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Brümmer, Franz: Lexikon der deutschen Dichter und Prosaisten vom Beginn des 19. Jahrhunderts bis zur Gegenwart. Bd. 2. 6. Aufl. Leipzig, 1913.

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witz. Sie hat sich hier durch manche
nicht gerade glücklichen und benei-
denswerten Verhältnisse hindurch-
zuringen gewußt und in schon vor-
gerücktem Lebensalter den Weg der
Schriftstellerin mit Erfolg betreten.
Außer einigen Broschüren ("Über
Lex Heinze", 1900 - "Die Kunst und
Sudermann", 1900) veröffentlichte
sie

S:

Jmme. Die ersten Jahrzehnte
eines Sonntagskindes (R.), 1903. -
Lüttjendörp (Niedersächs. Dorfgesch.),
1907. 2. A. 1908.

*Flüggen, August Christian
Louis Julius,

geb. am 6. Juni 1870
in Magdeburg als der Sohn des
Theaterdirektors Ottmar F., kam
schon nach einigen Monaten nach Süd-
deutschland, besuchte in München die
Volksschule und das Ludwigs-Gym-
nasium bis zum Zeugnis für den ein-
jährig-freiwilligen Dienst, versuchte
dann, Maler zu werden, ging aber
schon 1888 zur Journalistik über und
wurde Redakteur des "Münchener
Kunst- u. Theater-Anzeigers", eines
Blattes, das er durch zehn Jahre lei-
tete. Um seinen immer stärker her-
vortretenden Wandertrieb zu befrie-
digen, schloß sich F. 1898 dem neu-
begründeten Bauerntheater "Origi-
nal-Tegernsee" als Charakterspieler
an und bereiste mit ihm Deutschland,
Österreich, die Verein. Staaten etc.
Die praktischen Bühnenkenntnisse, die
er sich auf dieser Tournee erwarb,
veranlaßten ihn, sich von nun an
energisch der Bühnenschriftstellerei zu
widmen, worin er schon 1893 mit
einer gemeinschaftlich mit Hilpert
verfaßten Parodie auf Sudermanns
"Heimat" debütiert hatte. Seit dem
1. April 1901 gehört F. der Redak-
tion der "Münchener Zeitung" an.

S:

Lenerl von Oberammergau (Ober-
bayerisches Volksst.), 1900. - D' Gold-
hex (desgl.), 1900. - Jm schwarzen
Rößl (desgl.), 1901. - Die Altbauern
(desgl., nach G. F. Wagner und J.
Nefflen bearb.), 1901. - Samariter
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Fock
(Volksst.), 1903. - Der Gmoavorstand
(Oberbayer. Bauernposse), 1904. -
Bürgersleut' (Dr.), 1904. - Der Leh-
rer von Seespitz (Volksstück), 1904. -
Das Bräurosl (Volksst.), 1907.

Flugi (von Aspremont), Al-
phons,

* im Jahre 1823 im Kanton
Graubünden, studierte in Zürich,
Bonn u. Berlin besonders Geschichte,
Literaturgeschichte und Geschichte der
Kunst und gab bereits als Student
seine poetischen Dichtungen in die
Öffentlichkeit. Seither lebte er als
Privatmann besonders historischen
Studien. Er starb im April 1890 in
Montreux.

S:

Die Volkssagen von
Graubünden (poetisch bearb.), 1843.
- Der Prättigauer Freiheitskampf
(Ep. D.), 1844. - Zwei historisch-
romantische Gedichte des 16. und 17.
Jahrh.; hrsg., 1865. - Die Volkslie-
der des Engadin, 1873.

Fobbe, Gustav,

* am 17. Januar
1816 zu Linz als der Sohn eines k. k.
Rechnungsofsizials, absolvierte das
Gymnasium und Lyzeum zu Linz und
trat dann bei der oberösterr. Landes-
buchhaltung ein, als deren Beamter
er am 10. Oktbr. 1854 in Linz starb.

S:

Phantasie-Knospen u. Phantasie-
Blüten (Ge.), 1846. - Märzveigerl
(Dn. im oberösterr. Volksdial.), 1850.
- Linz vor 112 Jahren (Patriot.-
hist. Volksschsp.), o. J.

Fock, Henny,

s. Hennie Rache!

Fockt, Karl Theodor,

* am 9. Juni
1839 zu Rokitzan in Böhmen, war
ursprünglich für den geistlichen Stand
bestimmt, unterbrach aber 1859 seine
Studien und ging nach Jtalien, wo
er sich den Freischärlern anschloß.
Nach dem Frieden wandte er sich der
Schriftstellerei zu. Jn Wien, wo er
noch jetzt lebt, arbeitete er viel für die
"Fünf-Kreuzer-Bibliothek" und für
die von ihm gegründeten Zeitschrif-
ten "Humoristikon" u. "Chronik der
Zeit".

S:

Der Deserteur (R.), 1879.
- Der Schmugglerfürst (R.), 1880. -
Der Postillon (R.), 1882. - Wissen-

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Flü
witz. Sie hat ſich hier durch manche
nicht gerade glücklichen und benei-
denswerten Verhältniſſe hindurch-
zuringen gewußt und in ſchon vor-
gerücktem Lebensalter den Weg der
Schriftſtellerin mit Erfolg betreten.
Außer einigen Broſchüren („Über
Lex Heinze“, 1900 – „Die Kunſt und
Sudermann“, 1900) veröffentlichte
ſie

S:

Jmme. Die erſten Jahrzehnte
eines Sonntagskindes (R.), 1903. –
Lüttjendörp (Niederſächſ. Dorfgeſch.),
1907. 2. A. 1908.

*Flüggen, Auguſt Chriſtian
Louis Julius,

geb. am 6. Juni 1870
in Magdeburg als der Sohn des
Theaterdirektors Ottmar F., kam
ſchon nach einigen Monaten nach Süd-
deutſchland, beſuchte in München die
Volksſchule und das Ludwigs-Gym-
naſium bis zum Zeugnis für den ein-
jährig-freiwilligen Dienſt, verſuchte
dann, Maler zu werden, ging aber
ſchon 1888 zur Journaliſtik über und
wurde Redakteur des „Münchener
Kunſt- u. Theater-Anzeigers“, eines
Blattes, das er durch zehn Jahre lei-
tete. Um ſeinen immer ſtärker her-
vortretenden Wandertrieb zu befrie-
digen, ſchloß ſich F. 1898 dem neu-
begründeten Bauerntheater „Origi-
nal-Tegernſee“ als Charakterſpieler
an und bereiſte mit ihm Deutſchland,
Öſterreich, die Verein. Staaten ꝛc.
Die praktiſchen Bühnenkenntniſſe, die
er ſich auf dieſer Tournee erwarb,
veranlaßten ihn, ſich von nun an
energiſch der Bühnenſchriftſtellerei zu
widmen, worin er ſchon 1893 mit
einer gemeinſchaftlich mit Hilpert
verfaßten Parodie auf Sudermanns
„Heimat“ debütiert hatte. Seit dem
1. April 1901 gehört F. der Redak-
tion der „Münchener Zeitung“ an.

S:

Lenerl von Oberammergau (Ober-
bayeriſches Volksſt.), 1900. – D’ Gold-
hex (desgl.), 1900. – Jm ſchwarzen
Rößl (desgl.), 1901. – Die Altbauern
(desgl., nach G. F. Wagner und J.
Nefflen bearb.), 1901. – Samariter
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Fock
(Volksſt.), 1903. – Der Gmoavorſtand
(Oberbayer. Bauernpoſſe), 1904. –
Bürgersleut’ (Dr.), 1904. – Der Leh-
rer von Seeſpitz (Volksſtück), 1904. –
Das Bräuroſl (Volksſt.), 1907.

Flugi (von Aspremont), Al-
phons,

* im Jahre 1823 im Kanton
Graubünden, ſtudierte in Zürich,
Bonn u. Berlin beſonders Geſchichte,
Literaturgeſchichte und Geſchichte der
Kunſt und gab bereits als Student
ſeine poetiſchen Dichtungen in die
Öffentlichkeit. Seither lebte er als
Privatmann beſonders hiſtoriſchen
Studien. Er ſtarb im April 1890 in
Montreux.

S:

Die Volksſagen von
Graubünden (poetiſch bearb.), 1843.
– Der Prättigauer Freiheitskampf
(Ep. D.), 1844. – Zwei hiſtoriſch-
romantiſche Gedichte des 16. und 17.
Jahrh.; hrsg., 1865. – Die Volkslie-
der des Engadin, 1873.

Fobbe, Guſtav,

* am 17. Januar
1816 zu Linz als der Sohn eines k. k.
Rechnungsofſizials, abſolvierte das
Gymnaſium und Lyzeum zu Linz und
trat dann bei der oberöſterr. Landes-
buchhaltung ein, als deren Beamter
er am 10. Oktbr. 1854 in Linz ſtarb.

S:

Phantaſie-Knoſpen u. Phantaſie-
Blüten (Ge.), 1846. – Märzveigerl
(Dn. im oberöſterr. Volksdial.), 1850.
– Linz vor 112 Jahren (Patriot.-
hiſt. Volksſchſp.), o. J.

Fock, Henny,

ſ. Hennie Raché!

Fockt, Karl Theodor,

* am 9. Juni
1839 zu Rokitzan in Böhmen, war
urſprünglich für den geiſtlichen Stand
beſtimmt, unterbrach aber 1859 ſeine
Studien und ging nach Jtalien, wo
er ſich den Freiſchärlern anſchloß.
Nach dem Frieden wandte er ſich der
Schriftſtellerei zu. Jn Wien, wo er
noch jetzt lebt, arbeitete er viel für die
„Fünf-Kreuzer-Bibliothek“ und für
die von ihm gegründeten Zeitſchrif-
ten „Humoriſtikon“ u. „Chronik der
Zeit“.

S:

Der Deſerteur (R.), 1879.
– Der Schmugglerfürſt (R.), 1880. –
Der Poſtillon (R.), 1882. – Wiſſen-

*
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[235/0239] Flü Fock witz. Sie hat ſich hier durch manche nicht gerade glücklichen und benei- denswerten Verhältniſſe hindurch- zuringen gewußt und in ſchon vor- gerücktem Lebensalter den Weg der Schriftſtellerin mit Erfolg betreten. Außer einigen Broſchüren („Über Lex Heinze“, 1900 – „Die Kunſt und Sudermann“, 1900) veröffentlichte ſie S: Jmme. Die erſten Jahrzehnte eines Sonntagskindes (R.), 1903. – Lüttjendörp (Niederſächſ. Dorfgeſch.), 1907. 2. A. 1908. *Flüggen, Auguſt Chriſtian Louis Julius, geb. am 6. Juni 1870 in Magdeburg als der Sohn des Theaterdirektors Ottmar F., kam ſchon nach einigen Monaten nach Süd- deutſchland, beſuchte in München die Volksſchule und das Ludwigs-Gym- naſium bis zum Zeugnis für den ein- jährig-freiwilligen Dienſt, verſuchte dann, Maler zu werden, ging aber ſchon 1888 zur Journaliſtik über und wurde Redakteur des „Münchener Kunſt- u. Theater-Anzeigers“, eines Blattes, das er durch zehn Jahre lei- tete. Um ſeinen immer ſtärker her- vortretenden Wandertrieb zu befrie- digen, ſchloß ſich F. 1898 dem neu- begründeten Bauerntheater „Origi- nal-Tegernſee“ als Charakterſpieler an und bereiſte mit ihm Deutſchland, Öſterreich, die Verein. Staaten ꝛc. Die praktiſchen Bühnenkenntniſſe, die er ſich auf dieſer Tournee erwarb, veranlaßten ihn, ſich von nun an energiſch der Bühnenſchriftſtellerei zu widmen, worin er ſchon 1893 mit einer gemeinſchaftlich mit Hilpert verfaßten Parodie auf Sudermanns „Heimat“ debütiert hatte. Seit dem 1. April 1901 gehört F. der Redak- tion der „Münchener Zeitung“ an. S: Lenerl von Oberammergau (Ober- bayeriſches Volksſt.), 1900. – D’ Gold- hex (desgl.), 1900. – Jm ſchwarzen Rößl (desgl.), 1901. – Die Altbauern (desgl., nach G. F. Wagner und J. Nefflen bearb.), 1901. – Samariter (Volksſt.), 1903. – Der Gmoavorſtand (Oberbayer. Bauernpoſſe), 1904. – Bürgersleut’ (Dr.), 1904. – Der Leh- rer von Seeſpitz (Volksſtück), 1904. – Das Bräuroſl (Volksſt.), 1907. Flugi (von Aspremont), Al- phons, * im Jahre 1823 im Kanton Graubünden, ſtudierte in Zürich, Bonn u. Berlin beſonders Geſchichte, Literaturgeſchichte und Geſchichte der Kunſt und gab bereits als Student ſeine poetiſchen Dichtungen in die Öffentlichkeit. Seither lebte er als Privatmann beſonders hiſtoriſchen Studien. Er ſtarb im April 1890 in Montreux. S: Die Volksſagen von Graubünden (poetiſch bearb.), 1843. – Der Prättigauer Freiheitskampf (Ep. D.), 1844. – Zwei hiſtoriſch- romantiſche Gedichte des 16. und 17. Jahrh.; hrsg., 1865. – Die Volkslie- der des Engadin, 1873. Fobbe, Guſtav, * am 17. Januar 1816 zu Linz als der Sohn eines k. k. Rechnungsofſizials, abſolvierte das Gymnaſium und Lyzeum zu Linz und trat dann bei der oberöſterr. Landes- buchhaltung ein, als deren Beamter er am 10. Oktbr. 1854 in Linz ſtarb. S: Phantaſie-Knoſpen u. Phantaſie- Blüten (Ge.), 1846. – Märzveigerl (Dn. im oberöſterr. Volksdial.), 1850. – Linz vor 112 Jahren (Patriot.- hiſt. Volksſchſp.), o. J. Fock, Henny, ſ. Hennie Raché! Fockt, Karl Theodor, * am 9. Juni 1839 zu Rokitzan in Böhmen, war urſprünglich für den geiſtlichen Stand beſtimmt, unterbrach aber 1859 ſeine Studien und ging nach Jtalien, wo er ſich den Freiſchärlern anſchloß. Nach dem Frieden wandte er ſich der Schriftſtellerei zu. Jn Wien, wo er noch jetzt lebt, arbeitete er viel für die „Fünf-Kreuzer-Bibliothek“ und für die von ihm gegründeten Zeitſchrif- ten „Humoriſtikon“ u. „Chronik der Zeit“. S: Der Deſerteur (R.), 1879. – Der Schmugglerfürſt (R.), 1880. – Der Poſtillon (R.), 1882. – Wiſſen- *

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Zitationshilfe: Brümmer, Franz: Lexikon der deutschen Dichter und Prosaisten vom Beginn des 19. Jahrhunderts bis zur Gegenwart. Bd. 2. 6. Aufl. Leipzig, 1913, S. 235. In: Deutsches Textarchiv <http://www.deutschestextarchiv.de/bruemmer_lexikon02_1913/239>, abgerufen am 17.02.2019.