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Brümmer, Franz: Lexikon der deutschen Dichter und Prosaisten vom Beginn des 19. Jahrhunderts bis zur Gegenwart. Bd. 2. 6. Aufl. Leipzig, 1913.

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aber auch zu fester Selbständigkeit in
ihrem Charakter. Die Feder ward
ihre Vertraute u. Trösterin, nament-
lich in den vielen von frühester Ju-
gend sie heimsuchenden schlaflosen
Nächten, u. so entwickelte sie seit dem
Jahre 1839 durch ein Vierteljahr-
hundert eine große Produktivität auf
belletristischem Gebiete. Jm Jahre
1865 lebte sie als Gattin des Finanz-
rats Krempe in Dresden.

S:

Feld-
blumen (Nn.), 1840. - Der Dualist
(R.); II, 1841. - Erzstufen (Nn.); II,
1841-42. - Sybrecht Wilms (Histor.
R.); II, 1843. - Durch Nacht zum
Licht (R.); II, 1843. - Mohammed u.
seine Frauen (Biogr. R.); III, 1844.
- Der Frauen Sklaventum u. Frei-
heit, 1845. - Novellen; II, 1846. -
Koketterie, oder: Kern u. Schale (R.);
III, 1846. - Vor und auf den Bret-
tern (Schauspieler-Memoiren); II,
1848. - Die Tot-Lebendige (R.); II,
1848. - Keine Politik (R.); II, 1850.
- Aus den Bergen (En.), 1851. -
Sirene (R.); II, 1852. - Novellen; II,
1860. - Die opfernden Götter (R.);
II, 1862. - Abschied (Nn.), 1865.

Frick, Jda

(nicht zu verwechseln
mit der Vorigen), wurde am 23. Mai
1824 in Zweibrücken als Tochter eines
Rentamtsbeamten geboren, erhielt
ihre Bildung u. Erziehung im groß-
herzogl. Jnstitut in Mannheim u. sie-
delte später mit den Eltern nach Lin-
bau am Bodensee über, wohin der
Vater versetzt worden war. Jm Jahre
1844 heiratete sie einen Rentamts-
beamten der bayerischen Pfalz. Trotz
der Erfüllung ihrer Pflichten als
Hausfrau und Mutter von sechs Kin-
dern wurde die geistige Tätigkeit
nicht vernachlässigt. Jm Jahre 1869
[v]erlor sie ihren Gatten durch den
Tod, und eine Zeit der Sorgen brach
über sie herein, die sich noch häuften,
als der Krieg von 1870-71 ihr einen
Sohn raubte und bald darauf auch
[e]ine Tochter starb. Sie nahm dann
[e]ine Repräsentantenstelle an, welche
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sie vier Jahre verwaltete. Jn dieser
Zeit entstand ihr erster Roman. Nach
mehrjährigem Aufenthalt in Rotter-
dam siedelte sie zu Anfang der acht-
ziger Jahre nach München über, wo
sie sich ganz der Schriftstellerei wid-
mete. Ob die folgenden Werke von
ihr in Buchform erschienen sind, habe
ich nicht ermitteln können.

S:

Fal-
sches Spiel (N.), 1886. - Nach zwan-
zig Jahren (N.), 1887. - Silberne
Pfeifchen (Ntte.), 1887. - Ohne Mit-
gift (N.), 1887. - Errungen (N.), 1888.
- Der Weihnachtsabend (N.), 1888. -
Verlassen -- Glücklich (E.), 1889. -
Beharrlichkeit führt zum Ziele (N.),
1891. - Wie der Großvater die Groß-
mutter nahm (N.), 1891. - Ein Schnee-
sturm (N.), 1894. - Verschiedene Über-
setzungen aus dem Engl., Franz. und
Holländischen.

*Frick, Wilhelm,

pseudon. Wil-
helm Schussen,
wurde am 11.
Aug. 1874 in Kleinwinnaden, einem
Dörflein bei Schussenried (Württem-
berg), geboren, wo sein Vater eine
Landwirtschaft, verbunden mit einer
Gastwirtschaft, besaß. Er widmete
sich auf dem kathol. Lehrerseminar in
Gmünd dem Berufe eines Lehrers,
wirkte als solcher seit 1894 an ver-
schiedenen Orten, wurde seit 1899 im
Realschulfach verwendet und 1903
als Reallehrer in Weilderstadt ange-
stellt. Zwei Jahre später wurde er
in gleicher Eigenschaft an das Real-
gymnasium in Gmünd versetzt.

S:


Vinzenz Faulhaber (Ein Schelmen-
roman), 1907. 2. A. 1908. - Meine
Steinauer (Eine Heimatgesch.), 1908.
3. A. 1909. - Johann Jakob Schäufe-
les philosophische Kuckuckseier; hrsg.
und bevorw. (30 Sk.), 1909.

*Fricke, Friederike,

pseud. Erika,
wurde am 28. Mai 1855 in Falling-
bostel in der Lüneburger Heide als
ältestes von zehn Kindern des Amts-
rentmeisters Fr. geboren, besuchte
später die höheren Töchterschulen in
Wandsbeck und Osnabrück und bil-

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Frt
aber auch zu feſter Selbſtändigkeit in
ihrem Charakter. Die Feder ward
ihre Vertraute u. Tröſterin, nament-
lich in den vielen von früheſter Ju-
gend ſie heimſuchenden ſchlafloſen
Nächten, u. ſo entwickelte ſie ſeit dem
Jahre 1839 durch ein Vierteljahr-
hundert eine große Produktivität auf
belletriſtiſchem Gebiete. Jm Jahre
1865 lebte ſie als Gattin des Finanz-
rats Krempe in Dresden.

S:

Feld-
blumen (Nn.), 1840. – Der Dualiſt
(R.); II, 1841. – Erzſtufen (Nn.); II,
1841–42. – Sybrecht Wilms (Hiſtor.
R.); II, 1843. – Durch Nacht zum
Licht (R.); II, 1843. – Mohammed u.
ſeine Frauen (Biogr. R.); III, 1844.
– Der Frauen Sklaventum u. Frei-
heit, 1845. – Novellen; II, 1846. –
Koketterie, oder: Kern u. Schale (R.);
III, 1846. – Vor und auf den Bret-
tern (Schauſpieler-Memoiren); II,
1848. – Die Tot-Lebendige (R.); II,
1848. – Keine Politik (R.); II, 1850.
– Aus den Bergen (En.), 1851. –
Sirene (R.); II, 1852. – Novellen; II,
1860. – Die opfernden Götter (R.);
II, 1862. – Abſchied (Nn.), 1865.

Frick, Jda

(nicht zu verwechſeln
mit der Vorigen), wurde am 23. Mai
1824 in Zweibrücken als Tochter eines
Rentamtsbeamten geboren, erhielt
ihre Bildung u. Erziehung im groß-
herzogl. Jnſtitut in Mannheim u. ſie-
delte ſpäter mit den Eltern nach Lin-
bau am Bodenſee über, wohin der
Vater verſetzt worden war. Jm Jahre
1844 heiratete ſie einen Rentamts-
beamten der bayeriſchen Pfalz. Trotz
der Erfüllung ihrer Pflichten als
Hausfrau und Mutter von ſechs Kin-
dern wurde die geiſtige Tätigkeit
nicht vernachläſſigt. Jm Jahre 1869
[v]erlor ſie ihren Gatten durch den
Tod, und eine Zeit der Sorgen brach
über ſie herein, die ſich noch häuften,
als der Krieg von 1870–71 ihr einen
Sohn raubte und bald darauf auch
[e]ine Tochter ſtarb. Sie nahm dann
[e]ine Repräſentantenſtelle an, welche
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Fri
ſie vier Jahre verwaltete. Jn dieſer
Zeit entſtand ihr erſter Roman. Nach
mehrjährigem Aufenthalt in Rotter-
dam ſiedelte ſie zu Anfang der acht-
ziger Jahre nach München über, wo
ſie ſich ganz der Schriftſtellerei wid-
mete. Ob die folgenden Werke von
ihr in Buchform erſchienen ſind, habe
ich nicht ermitteln können.

S:

Fal-
ſches Spiel (N.), 1886. – Nach zwan-
zig Jahren (N.), 1887. – Silberne
Pfeifchen (Ntte.), 1887. – Ohne Mit-
gift (N.), 1887. – Errungen (N.), 1888.
– Der Weihnachtsabend (N.), 1888. –
Verlaſſen — Glücklich (E.), 1889. –
Beharrlichkeit führt zum Ziele (N.),
1891. – Wie der Großvater die Groß-
mutter nahm (N.), 1891. – Ein Schnee-
ſturm (N.), 1894. – Verſchiedene Über-
ſetzungen aus dem Engl., Franz. und
Holländiſchen.

*Frick, Wilhelm,

pſeudon. Wil-
helm Schuſſen,
wurde am 11.
Aug. 1874 in Kleinwinnaden, einem
Dörflein bei Schuſſenried (Württem-
berg), geboren, wo ſein Vater eine
Landwirtſchaft, verbunden mit einer
Gaſtwirtſchaft, beſaß. Er widmete
ſich auf dem kathol. Lehrerſeminar in
Gmünd dem Berufe eines Lehrers,
wirkte als ſolcher ſeit 1894 an ver-
ſchiedenen Orten, wurde ſeit 1899 im
Realſchulfach verwendet und 1903
als Reallehrer in Weilderſtadt ange-
ſtellt. Zwei Jahre ſpäter wurde er
in gleicher Eigenſchaft an das Real-
gymnaſium in Gmünd verſetzt.

S:


Vinzenz Faulhaber (Ein Schelmen-
roman), 1907. 2. A. 1908. – Meine
Steinauer (Eine Heimatgeſch.), 1908.
3. A. 1909. – Johann Jakob Schäufe-
les philoſophiſche Kuckuckseier; hrsg.
und bevorw. (30 Sk.), 1909.

*Fricke, Friederike,

pſeud. Erika,
wurde am 28. Mai 1855 in Falling-
boſtel in der Lüneburger Heide als
älteſtes von zehn Kindern des Amts-
rentmeiſters Fr. geboren, beſuchte
ſpäter die höheren Töchterſchulen in
Wandsbeck und Osnabrück und bil-

* 18*
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[275/0279] Frt Fri aber auch zu feſter Selbſtändigkeit in ihrem Charakter. Die Feder ward ihre Vertraute u. Tröſterin, nament- lich in den vielen von früheſter Ju- gend ſie heimſuchenden ſchlafloſen Nächten, u. ſo entwickelte ſie ſeit dem Jahre 1839 durch ein Vierteljahr- hundert eine große Produktivität auf belletriſtiſchem Gebiete. Jm Jahre 1865 lebte ſie als Gattin des Finanz- rats Krempe in Dresden. S: Feld- blumen (Nn.), 1840. – Der Dualiſt (R.); II, 1841. – Erzſtufen (Nn.); II, 1841–42. – Sybrecht Wilms (Hiſtor. R.); II, 1843. – Durch Nacht zum Licht (R.); II, 1843. – Mohammed u. ſeine Frauen (Biogr. R.); III, 1844. – Der Frauen Sklaventum u. Frei- heit, 1845. – Novellen; II, 1846. – Koketterie, oder: Kern u. Schale (R.); III, 1846. – Vor und auf den Bret- tern (Schauſpieler-Memoiren); II, 1848. – Die Tot-Lebendige (R.); II, 1848. – Keine Politik (R.); II, 1850. – Aus den Bergen (En.), 1851. – Sirene (R.); II, 1852. – Novellen; II, 1860. – Die opfernden Götter (R.); II, 1862. – Abſchied (Nn.), 1865. Frick, Jda (nicht zu verwechſeln mit der Vorigen), wurde am 23. Mai 1824 in Zweibrücken als Tochter eines Rentamtsbeamten geboren, erhielt ihre Bildung u. Erziehung im groß- herzogl. Jnſtitut in Mannheim u. ſie- delte ſpäter mit den Eltern nach Lin- bau am Bodenſee über, wohin der Vater verſetzt worden war. Jm Jahre 1844 heiratete ſie einen Rentamts- beamten der bayeriſchen Pfalz. Trotz der Erfüllung ihrer Pflichten als Hausfrau und Mutter von ſechs Kin- dern wurde die geiſtige Tätigkeit nicht vernachläſſigt. Jm Jahre 1869 verlor ſie ihren Gatten durch den Tod, und eine Zeit der Sorgen brach über ſie herein, die ſich noch häuften, als der Krieg von 1870–71 ihr einen Sohn raubte und bald darauf auch eine Tochter ſtarb. Sie nahm dann eine Repräſentantenſtelle an, welche ſie vier Jahre verwaltete. Jn dieſer Zeit entſtand ihr erſter Roman. Nach mehrjährigem Aufenthalt in Rotter- dam ſiedelte ſie zu Anfang der acht- ziger Jahre nach München über, wo ſie ſich ganz der Schriftſtellerei wid- mete. Ob die folgenden Werke von ihr in Buchform erſchienen ſind, habe ich nicht ermitteln können. S: Fal- ſches Spiel (N.), 1886. – Nach zwan- zig Jahren (N.), 1887. – Silberne Pfeifchen (Ntte.), 1887. – Ohne Mit- gift (N.), 1887. – Errungen (N.), 1888. – Der Weihnachtsabend (N.), 1888. – Verlaſſen — Glücklich (E.), 1889. – Beharrlichkeit führt zum Ziele (N.), 1891. – Wie der Großvater die Groß- mutter nahm (N.), 1891. – Ein Schnee- ſturm (N.), 1894. – Verſchiedene Über- ſetzungen aus dem Engl., Franz. und Holländiſchen. *Frick, Wilhelm, pſeudon. Wil- helm Schuſſen, wurde am 11. Aug. 1874 in Kleinwinnaden, einem Dörflein bei Schuſſenried (Württem- berg), geboren, wo ſein Vater eine Landwirtſchaft, verbunden mit einer Gaſtwirtſchaft, beſaß. Er widmete ſich auf dem kathol. Lehrerſeminar in Gmünd dem Berufe eines Lehrers, wirkte als ſolcher ſeit 1894 an ver- ſchiedenen Orten, wurde ſeit 1899 im Realſchulfach verwendet und 1903 als Reallehrer in Weilderſtadt ange- ſtellt. Zwei Jahre ſpäter wurde er in gleicher Eigenſchaft an das Real- gymnaſium in Gmünd verſetzt. S: Vinzenz Faulhaber (Ein Schelmen- roman), 1907. 2. A. 1908. – Meine Steinauer (Eine Heimatgeſch.), 1908. 3. A. 1909. – Johann Jakob Schäufe- les philoſophiſche Kuckuckseier; hrsg. und bevorw. (30 Sk.), 1909. *Fricke, Friederike, pſeud. Erika, wurde am 28. Mai 1855 in Falling- boſtel in der Lüneburger Heide als älteſtes von zehn Kindern des Amts- rentmeiſters Fr. geboren, beſuchte ſpäter die höheren Töchterſchulen in Wandsbeck und Osnabrück und bil- * 18*

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Zitationshilfe: Brümmer, Franz: Lexikon der deutschen Dichter und Prosaisten vom Beginn des 19. Jahrhunderts bis zur Gegenwart. Bd. 2. 6. Aufl. Leipzig, 1913, S. 275. In: Deutsches Textarchiv <http://www.deutschestextarchiv.de/bruemmer_lexikon02_1913/279>, abgerufen am 19.02.2019.