Anmelden (DTAQ) DWDS     dlexDB     CLARIN-D

Brümmer, Franz: Lexikon der deutschen Dichter und Prosaisten vom Beginn des 19. Jahrhunderts bis zur Gegenwart. Bd. 2. 6. Aufl. Leipzig, 1913.

Bild:
<< vorherige Seite


[Spaltenumbruch]

Feu
blätter, 1841. - Geist deutscher Klas-
siker (Eine Blumenlese), 10 Hefte,
1850-52. - Sämtl. Werke, hrsg. von
Frdr. Hebbel; VII, 1851-53. (Jn-
halt: I. Gedichte. - Almanach. - II.
Nachgelassene Gedichte. - III. Lebens-
blätter. - Diätetik der Seele. -
IV. Konfessionen. - V. Beiträge zur
Literatur, Kunst- und Lebenstheorie.
- VI. und VII. Kritiken, Charakteri-
stiken, vermischte Aufsätze. - Biogra-
phie.) - Ausgewählte Werke; hrsg.
von Richard Guttmann; V, 1907. -
Aus F.s Briefen 1826-32; hrsg. von
A. F. Seligmann, 1909.

*Feuchtwanger, Lion,

wurde am
7. Juli 1884 in München als Sohn
jüdischer Eltern geboren, studierte in
München u. Berlin Philosophie und
germanische Philologie u. erwarb sich
1907 in München mit einer Disser-
tation über Heines "Rabbi v. Bacha-
rach" die Würde eines Dr. phil. Er
lebt jetzt seinen wissenschaftlichen und
schriftstellerischen Arbeiten in Mün-
chen und dehnt die ersteren besonders
auf Heine aus. Von April 1908-09
war er Herausgeber und Redakteur
der Halbmonatsschrift "Der Spiegel.
Blätter für Literatur, Musik und
Bühne.".

S:

Die Einsamen (2 Sk.),
1903. - Kleine Dramen; II, 1905-06
(Jnhalt: I. Jael. - König Saul. -
Das Weib des Urias. - II. Der arme
Heinrich. - Donna Bianka. - Die
Braut von Korinth). - Der Fetisch
(Schsp.), 1907.

Feuerring, Joseph,

* am 6. Jan.
1872 in Zborow (Galizien) als Sohn
jüdischer Eltern, besuchte das Gym-
nasium in Halberstadt und studierte
an den Universitaten Berlin u. Bern,
worauf er an verschiedenen Jnsti-
tuten, zuletzt in Berlin, als Lehrer
wirkte. Jm Jahre 1906 ging er als
Redakteur am "Jsraelitischen Fami-
lienblatt" nach Hamburg, kehrte aber
schon im folgenden Jahre nach Ber-
lin zurück, wo er seine Tätigkeit als
Prediger u. Lehrer wieder aufnahm.
[Spaltenumbruch]

Feu

S:

Heitere und ernste Geschichten aus
dem jüdischen Leben, 1893. - Eine
Heiratsannonce und andere Humo-
resken a. d. jüdischen Leben, 1906. -
Rätselbuch, 1906.

Feuerstein,

Pseud. für Albrecht
Emch;
s. d.!

*Feuerstein, Michael,

wurde am
29. Jan. 1872 in Korolenka (Podo-
lien) als der Sohn eines jüdischen
Buchhalters, eines vielseitig gebilde-
ten Mannes von hohen geistigen Jn-
teressen, geboren und verlebte hier u.
seit 1876 in Bojan am Pruth seine
Kinderjahre. Jm Elternhause waren
zwei Richtungen vorherrschend, eine
streng religiöse, welche von der Mut-
ter u. deren Verwandten ausging, u.
eine aufgeklärt-freisinnige, welcher
der Vater huldigte. Zwischen diesen
entgegengesetzten Einflüssen wuchs der
Knabe heran, in jungen Jahren zur
Gefühlsweise der Mutter mehr hin-
neigend, in den späteren Jahren der
Denkrichtung des Vaters näher-
stehend. Vom 11. bis zum 19. Lebens-
jahre besuchte er unter den größten
Opfern der Eltern das Gymnasium
in Czernowitz und studierte darauf
an den Universitäten Czernowitz und
Wien die Rechte. Er lernte dort jenes
Studentenmilieu kennen, das er spä-
ter in seiner Erzählung "Jünglinge"
geschildert hat. Nachdem F. 1896 zum
Dr. jur. promoviert worden war,
wandte er sich sofort der juristischen
Praxis zu, die er noch heute in Wien
ausübt.

S:

Jünglinge (E.), 1902.

*Feußner, Daniel,

geb. am 10.
Dezbr. 1875 in Kölbe (Kreis Mar-
burg an der Lahn) als Sohn eines
Landwirts, besuchte bis zum 14. Jahre
die Schule seines Heimatortes u. war
dann in der väterlichen Wirtschaft
tätig, bis er 1894 freiwillig in das
Husarenregiment Nr. 14 in Kassel
eintrat. Vier Jahre später kapitu-
lierte er mit dem in Ohlau (Schle-
sien) stehenden Husarenregmt. Nr. 4,
machte 1900-01 die Expedition nach

*


[Spaltenumbruch]

Feu
blätter, 1841. – Geiſt deutſcher Klaſ-
ſiker (Eine Blumenleſe), 10 Hefte,
1850–52. – Sämtl. Werke, hrsg. von
Frdr. Hebbel; VII, 1851–53. (Jn-
halt: I. Gedichte. – Almanach. – II.
Nachgelaſſene Gedichte. – III. Lebens-
blätter. – Diätetik der Seele. –
IV. Konfeſſionen. – V. Beiträge zur
Literatur, Kunſt- und Lebenstheorie.
VI. und VII. Kritiken, Charakteri-
ſtiken, vermiſchte Aufſätze. – Biogra-
phie.) – Ausgewählte Werke; hrsg.
von Richard Guttmann; V, 1907. –
Aus F.s Briefen 1826–32; hrsg. von
A. F. Seligmann, 1909.

*Feuchtwanger, Lion,

wurde am
7. Juli 1884 in München als Sohn
jüdiſcher Eltern geboren, ſtudierte in
München u. Berlin Philoſophie und
germaniſche Philologie u. erwarb ſich
1907 in München mit einer Diſſer-
tation über Heines „Rabbi v. Bacha-
rach“ die Würde eines Dr. phil. Er
lebt jetzt ſeinen wiſſenſchaftlichen und
ſchriftſtelleriſchen Arbeiten in Mün-
chen und dehnt die erſteren beſonders
auf Heine aus. Von April 1908–09
war er Herausgeber und Redakteur
der Halbmonatsſchrift „Der Spiegel.
Blätter für Literatur, Muſik und
Bühne.“.

S:

Die Einſamen (2 Sk.),
1903. – Kleine Dramen; II, 1905–06
(Jnhalt: I. Jael. – König Saul. –
Das Weib des Urias. – II. Der arme
Heinrich. – Donna Bianka. – Die
Braut von Korinth). – Der Fetiſch
(Schſp.), 1907.

Feuerring, Joſeph,

* am 6. Jan.
1872 in Zborôw (Galizien) als Sohn
jüdiſcher Eltern, beſuchte das Gym-
naſium in Halberſtadt und ſtudierte
an den Univerſitaten Berlin u. Bern,
worauf er an verſchiedenen Jnſti-
tuten, zuletzt in Berlin, als Lehrer
wirkte. Jm Jahre 1906 ging er als
Redakteur am „Jſraelitiſchen Fami-
lienblatt“ nach Hamburg, kehrte aber
ſchon im folgenden Jahre nach Ber-
lin zurück, wo er ſeine Tätigkeit als
Prediger u. Lehrer wieder aufnahm.
[Spaltenumbruch]

Feu

S:

Heitere und ernſte Geſchichten aus
dem jüdiſchen Leben, 1893. – Eine
Heiratsannonce und andere Humo-
resken a. d. jüdiſchen Leben, 1906. –
Rätſelbuch, 1906.

Feuerſtein,

Pſeud. für Albrecht
Emch;
ſ. d.!

*Feuerſtein, Michael,

wurde am
29. Jan. 1872 in Korolenka (Podo-
lien) als der Sohn eines jüdiſchen
Buchhalters, eines vielſeitig gebilde-
ten Mannes von hohen geiſtigen Jn-
tereſſen, geboren und verlebte hier u.
ſeit 1876 in Bojan am Pruth ſeine
Kinderjahre. Jm Elternhauſe waren
zwei Richtungen vorherrſchend, eine
ſtreng religiöſe, welche von der Mut-
ter u. deren Verwandten ausging, u.
eine aufgeklärt-freiſinnige, welcher
der Vater huldigte. Zwiſchen dieſen
entgegengeſetzten Einflüſſen wuchs der
Knabe heran, in jungen Jahren zur
Gefühlsweiſe der Mutter mehr hin-
neigend, in den ſpäteren Jahren der
Denkrichtung des Vaters näher-
ſtehend. Vom 11. bis zum 19. Lebens-
jahre beſuchte er unter den größten
Opfern der Eltern das Gymnaſium
in Czernowitz und ſtudierte darauf
an den Univerſitäten Czernowitz und
Wien die Rechte. Er lernte dort jenes
Studentenmilieu kennen, das er ſpä-
ter in ſeiner Erzählung „Jünglinge“
geſchildert hat. Nachdem F. 1896 zum
Dr. jur. promoviert worden war,
wandte er ſich ſofort der juriſtiſchen
Praxis zu, die er noch heute in Wien
ausübt.

S:

Jünglinge (E.), 1902.

*Feußner, Daniel,

geb. am 10.
Dezbr. 1875 in Kölbe (Kreis Mar-
burg an der Lahn) als Sohn eines
Landwirts, beſuchte bis zum 14. Jahre
die Schule ſeines Heimatortes u. war
dann in der väterlichen Wirtſchaft
tätig, bis er 1894 freiwillig in das
Huſarenregiment Nr. 14 in Kaſſel
eintrat. Vier Jahre ſpäter kapitu-
lierte er mit dem in Ohlau (Schle-
ſien) ſtehenden Huſarenregmt. Nr. 4,
machte 1900–01 die Expedition nach

*
<TEI>
  <text>
    <body>
      <div type="index" n="1">
        <div type="bibliography" n="2">
          <p><pb facs="#f0207" n="203"/><lb/><cb/><lb/>
<fw type="header" place="top"><hi rendition="#g">Feu</hi></fw><lb/>
blätter, 1841. &#x2013; Gei&#x017F;t deut&#x017F;cher Kla&#x017F;-<lb/>
&#x017F;iker (Eine Blumenle&#x017F;e), 10 Hefte,<lb/>
1850&#x2013;52. &#x2013; Sämtl. Werke, hrsg. von<lb/>
Frdr. Hebbel; <hi rendition="#aq">VII,</hi> 1851&#x2013;53. (Jn-<lb/>
halt: <hi rendition="#aq">I.</hi> Gedichte. &#x2013; Almanach. &#x2013; <hi rendition="#aq">II.</hi><lb/>
Nachgela&#x017F;&#x017F;ene Gedichte. &#x2013; <hi rendition="#aq">III.</hi> Lebens-<lb/>
blätter. &#x2013; Diätetik der Seele. &#x2013;<lb/><hi rendition="#aq">IV.</hi> Konfe&#x017F;&#x017F;ionen. &#x2013; <hi rendition="#aq">V.</hi> Beiträge zur<lb/>
Literatur, Kun&#x017F;t- und Lebenstheorie.<lb/>
&#x2013; <hi rendition="#aq">VI.</hi> und <hi rendition="#aq">VII.</hi> Kritiken, Charakteri-<lb/>
&#x017F;tiken, vermi&#x017F;chte Auf&#x017F;ätze. &#x2013; Biogra-<lb/>
phie.) &#x2013; Ausgewählte Werke; hrsg.<lb/>
von Richard Guttmann; <hi rendition="#aq">V,</hi> 1907. &#x2013;<lb/>
Aus F.s Briefen 1826&#x2013;32; hrsg. von<lb/>
A. F. Seligmann, 1909.</p><lb/>
        </div>
      </div><lb/>
      <div type="index" n="1">
        <head>*<hi rendition="#b">Feuchtwanger,</hi> Lion,</head>
        <p> wurde am<lb/>
7. Juli 1884 in München als Sohn<lb/>
jüdi&#x017F;cher Eltern geboren, &#x017F;tudierte in<lb/>
München u. Berlin Philo&#x017F;ophie und<lb/>
germani&#x017F;che Philologie u. erwarb &#x017F;ich<lb/>
1907 in München mit einer Di&#x017F;&#x017F;er-<lb/>
tation über Heines &#x201E;Rabbi v. Bacha-<lb/>
rach&#x201C; die Würde eines <hi rendition="#aq">Dr. phil.</hi> Er<lb/>
lebt jetzt &#x017F;einen wi&#x017F;&#x017F;en&#x017F;chaftlichen und<lb/>
&#x017F;chrift&#x017F;telleri&#x017F;chen Arbeiten in Mün-<lb/>
chen und dehnt die er&#x017F;teren be&#x017F;onders<lb/>
auf Heine aus. Von April 1908&#x2013;09<lb/>
war er Herausgeber und Redakteur<lb/>
der Halbmonats&#x017F;chrift &#x201E;Der Spiegel.<lb/>
Blätter für Literatur, Mu&#x017F;ik und<lb/>
Bühne.&#x201C;. </p><lb/>
        <div type="bibliography" n="2">
          <head> <hi rendition="#i">S:</hi> </head>
          <p> Die Ein&#x017F;amen (2 Sk.),<lb/>
1903. &#x2013; Kleine Dramen; <hi rendition="#aq">II,</hi> 1905&#x2013;06<lb/>
(Jnhalt: <hi rendition="#aq">I.</hi> Jael. &#x2013; König Saul. &#x2013;<lb/>
Das Weib des Urias. &#x2013; <hi rendition="#aq">II.</hi> Der arme<lb/>
Heinrich. &#x2013; Donna Bianka. &#x2013; Die<lb/>
Braut von Korinth). &#x2013; Der Feti&#x017F;ch<lb/>
(Sch&#x017F;p.), 1907.</p><lb/>
        </div>
      </div><lb/>
      <div type="index" n="1">
        <head><hi rendition="#b">Feuerring,</hi> Jo&#x017F;eph,</head>
        <p> * am 6. Jan.<lb/>
1872 in Zbor<hi rendition="#aq">ô</hi>w (Galizien) als Sohn<lb/>
jüdi&#x017F;cher Eltern, be&#x017F;uchte das Gym-<lb/>
na&#x017F;ium in Halber&#x017F;tadt und &#x017F;tudierte<lb/>
an den Univer&#x017F;itaten Berlin u. Bern,<lb/>
worauf er an ver&#x017F;chiedenen Jn&#x017F;ti-<lb/>
tuten, zuletzt in Berlin, als Lehrer<lb/>
wirkte. Jm Jahre 1906 ging er als<lb/>
Redakteur am &#x201E;J&#x017F;raeliti&#x017F;chen Fami-<lb/>
lienblatt&#x201C; nach Hamburg, kehrte aber<lb/>
&#x017F;chon im folgenden Jahre nach Ber-<lb/>
lin zurück, wo er &#x017F;eine Tätigkeit als<lb/>
Prediger u. Lehrer wieder aufnahm.<lb/><cb/><lb/>
<fw type="header" place="top"><hi rendition="#g">Feu</hi></fw><lb/></p><lb/>
        <div type="bibliography" n="2">
          <head> <hi rendition="#i">S:</hi> </head>
          <p> Heitere und ern&#x017F;te Ge&#x017F;chichten aus<lb/>
dem jüdi&#x017F;chen Leben, 1893. &#x2013; Eine<lb/>
Heiratsannonce und andere Humo-<lb/>
resken a. d. jüdi&#x017F;chen Leben, 1906. &#x2013;<lb/>
Rät&#x017F;elbuch, 1906.</p><lb/>
        </div>
      </div><lb/>
      <div type="index" n="1">
        <head> <hi rendition="#b">Feuer&#x017F;tein,</hi> </head>
        <p> P&#x017F;eud. für <hi rendition="#g">Albrecht<lb/>
Emch;</hi> &#x017F;. d.!</p><lb/>
      </div><lb/>
      <div type="index" n="1">
        <head>*<hi rendition="#b">Feuer&#x017F;tein,</hi> Michael,</head>
        <p> wurde am<lb/>
29. Jan. 1872 in Korolenka (Podo-<lb/>
lien) als der Sohn eines jüdi&#x017F;chen<lb/>
Buchhalters, eines viel&#x017F;eitig gebilde-<lb/>
ten Mannes von hohen gei&#x017F;tigen Jn-<lb/>
tere&#x017F;&#x017F;en, geboren und verlebte hier u.<lb/>
&#x017F;eit 1876 in Bojan am Pruth &#x017F;eine<lb/>
Kinderjahre. Jm Elternhau&#x017F;e waren<lb/>
zwei Richtungen vorherr&#x017F;chend, eine<lb/>
&#x017F;treng religiö&#x017F;e, welche von der Mut-<lb/>
ter u. deren Verwandten ausging, u.<lb/>
eine aufgeklärt-frei&#x017F;innige, welcher<lb/>
der Vater huldigte. Zwi&#x017F;chen die&#x017F;en<lb/>
entgegenge&#x017F;etzten Einflü&#x017F;&#x017F;en wuchs der<lb/>
Knabe heran, in jungen Jahren zur<lb/>
Gefühlswei&#x017F;e der Mutter mehr hin-<lb/>
neigend, in den &#x017F;päteren Jahren der<lb/>
Denkrichtung des Vaters näher-<lb/>
&#x017F;tehend. Vom 11. bis zum 19. Lebens-<lb/>
jahre be&#x017F;uchte er unter den größten<lb/>
Opfern der Eltern das Gymna&#x017F;ium<lb/>
in Czernowitz und &#x017F;tudierte darauf<lb/>
an den Univer&#x017F;itäten Czernowitz und<lb/>
Wien die Rechte. Er lernte dort jenes<lb/>
Studentenmilieu kennen, das er &#x017F;pä-<lb/>
ter in &#x017F;einer Erzählung &#x201E;Jünglinge&#x201C;<lb/>
ge&#x017F;childert hat. Nachdem F. 1896 zum<lb/><hi rendition="#aq">Dr. jur.</hi> promoviert worden war,<lb/>
wandte er &#x017F;ich &#x017F;ofort der juri&#x017F;ti&#x017F;chen<lb/>
Praxis zu, die er noch heute in Wien<lb/>
ausübt. </p><lb/>
        <div type="bibliography" n="2">
          <head> <hi rendition="#i">S:</hi> </head>
          <p> Jünglinge (E.), 1902.</p><lb/>
        </div>
      </div><lb/>
      <div type="index" n="1">
        <head>*<hi rendition="#b">Feußner,</hi> Daniel,</head>
        <p> geb. am 10.<lb/>
Dezbr. 1875 in Kölbe (Kreis Mar-<lb/>
burg an der Lahn) als Sohn eines<lb/>
Landwirts, be&#x017F;uchte bis zum 14. Jahre<lb/>
die Schule &#x017F;eines Heimatortes u. war<lb/>
dann in der väterlichen Wirt&#x017F;chaft<lb/>
tätig, bis er 1894 freiwillig in das<lb/>
Hu&#x017F;arenregiment Nr. 14 in Ka&#x017F;&#x017F;el<lb/>
eintrat. Vier Jahre &#x017F;päter kapitu-<lb/>
lierte er mit dem in Ohlau (Schle-<lb/>
&#x017F;ien) &#x017F;tehenden Hu&#x017F;arenregmt. Nr. 4,<lb/>
machte 1900&#x2013;01 die Expedition nach<lb/>
<fw type="sig" place="bottom">*</fw><lb/></p>
      </div>
    </body>
  </text>
</TEI>
[203/0207] Feu Feu blätter, 1841. – Geiſt deutſcher Klaſ- ſiker (Eine Blumenleſe), 10 Hefte, 1850–52. – Sämtl. Werke, hrsg. von Frdr. Hebbel; VII, 1851–53. (Jn- halt: I. Gedichte. – Almanach. – II. Nachgelaſſene Gedichte. – III. Lebens- blätter. – Diätetik der Seele. – IV. Konfeſſionen. – V. Beiträge zur Literatur, Kunſt- und Lebenstheorie. – VI. und VII. Kritiken, Charakteri- ſtiken, vermiſchte Aufſätze. – Biogra- phie.) – Ausgewählte Werke; hrsg. von Richard Guttmann; V, 1907. – Aus F.s Briefen 1826–32; hrsg. von A. F. Seligmann, 1909. *Feuchtwanger, Lion, wurde am 7. Juli 1884 in München als Sohn jüdiſcher Eltern geboren, ſtudierte in München u. Berlin Philoſophie und germaniſche Philologie u. erwarb ſich 1907 in München mit einer Diſſer- tation über Heines „Rabbi v. Bacha- rach“ die Würde eines Dr. phil. Er lebt jetzt ſeinen wiſſenſchaftlichen und ſchriftſtelleriſchen Arbeiten in Mün- chen und dehnt die erſteren beſonders auf Heine aus. Von April 1908–09 war er Herausgeber und Redakteur der Halbmonatsſchrift „Der Spiegel. Blätter für Literatur, Muſik und Bühne.“. S: Die Einſamen (2 Sk.), 1903. – Kleine Dramen; II, 1905–06 (Jnhalt: I. Jael. – König Saul. – Das Weib des Urias. – II. Der arme Heinrich. – Donna Bianka. – Die Braut von Korinth). – Der Fetiſch (Schſp.), 1907. Feuerring, Joſeph, * am 6. Jan. 1872 in Zborôw (Galizien) als Sohn jüdiſcher Eltern, beſuchte das Gym- naſium in Halberſtadt und ſtudierte an den Univerſitaten Berlin u. Bern, worauf er an verſchiedenen Jnſti- tuten, zuletzt in Berlin, als Lehrer wirkte. Jm Jahre 1906 ging er als Redakteur am „Jſraelitiſchen Fami- lienblatt“ nach Hamburg, kehrte aber ſchon im folgenden Jahre nach Ber- lin zurück, wo er ſeine Tätigkeit als Prediger u. Lehrer wieder aufnahm. S: Heitere und ernſte Geſchichten aus dem jüdiſchen Leben, 1893. – Eine Heiratsannonce und andere Humo- resken a. d. jüdiſchen Leben, 1906. – Rätſelbuch, 1906. Feuerſtein, Pſeud. für Albrecht Emch; ſ. d.! *Feuerſtein, Michael, wurde am 29. Jan. 1872 in Korolenka (Podo- lien) als der Sohn eines jüdiſchen Buchhalters, eines vielſeitig gebilde- ten Mannes von hohen geiſtigen Jn- tereſſen, geboren und verlebte hier u. ſeit 1876 in Bojan am Pruth ſeine Kinderjahre. Jm Elternhauſe waren zwei Richtungen vorherrſchend, eine ſtreng religiöſe, welche von der Mut- ter u. deren Verwandten ausging, u. eine aufgeklärt-freiſinnige, welcher der Vater huldigte. Zwiſchen dieſen entgegengeſetzten Einflüſſen wuchs der Knabe heran, in jungen Jahren zur Gefühlsweiſe der Mutter mehr hin- neigend, in den ſpäteren Jahren der Denkrichtung des Vaters näher- ſtehend. Vom 11. bis zum 19. Lebens- jahre beſuchte er unter den größten Opfern der Eltern das Gymnaſium in Czernowitz und ſtudierte darauf an den Univerſitäten Czernowitz und Wien die Rechte. Er lernte dort jenes Studentenmilieu kennen, das er ſpä- ter in ſeiner Erzählung „Jünglinge“ geſchildert hat. Nachdem F. 1896 zum Dr. jur. promoviert worden war, wandte er ſich ſofort der juriſtiſchen Praxis zu, die er noch heute in Wien ausübt. S: Jünglinge (E.), 1902. *Feußner, Daniel, geb. am 10. Dezbr. 1875 in Kölbe (Kreis Mar- burg an der Lahn) als Sohn eines Landwirts, beſuchte bis zum 14. Jahre die Schule ſeines Heimatortes u. war dann in der väterlichen Wirtſchaft tätig, bis er 1894 freiwillig in das Huſarenregiment Nr. 14 in Kaſſel eintrat. Vier Jahre ſpäter kapitu- lierte er mit dem in Ohlau (Schle- ſien) ſtehenden Huſarenregmt. Nr. 4, machte 1900–01 die Expedition nach *

Suche im Werk

Hilfe

Informationen zum Werk

Download dieses Werks

XML (TEI P5) · HTML · Text
TCF (text annotation layer)
TCF (tokenisiert, serialisiert, lemmatisiert, normalisiert)
XML (TEI P5 inkl. att.linguistic)

Metadaten zum Werk

TEI-Header · CMDI · Dublin Core

Ansichten dieser Seite

Voyant Tools ?

Feedback

Sie haben einen Fehler gefunden? Dann können Sie diesen über unsere Qualitätssicherungsplattform DTAQ melden.

Kommentar zur DTA-Ausgabe

Dieses Werk wurde gemäß den DTA-Transkriptionsrichtlinien im Double-Keying-Verfahren von Nicht-Muttersprachlern erfasst und in XML/TEI P5 nach DTA-Basisformat kodiert.




Ansicht auf Standard zurückstellen

URL zu diesem Werk: http://www.deutschestextarchiv.de/bruemmer_lexikon02_1913
URL zu dieser Seite: http://www.deutschestextarchiv.de/bruemmer_lexikon02_1913/207
Zitationshilfe: Brümmer, Franz: Lexikon der deutschen Dichter und Prosaisten vom Beginn des 19. Jahrhunderts bis zur Gegenwart. Bd. 2. 6. Aufl. Leipzig, 1913, S. 203. In: Deutsches Textarchiv <http://www.deutschestextarchiv.de/bruemmer_lexikon02_1913/207>, abgerufen am 22.02.2019.