Union College</hi> (Rabbiner&#x017F;eminar)<lb/>
übernahm und &#x017F;eit 1903 auch die Di-<lb/>
rektion die&#x017F;er An&#x017F;talt führte. Er lebt<lb/>
und wirkt noch jetzt (1911) in Cin-<lb/>
cinnati. Er gab längere Zeit die Mo-<lb/>
nats&#x017F;chrift &#x201E;Deborah&#x201C; heraus u. war<lb/>
Redaktionsmitglied der <hi rendition="#aq">Jewish En-<lb/>
cyclopedia.</hi> </p><lb/>
        <div type="bibliography" n="2">
          <head> <hi rendition="#i">S:</hi> </head>
          <p> Andere Zeiten (E. a.<lb/>
d. jüdi&#x017F;chen Leben der jüng&#x017F;ten Ver-<lb/>
gangenh.), 1898. &#x2013; Unlösbare Fe&#x017F;&#x017F;eln<lb/>
(E. a. d. jüd. Leben d. Gegenwart),<lb/>
1903.</p><lb/>
        </div>
      </div><lb/>
      <div type="index" n="1">
        <head>*<hi rendition="#b">Deut&#x017F;ch,</hi> Karl,</head>
        <p> geb. am 23. Febr.<lb/>
1859 zu Jm&#x017F;t in Tirol, wo &#x017F;ein Va-<lb/>
ter Apotheker war, kam nach Ab&#x017F;ol-<lb/>
vierung der dortigen Volks&#x017F;chule auf<lb/>
die Real&#x017F;chule in Jnnsbruck, wo er<lb/>
&#x017F;ich nach des Vaters Wun&#x017F;ch zum<lb/>
Techniker vorbilden &#x017F;ollte. Da aber<lb/>
die&#x017F;er Beruf dem Knaben gar nicht<lb/>
zu&#x017F;agte, ge&#x017F;tattete &#x017F;ein Vater den Über-<lb/>
tritt zum Gymna&#x017F;ium u. &#x017F;päter auch<lb/>
die Erlernung der Pharmacie. Jm<lb/>
Mai 1880 bezog D. die Univer&#x017F;ität<lb/>
Jnnsbruck, wo er im Juli 1882 als<lb/><hi rendition="#aq">Mag. Pharm.</hi> graduiert wurde, &#x017F;tu-<lb/>
dierte dann noch zwei weitere Se-<lb/>
me&#x017F;ter unter Prof. Sennhofer und<lb/><hi rendition="#aq">Dr.</hi> Brummer Chemie u. kehrte 1884<lb/>
nach Jm&#x017F;t zurück, wo er 1890 die<lb/>
väterliche Apotheke übernahm, die er<lb/>
bis 1900 &#x017F;elb&#x017F;t leitete. Während die-<lb/>
&#x017F;er Zeit, wo er ganz unter dem Volke<lb/>
lebte und tiefe Einblicke in das Ti-<lb/>
roler Volksleben gewann, da ihm die<lb/>
Leute ihr voll&#x017F;tes Vertrauen &#x017F;chenkten,<lb/>
ent&#x017F;tanden &#x017F;eine er&#x017F;ten literari&#x017F;chen<lb/>
Arbeiten, die das Volksleben im obe-<lb/><cb/><lb/>
<fw type="header" place="top"><hi rendition="#g">Dev</hi></fw><lb/>
ren Jnntal &#x017F;childern und mei&#x017F;t im<lb/>
&#x201E;Tiroler Tagblatt&#x201C; und in der &#x201E;Ti-<lb/>
roler Landzeitung&#x201C; er&#x017F;chienen. Für<lb/>
letztere &#x017F;chrieb er zwei Jahre lang<lb/>
wöchentlich u. d. T. &#x201E;D&#x2019;Rofer Katl&#x201C;<lb/>
einen Artikel in Jm&#x017F;ter Mundart.<lb/>
Nachdem er 1900 &#x017F;eine Apotheke ver-<lb/>
kauft, widmet er &#x017F;ich vorwiegend der<lb/>
Schrift&#x017F;tellerei und lebt während des<lb/>
Sommers in Jm&#x017F;t und während des<lb/>
Winters in München, dem Geburts-<lb/>
ort &#x017F;einer Gattin. </p><lb/>
        <div type="bibliography" n="2">
          <head> <hi rendition="#i">S:</hi> </head>
          <p> A Sträußla<lb/>
vom Berg (Ge. in Oberinntaler Mdt.),<lb/>
1890. &#x2013; Wo der Jochwind pfeift<lb/>
(Ge&#x017F;chn. a. Tirol), 1903. &#x2013; Der Jä-<lb/>
ger vom Stein&#x017F;ee (E. a. d. Zeit der<lb/>
Tiroler Freiheitskämpfe), 1903. &#x2013;<lb/>
Die Gottlo&#x017F;en (E. a. Tirol), 1905.</p><lb/>
        </div>
      </div><lb/>
      <div type="index" n="1">
        <head><hi rendition="#b">Deut&#x017F;ch,</hi> Karoline,</head>
        <p> P&#x017F;eudon. für<lb/><hi rendition="#g">Karoline Weiß;</hi> &#x017F;. d.!</p><lb/>
      </div><lb/>
      <div type="index" n="1">
        <head><hi rendition="#b">Deut&#x017F;ch,</hi> Richard Friedrich,</head>
        <p> &#x017F;iehe<lb/><hi rendition="#g">Richard A. Edon!</hi></p><lb/>
      </div><lb/>
      <div type="index" n="1">
        <head><hi rendition="#b">Deut&#x017F;chmann,</hi> E.,</head>
        <p> P&#x017F;eudon. für<lb/><hi rendition="#g">Paul Lippert;</hi> &#x017F;. d.!</p><lb/>
      </div><lb/>
      <div type="index" n="1">
        <head><hi rendition="#b">Deut&#x017F;chmann,</hi> Marie,</head>
        <p> p&#x017F;eud. M.<lb/><hi rendition="#g">Albert,</hi> wurde am 15. Aug. 1841<lb/>
in Goldap (O&#x017F;tpreußen) als die Toch-<lb/>
ter eines Pfarrers geboren. Sie legte<lb/>
1871 in Königsberg das Lehrerin-<lb/>
nenexamen ab, erteilte dann Unter-<lb/>
richt u. &#x017F;tudierte daneben Sprachen,<lb/>
Philo&#x017F;ophie u. Poe&#x017F;ie. Obwohl früh-<lb/>
zeitig zur Schrift&#x017F;tellerei hinneigend,<lb/>
kam &#x017F;ie doch er&#x017F;t zu regelmäßigem,<lb/>
literari&#x017F;chem Schaffen, &#x017F;eit &#x017F;ie &#x017F;ich<lb/>
1874 in Halle a. S. niedergela&#x017F;&#x017F;en<lb/>
hatte. Sie &#x017F;chrieb eine Reihe von<lb/>
Novellen u. Skizzen für ver&#x017F;chiedene<lb/>
Zeitungen, auch mehrere Libretti für<lb/>
Komponi&#x017F;ten. Später lebte &#x017F;ie eine<lb/>
Zeitlang in Arn&#x017F;tadt und Weilburg,<lb/>
hat aber &#x017F;eit 1891 ihren &#x017F;tändigen<lb/>
Wohn&#x017F;itz wieder in Halle a. S. </p><lb/>
        <div type="bibliography" n="2">
          <head> <hi rendition="#i">S:</hi> </head>
          <p><lb/>
Ohne Sterben kommt man nicht zum<lb/>
Leben! (E.), 1884. &#x2013; Sonnen&#x017F;trahl<lb/>
N.), 1906. Claudia (Dr.), 1906. &#x2013;<lb/><hi rendition="#aq">Spes unica</hi> (R.), 1907. &#x2013; Un&#x017F;chuldig<lb/>
(R.), 1908.</p><lb/>
        </div>
      </div><lb/>
      <div type="index" n="1">
        <head><hi rendition="#b">Deviloff,</hi> Paul,</head>
        <p> P&#x017F;eud. für <hi rendition="#g">Jo-<lb/>
&#x017F;eph von Doblhoff;</hi> &#x017F;. d.!</p><lb/>
        <fw type="sig" place="bottom">*</fw><lb/>
      </div>
    </body>
  </text>
</TEI>
[11/0015] Deu Dev im Sept. d. J. als Religionslehrer von der jüdiſchen Gemeinde in Brünn berufen und am 1. Dezbr. 1882 von der öſterreich. Unterrichtsverwaltung zum Lehrer der jüdiſchen Religion an den deutſchen Staatsmittelſchulen dieſer Stadt beſtellt. Jm Sept. 1887 ging er als Rabbiner nach Brüx und am 1. Septbr. 1891 nach Cincinnati (Ohio) in Nord-Amerika, wo er eine Profeſſur für jüdiſche Geſchichte und Religionsphiloſophie am Hebrew Union College (Rabbinerſeminar) übernahm und ſeit 1903 auch die Di- rektion dieſer Anſtalt führte. Er lebt und wirkt noch jetzt (1911) in Cin- cinnati. Er gab längere Zeit die Mo- natsſchrift „Deborah“ heraus u. war Redaktionsmitglied der Jewish En- cyclopedia. S: Andere Zeiten (E. a. d. jüdiſchen Leben der jüngſten Ver- gangenh.), 1898. – Unlösbare Feſſeln (E. a. d. jüd. Leben d. Gegenwart), 1903. *Deutſch, Karl, geb. am 23. Febr. 1859 zu Jmſt in Tirol, wo ſein Va- ter Apotheker war, kam nach Abſol- vierung der dortigen Volksſchule auf die Realſchule in Jnnsbruck, wo er ſich nach des Vaters Wunſch zum Techniker vorbilden ſollte. Da aber dieſer Beruf dem Knaben gar nicht zuſagte, geſtattete ſein Vater den Über- tritt zum Gymnaſium u. ſpäter auch die Erlernung der Pharmacie. Jm Mai 1880 bezog D. die Univerſität Jnnsbruck, wo er im Juli 1882 als Mag. Pharm. graduiert wurde, ſtu- dierte dann noch zwei weitere Se- meſter unter Prof. Sennhofer und Dr. Brummer Chemie u. kehrte 1884 nach Jmſt zurück, wo er 1890 die väterliche Apotheke übernahm, die er bis 1900 ſelbſt leitete. Während die- ſer Zeit, wo er ganz unter dem Volke lebte und tiefe Einblicke in das Ti- roler Volksleben gewann, da ihm die Leute ihr vollſtes Vertrauen ſchenkten, entſtanden ſeine erſten literariſchen Arbeiten, die das Volksleben im obe- ren Jnntal ſchildern und meiſt im „Tiroler Tagblatt“ und in der „Ti- roler Landzeitung“ erſchienen. Für letztere ſchrieb er zwei Jahre lang wöchentlich u. d. T. „D’Rofer Katl“ einen Artikel in Jmſter Mundart. Nachdem er 1900 ſeine Apotheke ver- kauft, widmet er ſich vorwiegend der Schriftſtellerei und lebt während des Sommers in Jmſt und während des Winters in München, dem Geburts- ort ſeiner Gattin. S: A Sträußla vom Berg (Ge. in Oberinntaler Mdt.), 1890. – Wo der Jochwind pfeift (Geſchn. a. Tirol), 1903. – Der Jä- ger vom Steinſee (E. a. d. Zeit der Tiroler Freiheitskämpfe), 1903. – Die Gottloſen (E. a. Tirol), 1905. Deutſch, Karoline, Pſeudon. für Karoline Weiß; ſ. d.! Deutſch, Richard Friedrich, ſiehe Richard A. Edon! Deutſchmann, E., Pſeudon. für Paul Lippert; ſ. d.! Deutſchmann, Marie, pſeud. M. Albert, wurde am 15. Aug. 1841 in Goldap (Oſtpreußen) als die Toch- ter eines Pfarrers geboren. Sie legte 1871 in Königsberg das Lehrerin- nenexamen ab, erteilte dann Unter- richt u. ſtudierte daneben Sprachen, Philoſophie u. Poeſie. Obwohl früh- zeitig zur Schriftſtellerei hinneigend, kam ſie doch erſt zu regelmäßigem, literariſchem Schaffen, ſeit ſie ſich 1874 in Halle a. S. niedergelaſſen hatte. Sie ſchrieb eine Reihe von Novellen u. Skizzen für verſchiedene Zeitungen, auch mehrere Libretti für Komponiſten. Später lebte ſie eine Zeitlang in Arnſtadt und Weilburg, hat aber ſeit 1891 ihren ſtändigen Wohnſitz wieder in Halle a. S. S: Ohne Sterben kommt man nicht zum Leben! (E.), 1884. – Sonnenſtrahl N.), 1906. Claudia (Dr.), 1906. – Spes unica (R.), 1907. – Unſchuldig (R.), 1908. Deviloff, Paul, Pſeud. für Jo- ſeph von Doblhoff; ſ. d.! *

Suche im Werk

Hilfe

Informationen zum Werk

Download dieses Werks

XML (TEI P5) · HTML · Text
TCF (text annotation layer)
TCF (tokenisiert, serialisiert, lemmatisiert, normalisiert)
XML (TEI P5 inkl. att.linguistic)

Metadaten zum Werk

TEI-Header · CMDI · Dublin Core

Ansichten dieser Seite

Voyant Tools ?

Feedback

Sie haben einen Fehler gefunden? Dann können Sie diesen über unsere Qualitätssicherungsplattform DTAQ melden.

Kommentar zur DTA-Ausgabe

Dieses Werk wurde gemäß den DTA-Transkriptionsrichtlinien im Double-Keying-Verfahren von Nicht-Muttersprachlern erfasst und in XML/TEI P5 nach DTA-Basisformat kodiert.




Ansicht auf Standard zurückstellen

URL zu diesem Werk: http://www.deutschestextarchiv.de/bruemmer_lexikon02_1913
URL zu dieser Seite: http://www.deutschestextarchiv.de/bruemmer_lexikon02_1913/15
Zitationshilfe: Brümmer, Franz: Lexikon der deutschen Dichter und Prosaisten vom Beginn des 19. Jahrhunderts bis zur Gegenwart. Bd. 2. 6. Aufl. Leipzig, 1913, S. 11. In: Deutsches Textarchiv <http://www.deutschestextarchiv.de/bruemmer_lexikon02_1913/15>, abgerufen am 19.02.2019.