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Brümmer, Franz: Lexikon der deutschen Dichter und Prosaisten vom Beginn des 19. Jahrhunderts bis zur Gegenwart. Bd. 2. 6. Aufl. Leipzig, 1913.

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For
*Forbes-Mosse, Jrene,

eine
Tochter des Grafen Albert v. Flem-
ming
und der Armgart von Arnim
(Tochter Achims u. Bettinas von Ar-
nim) wurde am 5. August 1864 in
Baden-Baden geboren und ist eine
Schwester der Elisabeth von Heyking
(s. d.). Sie vermählte sich 1884 mit
dem Grafen R. v. Oriola, doch wurde
diese Ehe 1895 geschieden. Jm fol-
genden Jahre ging sie eine zweite Ehe
ein, und zwar mit dem englischen
Major John Forbes-Mosse, welcher
1904 starb. Seitdem lebt Jrene auf
dem Lande bei Florenz.

S:

Mezza-
voce (Ge.), 1901. - Poregrinas Som-
merabende (Lr. für eine Dämmer-
stunde und 30 Übersetzungen), 1904.
- Das Rosentor (Ge.), 1905.

Formey, Alfred,

* am 31. Juli
1844 zu Dessau, besuchte das dortige
Gymnasium und studierte darauf in
Berlin und Leipzig Theologie. Nach-
dem er dann eine Zeitlang Lehrer an
der höheren Töchterschule in Dessau
gewesen u. vorübergehend als Pfarr-
verweser in Baalberge und als Hilfs-
prediger in Bernburg gewirkt, ging
er 1873 nach Chile, wo er Prediger
der evangelischen Gemeinde in Puerto
Monte und Valparaiso war, wurde
hier 1874 Superintendential-Vikar
und folgte 1876 einem Rufe als Pfar-
rer der evangelischen Gemeinde in
Wien. Er starb am 25. Juni 1901
auf einem Gute der Herzogin von
Oldenburg in Ungarn, nachdem ihm
wenige Wochen vorher die Ehre zuteil
geworden war, das großherzoglich
luxemburgische Ehepaar bei seiner gol-
denen Hochzeit in Abbazzia einsegnen
zu dürfen.

S:

Himmelan! (Geistl. Lr.),
1872. - Nach Hause! (Ge.), 1876. -
Aus Wald und Wogen (Ge.), 1884. -
Auf stillen Höhen (Ge.), 1885. -
Strandgut des Herzens (Gedichte),
1888. - Der Kriegsgefangene (O.,
Musik von Goldmark), 1898.

Formstecher, Salomon,

wurde
am 28. Juli 1808 von jüdischen El-
[Spaltenumbruch]

For
tern in Offenbach a. M. geboren. Sein
Vater ernährte die Familie mit der
Holzformstecherkunst u. hatte danach
seinen Namen gewählt. Zum jüdi-
schen Theologen bestimmt, erhielt F.
von einem Rabbiner Unterricht in der
hebräischen Sprache und den rabbi-
nischen Wissenschaften, während er
gleichzeitig die lateinische Schule sei-
ner Vaterstadt besuchte, setzte dann
1827 in Gießen seine Studien fort u.
bezog 1828 dort auch die Universität,
wo er Philosophie, Philologie und
Theologie studierte. Nachdem er 1831
das Doktordiplom erworben, kehrte
er in seine Vaterstadt zurück, wo er
sich ausschließlich dem Studium der
jüdischen Theologie hingab. Jm
Jahre 1832 wurde er Prediger und
Religionslehrer und 1842 zum Rab-
biner ernannt. Als solcher führte er
die deutsche Predigt u. den Gebrauch
der Orgel beim jüdischen Gottesdienst
ein. Am 1. Oktober 1882 feierte er
sein 50jähriges Jubiläum und wurde
bei dieser Gelegenheit zum Ehren-
bürger von Offenbach u. zum Ehren-
mitgliede des Offenbacher Vereins
für Naturkunde ernannt. Er starb in
seiner Vaterstadt am 24. April 1889.
Außer einer Reihe theologischer
Schriften, worin er sich als begeister-
ten Anhänger des Reformjudentums
bekennt, veröffentlichte er

S:

Buchen-
stein und Cohnberg (R.), 1863.

Forrer, J.,

ein Schweizer Dichter,
geb. 1815, lebte als Fürsprech (Advo-
kat) in Winterthur und starb daselbst
am 23. Juli 1872.

S:

Hans Wald-
mann, Bürgermeister von Zürich
(Tr.), 1871. - Appius Claudius (Tr.),
1869. - Die Touristen (Lsp.).

Forrer, Klara,

siehe Holzmann-
Forrer!

Forsch, Hermann,

Pseudon. für
Albert Oppermann; s. d.!

Forsten, Hans,

Pseud. für Georg
Fürstenheim;
s. d.!

Forstenheim, Anna,

Pseud. für
Anna Hirschler; s. d.!

*

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For
*Forbes-Moſſe, Jrene,

eine
Tochter des Grafen Albert v. Flem-
ming
und der Armgart von Arnim
(Tochter Achims u. Bettinas von Ar-
nim) wurde am 5. Auguſt 1864 in
Baden-Baden geboren und iſt eine
Schweſter der Eliſabeth von Heyking
(ſ. d.). Sie vermählte ſich 1884 mit
dem Grafen R. v. Oriola, doch wurde
dieſe Ehe 1895 geſchieden. Jm fol-
genden Jahre ging ſie eine zweite Ehe
ein, und zwar mit dem engliſchen
Major John Forbes-Moſſe, welcher
1904 ſtarb. Seitdem lebt Jrene auf
dem Lande bei Florenz.

S:

Mezza-
voce (Ge.), 1901. – Poregrinas Som-
merabende (Lr. für eine Dämmer-
ſtunde und 30 Überſetzungen), 1904.
– Das Roſentor (Ge.), 1905.

Formey, Alfred,

* am 31. Juli
1844 zu Deſſau, beſuchte das dortige
Gymnaſium und ſtudierte darauf in
Berlin und Leipzig Theologie. Nach-
dem er dann eine Zeitlang Lehrer an
der höheren Töchterſchule in Deſſau
geweſen u. vorübergehend als Pfarr-
verweſer in Baalberge und als Hilfs-
prediger in Bernburg gewirkt, ging
er 1873 nach Chile, wo er Prediger
der evangeliſchen Gemeinde in Puerto
Monte und Valparaiſo war, wurde
hier 1874 Superintendential-Vikar
und folgte 1876 einem Rufe als Pfar-
rer der evangeliſchen Gemeinde in
Wien. Er ſtarb am 25. Juni 1901
auf einem Gute der Herzogin von
Oldenburg in Ungarn, nachdem ihm
wenige Wochen vorher die Ehre zuteil
geworden war, das großherzoglich
luxemburgiſche Ehepaar bei ſeiner gol-
denen Hochzeit in Abbazzia einſegnen
zu dürfen.

S:

Himmelan! (Geiſtl. Lr.),
1872. – Nach Hauſe! (Ge.), 1876. –
Aus Wald und Wogen (Ge.), 1884. –
Auf ſtillen Höhen (Ge.), 1885. –
Strandgut des Herzens (Gedichte),
1888. – Der Kriegsgefangene (O.,
Muſik von Goldmark), 1898.

Formſtecher, Salomon,

wurde
am 28. Juli 1808 von jüdiſchen El-
[Spaltenumbruch]

For
tern in Offenbach a. M. geboren. Sein
Vater ernährte die Familie mit der
Holzformſtecherkunſt u. hatte danach
ſeinen Namen gewählt. Zum jüdi-
ſchen Theologen beſtimmt, erhielt F.
von einem Rabbiner Unterricht in der
hebräiſchen Sprache und den rabbi-
niſchen Wiſſenſchaften, während er
gleichzeitig die lateiniſche Schule ſei-
ner Vaterſtadt beſuchte, ſetzte dann
1827 in Gießen ſeine Studien fort u.
bezog 1828 dort auch die Univerſität,
wo er Philoſophie, Philologie und
Theologie ſtudierte. Nachdem er 1831
das Doktordiplom erworben, kehrte
er in ſeine Vaterſtadt zurück, wo er
ſich ausſchließlich dem Studium der
jüdiſchen Theologie hingab. Jm
Jahre 1832 wurde er Prediger und
Religionslehrer und 1842 zum Rab-
biner ernannt. Als ſolcher führte er
die deutſche Predigt u. den Gebrauch
der Orgel beim jüdiſchen Gottesdienſt
ein. Am 1. Oktober 1882 feierte er
ſein 50jähriges Jubiläum und wurde
bei dieſer Gelegenheit zum Ehren-
bürger von Offenbach u. zum Ehren-
mitgliede des Offenbacher Vereins
für Naturkunde ernannt. Er ſtarb in
ſeiner Vaterſtadt am 24. April 1889.
Außer einer Reihe theologiſcher
Schriften, worin er ſich als begeiſter-
ten Anhänger des Reformjudentums
bekennt, veröffentlichte er

S:

Buchen-
ſtein und Cohnberg (R.), 1863.

Forrer, J.,

ein Schweizer Dichter,
geb. 1815, lebte als Fürſprech (Advo-
kat) in Winterthur und ſtarb daſelbſt
am 23. Juli 1872.

S:

Hans Wald-
mann, Bürgermeiſter von Zürich
(Tr.), 1871. – Appius Claudius (Tr.),
1869. – Die Touriſten (Lſp.).

Forrer, Klara,

ſiehe Holzmann-
Forrer!

Forſch, Hermann,

Pſeudon. für
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*
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[240/0244] For For *Forbes-Moſſe, Jrene, eine Tochter des Grafen Albert v. Flem- ming und der Armgart von Arnim (Tochter Achims u. Bettinas von Ar- nim) wurde am 5. Auguſt 1864 in Baden-Baden geboren und iſt eine Schweſter der Eliſabeth von Heyking (ſ. d.). Sie vermählte ſich 1884 mit dem Grafen R. v. Oriola, doch wurde dieſe Ehe 1895 geſchieden. Jm fol- genden Jahre ging ſie eine zweite Ehe ein, und zwar mit dem engliſchen Major John Forbes-Moſſe, welcher 1904 ſtarb. Seitdem lebt Jrene auf dem Lande bei Florenz. S: Mezza- voce (Ge.), 1901. – Poregrinas Som- merabende (Lr. für eine Dämmer- ſtunde und 30 Überſetzungen), 1904. – Das Roſentor (Ge.), 1905. Formey, Alfred, * am 31. Juli 1844 zu Deſſau, beſuchte das dortige Gymnaſium und ſtudierte darauf in Berlin und Leipzig Theologie. Nach- dem er dann eine Zeitlang Lehrer an der höheren Töchterſchule in Deſſau geweſen u. vorübergehend als Pfarr- verweſer in Baalberge und als Hilfs- prediger in Bernburg gewirkt, ging er 1873 nach Chile, wo er Prediger der evangeliſchen Gemeinde in Puerto Monte und Valparaiſo war, wurde hier 1874 Superintendential-Vikar und folgte 1876 einem Rufe als Pfar- rer der evangeliſchen Gemeinde in Wien. Er ſtarb am 25. Juni 1901 auf einem Gute der Herzogin von Oldenburg in Ungarn, nachdem ihm wenige Wochen vorher die Ehre zuteil geworden war, das großherzoglich luxemburgiſche Ehepaar bei ſeiner gol- denen Hochzeit in Abbazzia einſegnen zu dürfen. S: Himmelan! (Geiſtl. Lr.), 1872. – Nach Hauſe! (Ge.), 1876. – Aus Wald und Wogen (Ge.), 1884. – Auf ſtillen Höhen (Ge.), 1885. – Strandgut des Herzens (Gedichte), 1888. – Der Kriegsgefangene (O., Muſik von Goldmark), 1898. Formſtecher, Salomon, wurde am 28. Juli 1808 von jüdiſchen El- tern in Offenbach a. M. geboren. Sein Vater ernährte die Familie mit der Holzformſtecherkunſt u. hatte danach ſeinen Namen gewählt. Zum jüdi- ſchen Theologen beſtimmt, erhielt F. von einem Rabbiner Unterricht in der hebräiſchen Sprache und den rabbi- niſchen Wiſſenſchaften, während er gleichzeitig die lateiniſche Schule ſei- ner Vaterſtadt beſuchte, ſetzte dann 1827 in Gießen ſeine Studien fort u. bezog 1828 dort auch die Univerſität, wo er Philoſophie, Philologie und Theologie ſtudierte. Nachdem er 1831 das Doktordiplom erworben, kehrte er in ſeine Vaterſtadt zurück, wo er ſich ausſchließlich dem Studium der jüdiſchen Theologie hingab. Jm Jahre 1832 wurde er Prediger und Religionslehrer und 1842 zum Rab- biner ernannt. Als ſolcher führte er die deutſche Predigt u. den Gebrauch der Orgel beim jüdiſchen Gottesdienſt ein. Am 1. Oktober 1882 feierte er ſein 50jähriges Jubiläum und wurde bei dieſer Gelegenheit zum Ehren- bürger von Offenbach u. zum Ehren- mitgliede des Offenbacher Vereins für Naturkunde ernannt. Er ſtarb in ſeiner Vaterſtadt am 24. April 1889. Außer einer Reihe theologiſcher Schriften, worin er ſich als begeiſter- ten Anhänger des Reformjudentums bekennt, veröffentlichte er S: Buchen- ſtein und Cohnberg (R.), 1863. Forrer, J., ein Schweizer Dichter, geb. 1815, lebte als Fürſprech (Advo- kat) in Winterthur und ſtarb daſelbſt am 23. Juli 1872. S: Hans Wald- mann, Bürgermeiſter von Zürich (Tr.), 1871. – Appius Claudius (Tr.), 1869. – Die Touriſten (Lſp.). Forrer, Klara, ſiehe Holzmann- Forrer! Forſch, Hermann, Pſeudon. für Albert Oppermann; ſ. d.! Forſten, Hans, Pſeud. für Georg Fürſtenheim; ſ. d.! Forſtenheim, Anna, Pſeud. für Anna Hirſchler; ſ. d.! *

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Zitationshilfe: Brümmer, Franz: Lexikon der deutschen Dichter und Prosaisten vom Beginn des 19. Jahrhunderts bis zur Gegenwart. Bd. 2. 6. Aufl. Leipzig, 1913, S. 240. In: Deutsches Textarchiv <http://www.deutschestextarchiv.de/bruemmer_lexikon02_1913/244>, abgerufen am 23.02.2019.