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Brümmer, Franz: Lexikon der deutschen Dichter und Prosaisten vom Beginn des 19. Jahrhunderts bis zur Gegenwart. Bd. 2. 6. Aufl. Leipzig, 1913.

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Ett
2. A. 1892. - Harfenklänge (Ge.),
1886. - Die Seligpreisungen des
Herrn in freier poet. Fassung, 1899.
Das heilige Vater-Unser (D.), 1899.
- Der verlorene Sohn (Bibl. D.),
1899. - Joseph. Ein großes Muster
der Nacheiferung (Ep. D.), 1899.

Ettinger, Paul,

pseud. Ferdi-
nand Friedland,
wurde am 1.
März 1857 zu Münsterberg in Schle-
sien geboren, besuchte die dortige
Volksschule, seit 1870 das Friedrichs-
Gymnasium in Breslau, mußte das-
selbe aber, durch Vermögensverhält-
nisse gezwungen, in der Prima (1877)
verlassen und wandte sich nunmehr
der Beamtenlaufbahn zu. Nachdem
er zwei Jahre im Vorbereitungs-
dienst tätig gewesen, trat er am 3. Juli
1879 bei der Regierung in Breslau
in den Staatsdienst und fungierte
daselbst als Regierungssekretär, bis
er 1901 in den Ruhestand trat. Er
siedelte nun nach Hünern bei Bres-
lau über, wo er am 30. Septbr. 1903
starb.

S:

Sejans Tod (Histor. Tr.),
1890.

*Ettlinger, Joseph,

pseudonym
Engelbert Holm, wurde am 22.
Oktbr. 1869 zu Karlsruhe in Baden
geboren und für den musikalischen
Beruf bestimmt. Er besuchte deshalb
das Gymnasium u. Konservatorium
in Karlsruhe, ging 1887 nach Berlin,
wo er bei Xaver Scharwenka noch ein
halbes Jahr Musik studierte, wandte
sich dann aber wissenschaftlichen Stu-
dien zu und hörte an den Universi-
täten Straßburg, Berlin u. Heidel-
berg Germanistik u. Geschichte. Nach-
dem er in Heidelberg Ende 1890 zum
Dr. phil. promoviert worden, siedelte
er 1891 gänzlich nach Berlin über,
um hier literarisch und journalistisch
tätig zu sein. Seit 1892 gehörte er
der Redaktion der "Berliner Neuesten
Nachrichten" an, verblieb in dersel-
ben bis Neujahr 1895, übernahm am
1. Juli 1895 das Berliner Redak-
tionsbureau des "Frankfurter Gene-
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Ett
ralanzeiger" und im Herbst 1898 die
Herausgabe der neuen Halbmonats-
schrift "Literarisches Echo". Auch
gibt er seit dem Sommer 1893 eine
eigene Feuilletonzeitung für Redak-
tionen, das "Salon-Feuilleton" her-
aus und ist seit 1903 Vorsitzender der
"Neuen Freien Volksbühne".

S:

Jhr
Geheimnis (Hum. n. d. Franz.), 1890.
- Christian Hofmann von Hofmanns-
waldau (Beitrag z. Literaturgesch.),
1891. - Theodor Fontane (Literar.
Studie), 1904. 5. T. 1906. - Ma-
dame Recamier, 1906. - Benjamin
Constant (Der R. e. Lebens), 1909.

*Ettlinger, Karl,

pseud. Karl-
chen,
geb. am 22. Januar 1882 in
Frankfurt a. M. als vierter Sohn des
Kaufmanns Emil E., besuchte daselbst
die Wöhlerschule und das Lessing-
Gymnasium bis zum Berechtigungs-
zeugnis für den einjährigen Militär-
dienst und trat dann in das Frank-
furter Bankgeschäft v. L. M. Oppen-
heimer ein. Nach zweijähriger Lehrzeit
trat er als Kommis zur "Deutschen
Vereinsbank" über, gab aber nach
zwei Jahren das Bankfach auf und
ging nach Leipzig, wo er eine Stelle
im Buchverlag annahm. Seine von
hier aus an die Redaktion der "Ju-
gend" in München gesandten Gedichte
hatten zur Folge, daß er an diesem
Blatte zunächst Redaktionssekretär u.
nach kurzer Zeit zum Redakteur be-
stellt wurde.

S:

Der neue Martial,
1905. - Ovids Lebenskunst (Eine
moderne Nachdichtung), 1906. - Das
Tagebuch eines Glücklich-Verheira-
teten, 1907. - Kraut unn Riewe (Ge-
samm. Gedichtcher v. eme alde Frank-
forder), 1907. - Der neue Juvenal
(Moderne Sat.), 1907. - Jn Freiheit
dressiert (Hum.), 3. A. 1908. - Unsere
Donna (Das Tagebuch eines moder-
nen Dienstmädchens), 1.-6. A. 1908.
- Fräulein Tugendschön, 1.-4. Aufl.
1909.

Ettmayer, Ritter von Adels-
burg,
Karl,

geb. am 17. Juli 1874

*


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Ett
2. A. 1892. – Harfenklänge (Ge.),
1886. – Die Seligpreiſungen des
Herrn in freier poet. Faſſung, 1899.
Das heilige Vater-Unſer (D.), 1899.
– Der verlorene Sohn (Bibl. D.),
1899. – Joſeph. Ein großes Muſter
der Nacheiferung (Ep. D.), 1899.

Ettinger, Paul,

pſeud. Ferdi-
nand Friedland,
wurde am 1.
März 1857 zu Münſterberg in Schle-
ſien geboren, beſuchte die dortige
Volksſchule, ſeit 1870 das Friedrichs-
Gymnaſium in Breslau, mußte das-
ſelbe aber, durch Vermögensverhält-
niſſe gezwungen, in der Prima (1877)
verlaſſen und wandte ſich nunmehr
der Beamtenlaufbahn zu. Nachdem
er zwei Jahre im Vorbereitungs-
dienſt tätig geweſen, trat er am 3. Juli
1879 bei der Regierung in Breslau
in den Staatsdienſt und fungierte
daſelbſt als Regierungsſekretär, bis
er 1901 in den Ruheſtand trat. Er
ſiedelte nun nach Hünern bei Bres-
lau über, wo er am 30. Septbr. 1903
ſtarb.

S:

Sejans Tod (Hiſtor. Tr.),
1890.

*Ettlinger, Joſeph,

pſeudonym
Engelbert Holm, wurde am 22.
Oktbr. 1869 zu Karlsruhe in Baden
geboren und für den muſikaliſchen
Beruf beſtimmt. Er beſuchte deshalb
das Gymnaſium u. Konſervatorium
in Karlsruhe, ging 1887 nach Berlin,
wo er bei Xaver Scharwenka noch ein
halbes Jahr Muſik ſtudierte, wandte
ſich dann aber wiſſenſchaftlichen Stu-
dien zu und hörte an den Univerſi-
täten Straßburg, Berlin u. Heidel-
berg Germaniſtik u. Geſchichte. Nach-
dem er in Heidelberg Ende 1890 zum
Dr. phil. promoviert worden, ſiedelte
er 1891 gänzlich nach Berlin über,
um hier literariſch und journaliſtiſch
tätig zu ſein. Seit 1892 gehörte er
der Redaktion der „Berliner Neueſten
Nachrichten“ an, verblieb in derſel-
ben bis Neujahr 1895, übernahm am
1. Juli 1895 das Berliner Redak-
tionsbureau des „Frankfurter Gene-
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Ett
ralanzeiger“ und im Herbſt 1898 die
Herausgabe der neuen Halbmonats-
ſchrift „Literariſches Echo“. Auch
gibt er ſeit dem Sommer 1893 eine
eigene Feuilletonzeitung für Redak-
tionen, das „Salon-Feuilleton“ her-
aus und iſt ſeit 1903 Vorſitzender der
„Neuen Freien Volksbühne“.

S:

Jhr
Geheimnis (Hum. n. d. Franz.), 1890.
– Chriſtian Hofmann von Hofmanns-
waldau (Beitrag z. Literaturgeſch.),
1891. – Theodor Fontane (Literar.
Studie), 1904. 5. T. 1906. – Ma-
dame Récamier, 1906. – Benjamin
Conſtant (Der R. e. Lebens), 1909.

*Ettlinger, Karl,

pſeud. Karl-
chen,
geb. am 22. Januar 1882 in
Frankfurt a. M. als vierter Sohn des
Kaufmanns Emil E., beſuchte daſelbſt
die Wöhlerſchule und das Leſſing-
Gymnaſium bis zum Berechtigungs-
zeugnis für den einjährigen Militär-
dienſt und trat dann in das Frank-
furter Bankgeſchäft v. L. M. Oppen-
heimer ein. Nach zweijähriger Lehrzeit
trat er als Kommis zur „Deutſchen
Vereinsbank“ über, gab aber nach
zwei Jahren das Bankfach auf und
ging nach Leipzig, wo er eine Stelle
im Buchverlag annahm. Seine von
hier aus an die Redaktion der „Ju-
gend“ in München geſandten Gedichte
hatten zur Folge, daß er an dieſem
Blatte zunächſt Redaktionsſekretär u.
nach kurzer Zeit zum Redakteur be-
ſtellt wurde.

S:

Der neue Martial,
1905. – Ovids Lebenskunſt (Eine
moderne Nachdichtung), 1906. – Das
Tagebuch eines Glücklich-Verheira-
teten, 1907. – Kraut unn Riewe (Ge-
ſamm. Gedichtcher v. eme alde Frank-
forder), 1907. – Der neue Juvenal
(Moderne Sat.), 1907. – Jn Freiheit
dreſſiert (Hum.), 3. A. 1908. – Unſere
Donna (Das Tagebuch eines moder-
nen Dienſtmädchens), 1.–6. A. 1908.
– Fräulein Tugendſchön, 1.–4. Aufl.
1909.

Ettmayer, Ritter von Adels-
burg,
Karl,

geb. am 17. Juli 1874

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[167/0171] Ett Ett 2. A. 1892. – Harfenklänge (Ge.), 1886. – Die Seligpreiſungen des Herrn in freier poet. Faſſung, 1899. Das heilige Vater-Unſer (D.), 1899. – Der verlorene Sohn (Bibl. D.), 1899. – Joſeph. Ein großes Muſter der Nacheiferung (Ep. D.), 1899. Ettinger, Paul, pſeud. Ferdi- nand Friedland, wurde am 1. März 1857 zu Münſterberg in Schle- ſien geboren, beſuchte die dortige Volksſchule, ſeit 1870 das Friedrichs- Gymnaſium in Breslau, mußte das- ſelbe aber, durch Vermögensverhält- niſſe gezwungen, in der Prima (1877) verlaſſen und wandte ſich nunmehr der Beamtenlaufbahn zu. Nachdem er zwei Jahre im Vorbereitungs- dienſt tätig geweſen, trat er am 3. Juli 1879 bei der Regierung in Breslau in den Staatsdienſt und fungierte daſelbſt als Regierungsſekretär, bis er 1901 in den Ruheſtand trat. Er ſiedelte nun nach Hünern bei Bres- lau über, wo er am 30. Septbr. 1903 ſtarb. S: Sejans Tod (Hiſtor. Tr.), 1890. *Ettlinger, Joſeph, pſeudonym Engelbert Holm, wurde am 22. Oktbr. 1869 zu Karlsruhe in Baden geboren und für den muſikaliſchen Beruf beſtimmt. Er beſuchte deshalb das Gymnaſium u. Konſervatorium in Karlsruhe, ging 1887 nach Berlin, wo er bei Xaver Scharwenka noch ein halbes Jahr Muſik ſtudierte, wandte ſich dann aber wiſſenſchaftlichen Stu- dien zu und hörte an den Univerſi- täten Straßburg, Berlin u. Heidel- berg Germaniſtik u. Geſchichte. Nach- dem er in Heidelberg Ende 1890 zum Dr. phil. promoviert worden, ſiedelte er 1891 gänzlich nach Berlin über, um hier literariſch und journaliſtiſch tätig zu ſein. Seit 1892 gehörte er der Redaktion der „Berliner Neueſten Nachrichten“ an, verblieb in derſel- ben bis Neujahr 1895, übernahm am 1. Juli 1895 das Berliner Redak- tionsbureau des „Frankfurter Gene- ralanzeiger“ und im Herbſt 1898 die Herausgabe der neuen Halbmonats- ſchrift „Literariſches Echo“. Auch gibt er ſeit dem Sommer 1893 eine eigene Feuilletonzeitung für Redak- tionen, das „Salon-Feuilleton“ her- aus und iſt ſeit 1903 Vorſitzender der „Neuen Freien Volksbühne“. S: Jhr Geheimnis (Hum. n. d. Franz.), 1890. – Chriſtian Hofmann von Hofmanns- waldau (Beitrag z. Literaturgeſch.), 1891. – Theodor Fontane (Literar. Studie), 1904. 5. T. 1906. – Ma- dame Récamier, 1906. – Benjamin Conſtant (Der R. e. Lebens), 1909. *Ettlinger, Karl, pſeud. Karl- chen, geb. am 22. Januar 1882 in Frankfurt a. M. als vierter Sohn des Kaufmanns Emil E., beſuchte daſelbſt die Wöhlerſchule und das Leſſing- Gymnaſium bis zum Berechtigungs- zeugnis für den einjährigen Militär- dienſt und trat dann in das Frank- furter Bankgeſchäft v. L. M. Oppen- heimer ein. Nach zweijähriger Lehrzeit trat er als Kommis zur „Deutſchen Vereinsbank“ über, gab aber nach zwei Jahren das Bankfach auf und ging nach Leipzig, wo er eine Stelle im Buchverlag annahm. Seine von hier aus an die Redaktion der „Ju- gend“ in München geſandten Gedichte hatten zur Folge, daß er an dieſem Blatte zunächſt Redaktionsſekretär u. nach kurzer Zeit zum Redakteur be- ſtellt wurde. S: Der neue Martial, 1905. – Ovids Lebenskunſt (Eine moderne Nachdichtung), 1906. – Das Tagebuch eines Glücklich-Verheira- teten, 1907. – Kraut unn Riewe (Ge- ſamm. Gedichtcher v. eme alde Frank- forder), 1907. – Der neue Juvenal (Moderne Sat.), 1907. – Jn Freiheit dreſſiert (Hum.), 3. A. 1908. – Unſere Donna (Das Tagebuch eines moder- nen Dienſtmädchens), 1.–6. A. 1908. – Fräulein Tugendſchön, 1.–4. Aufl. 1909. Ettmayer, Ritter von Adels- burg, Karl, geb. am 17. Juli 1874 *

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Zitationshilfe: Brümmer, Franz: Lexikon der deutschen Dichter und Prosaisten vom Beginn des 19. Jahrhunderts bis zur Gegenwart. Bd. 2. 6. Aufl. Leipzig, 1913, S. 167. In: Deutsches Textarchiv <http://www.deutschestextarchiv.de/bruemmer_lexikon02_1913/171>, abgerufen am 19.02.2019.