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Brümmer, Franz: Lexikon der deutschen Dichter und Prosaisten vom Beginn des 19. Jahrhunderts bis zur Gegenwart. Bd. 2. 6. Aufl. Leipzig, 1913.

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Fri
dem Lande und trat nach privater
Vorbereitung in die Tertia des Gym-
nasiums in Mitau ein, nach dessen
Absolvierung er sich dem Studium
der Geschichte u. Literatur widmete.
Seinem großen Hang zur Kunst fol-
gend, nahm er später dramatischen
Unterricht und war eine Reihe von
Jahren an verschiedenen Bühnen,
vorzugsweise als Regisseur, tätig.
Aus Gesundheitsrücksichten mußte er
aber diesen Beruf aufgeben, u. lebte
er dann als Journalist und drama-
tischer Schriftsteller in Berlin. Die
letzten Jahre seines Lebens war er zu
Studienzwecken viel auf Reisen, und
weilte er mit besonderer Vorliebe in
Jtalien. Er starb nach längeren Lei-
den am 28. März 1910 in Freiburg
i. Br.

S:

Novellen, 1884. - Der
Wohltäter (Lsp.), 1903. - Das einzige
Hotel (Lsp.), 1904. - Geld ist die
Hauptsache (Lsp.), 1904. - Kampf (R.),
1909. - Die Verschwörer (Schw.), 1910.

*Friedeberg, Sigmund,

geb. am
25. März 1876 zu Stettin als der
Sohn eines Kaufmanns, erhielt in-
folge schwächlicher Gesundheit seinen
Unterricht meist durch Privatlehrer
und trat mit 15 Jahren als Lehrling
in das Geschäft seines Vaters ein.
Er ist noch jetzt darin tätig, gedenkt
aber in nächster Zeit seine Stellung
mit einer journalistischen zu vertau-
schen.

S:

Jugend (Ge.), 1896.

Friedeburg, A. von,

Pseud. für
Burghart von Bülow; s. d.!

Friedeburg, Oswald,

Pseud. für
Otto Freitag; s. d.!

*Friedemann, Edmund,

geb. am
1. Dezbr. 1847 zu Zehdenick, wo sein
Vater Kaufmann und Fabrikbesitzer
war, kam schon im Alter von zwei
Jahren mit seinen Eltern nach Ber-
lin und genoß hier seine Erziehung.
Nachdem er das Friedrichs- und das
Köllnische Realgymnasium in Berlin
sowie später das Gymnasium zu Kö-
nigsberg i. N. besucht hatte, studierte
er von 1867-72 in Berlin, Bonn und
[Spaltenumbruch]

Fri
Heidelberg zuerst Geschichte, dann
Rechtswissenschaft, fungierte seit 1872
als Referendar am Kammergericht zu
Berlin, wurde 1877 Assessor u. trat
am 1. Oktbr. 1879 zur Rechtsanwalt-
schaft über. Seit 1884 führt er auch
das Syndikat des von Abgeordneten
der freisinnigen Partei gebildeten
Komitees für unentgeltliche Rat-
erteilung an freie Hilfskassen und ge-
hört seit 1885 der Berliner Stadt-
verordneten-Versammlung an. Jm
Jahre 1888 wurde er zum Notar u.
1897 zum Justizrat ernannt.

S:

Das
Judentum u. Richard Wagner, 1869.
- Catilina (R.); II, 1886. 2. A. 1894.

Friedemann, Walter,

geb. am
18. Juli 1872 in Berlin, Dr. phil.,
lebte (1902) als Dramaturg am
Stadttheater in Lübeck, (1903) in
gleicher Eigenschaft am Vereinigten
Essen-Dortmunder Stadt-Theater,
(1905) in Basel, seit 1906 als Regis-
seur und Dramaturg am "Kleinen
Theater" in Berlin.

S:

Hannibal
(Hist. Dr.), 1903. - Der Spruch der
Schlange (Dr.), 1905.

*Friedensburg, Friedrich Her-
mann Ferdinand,

geb. am 11.
Febr. 1858 in Liegnitz, studierte 1875
bis 1878 in Breslau die Rechte, wurde
1884 Assessor und wirkte dann als
Richter in Schweidnitz, Breslau und
Gleiwitz. Jm Jahre 1890 ward er
in das Reichsversicherungsamt nach
Berlin berufen, in welchem er zurzeit
als Geh. Reg.-Rat und Senats-Vor-
sitzender tätig ist. Außer verschiede-
nen fachwissenschaftlichen Arbeiten
und Werken über die Münzgeschichte
Schlesiens im Mittelalter und in der
Neuzeit schrieb er

S:

Treu Herr,
treu Knecht (Evang. Festsp. aus der
Hugenottenzeit), 2. A. 1905. - Köni-
gin Luise (3 Bilder a. Preußens Prü-
fungszeit), 1906.

Friedenstein, Wilhelm,

geb. am
30. Oktbr. 1854 in Pest, wurde von
seinem Vater zuerst für die technische
Laufbahn bestimmt, dann aber, nach

*


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Fri
dem Lande und trat nach privater
Vorbereitung in die Tertia des Gym-
naſiums in Mitau ein, nach deſſen
Abſolvierung er ſich dem Studium
der Geſchichte u. Literatur widmete.
Seinem großen Hang zur Kunſt fol-
gend, nahm er ſpäter dramatiſchen
Unterricht und war eine Reihe von
Jahren an verſchiedenen Bühnen,
vorzugsweiſe als Regiſſeur, tätig.
Aus Geſundheitsrückſichten mußte er
aber dieſen Beruf aufgeben, u. lebte
er dann als Journaliſt und drama-
tiſcher Schriftſteller in Berlin. Die
letzten Jahre ſeines Lebens war er zu
Studienzwecken viel auf Reiſen, und
weilte er mit beſonderer Vorliebe in
Jtalien. Er ſtarb nach längeren Lei-
den am 28. März 1910 in Freiburg
i. Br.

S:

Novellen, 1884. – Der
Wohltäter (Lſp.), 1903. – Das einzige
Hotel (Lſp.), 1904. – Geld iſt die
Hauptſache (Lſp.), 1904. – Kampf (R.),
1909. – Die Verſchwörer (Schw.), 1910.

*Friedeberg, Sigmund,

geb. am
25. März 1876 zu Stettin als der
Sohn eines Kaufmanns, erhielt in-
folge ſchwächlicher Geſundheit ſeinen
Unterricht meiſt durch Privatlehrer
und trat mit 15 Jahren als Lehrling
in das Geſchäft ſeines Vaters ein.
Er iſt noch jetzt darin tätig, gedenkt
aber in nächſter Zeit ſeine Stellung
mit einer journaliſtiſchen zu vertau-
ſchen.

S:

Jugend (Ge.), 1896.

Friedeburg, A. von,

Pſeud. für
Burghart von Bülow; ſ. d.!

Friedeburg, Oswald,

Pſeud. für
Otto Freitag; ſ. d.!

*Friedemann, Edmund,

geb. am
1. Dezbr. 1847 zu Zehdenick, wo ſein
Vater Kaufmann und Fabrikbeſitzer
war, kam ſchon im Alter von zwei
Jahren mit ſeinen Eltern nach Ber-
lin und genoß hier ſeine Erziehung.
Nachdem er das Friedrichs- und das
Köllniſche Realgymnaſium in Berlin
ſowie ſpäter das Gymnaſium zu Kö-
nigsberg i. N. beſucht hatte, ſtudierte
er von 1867–72 in Berlin, Bonn und
[Spaltenumbruch]

Fri
Heidelberg zuerſt Geſchichte, dann
Rechtswiſſenſchaft, fungierte ſeit 1872
als Referendar am Kammergericht zu
Berlin, wurde 1877 Aſſeſſor u. trat
am 1. Oktbr. 1879 zur Rechtsanwalt-
ſchaft über. Seit 1884 führt er auch
das Syndikat des von Abgeordneten
der freiſinnigen Partei gebildeten
Komitees für unentgeltliche Rat-
erteilung an freie Hilfskaſſen und ge-
hört ſeit 1885 der Berliner Stadt-
verordneten-Verſammlung an. Jm
Jahre 1888 wurde er zum Notar u.
1897 zum Juſtizrat ernannt.

S:

Das
Judentum u. Richard Wagner, 1869.
– Catilina (R.); II, 1886. 2. A. 1894.

Friedemann, Walter,

geb. am
18. Juli 1872 in Berlin, Dr. phil.,
lebte (1902) als Dramaturg am
Stadttheater in Lübeck, (1903) in
gleicher Eigenſchaft am Vereinigten
Eſſen-Dortmunder Stadt-Theater,
(1905) in Baſel, ſeit 1906 als Regiſ-
ſeur und Dramaturg am „Kleinen
Theater“ in Berlin.

S:

Hannibal
(Hiſt. Dr.), 1903. – Der Spruch der
Schlange (Dr.), 1905.

*Friedensburg, Friedrich Her-
mann Ferdinand,

geb. am 11.
Febr. 1858 in Liegnitz, ſtudierte 1875
bis 1878 in Breslau die Rechte, wurde
1884 Aſſeſſor und wirkte dann als
Richter in Schweidnitz, Breslau und
Gleiwitz. Jm Jahre 1890 ward er
in das Reichsverſicherungsamt nach
Berlin berufen, in welchem er zurzeit
als Geh. Reg.-Rat und Senats-Vor-
ſitzender tätig iſt. Außer verſchiede-
nen fachwiſſenſchaftlichen Arbeiten
und Werken über die Münzgeſchichte
Schleſiens im Mittelalter und in der
Neuzeit ſchrieb er

S:

Treu Herr,
treu Knecht (Evang. Feſtſp. aus der
Hugenottenzeit), 2. A. 1905. – Köni-
gin Luiſe (3 Bilder a. Preußens Prü-
fungszeit), 1906.

Friedenſtein, Wilhelm,

geb. am
30. Oktbr. 1854 in Peſt, wurde von
ſeinem Vater zuerſt für die techniſche
Laufbahn beſtimmt, dann aber, nach

*
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[279/0283] Fri Fri dem Lande und trat nach privater Vorbereitung in die Tertia des Gym- naſiums in Mitau ein, nach deſſen Abſolvierung er ſich dem Studium der Geſchichte u. Literatur widmete. Seinem großen Hang zur Kunſt fol- gend, nahm er ſpäter dramatiſchen Unterricht und war eine Reihe von Jahren an verſchiedenen Bühnen, vorzugsweiſe als Regiſſeur, tätig. Aus Geſundheitsrückſichten mußte er aber dieſen Beruf aufgeben, u. lebte er dann als Journaliſt und drama- tiſcher Schriftſteller in Berlin. Die letzten Jahre ſeines Lebens war er zu Studienzwecken viel auf Reiſen, und weilte er mit beſonderer Vorliebe in Jtalien. Er ſtarb nach längeren Lei- den am 28. März 1910 in Freiburg i. Br. S: Novellen, 1884. – Der Wohltäter (Lſp.), 1903. – Das einzige Hotel (Lſp.), 1904. – Geld iſt die Hauptſache (Lſp.), 1904. – Kampf (R.), 1909. – Die Verſchwörer (Schw.), 1910. *Friedeberg, Sigmund, geb. am 25. März 1876 zu Stettin als der Sohn eines Kaufmanns, erhielt in- folge ſchwächlicher Geſundheit ſeinen Unterricht meiſt durch Privatlehrer und trat mit 15 Jahren als Lehrling in das Geſchäft ſeines Vaters ein. Er iſt noch jetzt darin tätig, gedenkt aber in nächſter Zeit ſeine Stellung mit einer journaliſtiſchen zu vertau- ſchen. S: Jugend (Ge.), 1896. Friedeburg, A. von, Pſeud. für Burghart von Bülow; ſ. d.! Friedeburg, Oswald, Pſeud. für Otto Freitag; ſ. d.! *Friedemann, Edmund, geb. am 1. Dezbr. 1847 zu Zehdenick, wo ſein Vater Kaufmann und Fabrikbeſitzer war, kam ſchon im Alter von zwei Jahren mit ſeinen Eltern nach Ber- lin und genoß hier ſeine Erziehung. Nachdem er das Friedrichs- und das Köllniſche Realgymnaſium in Berlin ſowie ſpäter das Gymnaſium zu Kö- nigsberg i. N. beſucht hatte, ſtudierte er von 1867–72 in Berlin, Bonn und Heidelberg zuerſt Geſchichte, dann Rechtswiſſenſchaft, fungierte ſeit 1872 als Referendar am Kammergericht zu Berlin, wurde 1877 Aſſeſſor u. trat am 1. Oktbr. 1879 zur Rechtsanwalt- ſchaft über. Seit 1884 führt er auch das Syndikat des von Abgeordneten der freiſinnigen Partei gebildeten Komitees für unentgeltliche Rat- erteilung an freie Hilfskaſſen und ge- hört ſeit 1885 der Berliner Stadt- verordneten-Verſammlung an. Jm Jahre 1888 wurde er zum Notar u. 1897 zum Juſtizrat ernannt. S: Das Judentum u. Richard Wagner, 1869. – Catilina (R.); II, 1886. 2. A. 1894. Friedemann, Walter, geb. am 18. Juli 1872 in Berlin, Dr. phil., lebte (1902) als Dramaturg am Stadttheater in Lübeck, (1903) in gleicher Eigenſchaft am Vereinigten Eſſen-Dortmunder Stadt-Theater, (1905) in Baſel, ſeit 1906 als Regiſ- ſeur und Dramaturg am „Kleinen Theater“ in Berlin. S: Hannibal (Hiſt. Dr.), 1903. – Der Spruch der Schlange (Dr.), 1905. *Friedensburg, Friedrich Her- mann Ferdinand, geb. am 11. Febr. 1858 in Liegnitz, ſtudierte 1875 bis 1878 in Breslau die Rechte, wurde 1884 Aſſeſſor und wirkte dann als Richter in Schweidnitz, Breslau und Gleiwitz. Jm Jahre 1890 ward er in das Reichsverſicherungsamt nach Berlin berufen, in welchem er zurzeit als Geh. Reg.-Rat und Senats-Vor- ſitzender tätig iſt. Außer verſchiede- nen fachwiſſenſchaftlichen Arbeiten und Werken über die Münzgeſchichte Schleſiens im Mittelalter und in der Neuzeit ſchrieb er S: Treu Herr, treu Knecht (Evang. Feſtſp. aus der Hugenottenzeit), 2. A. 1905. – Köni- gin Luiſe (3 Bilder a. Preußens Prü- fungszeit), 1906. Friedenſtein, Wilhelm, geb. am 30. Oktbr. 1854 in Peſt, wurde von ſeinem Vater zuerſt für die techniſche Laufbahn beſtimmt, dann aber, nach *

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Zitationshilfe: Brümmer, Franz: Lexikon der deutschen Dichter und Prosaisten vom Beginn des 19. Jahrhunderts bis zur Gegenwart. Bd. 2. 6. Aufl. Leipzig, 1913, S. 279. In: Deutsches Textarchiv <http://www.deutschestextarchiv.de/bruemmer_lexikon02_1913/283>, abgerufen am 26.03.2019.