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Brümmer, Franz: Lexikon der deutschen Dichter und Prosaisten vom Beginn des 19. Jahrhunderts bis zur Gegenwart. Bd. 2. 6. Aufl. Leipzig, 1913.

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Dick
(Bühnen-M.), 1903.-Rosa Margarete
(Traum-M.), 1906. - Nurmahal (Mär-
chensp.), 1906. - Eine oriental. Nacht
(Lsp.), 1906. - Dunkle Geschicht., 1910.

*Dickmann, Hermann,

pseudon.
Franz Othen, wurde am 21. Juli
1836 in Mülheim an der Ruhr ge-
boren, widmete sich dem Lehrerstande
und besuchte von 1855-57 das Lehrer-
seminar in Mörs. Über seine Er-
fahrungen während dieser Zeit schrieb
er kurz darauf einen längeren Artikel
in Diesterwegs "Rheinischen Blät-
tern". Jm Jahre 1858 folgte er
einem Rufe nach England als Er-
zieher in einer deutschen Familie und
blieb in dieser Stellung bis Ostern
1872. Seitdem lebte er als Privat-
mann in Wiesbaden, wo jene Fami-
lie schon früher Wohnsitz genommen
hatte. Er starb daselbst am 29. Juni
1897.

S:

Gedichte, 1869. - Kriegs-
gedichte, 1870. - Ein Lebensspiegel
(Sprüche und Sinngedichte) 1873. -
Neuer Frühling (Ge.), 1874. - Rät-
selbuch für große und kleine Kinder,
1876. - Die Welt im Becher (Ge.),
1879. - Jedem das Seine. Ein welt-
lich Brevier, 1896.

Dido, Paul.,

Pseud. für Auguste
Cornelius;
s. d.!

*Dieckmann, Friedrich,

geb. am
10. Aug. 1858 in Stade (Hannover)
als Sohn des dortigen Superinten-
denten, studierte besonders Deutsch,
Geschichte und Erdkunde, legte nach
einjährigem Aufenthalte in Rom von
Ostern 1886-87 sein pädagogisches
Probejahr in Marburg zurück, erwarb
sich in dieser Zeit die Würde eines
Dr. phil. u. im Dezbr. 1886 die Qua-
lifikation als Oberlehrer und wurde
Ostern 1887 wissenschaftlicher Lehrer
in Wiesbaden. Von hier kam er 1893
als Oberlehrer an die höhere Töch-
terschule in Osnabrück, an der er jetzt
noch, und zwar seit 1905 als Pro-
fessor, tätig ist.

S:

Gedichte, 1886.

*Dieckmann, Marie,

geb. Stie-
low,
bekannt unter ihrem ersten
[Spaltenumbruch]

Die
Frauennamen Marie Maleckau.
unter dem Pseudon. Marie Stahl,
wurde am 23. Nov. 1852 zu Kartzow
bei Potsdam als die Tochter eines
Rittergutsbesitzers geboren, erhielt
ihre Bildung durch Privatunterricht
im Elternhause und zuletzt auf einer
höheren Töchterschule in Wernige-
rode, die sie 1868 absolvierte. Von
früher Jugend an zeigte sie viel Ta-
lent für Malerei und brachte es trotz
mangelhaften Unterrichts doch so
weit, daß sie einige Bilder ausstellen
konnte. Daneben betätigte sie sich als
Schriftstellerin. Jhre Ehe mit Dr. J.
P. Malecki, mit dem sie in London
und Eastbourne lebte, war keine glück-
liche und wurde 1889 wieder gelöst.
Sie kehrte mit ihrem einzigen Töch-
terchen nach Deutschland zurück, lebte
hier zuerst in Berlin in dem Pensio-
nat einer Verwandten und siedelte
1898 nach München über. Jm Jahre
1900 verheiratete sie sich mit einem
Herrn D., mit dem sie erst in St. Jo-
hann a. d. Saar, seit 1903 in Groß-
lichterfelde bei Berlin und jetzt in
Charlottenburg lebt.

S:

Die arme
Vornehme (R.), 1892. - Zwei Seelen
(N.), 1895. - Manneswert (R.), 1895.
- Aus der Gründerzeit (R.), 1896. -
Frauenehre (R.); II, 1896. - Jch will
(R.), 1897. - Anonym (R.), 1900. -
Weltmacht (R.); II, 1902. - Höhen-
luft (R.); II, 1904. - Sommernachts-
dunkel (R.), 1904. - Zauberkreise
(R.), 1905. - Wurzelstock (R.), 1911.

*Diederich, Ernestine,

pseud. E.
Hainberg, wurde am 14. Februar
1843 in Rodenberg (Prov. Hessen-
Nassau) geboren und kam in ihrer
Jugend nach Kassel. Jhr Leben ver-
lief meist in eng umschlossener Häus-
lichkeit, in der Pflege und Stütze ihres
früh verwitweten, in den besten Man-
nesjahren an einem schweren Augen-
leiden erkrankten und später noch
schwer leidenden Vaters. Erst nach
dessen Tode widmete sie sich, abge-
sehen von einzelnen schon früher er-

*


[Spaltenumbruch]

Dick
(Bühnen-M.), 1903.–Roſa Margarete
(Traum-M.), 1906. – Nurmahal (Mär-
chenſp.), 1906. – Eine oriental. Nacht
(Lſp.), 1906. – Dunkle Geſchicht., 1910.

*Dickmann, Hermann,

pſeudon.
Franz Othen, wurde am 21. Juli
1836 in Mülheim an der Ruhr ge-
boren, widmete ſich dem Lehrerſtande
und beſuchte von 1855–57 das Lehrer-
ſeminar in Mörs. Über ſeine Er-
fahrungen während dieſer Zeit ſchrieb
er kurz darauf einen längeren Artikel
in Dieſterwegs „Rheiniſchen Blät-
tern“. Jm Jahre 1858 folgte er
einem Rufe nach England als Er-
zieher in einer deutſchen Familie und
blieb in dieſer Stellung bis Oſtern
1872. Seitdem lebte er als Privat-
mann in Wiesbaden, wo jene Fami-
lie ſchon früher Wohnſitz genommen
hatte. Er ſtarb daſelbſt am 29. Juni
1897.

S:

Gedichte, 1869. – Kriegs-
gedichte, 1870. – Ein Lebensſpiegel
(Sprüche und Sinngedichte) 1873. –
Neuer Frühling (Ge.), 1874. – Rät-
ſelbuch für große und kleine Kinder,
1876. – Die Welt im Becher (Ge.),
1879. – Jedem das Seine. Ein welt-
lich Brevier, 1896.

Dido, Paul.,

Pſeud. für Auguſte
Cornelius;
ſ. d.!

*Dieckmann, Friedrich,

geb. am
10. Aug. 1858 in Stade (Hannover)
als Sohn des dortigen Superinten-
denten, ſtudierte beſonders Deutſch,
Geſchichte und Erdkunde, legte nach
einjährigem Aufenthalte in Rom von
Oſtern 1886–87 ſein pädagogiſches
Probejahr in Marburg zurück, erwarb
ſich in dieſer Zeit die Würde eines
Dr. phil. u. im Dezbr. 1886 die Qua-
lifikation als Oberlehrer und wurde
Oſtern 1887 wiſſenſchaftlicher Lehrer
in Wiesbaden. Von hier kam er 1893
als Oberlehrer an die höhere Töch-
terſchule in Osnabrück, an der er jetzt
noch, und zwar ſeit 1905 als Pro-
feſſor, tätig iſt.

S:

Gedichte, 1886.

*Dieckmann, Marie,

geb. Stie-
low,
bekannt unter ihrem erſten
[Spaltenumbruch]

Die
Frauennamen Marie Maleckau.
unter dem Pſeudon. Marie Stahl,
wurde am 23. Nov. 1852 zu Kartzow
bei Potsdam als die Tochter eines
Rittergutsbeſitzers geboren, erhielt
ihre Bildung durch Privatunterricht
im Elternhauſe und zuletzt auf einer
höheren Töchterſchule in Wernige-
rode, die ſie 1868 abſolvierte. Von
früher Jugend an zeigte ſie viel Ta-
lent für Malerei und brachte es trotz
mangelhaften Unterrichts doch ſo
weit, daß ſie einige Bilder ausſtellen
konnte. Daneben betätigte ſie ſich als
Schriftſtellerin. Jhre Ehe mit Dr. J.
P. Malecki, mit dem ſie in London
und Eaſtbourne lebte, war keine glück-
liche und wurde 1889 wieder gelöſt.
Sie kehrte mit ihrem einzigen Töch-
terchen nach Deutſchland zurück, lebte
hier zuerſt in Berlin in dem Penſio-
nat einer Verwandten und ſiedelte
1898 nach München über. Jm Jahre
1900 verheiratete ſie ſich mit einem
Herrn D., mit dem ſie erſt in St. Jo-
hann a. d. Saar, ſeit 1903 in Groß-
lichterfelde bei Berlin und jetzt in
Charlottenburg lebt.

S:

Die arme
Vornehme (R.), 1892. – Zwei Seelen
(N.), 1895. – Manneswert (R.), 1895.
– Aus der Gründerzeit (R.), 1896. –
Frauenehre (R.); II, 1896. – Jch will
(R.), 1897. – Anonym (R.), 1900. –
Weltmacht (R.); II, 1902. – Höhen-
luft (R.); II, 1904. – Sommernachts-
dunkel (R.), 1904. – Zauberkreiſe
(R.), 1905. – Wurzelſtock (R.), 1911.

*Diederich, Erneſtine,

pſeud. E.
Hainberg, wurde am 14. Februar
1843 in Rodenberg (Prov. Heſſen-
Naſſau) geboren und kam in ihrer
Jugend nach Kaſſel. Jhr Leben ver-
lief meiſt in eng umſchloſſener Häus-
lichkeit, in der Pflege und Stütze ihres
früh verwitweten, in den beſten Man-
nesjahren an einem ſchweren Augen-
leiden erkrankten und ſpäter noch
ſchwer leidenden Vaters. Erſt nach
deſſen Tode widmete ſie ſich, abge-
ſehen von einzelnen ſchon früher er-

*
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[15/0019] Dick Die (Bühnen-M.), 1903.–Roſa Margarete (Traum-M.), 1906. – Nurmahal (Mär- chenſp.), 1906. – Eine oriental. Nacht (Lſp.), 1906. – Dunkle Geſchicht., 1910. *Dickmann, Hermann, pſeudon. Franz Othen, wurde am 21. Juli 1836 in Mülheim an der Ruhr ge- boren, widmete ſich dem Lehrerſtande und beſuchte von 1855–57 das Lehrer- ſeminar in Mörs. Über ſeine Er- fahrungen während dieſer Zeit ſchrieb er kurz darauf einen längeren Artikel in Dieſterwegs „Rheiniſchen Blät- tern“. Jm Jahre 1858 folgte er einem Rufe nach England als Er- zieher in einer deutſchen Familie und blieb in dieſer Stellung bis Oſtern 1872. Seitdem lebte er als Privat- mann in Wiesbaden, wo jene Fami- lie ſchon früher Wohnſitz genommen hatte. Er ſtarb daſelbſt am 29. Juni 1897. S: Gedichte, 1869. – Kriegs- gedichte, 1870. – Ein Lebensſpiegel (Sprüche und Sinngedichte) 1873. – Neuer Frühling (Ge.), 1874. – Rät- ſelbuch für große und kleine Kinder, 1876. – Die Welt im Becher (Ge.), 1879. – Jedem das Seine. Ein welt- lich Brevier, 1896. Dido, Paul., Pſeud. für Auguſte Cornelius; ſ. d.! *Dieckmann, Friedrich, geb. am 10. Aug. 1858 in Stade (Hannover) als Sohn des dortigen Superinten- denten, ſtudierte beſonders Deutſch, Geſchichte und Erdkunde, legte nach einjährigem Aufenthalte in Rom von Oſtern 1886–87 ſein pädagogiſches Probejahr in Marburg zurück, erwarb ſich in dieſer Zeit die Würde eines Dr. phil. u. im Dezbr. 1886 die Qua- lifikation als Oberlehrer und wurde Oſtern 1887 wiſſenſchaftlicher Lehrer in Wiesbaden. Von hier kam er 1893 als Oberlehrer an die höhere Töch- terſchule in Osnabrück, an der er jetzt noch, und zwar ſeit 1905 als Pro- feſſor, tätig iſt. S: Gedichte, 1886. *Dieckmann, Marie, geb. Stie- low, bekannt unter ihrem erſten Frauennamen Marie Maleckau. unter dem Pſeudon. Marie Stahl, wurde am 23. Nov. 1852 zu Kartzow bei Potsdam als die Tochter eines Rittergutsbeſitzers geboren, erhielt ihre Bildung durch Privatunterricht im Elternhauſe und zuletzt auf einer höheren Töchterſchule in Wernige- rode, die ſie 1868 abſolvierte. Von früher Jugend an zeigte ſie viel Ta- lent für Malerei und brachte es trotz mangelhaften Unterrichts doch ſo weit, daß ſie einige Bilder ausſtellen konnte. Daneben betätigte ſie ſich als Schriftſtellerin. Jhre Ehe mit Dr. J. P. Malecki, mit dem ſie in London und Eaſtbourne lebte, war keine glück- liche und wurde 1889 wieder gelöſt. Sie kehrte mit ihrem einzigen Töch- terchen nach Deutſchland zurück, lebte hier zuerſt in Berlin in dem Penſio- nat einer Verwandten und ſiedelte 1898 nach München über. Jm Jahre 1900 verheiratete ſie ſich mit einem Herrn D., mit dem ſie erſt in St. Jo- hann a. d. Saar, ſeit 1903 in Groß- lichterfelde bei Berlin und jetzt in Charlottenburg lebt. S: Die arme Vornehme (R.), 1892. – Zwei Seelen (N.), 1895. – Manneswert (R.), 1895. – Aus der Gründerzeit (R.), 1896. – Frauenehre (R.); II, 1896. – Jch will (R.), 1897. – Anonym (R.), 1900. – Weltmacht (R.); II, 1902. – Höhen- luft (R.); II, 1904. – Sommernachts- dunkel (R.), 1904. – Zauberkreiſe (R.), 1905. – Wurzelſtock (R.), 1911. *Diederich, Erneſtine, pſeud. E. Hainberg, wurde am 14. Februar 1843 in Rodenberg (Prov. Heſſen- Naſſau) geboren und kam in ihrer Jugend nach Kaſſel. Jhr Leben ver- lief meiſt in eng umſchloſſener Häus- lichkeit, in der Pflege und Stütze ihres früh verwitweten, in den beſten Man- nesjahren an einem ſchweren Augen- leiden erkrankten und ſpäter noch ſchwer leidenden Vaters. Erſt nach deſſen Tode widmete ſie ſich, abge- ſehen von einzelnen ſchon früher er- *

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Zitationshilfe: Brümmer, Franz: Lexikon der deutschen Dichter und Prosaisten vom Beginn des 19. Jahrhunderts bis zur Gegenwart. Bd. 2. 6. Aufl. Leipzig, 1913, S. 15. In: Deutsches Textarchiv <http://www.deutschestextarchiv.de/bruemmer_lexikon02_1913/19>, abgerufen am 23.02.2019.