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Brümmer, Franz: Lexikon der deutschen Dichter und Prosaisten vom Beginn des 19. Jahrhunderts bis zur Gegenwart. Bd. 2. 6. Aufl. Leipzig, 1913.

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Ett
in Jessenetz bei Konitz in Mähren,
verlebte seine ersten Jugendjahre in
Wien, siedelte 1882 mit seinen Eltern
nach Trient in Südtirol über u. ab-
solvierte hier 1893 das deutsche Gym-
nasium. Er bezog dann die Univer-
sität Jnnsbruck, studierte hier erst
Medizin, wandte sich dann aber der
Philologie zu und widmete sich seit
1895 dem Studium der vergleichen-
den romanischen Sprachwissenschaft.
Nachdem er 1899 in Graz zum Dr. phil.
promoviert worden, wandte er sich
zunächst nach Wien, nahm dann aber
bald seinen Wohnsitz in Bozen (Ti-
rol).

S:

Adolf (Monologische Dn.),
1900.

Ettmüller, Ernst Moritz Lud-
wig,

wurde am 5. Oktober 1802 zu
Gersdorf in der sächsischen Oberlau-
sitz geboren, wo sein Vater Pfarrer
war. Von demselben in den Elemen-
ten der alten Sprachen vorgebildet,
besuchte er seit 1816 das Gymnasium
in Zittau und bezog 1823 die Uni-
versität in Leipzig. Hier studierte er
anfangs Medizin, wendete sich aber
bald dem Studium der germanischen
Sprachen und der Geschichte zu, be-
teiligte sich auch mit großem Eifer an
den Bestrebungen der Burschenschaft.
Nach Beendigung seiner Studien
(1826) lebte er teils bei seinen Eltern,
teils auf Reisen. Jm Jahre 1828
ging er nach Jena, wo er 1830 pro-
movierte u. sich als Dozent der phi-
losophischen Fakultät habilitierte u.
Vorlesungen über mittelhochdeutsche
Dichter hielt. Jm Jahre 1833 folgte
er einem Rufe als Professor der deut-
schen Sprache und Literatur an das
Gymnasium in Zürich; auch war er
an der dortigen Universität zugleich
als Privatdozent tätig; 1863 wurde
er als Gymnasiallehrer in den Ruhe-
stand versetzt, aber gleichzeitig zum
Professor an der Hochschule ernannt.
Als solcher starb er am 15. April 1877
zu Unterstraß bei Zürich.

S:

Deut-
sche Stammkönige (Stabreimende
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Eul
Behandlungen longobardischer Sa-
gen), 1844. - Das verhängnisvolle
Zahnweh, oder: Karl der Große und
der heilige Goar (Hum.), 1852. - Karl
der Große und das fränkische Jung-
frauenheer (Kom. Ep.), 1846. - Die
Lieder der Edda von den Nibelungen
(Stabreimende Verdeutschung), 1837.
- Beowulf (Heldenged. des 8. Jahrh.,
übers. u. hrsg.), 1840. - Gudrunlie-
der, 1841. - Heinrichs von Meißen
des Frauenlobes Leiche, Sprüche,
Streitgedichte und Lieder, hrsg. und
erläut., 1842. - Handbuch der deut-
schen Literatur, 1847. - Theophilus,
der Faust des Mittelalters (Schsp. a.
dem 14. Jahrh., hrsg.), 1849. - Alt-
nordisches Lesebuch, 1861. - Herbst-
abende und Winternächte (Gespräche
über deutsche Dichter u. Dichtungen);
III, 1865-67. - Altnordischer Sagen-
schatz, 1870. - Orendel u. Breide, eine
Rune des deutschen Heidentums, her-
ausgeg. 1858.

Etzel, Melanie von,

pseud. Klara
Jäger
und C. von Zell, wurde in
Berlin als die Tochter des (1850 +)
Generalmajors von E. geboren, ver-
mählte sich mit einem höheren Forst-
beamten und lebt nun verwitwet in
Charlottenburg. Sie ist seit 1855 als
Schriftstellerin tätig.

S:

Detta (N.),
1882. - Detta (N.). Wer war's?
(Ein wahres Erlebnis), 1901. - Hei-
matlos (R.), 1905.

Etzel, Theodor,

siehe Theodor
Schulze-Etzel!

Eugen, Franz,

Pseud. für Minna
Freiin von Reineck; s. d.!

Eule, Robert,

pseud. Fritz Pi-
storius,
wurde am 15. Oktbr. 1864
in Prettin (Prov. Sachsen) geboren,
studierte neuere Philologie und Ger-
manistik, wurde Dr. phil., absolvierte
im Febr. 1892 seine Oberlehrerprü-
fung und wirkt seit 1896 am Fried-
richs-Realgymnasium in Berlin. 1908
wurde er zum Professor ernannt.

S:


Tertianerzeit (Heitere Erinnergn. u.
ernste Betrachtgn.), 1902. - Prima-

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Ett
in Jeſſenetz bei Konitz in Mähren,
verlebte ſeine erſten Jugendjahre in
Wien, ſiedelte 1882 mit ſeinen Eltern
nach Trient in Südtirol über u. ab-
ſolvierte hier 1893 das deutſche Gym-
naſium. Er bezog dann die Univer-
ſität Jnnsbruck, ſtudierte hier erſt
Medizin, wandte ſich dann aber der
Philologie zu und widmete ſich ſeit
1895 dem Studium der vergleichen-
den romaniſchen Sprachwiſſenſchaft.
Nachdem er 1899 in Graz zum Dr. phil.
promoviert worden, wandte er ſich
zunächſt nach Wien, nahm dann aber
bald ſeinen Wohnſitz in Bozen (Ti-
rol).

S:

Adolf (Monologiſche Dn.),
1900.

Ettmüller, Ernſt Moritz Lud-
wig,

wurde am 5. Oktober 1802 zu
Gersdorf in der ſächſiſchen Oberlau-
ſitz geboren, wo ſein Vater Pfarrer
war. Von demſelben in den Elemen-
ten der alten Sprachen vorgebildet,
beſuchte er ſeit 1816 das Gymnaſium
in Zittau und bezog 1823 die Uni-
verſität in Leipzig. Hier ſtudierte er
anfangs Medizin, wendete ſich aber
bald dem Studium der germaniſchen
Sprachen und der Geſchichte zu, be-
teiligte ſich auch mit großem Eifer an
den Beſtrebungen der Burſchenſchaft.
Nach Beendigung ſeiner Studien
(1826) lebte er teils bei ſeinen Eltern,
teils auf Reiſen. Jm Jahre 1828
ging er nach Jena, wo er 1830 pro-
movierte u. ſich als Dozent der phi-
loſophiſchen Fakultät habilitierte u.
Vorleſungen über mittelhochdeutſche
Dichter hielt. Jm Jahre 1833 folgte
er einem Rufe als Profeſſor der deut-
ſchen Sprache und Literatur an das
Gymnaſium in Zürich; auch war er
an der dortigen Univerſität zugleich
als Privatdozent tätig; 1863 wurde
er als Gymnaſiallehrer in den Ruhe-
ſtand verſetzt, aber gleichzeitig zum
Profeſſor an der Hochſchule ernannt.
Als ſolcher ſtarb er am 15. April 1877
zu Unterſtraß bei Zürich.

S:

Deut-
ſche Stammkönige (Stabreimende
[Spaltenumbruch]

Eul
Behandlungen longobardiſcher Sa-
gen), 1844. – Das verhängnisvolle
Zahnweh, oder: Karl der Große und
der heilige Goar (Hum.), 1852. – Karl
der Große und das fränkiſche Jung-
frauenheer (Kom. Ep.), 1846. – Die
Lieder der Edda von den Nibelungen
(Stabreimende Verdeutſchung), 1837.
– Beowulf (Heldenged. des 8. Jahrh.,
überſ. u. hrsg.), 1840. – Gudrunlie-
der, 1841. – Heinrichs von Meißen
des Frauenlobes Leiche, Sprüche,
Streitgedichte und Lieder, hrsg. und
erläut., 1842. – Handbuch der deut-
ſchen Literatur, 1847. – Theophilus,
der Fauſt des Mittelalters (Schſp. a.
dem 14. Jahrh., hrsg.), 1849. – Alt-
nordiſches Leſebuch, 1861. – Herbſt-
abende und Winternächte (Geſpräche
über deutſche Dichter u. Dichtungen);
III, 1865–67. – Altnordiſcher Sagen-
ſchatz, 1870. – Orendel u. Brîde, eine
Rune des deutſchen Heidentums, her-
ausgeg. 1858.

Etzel, Melanie von,

pſeud. Klara
Jäger
und C. von Zell, wurde in
Berlin als die Tochter des (1850 †)
Generalmajors von E. geboren, ver-
mählte ſich mit einem höheren Forſt-
beamten und lebt nun verwitwet in
Charlottenburg. Sie iſt ſeit 1855 als
Schriftſtellerin tätig.

S:

Detta (N.),
1882. – Detta (N.). Wer war’s?
(Ein wahres Erlebnis), 1901. – Hei-
matlos (R.), 1905.

Etzel, Theodor,

ſiehe Theodor
Schulze-Etzel!

Eugen, Franz,

Pſeud. für Minna
Freiin von Reineck; ſ. d.!

Eule, Robert,

pſeud. Fritz Pi-
ſtorius,
wurde am 15. Oktbr. 1864
in Prettin (Prov. Sachſen) geboren,
ſtudierte neuere Philologie und Ger-
maniſtik, wurde Dr. phil., abſolvierte
im Febr. 1892 ſeine Oberlehrerprü-
fung und wirkt ſeit 1896 am Fried-
richs-Realgymnaſium in Berlin. 1908
wurde er zum Profeſſor ernannt.

S:


Tertianerzeit (Heitere Erinnergn. u.
ernſte Betrachtgn.), 1902. – Prima-

*
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[168/0172] Ett Eul in Jeſſenetz bei Konitz in Mähren, verlebte ſeine erſten Jugendjahre in Wien, ſiedelte 1882 mit ſeinen Eltern nach Trient in Südtirol über u. ab- ſolvierte hier 1893 das deutſche Gym- naſium. Er bezog dann die Univer- ſität Jnnsbruck, ſtudierte hier erſt Medizin, wandte ſich dann aber der Philologie zu und widmete ſich ſeit 1895 dem Studium der vergleichen- den romaniſchen Sprachwiſſenſchaft. Nachdem er 1899 in Graz zum Dr. phil. promoviert worden, wandte er ſich zunächſt nach Wien, nahm dann aber bald ſeinen Wohnſitz in Bozen (Ti- rol). S: Adolf (Monologiſche Dn.), 1900. Ettmüller, Ernſt Moritz Lud- wig, wurde am 5. Oktober 1802 zu Gersdorf in der ſächſiſchen Oberlau- ſitz geboren, wo ſein Vater Pfarrer war. Von demſelben in den Elemen- ten der alten Sprachen vorgebildet, beſuchte er ſeit 1816 das Gymnaſium in Zittau und bezog 1823 die Uni- verſität in Leipzig. Hier ſtudierte er anfangs Medizin, wendete ſich aber bald dem Studium der germaniſchen Sprachen und der Geſchichte zu, be- teiligte ſich auch mit großem Eifer an den Beſtrebungen der Burſchenſchaft. Nach Beendigung ſeiner Studien (1826) lebte er teils bei ſeinen Eltern, teils auf Reiſen. Jm Jahre 1828 ging er nach Jena, wo er 1830 pro- movierte u. ſich als Dozent der phi- loſophiſchen Fakultät habilitierte u. Vorleſungen über mittelhochdeutſche Dichter hielt. Jm Jahre 1833 folgte er einem Rufe als Profeſſor der deut- ſchen Sprache und Literatur an das Gymnaſium in Zürich; auch war er an der dortigen Univerſität zugleich als Privatdozent tätig; 1863 wurde er als Gymnaſiallehrer in den Ruhe- ſtand verſetzt, aber gleichzeitig zum Profeſſor an der Hochſchule ernannt. Als ſolcher ſtarb er am 15. April 1877 zu Unterſtraß bei Zürich. S: Deut- ſche Stammkönige (Stabreimende Behandlungen longobardiſcher Sa- gen), 1844. – Das verhängnisvolle Zahnweh, oder: Karl der Große und der heilige Goar (Hum.), 1852. – Karl der Große und das fränkiſche Jung- frauenheer (Kom. Ep.), 1846. – Die Lieder der Edda von den Nibelungen (Stabreimende Verdeutſchung), 1837. – Beowulf (Heldenged. des 8. Jahrh., überſ. u. hrsg.), 1840. – Gudrunlie- der, 1841. – Heinrichs von Meißen des Frauenlobes Leiche, Sprüche, Streitgedichte und Lieder, hrsg. und erläut., 1842. – Handbuch der deut- ſchen Literatur, 1847. – Theophilus, der Fauſt des Mittelalters (Schſp. a. dem 14. Jahrh., hrsg.), 1849. – Alt- nordiſches Leſebuch, 1861. – Herbſt- abende und Winternächte (Geſpräche über deutſche Dichter u. Dichtungen); III, 1865–67. – Altnordiſcher Sagen- ſchatz, 1870. – Orendel u. Brîde, eine Rune des deutſchen Heidentums, her- ausgeg. 1858. Etzel, Melanie von, pſeud. Klara Jäger und C. von Zell, wurde in Berlin als die Tochter des (1850 †) Generalmajors von E. geboren, ver- mählte ſich mit einem höheren Forſt- beamten und lebt nun verwitwet in Charlottenburg. Sie iſt ſeit 1855 als Schriftſtellerin tätig. S: Detta (N.), 1882. – Detta (N.). Wer war’s? (Ein wahres Erlebnis), 1901. – Hei- matlos (R.), 1905. Etzel, Theodor, ſiehe Theodor Schulze-Etzel! Eugen, Franz, Pſeud. für Minna Freiin von Reineck; ſ. d.! Eule, Robert, pſeud. Fritz Pi- ſtorius, wurde am 15. Oktbr. 1864 in Prettin (Prov. Sachſen) geboren, ſtudierte neuere Philologie und Ger- maniſtik, wurde Dr. phil., abſolvierte im Febr. 1892 ſeine Oberlehrerprü- fung und wirkt ſeit 1896 am Fried- richs-Realgymnaſium in Berlin. 1908 wurde er zum Profeſſor ernannt. S: Tertianerzeit (Heitere Erinnergn. u. ernſte Betrachtgn.), 1902. – Prima- *

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Zitationshilfe: Brümmer, Franz: Lexikon der deutschen Dichter und Prosaisten vom Beginn des 19. Jahrhunderts bis zur Gegenwart. Bd. 2. 6. Aufl. Leipzig, 1913, S. 168. In: Deutsches Textarchiv <http://www.deutschestextarchiv.de/bruemmer_lexikon02_1913/172>, abgerufen am 23.02.2019.