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Brümmer, Franz: Lexikon der deutschen Dichter und Prosaisten vom Beginn des 19. Jahrhunderts bis zur Gegenwart. Bd. 2. 6. Aufl. Leipzig, 1913.

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Foh
Sohn eines Geschäftsmannes gebo-
ren, erhielt daselbst seine Erziehung
und Ausbildung u. wandte sich nach
mannigfachen Studien der Berufs-
schriftstellerei zu. Er lebt in Wien u.
hat sich besonders als Jugendschrift-
steller bekannt gemacht.

S:

Marga-
rete von Burgund (Dr.), 1883. -
Djamar (N.), 1887. - Aus sonnigen
Tagen (Nn. für Mädchen), 1888. -
Jm dunkeln Erdteil (E.), 1891. - Der
Doppelgänger (R.), 1891. - Ein Dä-
mon (R. n. d. Engl.), 1890.

Fohrbach, Herbert,

Pseudon. für
Klara Nast; s. d.!

Folkert, M.,

Pseud. für Martha
Meyer;
s. d.!

*Follenius, Sophie von,

pseud.
Marie Berger, wurde am 25. Juli
1837 in Darmstadt geboren, wo ihr
Vater, der Freiherr von F., bei dem
großherzogl. hessischen Hofgericht an-
gestellt war, und erhielt ihre Erzie-
hung u. Bildung meist im elterlichen
Hause. Jhr Leben verfloß höchst ein-
fach. Außer der Schriftstellerei wid-
met sie ihre Tätigkeit den Pflichten
in der eigenen Familie und verschie-
denen Vereinen. Sie lebt noch jetzt
in Darmstadt.

S:

Einsam und arm
(N.), 1868. - Verschiedene Wege (E.),
1869. - Weiße und rote Rose (E.),
1870. - Novellen, 1874. - Angelica
von Sainte-Croix (R.), 1884. 3. A.
1890. - Wie sie sich finden (N.), 1884.
3. A. 1890. - Drei Feste (Eine Gesch.
f. Mädchen), 1885. - Schloß Harten-
fels (E.), 1888. 2. A. 1893. - Füh-
rungen und Fügungen (Eine Mäd-
chengesch.), 1897. - Dorothee (E. a.
d. Jahre 1848), 1899. - Das Burg-
geheimnis (E.), 1900. - Allzeit wahr-
haftig (E. f. junge Mdchn.), 1901. -
Die Elf (E.), 1903.

*Folnes, Karl Julius,

eigentlich
Folnesics geheißen, wurde am 25.
Juni 1816 zu Ofen geboren und kam
1819 mit seinen Eltern nach Wien,
wohin sein Vater Ludwig Folnesics
als Professor an der Genie-Akademie
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Fol
berufen worden war. Leider starb
dieser schon 1822. Der Sohn erhielt
seine wissenschaftliche Bildung in
Wien, widmete sich aber nach absol-
vierten philosophischen Studien der
Bühne u. ließ auf Anraten des Hof-
rats Holbein die letzte schwer auszu-
sprechende Silbe seines Namens weg.
Von 1845-46 war F. am Burgthea-
ter engagiert, 1849 am Stadttheater
in Kronstadt, dessen Direktion er
schon im folgenden Jahre selbst über-
nahm, dirigierte 1852 das Stadtthea-
ter in Kaschau, eröffnete 1853 das
Nationaltheater in Agram, war 1855
am Carltheater in Wien tätig, 1857
in Znaim, 1860-65 je ein Jahr in
Olmütz, Klagenfurt, Graz, Linz und
München und wurde dann Mitglied
des Theaters in Brünn, wo er zehn
Jahre blieb. Seit 1875 am Hofthea-
ter in Koburg angestellt, starb er da-
selbst am 20. August 1878.

S:

Ver-
botene Früchte (Schsp.), 1873. - Aus
dem Soldatenleben (Schsp.), 1873. -
Als Manuskript gedruckt: Der Für-
sprecher (Lsp.). - Der Gefangene des
Kaisers (Lsp.). - Ein deutsches Weib
(Schsp.) und verschiedene Opern und
Operetten.

*Foltin, Arthur,

wurde am 22.
August 1864 zu Olmütz in Mähren als
der Sohn eines Chirurgen geboren
und war schon in seinem dritten Le-
bensjahre völlig verwaist. Er kam
zu einem Oheim in Wien in Pflege,
besuchte hier die Bürgerschule, das
Untergymnasium u. endlich die Han-
delsschule in Laibach, da er sich dem
Berufe eines Kaufmanns widmen
sollte. Jndessen verspürte er dazu
nicht die geringste Neigung, und so
wandte er sich dem Eisenbahndienst
zu. Seit 1883 als Beamter an der
k. k. priv. österr. Südbahngesellschaft
angestellt, wirkte er in Praevali
(Kärnten), Wildon, Velden am Wör-
ther See, Brixlegg, Bozen u. gegen-
wärtig als Adjunkt wieder in Brix-
legg (Tirol). Hier leitete er 1895

*


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Foh
Sohn eines Geſchäftsmannes gebo-
ren, erhielt daſelbſt ſeine Erziehung
und Ausbildung u. wandte ſich nach
mannigfachen Studien der Berufs-
ſchriftſtellerei zu. Er lebt in Wien u.
hat ſich beſonders als Jugendſchrift-
ſteller bekannt gemacht.

S:

Marga-
rete von Burgund (Dr.), 1883. –
Djamar (N.), 1887. – Aus ſonnigen
Tagen (Nn. für Mädchen), 1888. –
Jm dunkeln Erdteil (E.), 1891. – Der
Doppelgänger (R.), 1891. – Ein Dä-
mon (R. n. d. Engl.), 1890.

Fohrbach, Herbert,

Pſeudon. für
Klara Naſt; ſ. d.!

Folkert, M.,

Pſeud. für Martha
Meyer;
ſ. d.!

*Follenius, Sophie von,

pſeud.
Marie Berger, wurde am 25. Juli
1837 in Darmſtadt geboren, wo ihr
Vater, der Freiherr von F., bei dem
großherzogl. heſſiſchen Hofgericht an-
geſtellt war, und erhielt ihre Erzie-
hung u. Bildung meiſt im elterlichen
Hauſe. Jhr Leben verfloß höchſt ein-
fach. Außer der Schriftſtellerei wid-
met ſie ihre Tätigkeit den Pflichten
in der eigenen Familie und verſchie-
denen Vereinen. Sie lebt noch jetzt
in Darmſtadt.

S:

Einſam und arm
(N.), 1868. – Verſchiedene Wege (E.),
1869. – Weiße und rote Roſe (E.),
1870. – Novellen, 1874. – Angelica
von Sainte-Croix (R.), 1884. 3. A.
1890. – Wie ſie ſich finden (N.), 1884.
3. A. 1890. – Drei Feſte (Eine Geſch.
f. Mädchen), 1885. – Schloß Harten-
fels (E.), 1888. 2. A. 1893. – Füh-
rungen und Fügungen (Eine Mäd-
chengeſch.), 1897. – Dorothée (E. a.
d. Jahre 1848), 1899. – Das Burg-
geheimnis (E.), 1900. – Allzeit wahr-
haftig (E. f. junge Mdchn.), 1901. –
Die Elf (E.), 1903.

*Folnes, Karl Julius,

eigentlich
Folneſics geheißen, wurde am 25.
Juni 1816 zu Ofen geboren und kam
1819 mit ſeinen Eltern nach Wien,
wohin ſein Vater Ludwig Folneſics
als Profeſſor an der Genie-Akademie
[Spaltenumbruch]

Fol
berufen worden war. Leider ſtarb
dieſer ſchon 1822. Der Sohn erhielt
ſeine wiſſenſchaftliche Bildung in
Wien, widmete ſich aber nach abſol-
vierten philoſophiſchen Studien der
Bühne u. ließ auf Anraten des Hof-
rats Holbein die letzte ſchwer auszu-
ſprechende Silbe ſeines Namens weg.
Von 1845–46 war F. am Burgthea-
ter engagiert, 1849 am Stadttheater
in Kronſtadt, deſſen Direktion er
ſchon im folgenden Jahre ſelbſt über-
nahm, dirigierte 1852 das Stadtthea-
ter in Kaſchau, eröffnete 1853 das
Nationaltheater in Agram, war 1855
am Carltheater in Wien tätig, 1857
in Znaim, 1860–65 je ein Jahr in
Olmütz, Klagenfurt, Graz, Linz und
München und wurde dann Mitglied
des Theaters in Brünn, wo er zehn
Jahre blieb. Seit 1875 am Hofthea-
ter in Koburg angeſtellt, ſtarb er da-
ſelbſt am 20. Auguſt 1878.

S:

Ver-
botene Früchte (Schſp.), 1873. – Aus
dem Soldatenleben (Schſp.), 1873. –
Als Manuſkript gedruckt: Der Für-
ſprecher (Lſp.). – Der Gefangene des
Kaiſers (Lſp.). – Ein deutſches Weib
(Schſp.) und verſchiedene Opern und
Operetten.

*Foltin, Arthur,

wurde am 22.
Auguſt 1864 zu Olmütz in Mähren als
der Sohn eines Chirurgen geboren
und war ſchon in ſeinem dritten Le-
bensjahre völlig verwaiſt. Er kam
zu einem Oheim in Wien in Pflege,
beſuchte hier die Bürgerſchule, das
Untergymnaſium u. endlich die Han-
delsſchule in Laibach, da er ſich dem
Berufe eines Kaufmanns widmen
ſollte. Jndeſſen verſpürte er dazu
nicht die geringſte Neigung, und ſo
wandte er ſich dem Eiſenbahndienſt
zu. Seit 1883 als Beamter an der
k. k. priv. öſterr. Südbahngeſellſchaft
angeſtellt, wirkte er in Praevali
(Kärnten), Wildon, Velden am Wör-
ther See, Brixlegg, Bozen u. gegen-
wärtig als Adjunkt wieder in Brix-
legg (Tirol). Hier leitete er 1895

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[237/0241] Foh Fol Sohn eines Geſchäftsmannes gebo- ren, erhielt daſelbſt ſeine Erziehung und Ausbildung u. wandte ſich nach mannigfachen Studien der Berufs- ſchriftſtellerei zu. Er lebt in Wien u. hat ſich beſonders als Jugendſchrift- ſteller bekannt gemacht. S: Marga- rete von Burgund (Dr.), 1883. – Djamar (N.), 1887. – Aus ſonnigen Tagen (Nn. für Mädchen), 1888. – Jm dunkeln Erdteil (E.), 1891. – Der Doppelgänger (R.), 1891. – Ein Dä- mon (R. n. d. Engl.), 1890. Fohrbach, Herbert, Pſeudon. für Klara Naſt; ſ. d.! Folkert, M., Pſeud. für Martha Meyer; ſ. d.! *Follenius, Sophie von, pſeud. Marie Berger, wurde am 25. Juli 1837 in Darmſtadt geboren, wo ihr Vater, der Freiherr von F., bei dem großherzogl. heſſiſchen Hofgericht an- geſtellt war, und erhielt ihre Erzie- hung u. Bildung meiſt im elterlichen Hauſe. Jhr Leben verfloß höchſt ein- fach. Außer der Schriftſtellerei wid- met ſie ihre Tätigkeit den Pflichten in der eigenen Familie und verſchie- denen Vereinen. Sie lebt noch jetzt in Darmſtadt. S: Einſam und arm (N.), 1868. – Verſchiedene Wege (E.), 1869. – Weiße und rote Roſe (E.), 1870. – Novellen, 1874. – Angelica von Sainte-Croix (R.), 1884. 3. A. 1890. – Wie ſie ſich finden (N.), 1884. 3. A. 1890. – Drei Feſte (Eine Geſch. f. Mädchen), 1885. – Schloß Harten- fels (E.), 1888. 2. A. 1893. – Füh- rungen und Fügungen (Eine Mäd- chengeſch.), 1897. – Dorothée (E. a. d. Jahre 1848), 1899. – Das Burg- geheimnis (E.), 1900. – Allzeit wahr- haftig (E. f. junge Mdchn.), 1901. – Die Elf (E.), 1903. *Folnes, Karl Julius, eigentlich Folneſics geheißen, wurde am 25. Juni 1816 zu Ofen geboren und kam 1819 mit ſeinen Eltern nach Wien, wohin ſein Vater Ludwig Folneſics als Profeſſor an der Genie-Akademie berufen worden war. Leider ſtarb dieſer ſchon 1822. Der Sohn erhielt ſeine wiſſenſchaftliche Bildung in Wien, widmete ſich aber nach abſol- vierten philoſophiſchen Studien der Bühne u. ließ auf Anraten des Hof- rats Holbein die letzte ſchwer auszu- ſprechende Silbe ſeines Namens weg. Von 1845–46 war F. am Burgthea- ter engagiert, 1849 am Stadttheater in Kronſtadt, deſſen Direktion er ſchon im folgenden Jahre ſelbſt über- nahm, dirigierte 1852 das Stadtthea- ter in Kaſchau, eröffnete 1853 das Nationaltheater in Agram, war 1855 am Carltheater in Wien tätig, 1857 in Znaim, 1860–65 je ein Jahr in Olmütz, Klagenfurt, Graz, Linz und München und wurde dann Mitglied des Theaters in Brünn, wo er zehn Jahre blieb. Seit 1875 am Hofthea- ter in Koburg angeſtellt, ſtarb er da- ſelbſt am 20. Auguſt 1878. S: Ver- botene Früchte (Schſp.), 1873. – Aus dem Soldatenleben (Schſp.), 1873. – Als Manuſkript gedruckt: Der Für- ſprecher (Lſp.). – Der Gefangene des Kaiſers (Lſp.). – Ein deutſches Weib (Schſp.) und verſchiedene Opern und Operetten. *Foltin, Arthur, wurde am 22. Auguſt 1864 zu Olmütz in Mähren als der Sohn eines Chirurgen geboren und war ſchon in ſeinem dritten Le- bensjahre völlig verwaiſt. Er kam zu einem Oheim in Wien in Pflege, beſuchte hier die Bürgerſchule, das Untergymnaſium u. endlich die Han- delsſchule in Laibach, da er ſich dem Berufe eines Kaufmanns widmen ſollte. Jndeſſen verſpürte er dazu nicht die geringſte Neigung, und ſo wandte er ſich dem Eiſenbahndienſt zu. Seit 1883 als Beamter an der k. k. priv. öſterr. Südbahngeſellſchaft angeſtellt, wirkte er in Praevali (Kärnten), Wildon, Velden am Wör- ther See, Brixlegg, Bozen u. gegen- wärtig als Adjunkt wieder in Brix- legg (Tirol). Hier leitete er 1895 *

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Zitationshilfe: Brümmer, Franz: Lexikon der deutschen Dichter und Prosaisten vom Beginn des 19. Jahrhunderts bis zur Gegenwart. Bd. 2. 6. Aufl. Leipzig, 1913, S. 237. In: Deutsches Textarchiv <http://www.deutschestextarchiv.de/bruemmer_lexikon02_1913/241>, abgerufen am 20.03.2019.