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Brümmer, Franz: Lexikon der deutschen Dichter und Prosaisten vom Beginn des 19. Jahrhunderts bis zur Gegenwart. Bd. 2. 6. Aufl. Leipzig, 1913.

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italienischen Literatur und Sprache
widmen zu können. Ende 1876 in die
Heimat zurückgekehrt, etablierte er
sich bald als Kaufmann, hatte aber
wenig Glück und Freude in diesem
Berufe, so daß er ihn 1879 aufgab,
um sich der Schriftstellerei zu wid-
men. Er wurde Offizier, schrieb ein
militärisch. Handbuch für den schwei-
zerischen Unterofsizier, redigierte 1 1/2
Jahr die von ihm gegründete, noch
bestehende Militärzeitung "Der Wehr-
mann" u. gründete 1883 die "Schwei-
zer Freie Volkszeitung" in St. Gallen.
1885 übernahm er die Redaktion der
"Allgemeinen Schweizerischen Volks-
zeitung" in Zofingen, lebte später
(1891) als Redakteur der "Schwei-
zer Rundschau für Handel und Jn-
dustrie" in Zürich und hat jetzt sei-
nen Wohnsitz in Kilchberg bei Zürich.

S:

Felix und Eulalia (Satir. D.),
1876. - De lätz Herr Meyer (Lsp.
im Züricher Dialekt), 1880. - Es
Gheimnis us em Niederdorf und us
der Schoffelgaß (Lsp.), 1882. - Ge-
sammelte Romane und Humoresken,
1884 [Jnhalt: Rache, Rache (Hum.).
- Die Maske des Teufels (R.). - Der
Eierbub (E.). - Die Römerin (R.).
- Der Herr Hauptmann (Hum.). -
Ufenau (R.). - Eva Helena (R.)]. -
De Vetter Liederli (Lsp.), 1885. - Die
Sonderbundsbraut, oder: Die St.
Galler Lise (Volksschsp.), 1886. 2. A.
1899. - Die Bettel-Urschel (Volks-
schsp.), 1886. - De rächt Herr Meyer
(Schw.), 1887. - D'r letsti Postillon
vom St. Gotthard (Volksst.), 1887.
- Die Befreiung von Glarus (Alle-
gor.-dramat. D.), 1888. - Säg au
Rägi (Lsp.), 1890. - Klöntallieder,
1890. - Die Todesgarbe (Dr.), 1892.
- Der Zitherkönig (Volksgemälde),
1895. - Geschwornen Eiden treu!
(Histor. Schsp.), 1896. - Bilder aus
Pestalozzis Leben (Festsp.), 1896. -
Die Braut auf Hohenklingen (Vater-
länd. Volksschsp.), 1896. - 's Babeli
von Zürisee (Schw.), 1897. - Rigi-
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Fas
Rosen (Histor. R.), 1897. - De Tisch-
lichopfer (Schw. m. Ges.), 1898. - 's
Vreneli vom Thuner See (Schw. m.
Ges.), 1899. 2. Tl. u. d. T.: Sturm-
g'lüt im Oberland (Schw. mit Ges.),
1900. - De Spion vo Meyerskappel!
(Vaterl. Volksschsp.), 1901. - Fraue-
Theater (Ernsti u. heiteri Gedicht u.
dramat. Gspäß; III, 1900-06. - 's
Grittli Napolion (Lsp. im Dialekt),
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mor. Deklamationen und Theater-
stückli), 1902. - Korporal raus!
(Schw. m. Ges.), 1903. - De Tag vo
Vögelisegg (Volksschsp. mit Ges. und
Tanz), 1904. - E moderni Familie
(Preisgekr. Lsp. im Züricher Dialekt),
1905. - D'r Ehregast (Lsp. im Dia-
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1908. - De Sigrist vo Mariastei
(Schsp.), 1894. - Ein deutscher Ge-
schäftsreisender in Emmental (P.),
1901. - Prinzeß Tausendschön (Kin-
dertrag.), 1899. - 's Roseli ab em
Guggisberg (Volksschsp.), 1909. - E
lustigi Manöver-Nacht (Schw. mit
Ges.), 2. A. 1910.

Fasser, Karoline,

bekannt unter
ihrem Mädchennamen Karoline
Schmid,
wurde am 14. Nov. 1855
zu Preßburg in Ungarn als die Toch-
ter des k. k. Schulrates Dr. Anton
Sch. geboren, trat nach dem frühen
Tode ihrer hochgebildeten Mutter in
die Lehrerinnenbildungsanstalt zu
Troppau in Schlesien ein, absolvierte
dieselbe mit Auszeichnung und nahm
im Frühjahr 1873 eine Stelle als
Unterlehrerin in Rudolfsheim (Wien)
an. Schon nach einem halben Jahre
wurde sie zur Lehrerin an der Volks-
schule in Penzing (Wien) ernannt,
welche Stelle sie Ende 1884 mit einer
gleichen in Fünfhaus (Wien) ver-
tauschte. Jm Jahre 1895 verheira-
tete sie sich mit Dr. Fasser, Beamten
an der Universitätsbibliothek, den sie
aber schon 1903 durch den Tod ver-

*


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Far
italieniſchen Literatur und Sprache
widmen zu können. Ende 1876 in die
Heimat zurückgekehrt, etablierte er
ſich bald als Kaufmann, hatte aber
wenig Glück und Freude in dieſem
Berufe, ſo daß er ihn 1879 aufgab,
um ſich der Schriftſtellerei zu wid-
men. Er wurde Offizier, ſchrieb ein
militäriſch. Handbuch für den ſchwei-
zeriſchen Unterofſizier, redigierte 1 ½
Jahr die von ihm gegründete, noch
beſtehende Militärzeitung „Der Wehr-
mann“ u. gründete 1883 die „Schwei-
zer Freie Volkszeitung“ in St. Gallen.
1885 übernahm er die Redaktion der
„Allgemeinen Schweizeriſchen Volks-
zeitung“ in Zofingen, lebte ſpäter
(1891) als Redakteur der „Schwei-
zer Rundſchau für Handel und Jn-
duſtrie“ in Zürich und hat jetzt ſei-
nen Wohnſitz in Kilchberg bei Zürich.

S:

Felix und Eulalia (Satir. D.),
1876. – De lätz Herr Meyer (Lſp.
im Züricher Dialekt), 1880. – Es
Gheimnis us em Niederdorf und us
der Schoffelgaß (Lſp.), 1882. – Ge-
ſammelte Romane und Humoresken,
1884 [Jnhalt: Rache, Rache (Hum.).
– Die Maske des Teufels (R.). – Der
Eierbub (E.). – Die Römerin (R.).
– Der Herr Hauptmann (Hum.). –
Ufenau (R.). – Eva Helena (R.)]. –
De Vetter Liederli (Lſp.), 1885. – Die
Sonderbundsbraut, oder: Die St.
Galler Liſe (Volksſchſp.), 1886. 2. A.
1899. – Die Bettel-Urſchel (Volks-
ſchſp.), 1886. – De rächt Herr Meyer
(Schw.), 1887. – D’r letſti Poſtillon
vom St. Gotthard (Volksſt.), 1887.
– Die Befreiung von Glarus (Alle-
gor.-dramat. D.), 1888. – Säg au
Rägi (Lſp.), 1890. – Klöntallieder,
1890. – Die Todesgarbe (Dr.), 1892.
– Der Zitherkönig (Volksgemälde),
1895. – Geſchwornen Eiden treu!
(Hiſtor. Schſp.), 1896. – Bilder aus
Peſtalozzis Leben (Feſtſp.), 1896. –
Die Braut auf Hohenklingen (Vater-
länd. Volksſchſp.), 1896. – ’s Babeli
von Züriſee (Schw.), 1897. – Rigi-
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Faſ
Roſen (Hiſtor. R.), 1897. – De Tiſch-
lichopfer (Schw. m. Geſ.), 1898. – ’s
Vreneli vom Thuner See (Schw. m.
Geſ.), 1899. 2. Tl. u. d. T.: Sturm-
g’lüt im Oberland (Schw. mit Geſ.),
1900. – De Spion vo Meyerskappel!
(Vaterl. Volksſchſp.), 1901. – Fraue-
Theater (Ernſti u. heiteri Gedicht u.
dramat. Gſpäß; III, 1900–06. – ’s
Grittli Napolion (Lſp. im Dialekt),
1902. – ’s Schwizer-Überbrettl (Hu-
mor. Deklamationen und Theater-
ſtückli), 1902. – Korporal raus!
(Schw. m. Geſ.), 1903. – De Tag vo
Vögelisegg (Volksſchſp. mit Geſ. und
Tanz), 1904. – E moderni Familie
(Preisgekr. Lſp. im Züricher Dialekt),
1905. – D’r Ehregaſt (Lſp. im Dia-
lekt m. Geſ. u. Tanz), 1907. – D’ Dorf-
hex vo Tribeldinge (Volksſt. m. Geſ.),
1907. – De Spenglerſtreik (Schw.),
1908. – De Sigriſt vo Mariaſtei
(Schſp.), 1894. – Ein deutſcher Ge-
ſchäftsreiſender in Emmental (P.),
1901. – Prinzeß Tauſendſchön (Kin-
dertrag.), 1899. – ’s Roſeli ab em
Guggisberg (Volksſchſp.), 1909. – E
luſtigi Manöver-Nacht (Schw. mit
Geſ.), 2. A. 1910.

Faſſer, Karoline,

bekannt unter
ihrem Mädchennamen Karoline
Schmid,
wurde am 14. Nov. 1855
zu Preßburg in Ungarn als die Toch-
ter des k. k. Schulrates Dr. Anton
Sch. geboren, trat nach dem frühen
Tode ihrer hochgebildeten Mutter in
die Lehrerinnenbildungsanſtalt zu
Troppau in Schleſien ein, abſolvierte
dieſelbe mit Auszeichnung und nahm
im Frühjahr 1873 eine Stelle als
Unterlehrerin in Rudolfsheim (Wien)
an. Schon nach einem halben Jahre
wurde ſie zur Lehrerin an der Volks-
ſchule in Penzing (Wien) ernannt,
welche Stelle ſie Ende 1884 mit einer
gleichen in Fünfhaus (Wien) ver-
tauſchte. Jm Jahre 1895 verheira-
tete ſie ſich mit Dr. Faſſer, Beamten
an der Univerſitätsbibliothek, den ſie
aber ſchon 1903 durch den Tod ver-

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Zitationshilfe: Brümmer, Franz: Lexikon der deutschen Dichter und Prosaisten vom Beginn des 19. Jahrhunderts bis zur Gegenwart. Bd. 2. 6. Aufl. Leipzig, 1913, S. 186. In: Deutsches Textarchiv <http://www.deutschestextarchiv.de/bruemmer_lexikon02_1913/190>, abgerufen am 21.02.2019.