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Brümmer, Franz: Lexikon der deutschen Dichter und Prosaisten vom Beginn des 19. Jahrhunderts bis zur Gegenwart. Bd. 2. 6. Aufl. Leipzig, 1913.

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Spanien (7 Hefte), 1896-98. - Das
Paradies (G. in 30 Ges.), 1898. -
Aus meinem Leben (Erinnergn. und
Erfahrungen); II, 1900. 5. A. 1902.
(Der 2. Bd. wurde von seinem Sohne
und Nachfolger Theodor zu Ende ge-
führt.)

Fliegel, Alice,

siehe Alice Ja-
dassohn!

Fließ, Erich,

geb. am 2. April 1857
in Gnesen (Posen) als der Sohn eines
evangelischen Pfarrers, absolvierte
das Gymnasium seiner Vaterstadt,
studierte in Berlin die Rechte u. war
dann mehrere Jahre in seiner Heimat
als Referendar tätig, bis er 1884 aus
dem Staatsdienste schied und nach
manchen wechselvollen Schicksalen, die
ihn durch den ganzen Osten unseres
Vaterlandes umherführten, seinen
ständigen Aufenthalt in Berlin nahm,
wo er sich gänzlich der Schriftstellerei
widmete. Seit 1893 gehörte er hier
der Redaktion des "Berliner Frem-
denblatts" an. Er schildert in seinen
Schriften besonders die kulturellen
Verhältnisse in den Ostmarken, die
Beziehungen der Polen untereinan-
der, sowie das Verhältnis der Polen
zu den Deutschen, und zwar als ein
echter Poet, dem jede Tendenzschrift-
stellerei fernliegt. Er starb in Berlin
am 23. Juli 1898.

S:

Zal Mawet
[Schatten des Todes] (2 En. a. dem
Osten des Deutschen Reiches), 1890.
- Miasmen (R.), 1893. - Säbel ver-
hängt! (E.), 1895. - Die drei Erynnien,
1896. 3. A. 1896. - Außer Reih' u. Glied
(Humor.), 1896. - Der Proboszcz
(E. a. d. Osten d. Deutschen Reiches),
1897. - Der Herr Collega (E.), 2. A.
1898. - Minnedienst (Militärhum.),
1898. - Der Lump (E.), 1898. - Po-
stillon d'amour und andere Geschich-
ten, 1898. - Liebesmarkt und andere
Novellen, 1901. - Jm falschen Geleise
(R.), 3. A. 1902.

*Fließ, Martin,

wurde am 11.
Februar 1852 zu Arnswalde in der
Neumark als der Sohn eines Kauf-
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Fli
manns geboren, der 1867 nach Ber-
lin übersiedelte. Hier besuchte der
Sohn das Gymnasium zum Grauen
Kloster, welches er Ostern 1869 ab-
solvierte, und widmete sich dann als
Beamter hervorragender Firmen dem
Kaufmannsstande. Die in diesem Be-
rufe erworbenen Kenntnisse ermög-
lichten es ihm, als technischer Beam-
ter 1873 in den Staatsdienst zu treten,
aus dem er dann auf seinen Antrag
am 1. Juli 1898 mit Pension schied.
Seit dieser Zeit widmete er sich aus-
schließlich schriftstellerischer Tätigkeit,
die er schon seit Jahrzehnten neben
seinem Amte ausgeübt hatte. Er +
in Berlin 1906.

S:

Die Husaren der
Frau Majorin und andere Geschich-
ten, 1895. 2. A. 1897. - Münchhausen
(Lsp., mit Manuel Schnitzer), 1897.

Flir, Aloys Casimir,

wurde am
7. Oktbr. 1805 zu Angedair geboren,
einer selbständigen politischen Ge-
meinde, die mit der Gemeinde Per-
fuchs den Ort Landeck (in Tirol) bil-
det, studierte seit 1826 erst in Jnns-
bruck, dann in Wien anfänglich
Medizin u. hierauf Theologie, setzte
letztere in Brixen fort, wurde 1834
Priester u. 1835 Professor der klassi-
schen Literatur und Ästhetik an der
Jnnsbrucker Universität. Jm Jahre
1848 wurde er zum Abgeordneten in
das Frankfurter Parlament gewählt,
in welchem er sich der Abreißung
Welschtirols von Deutschland mit
aller Kraft u. mit Erfolg widersetzte,
bald darauf Beamter im Kultusmini-
sterium in Wien u. 1853 Rektor und
deutscher Prediger an der Kirche dell'
anima
in Rom. Hier ward er bald
der Mittelpunkt deutscher Künstler u.
Gelehrten; seine Vertrautheit mit
der deutschen Wissenschaft veranlaßte
seine Ernennung zum Konsultor der
Jndex-Kongregation. Jm Jahre
1858 zum kaiserlichen Auditor des
Gerichtshofes der römischen sacra
ruota
für das lombardisch-venezia-
nische Königreich und zum päpstlichen

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Fli
Spanien (7 Hefte), 1896–98. – Das
Paradies (G. in 30 Geſ.), 1898. –
Aus meinem Leben (Erinnergn. und
Erfahrungen); II, 1900. 5. A. 1902.
(Der 2. Bd. wurde von ſeinem Sohne
und Nachfolger Theodor zu Ende ge-
führt.)

Fliegel, Alice,

ſiehe Alice Ja-
dasſohn!

Fließ, Erich,

geb. am 2. April 1857
in Gneſen (Poſen) als der Sohn eines
evangeliſchen Pfarrers, abſolvierte
das Gymnaſium ſeiner Vaterſtadt,
ſtudierte in Berlin die Rechte u. war
dann mehrere Jahre in ſeiner Heimat
als Referendar tätig, bis er 1884 aus
dem Staatsdienſte ſchied und nach
manchen wechſelvollen Schickſalen, die
ihn durch den ganzen Oſten unſeres
Vaterlandes umherführten, ſeinen
ſtändigen Aufenthalt in Berlin nahm,
wo er ſich gänzlich der Schriftſtellerei
widmete. Seit 1893 gehörte er hier
der Redaktion des „Berliner Frem-
denblatts“ an. Er ſchildert in ſeinen
Schriften beſonders die kulturellen
Verhältniſſe in den Oſtmarken, die
Beziehungen der Polen untereinan-
der, ſowie das Verhältnis der Polen
zu den Deutſchen, und zwar als ein
echter Poet, dem jede Tendenzſchrift-
ſtellerei fernliegt. Er ſtarb in Berlin
am 23. Juli 1898.

S:

Zal Mawet
[Schatten des Todes] (2 En. a. dem
Oſten des Deutſchen Reiches), 1890.
– Miasmen (R.), 1893. – Säbel ver-
hängt! (E.), 1895. – Die drei Erynnien,
1896. 3. A. 1896. – Außer Reih’ u. Glied
(Humor.), 1896. – Der Proboszcz
(E. a. d. Oſten d. Deutſchen Reiches),
1897. – Der Herr Collega (E.), 2. A.
1898. – Minnedienſt (Militärhum.),
1898. – Der Lump (E.), 1898. – Po-
ſtillon d’amour und andere Geſchich-
ten, 1898. – Liebesmarkt und andere
Novellen, 1901. – Jm falſchen Geleiſe
(R.), 3. A. 1902.

*Fließ, Martin,

wurde am 11.
Februar 1852 zu Arnswalde in der
Neumark als der Sohn eines Kauf-
[Spaltenumbruch]

Fli
manns geboren, der 1867 nach Ber-
lin überſiedelte. Hier beſuchte der
Sohn das Gymnaſium zum Grauen
Kloſter, welches er Oſtern 1869 ab-
ſolvierte, und widmete ſich dann als
Beamter hervorragender Firmen dem
Kaufmannsſtande. Die in dieſem Be-
rufe erworbenen Kenntniſſe ermög-
lichten es ihm, als techniſcher Beam-
ter 1873 in den Staatsdienſt zu treten,
aus dem er dann auf ſeinen Antrag
am 1. Juli 1898 mit Penſion ſchied.
Seit dieſer Zeit widmete er ſich aus-
ſchließlich ſchriftſtelleriſcher Tätigkeit,
die er ſchon ſeit Jahrzehnten neben
ſeinem Amte ausgeübt hatte. Er †
in Berlin 1906.

S:

Die Huſaren der
Frau Majorin und andere Geſchich-
ten, 1895. 2. A. 1897. – Münchhauſen
(Lſp., mit Manuel Schnitzer), 1897.

Flir, Aloys Caſimir,

wurde am
7. Oktbr. 1805 zu Angedair geboren,
einer ſelbſtändigen politiſchen Ge-
meinde, die mit der Gemeinde Per-
fuchs den Ort Landeck (in Tirol) bil-
det, ſtudierte ſeit 1826 erſt in Jnns-
bruck, dann in Wien anfänglich
Medizin u. hierauf Theologie, ſetzte
letztere in Brixen fort, wurde 1834
Prieſter u. 1835 Profeſſor der klaſſi-
ſchen Literatur und Äſthetik an der
Jnnsbrucker Univerſität. Jm Jahre
1848 wurde er zum Abgeordneten in
das Frankfurter Parlament gewählt,
in welchem er ſich der Abreißung
Welſchtirols von Deutſchland mit
aller Kraft u. mit Erfolg widerſetzte,
bald darauf Beamter im Kultusmini-
ſterium in Wien u. 1853 Rektor und
deutſcher Prediger an der Kirche dell’
anima
in Rom. Hier ward er bald
der Mittelpunkt deutſcher Künſtler u.
Gelehrten; ſeine Vertrautheit mit
der deutſchen Wiſſenſchaft veranlaßte
ſeine Ernennung zum Konſultor der
Jndex-Kongregation. Jm Jahre
1858 zum kaiſerlichen Auditor des
Gerichtshofes der römiſchen sacra
ruota
für das lombardiſch-venezia-
niſche Königreich und zum päpſtlichen

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[232/0236] Fli Fli Spanien (7 Hefte), 1896–98. – Das Paradies (G. in 30 Geſ.), 1898. – Aus meinem Leben (Erinnergn. und Erfahrungen); II, 1900. 5. A. 1902. (Der 2. Bd. wurde von ſeinem Sohne und Nachfolger Theodor zu Ende ge- führt.) Fliegel, Alice, ſiehe Alice Ja- dasſohn! Fließ, Erich, geb. am 2. April 1857 in Gneſen (Poſen) als der Sohn eines evangeliſchen Pfarrers, abſolvierte das Gymnaſium ſeiner Vaterſtadt, ſtudierte in Berlin die Rechte u. war dann mehrere Jahre in ſeiner Heimat als Referendar tätig, bis er 1884 aus dem Staatsdienſte ſchied und nach manchen wechſelvollen Schickſalen, die ihn durch den ganzen Oſten unſeres Vaterlandes umherführten, ſeinen ſtändigen Aufenthalt in Berlin nahm, wo er ſich gänzlich der Schriftſtellerei widmete. Seit 1893 gehörte er hier der Redaktion des „Berliner Frem- denblatts“ an. Er ſchildert in ſeinen Schriften beſonders die kulturellen Verhältniſſe in den Oſtmarken, die Beziehungen der Polen untereinan- der, ſowie das Verhältnis der Polen zu den Deutſchen, und zwar als ein echter Poet, dem jede Tendenzſchrift- ſtellerei fernliegt. Er ſtarb in Berlin am 23. Juli 1898. S: Zal Mawet [Schatten des Todes] (2 En. a. dem Oſten des Deutſchen Reiches), 1890. – Miasmen (R.), 1893. – Säbel ver- hängt! (E.), 1895. – Die drei Erynnien, 1896. 3. A. 1896. – Außer Reih’ u. Glied (Humor.), 1896. – Der Proboszcz (E. a. d. Oſten d. Deutſchen Reiches), 1897. – Der Herr Collega (E.), 2. A. 1898. – Minnedienſt (Militärhum.), 1898. – Der Lump (E.), 1898. – Po- ſtillon d’amour und andere Geſchich- ten, 1898. – Liebesmarkt und andere Novellen, 1901. – Jm falſchen Geleiſe (R.), 3. A. 1902. *Fließ, Martin, wurde am 11. Februar 1852 zu Arnswalde in der Neumark als der Sohn eines Kauf- manns geboren, der 1867 nach Ber- lin überſiedelte. Hier beſuchte der Sohn das Gymnaſium zum Grauen Kloſter, welches er Oſtern 1869 ab- ſolvierte, und widmete ſich dann als Beamter hervorragender Firmen dem Kaufmannsſtande. Die in dieſem Be- rufe erworbenen Kenntniſſe ermög- lichten es ihm, als techniſcher Beam- ter 1873 in den Staatsdienſt zu treten, aus dem er dann auf ſeinen Antrag am 1. Juli 1898 mit Penſion ſchied. Seit dieſer Zeit widmete er ſich aus- ſchließlich ſchriftſtelleriſcher Tätigkeit, die er ſchon ſeit Jahrzehnten neben ſeinem Amte ausgeübt hatte. Er † in Berlin 1906. S: Die Huſaren der Frau Majorin und andere Geſchich- ten, 1895. 2. A. 1897. – Münchhauſen (Lſp., mit Manuel Schnitzer), 1897. Flir, Aloys Caſimir, wurde am 7. Oktbr. 1805 zu Angedair geboren, einer ſelbſtändigen politiſchen Ge- meinde, die mit der Gemeinde Per- fuchs den Ort Landeck (in Tirol) bil- det, ſtudierte ſeit 1826 erſt in Jnns- bruck, dann in Wien anfänglich Medizin u. hierauf Theologie, ſetzte letztere in Brixen fort, wurde 1834 Prieſter u. 1835 Profeſſor der klaſſi- ſchen Literatur und Äſthetik an der Jnnsbrucker Univerſität. Jm Jahre 1848 wurde er zum Abgeordneten in das Frankfurter Parlament gewählt, in welchem er ſich der Abreißung Welſchtirols von Deutſchland mit aller Kraft u. mit Erfolg widerſetzte, bald darauf Beamter im Kultusmini- ſterium in Wien u. 1853 Rektor und deutſcher Prediger an der Kirche dell’ anima in Rom. Hier ward er bald der Mittelpunkt deutſcher Künſtler u. Gelehrten; ſeine Vertrautheit mit der deutſchen Wiſſenſchaft veranlaßte ſeine Ernennung zum Konſultor der Jndex-Kongregation. Jm Jahre 1858 zum kaiſerlichen Auditor des Gerichtshofes der römiſchen sacra ruota für das lombardiſch-venezia- niſche Königreich und zum päpſtlichen *

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Zitationshilfe: Brümmer, Franz: Lexikon der deutschen Dichter und Prosaisten vom Beginn des 19. Jahrhunderts bis zur Gegenwart. Bd. 2. 6. Aufl. Leipzig, 1913, S. 232. In: Deutsches Textarchiv <http://www.deutschestextarchiv.de/bruemmer_lexikon02_1913/236>, abgerufen am 17.02.2019.