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Brümmer, Franz: Lexikon der deutschen Dichter und Prosaisten vom Beginn des 19. Jahrhunderts bis zur Gegenwart. Bd. 2. 6. Aufl. Leipzig, 1913.

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Die Waise von Holligen (E.), 1907.
- Ausgewählte Erzählungen. Mit
Einleitung von Jakob Bosshart; III,
1906 (Jnhalt: I. Der Statthalter. -
Der Schützenacker. - II. Heimkehr. -
Der Diebsbann. - Der Breitenhans.
III. Das erfüllte Versprechen. - Das
Vaterhaus. - Der arme Schwinger-
könig).

*Frey, Karl,

pseud. Konrad
Falke,
wurde am 19. März 1880 in
Aarau (Schweiz) geboren, wo sein
Vater Direktor der Aargauischen
Bank war. Dieser übernahm 1889
die Direktion der Schweizerischen Kre-
ditanstalt in Zürich, und hier genoß
der Sohn im wesentlichen seine Schul-
bildung. Zwar war dieser bis zu sei-
nem 10. Lebensjahre nervenleidend
und schwächlich; doch erstarkte seine
Gesundheit bald unter verschiedenen
körperlichen Übungen und Anstren-
gungen, so daß er doch schon im Herbst
1899 das Reifezeugnis vom Gymna-
sium erhielt. Er ließ sich in Neuchatel
als Student der Rechte immatriku-
lieren, ging aber schon nach wenigen
Monaten zur Philosophie und deut-
schen Literaturgeschichte über. Diese
Studien setzte er in Heidelberg und
Zürich fort, weilte auch einen Winter
in Rom und promovierte im Mai
1903 in Zürich mit der Schrift "Wil-
helm Waiblinger. Sein Leben und
seine Werke" zum Dr. phil. Dann un-
ternahm er größere Reisen nach Mün-
chen, Oberitalien, Paris, Berlin,
Wien, behielt aber seinen Wohnsitz in
Zürich bei, wo er seither als Schrift-
steller tätig gewesen ist und sich 1906
als Dozent am eidgenössischen Poly-
technikum habilitiert hat.

S:

Dich-
tungen, 1904. - Francesca da Ri-
mini (Trag.), 1904. - Aus den Ber-
gen des Sernftales, 1905. - Frau
Minne (Ein mittelalterlicher Welt-
spiegel), 1905. - Heimatvolk (Sk. und
Nn.), 1907. - Jm Banne der Jung-
frau (Alpines), 1909. - Carmina
romana,
1910. - Die ewige Tragödie
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(3 Einakterzyklen). I. Zyklus (3 Ein-
akter: Dante Alighieri. - Michelan-
gelo. - Giordano Bruno), 1909.

*Frey, Marie,

geb. am 22. Juli
1860 in Krossen an der Oder als die
Tochter eines Postbeamten, kam mit
letzterem nach Guben, wo sie die höhere
Töchterschule besuchte, und später
nach Langenbielau (Schlesien), wo sie
nur Privatunterricht erhielt. Länge-
rer Aufenthalt im Gebirge und an
der See weckte und nährte die Liebe
zur Natur in ihr, während der Be-
such historischer Stätten und groß-
artiger Denkmäler der Vergangen-
heit ihr eine besondere Neigung für
das Geschichtliche einflößte. Zu An-
fang der achtziger Jahre siedelten
ihre Eltern nach Berlin über, und
hier sollte ihr Wunsch, als Schrift-
stellerin öffentlich hervorzutreten, bald
in Erfüllung gehen, da ein literari-
scher Verein unter dem Vorsitz des
Schriftstellers Emil Jonas (s. d.!) den
ersten Druck ihrer Arbeiten bewirkte.

S:

Alt Brandenburg I. Zwei vater-
länd. Erzählungen (Die Turmschwal-
ben von Wolgast. - Jm Frührot ge-
ankert), 1892. - Alt Brandenburg II.
Der rote Adler auf der Marienburg
(Hist. R.), 1894. - Alt Branden-
burg III. Unter Schutz und Schirm
(Hist. R. a. d. Z. des Großen Kur-
fürsten), 1898. - Ohne männlichen
Schutz (E.), 1897. - Der Weg zur
Höhe (En.), 1903.

*Frey, Silvester,

geb. am 29. Okt.
1851 in Alt-Rüdnitz (Mark Branden-
burg), lebte (1884) als Schriftsteller
in Wien, (1888) in Berlin, wo er jetzt
die "Tier-Börse" redigiert.

S:

Hü-
ben und drüben (Nn.), 1894.

Frey, Wilhelm,

geb. am 7. Dezbr.
1833 in Hohenems, kam frühe nach
Wien und war hier mit 25 Jahren
Musikreferent der "Morgenpost", für
welche er bis 1867 arbeitete. Jm
Jahre 1865 wurde er Offizial im ad-
ministrativen Revisionsamt der Kai-
ser-Ferdinands-Nordbahn, 1867 in

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Die Waiſe von Holligen (E.), 1907.
– Ausgewählte Erzählungen. Mit
Einleitung von Jakob Boſſhart; III,
1906 (Jnhalt: I. Der Statthalter. –
Der Schützenacker. – II. Heimkehr. –
Der Diebsbann. – Der Breitenhans.
III. Das erfüllte Verſprechen. – Das
Vaterhaus. – Der arme Schwinger-
könig).

*Frey, Karl,

pſeud. Konrad
Falke,
wurde am 19. März 1880 in
Aarau (Schweiz) geboren, wo ſein
Vater Direktor der Aargauiſchen
Bank war. Dieſer übernahm 1889
die Direktion der Schweizeriſchen Kre-
ditanſtalt in Zürich, und hier genoß
der Sohn im weſentlichen ſeine Schul-
bildung. Zwar war dieſer bis zu ſei-
nem 10. Lebensjahre nervenleidend
und ſchwächlich; doch erſtarkte ſeine
Geſundheit bald unter verſchiedenen
körperlichen Übungen und Anſtren-
gungen, ſo daß er doch ſchon im Herbſt
1899 das Reifezeugnis vom Gymna-
ſium erhielt. Er ließ ſich in Neuchâtel
als Student der Rechte immatriku-
lieren, ging aber ſchon nach wenigen
Monaten zur Philoſophie und deut-
ſchen Literaturgeſchichte über. Dieſe
Studien ſetzte er in Heidelberg und
Zürich fort, weilte auch einen Winter
in Rom und promovierte im Mai
1903 in Zürich mit der Schrift „Wil-
helm Waiblinger. Sein Leben und
ſeine Werke“ zum Dr. phil. Dann un-
ternahm er größere Reiſen nach Mün-
chen, Oberitalien, Paris, Berlin,
Wien, behielt aber ſeinen Wohnſitz in
Zürich bei, wo er ſeither als Schrift-
ſteller tätig geweſen iſt und ſich 1906
als Dozent am eidgenöſſiſchen Poly-
technikum habilitiert hat.

S:

Dich-
tungen, 1904. – Francesca da Ri-
mini (Trag.), 1904. – Aus den Ber-
gen des Sernftales, 1905. – Frau
Minne (Ein mittelalterlicher Welt-
ſpiegel), 1905. – Heimatvolk (Sk. und
Nn.), 1907. – Jm Banne der Jung-
frau (Alpines), 1909. – Carmina
romana,
1910. – Die ewige Tragödie
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Fre
(3 Einakterzyklen). I. Zyklus (3 Ein-
akter: Dante Alighieri. – Michelan-
gelo. – Giordano Bruno), 1909.

*Frey, Marie,

geb. am 22. Juli
1860 in Kroſſen an der Oder als die
Tochter eines Poſtbeamten, kam mit
letzterem nach Guben, wo ſie die höhere
Töchterſchule beſuchte, und ſpäter
nach Langenbielau (Schleſien), wo ſie
nur Privatunterricht erhielt. Länge-
rer Aufenthalt im Gebirge und an
der See weckte und nährte die Liebe
zur Natur in ihr, während der Be-
ſuch hiſtoriſcher Stätten und groß-
artiger Denkmäler der Vergangen-
heit ihr eine beſondere Neigung für
das Geſchichtliche einflößte. Zu An-
fang der achtziger Jahre ſiedelten
ihre Eltern nach Berlin über, und
hier ſollte ihr Wunſch, als Schrift-
ſtellerin öffentlich hervorzutreten, bald
in Erfüllung gehen, da ein literari-
ſcher Verein unter dem Vorſitz des
Schriftſtellers Emil Jonas (ſ. d.!) den
erſten Druck ihrer Arbeiten bewirkte.

S:

Alt Brandenburg I. Zwei vater-
länd. Erzählungen (Die Turmſchwal-
ben von Wolgaſt. – Jm Frührot ge-
ankert), 1892. – Alt Brandenburg II.
Der rote Adler auf der Marienburg
(Hiſt. R.), 1894. – Alt Branden-
burg III. Unter Schutz und Schirm
(Hiſt. R. a. d. Z. des Großen Kur-
fürſten), 1898. – Ohne männlichen
Schutz (E.), 1897. – Der Weg zur
Höhe (En.), 1903.

*Frey, Silveſter,

geb. am 29. Okt.
1851 in Alt-Rüdnitz (Mark Branden-
burg), lebte (1884) als Schriftſteller
in Wien, (1888) in Berlin, wo er jetzt
die „Tier-Börſe“ redigiert.

S:

Hü-
ben und drüben (Nn.), 1894.

Frey, Wilhelm,

geb. am 7. Dezbr.
1833 in Hohenems, kam frühe nach
Wien und war hier mit 25 Jahren
Muſikreferent der „Morgenpoſt“, für
welche er bis 1867 arbeitete. Jm
Jahre 1865 wurde er Offizial im ad-
miniſtrativen Reviſionsamt der Kai-
ſer-Ferdinands-Nordbahn, 1867 in

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[269/0273] Fre Fre Die Waiſe von Holligen (E.), 1907. – Ausgewählte Erzählungen. Mit Einleitung von Jakob Boſſhart; III, 1906 (Jnhalt: I. Der Statthalter. – Der Schützenacker. – II. Heimkehr. – Der Diebsbann. – Der Breitenhans. III. Das erfüllte Verſprechen. – Das Vaterhaus. – Der arme Schwinger- könig). *Frey, Karl, pſeud. Konrad Falke, wurde am 19. März 1880 in Aarau (Schweiz) geboren, wo ſein Vater Direktor der Aargauiſchen Bank war. Dieſer übernahm 1889 die Direktion der Schweizeriſchen Kre- ditanſtalt in Zürich, und hier genoß der Sohn im weſentlichen ſeine Schul- bildung. Zwar war dieſer bis zu ſei- nem 10. Lebensjahre nervenleidend und ſchwächlich; doch erſtarkte ſeine Geſundheit bald unter verſchiedenen körperlichen Übungen und Anſtren- gungen, ſo daß er doch ſchon im Herbſt 1899 das Reifezeugnis vom Gymna- ſium erhielt. Er ließ ſich in Neuchâtel als Student der Rechte immatriku- lieren, ging aber ſchon nach wenigen Monaten zur Philoſophie und deut- ſchen Literaturgeſchichte über. Dieſe Studien ſetzte er in Heidelberg und Zürich fort, weilte auch einen Winter in Rom und promovierte im Mai 1903 in Zürich mit der Schrift „Wil- helm Waiblinger. Sein Leben und ſeine Werke“ zum Dr. phil. Dann un- ternahm er größere Reiſen nach Mün- chen, Oberitalien, Paris, Berlin, Wien, behielt aber ſeinen Wohnſitz in Zürich bei, wo er ſeither als Schrift- ſteller tätig geweſen iſt und ſich 1906 als Dozent am eidgenöſſiſchen Poly- technikum habilitiert hat. S: Dich- tungen, 1904. – Francesca da Ri- mini (Trag.), 1904. – Aus den Ber- gen des Sernftales, 1905. – Frau Minne (Ein mittelalterlicher Welt- ſpiegel), 1905. – Heimatvolk (Sk. und Nn.), 1907. – Jm Banne der Jung- frau (Alpines), 1909. – Carmina romana, 1910. – Die ewige Tragödie (3 Einakterzyklen). I. Zyklus (3 Ein- akter: Dante Alighieri. – Michelan- gelo. – Giordano Bruno), 1909. *Frey, Marie, geb. am 22. Juli 1860 in Kroſſen an der Oder als die Tochter eines Poſtbeamten, kam mit letzterem nach Guben, wo ſie die höhere Töchterſchule beſuchte, und ſpäter nach Langenbielau (Schleſien), wo ſie nur Privatunterricht erhielt. Länge- rer Aufenthalt im Gebirge und an der See weckte und nährte die Liebe zur Natur in ihr, während der Be- ſuch hiſtoriſcher Stätten und groß- artiger Denkmäler der Vergangen- heit ihr eine beſondere Neigung für das Geſchichtliche einflößte. Zu An- fang der achtziger Jahre ſiedelten ihre Eltern nach Berlin über, und hier ſollte ihr Wunſch, als Schrift- ſtellerin öffentlich hervorzutreten, bald in Erfüllung gehen, da ein literari- ſcher Verein unter dem Vorſitz des Schriftſtellers Emil Jonas (ſ. d.!) den erſten Druck ihrer Arbeiten bewirkte. S: Alt Brandenburg I. Zwei vater- länd. Erzählungen (Die Turmſchwal- ben von Wolgaſt. – Jm Frührot ge- ankert), 1892. – Alt Brandenburg II. Der rote Adler auf der Marienburg (Hiſt. R.), 1894. – Alt Branden- burg III. Unter Schutz und Schirm (Hiſt. R. a. d. Z. des Großen Kur- fürſten), 1898. – Ohne männlichen Schutz (E.), 1897. – Der Weg zur Höhe (En.), 1903. *Frey, Silveſter, geb. am 29. Okt. 1851 in Alt-Rüdnitz (Mark Branden- burg), lebte (1884) als Schriftſteller in Wien, (1888) in Berlin, wo er jetzt die „Tier-Börſe“ redigiert. S: Hü- ben und drüben (Nn.), 1894. Frey, Wilhelm, geb. am 7. Dezbr. 1833 in Hohenems, kam frühe nach Wien und war hier mit 25 Jahren Muſikreferent der „Morgenpoſt“, für welche er bis 1867 arbeitete. Jm Jahre 1865 wurde er Offizial im ad- miniſtrativen Reviſionsamt der Kai- ſer-Ferdinands-Nordbahn, 1867 in *

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Zitationshilfe: Brümmer, Franz: Lexikon der deutschen Dichter und Prosaisten vom Beginn des 19. Jahrhunderts bis zur Gegenwart. Bd. 2. 6. Aufl. Leipzig, 1913, S. 269. In: Deutsches Textarchiv <http://www.deutschestextarchiv.de/bruemmer_lexikon02_1913/273>, abgerufen am 17.02.2019.