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Brümmer, Franz: Lexikon der deutschen Dichter und Prosaisten vom Beginn des 19. Jahrhunderts bis zur Gegenwart. Bd. 2. 6. Aufl. Leipzig, 1913.

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Fuch
reise. R.), 1905. - Der Garten mit
dem Rosenbusch (R.), 1906. - Eros
zwischen euch und uns (R.), 1909. -
Der Gott tötet (R.), 1909. - Heils-
armee (R.), 1910. - Sagen, Mythen
und Sitten der Massai (nach d. Mas-
saisprache u. d. Engl.), 1910.

Fuchs, Hermann,

Pseudonym für
Sally Nathan; s. d.!

*Fuchs, Karl,

geb. am 2. Mai 1869
in dem Dorfe Schortau (Kr. Quer-
furt, Prov. Sachsen) als der Sohn
einfacher Landleute, verlor seinen Va-
ter sehr früh, und da die Mutter dann
nach Weißenfels verzog und sich dort
wieder verheiratete, so blieb er im
Hause seines Großvaters in Schor-
tau zurück und besuchte hier die Dorf-
schule. Sein Wunsch, die weite Welt
zu sehen, war wohl mit bestimmend,
daß er nach seiner Konfirmation den
Beruf eines Kellners erwählte. Nach
einer zweijährigen Lehrzeit in Mü-
cheln begann er dann sein großes
Wandern durch die Schweiz, Frank-
reich, Jtalien, Algier, Holland, Eng-
land und Jrland, überall darauf be-
dacht, die Sprache der Länder u. die
Sitten der Bewohner kennen zu ler-
nen. Jm Frühjahr 1891 kehrte er
heim und nahm eine Stellung in Köln
ein, bis er dort ein Restaurant selb-
ständig übernahm. Schwere Krank-
heit zwang ihn, dasselbe wieder
aufzugeben. Nach seiner Genesung
fungierte er als Oberkellner in ver-
schiedenen Städten (Frankfurt a. M.,
Neuenahr, Koblenz, Solingen, Darm-
stadt), und ist nun seit Jahren im
Englischen Hof in Köln tätig.

S:


Knospen am Wegrande (Ge.), 1903. -
Herzens-Grüße (Ge.), 1904. - Der
Wanderer (Ge.), 1905. - Auf falschen
Wegen (En.), 1906. - Stimmungen
(Ge.), 1906. - Schill, oder: Jm Sturm
der Zeit (Hist. Tr.), 1908.

Fuchs, Meik,

Pseud. für Michael
Lochemes;
s. d.!

Fuchs, Otto,

pseud. Talab, da-
her neuerdings auch: Fuchs-Ta-
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Fuch
lab, wurde am 11. Februar 1852 in
Horitz (Böhmen) als der Sohn eines
Lehrers geboren, war nach Absolvie-
rung der Realschule Beamter in einer
Fabrik seiner Vaterstadt, ging dann
zur Erlangung einer höheren Bil-
dung nach Wien, mußte aber seiner
Gesundheit wegen 1875 seinen Auf-
enthalt in Ägypten nehmen, wo er bis
1881 in Handlungshäusern als Kor-
respondent in fremden Sprachen und
als Zeitungskorrespondent für Wie-
ner Blätter tätig war. Er kehrte
dann nach Wien zurück, wo er Mit-
arbeiter an verschiedenen Zeitschrif-
ten wurde und 1888-91 die "Öster-
reichische Volkszeitung" redigierte.
Jm Jahre 1891 ging er als publizi-
stischer Sekretär des "Österreichischen
Lloyd" nach Triest und lebt seit 1892
in gleicher Eigenschaft in Wien.

S:


Görbersdorfer Novellen, 1887. -
Haschisch (En. a. d. modernen Ägyp-
ten), 1888. - Schönheit (Schsp.),
1898. - Edelfäule (Wiener Aristo-
kratenkomödie), 1901.

Fuchs, Franz Reinhold,

* am
8. Juni 1858 zu Leipzig als der Sohn
eines königlich sächsischen Beamten,
besuchte das Real-Gymnasium zu
Chemnitz und studierte in Leipzig u.
Genf Philosophie und neuere Spra-
chen. Jm Jahre 1884 legte er sein
Staatsexamen ab. Er war dann als
Lehrer in Dresden, Bautzen und
Leipzig tätig, seit 1887 Lehrer für
Deutsch und Französisch an der Am-
thorschen höheren Handelsschule in
Gera und wirkt seit 1898 als Ober-
lehrer an einer Realschule in Dresden.
Jm J. 1909 erhielt er den Charakter
als Professor. Vielfache Reisen durch
ganz Deutschland u. nach dem Süden
gaben ihm nachhaltige Anregung zu
poetischem Schaffen, dessen Früchte
ihn schnell bekannt u. beliebt machten.
Seine Gedichtsammlung "Strand-
gut" wurde mit dem Augsburger
Schillerpreise ausgezeichnet.

S:

Ge-
dichte, 1886. - Strandgut (Neue Ge.),

*


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Fuch
reiſe. R.), 1905. – Der Garten mit
dem Roſenbuſch (R.), 1906. – Eros
zwiſchen euch und uns (R.), 1909. –
Der Gott tötet (R.), 1909. – Heils-
armee (R.), 1910. – Sagen, Mythen
und Sitten der Maſſai (nach d. Maſ-
ſaiſprache u. d. Engl.), 1910.

Fuchs, Hermann,

Pſeudonym für
Sally Nathan; ſ. d.!

*Fuchs, Karl,

geb. am 2. Mai 1869
in dem Dorfe Schortau (Kr. Quer-
furt, Prov. Sachſen) als der Sohn
einfacher Landleute, verlor ſeinen Va-
ter ſehr früh, und da die Mutter dann
nach Weißenfels verzog und ſich dort
wieder verheiratete, ſo blieb er im
Hauſe ſeines Großvaters in Schor-
tau zurück und beſuchte hier die Dorf-
ſchule. Sein Wunſch, die weite Welt
zu ſehen, war wohl mit beſtimmend,
daß er nach ſeiner Konfirmation den
Beruf eines Kellners erwählte. Nach
einer zweijährigen Lehrzeit in Mü-
cheln begann er dann ſein großes
Wandern durch die Schweiz, Frank-
reich, Jtalien, Algier, Holland, Eng-
land und Jrland, überall darauf be-
dacht, die Sprache der Länder u. die
Sitten der Bewohner kennen zu ler-
nen. Jm Frühjahr 1891 kehrte er
heim und nahm eine Stellung in Köln
ein, bis er dort ein Reſtaurant ſelb-
ſtändig übernahm. Schwere Krank-
heit zwang ihn, dasſelbe wieder
aufzugeben. Nach ſeiner Geneſung
fungierte er als Oberkellner in ver-
ſchiedenen Städten (Frankfurt a. M.,
Neuenahr, Koblenz, Solingen, Darm-
ſtadt), und iſt nun ſeit Jahren im
Engliſchen Hof in Köln tätig.

S:


Knoſpen am Wegrande (Ge.), 1903. –
Herzens-Grüße (Ge.), 1904. – Der
Wanderer (Ge.), 1905. – Auf falſchen
Wegen (En.), 1906. – Stimmungen
(Ge.), 1906. – Schill, oder: Jm Sturm
der Zeit (Hiſt. Tr.), 1908.

Fuchs, Meik,

Pſeud. für Michael
Lochemes;
ſ. d.!

Fuchs, Otto,

pſeud. Talab, da-
her neuerdings auch: Fuchs-Ta-
[Spaltenumbruch]

Fuch
lab, wurde am 11. Februar 1852 in
Horitz (Böhmen) als der Sohn eines
Lehrers geboren, war nach Abſolvie-
rung der Realſchule Beamter in einer
Fabrik ſeiner Vaterſtadt, ging dann
zur Erlangung einer höheren Bil-
dung nach Wien, mußte aber ſeiner
Geſundheit wegen 1875 ſeinen Auf-
enthalt in Ägypten nehmen, wo er bis
1881 in Handlungshäuſern als Kor-
reſpondent in fremden Sprachen und
als Zeitungskorreſpondent für Wie-
ner Blätter tätig war. Er kehrte
dann nach Wien zurück, wo er Mit-
arbeiter an verſchiedenen Zeitſchrif-
ten wurde und 1888–91 die „Öſter-
reichiſche Volkszeitung“ redigierte.
Jm Jahre 1891 ging er als publizi-
ſtiſcher Sekretär des „Öſterreichiſchen
Lloyd“ nach Trieſt und lebt ſeit 1892
in gleicher Eigenſchaft in Wien.

S:


Görbersdorfer Novellen, 1887. –
Haſchiſch (En. a. d. modernen Ägyp-
ten), 1888. – Schönheit (Schſp.),
1898. – Edelfäule (Wiener Ariſto-
kratenkomödie), 1901.

Fuchs, Franz Reinhold,

* am
8. Juni 1858 zu Leipzig als der Sohn
eines königlich ſächſiſchen Beamten,
beſuchte das Real-Gymnaſium zu
Chemnitz und ſtudierte in Leipzig u.
Genf Philoſophie und neuere Spra-
chen. Jm Jahre 1884 legte er ſein
Staatsexamen ab. Er war dann als
Lehrer in Dresden, Bautzen und
Leipzig tätig, ſeit 1887 Lehrer für
Deutſch und Franzöſiſch an der Am-
thorſchen höheren Handelsſchule in
Gera und wirkt ſeit 1898 als Ober-
lehrer an einer Realſchule in Dresden.
Jm J. 1909 erhielt er den Charakter
als Profeſſor. Vielfache Reiſen durch
ganz Deutſchland u. nach dem Süden
gaben ihm nachhaltige Anregung zu
poetiſchem Schaffen, deſſen Früchte
ihn ſchnell bekannt u. beliebt machten.
Seine Gedichtſammlung „Strand-
gut“ wurde mit dem Augsburger
Schillerpreiſe ausgezeichnet.

S:

Ge-
dichte, 1886. – Strandgut (Neue Ge.),

*
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[301/0305] Fuch Fuch reiſe. R.), 1905. – Der Garten mit dem Roſenbuſch (R.), 1906. – Eros zwiſchen euch und uns (R.), 1909. – Der Gott tötet (R.), 1909. – Heils- armee (R.), 1910. – Sagen, Mythen und Sitten der Maſſai (nach d. Maſ- ſaiſprache u. d. Engl.), 1910. Fuchs, Hermann, Pſeudonym für Sally Nathan; ſ. d.! *Fuchs, Karl, geb. am 2. Mai 1869 in dem Dorfe Schortau (Kr. Quer- furt, Prov. Sachſen) als der Sohn einfacher Landleute, verlor ſeinen Va- ter ſehr früh, und da die Mutter dann nach Weißenfels verzog und ſich dort wieder verheiratete, ſo blieb er im Hauſe ſeines Großvaters in Schor- tau zurück und beſuchte hier die Dorf- ſchule. Sein Wunſch, die weite Welt zu ſehen, war wohl mit beſtimmend, daß er nach ſeiner Konfirmation den Beruf eines Kellners erwählte. Nach einer zweijährigen Lehrzeit in Mü- cheln begann er dann ſein großes Wandern durch die Schweiz, Frank- reich, Jtalien, Algier, Holland, Eng- land und Jrland, überall darauf be- dacht, die Sprache der Länder u. die Sitten der Bewohner kennen zu ler- nen. Jm Frühjahr 1891 kehrte er heim und nahm eine Stellung in Köln ein, bis er dort ein Reſtaurant ſelb- ſtändig übernahm. Schwere Krank- heit zwang ihn, dasſelbe wieder aufzugeben. Nach ſeiner Geneſung fungierte er als Oberkellner in ver- ſchiedenen Städten (Frankfurt a. M., Neuenahr, Koblenz, Solingen, Darm- ſtadt), und iſt nun ſeit Jahren im Engliſchen Hof in Köln tätig. S: Knoſpen am Wegrande (Ge.), 1903. – Herzens-Grüße (Ge.), 1904. – Der Wanderer (Ge.), 1905. – Auf falſchen Wegen (En.), 1906. – Stimmungen (Ge.), 1906. – Schill, oder: Jm Sturm der Zeit (Hiſt. Tr.), 1908. Fuchs, Meik, Pſeud. für Michael Lochemes; ſ. d.! Fuchs, Otto, pſeud. Talab, da- her neuerdings auch: Fuchs-Ta- lab, wurde am 11. Februar 1852 in Horitz (Böhmen) als der Sohn eines Lehrers geboren, war nach Abſolvie- rung der Realſchule Beamter in einer Fabrik ſeiner Vaterſtadt, ging dann zur Erlangung einer höheren Bil- dung nach Wien, mußte aber ſeiner Geſundheit wegen 1875 ſeinen Auf- enthalt in Ägypten nehmen, wo er bis 1881 in Handlungshäuſern als Kor- reſpondent in fremden Sprachen und als Zeitungskorreſpondent für Wie- ner Blätter tätig war. Er kehrte dann nach Wien zurück, wo er Mit- arbeiter an verſchiedenen Zeitſchrif- ten wurde und 1888–91 die „Öſter- reichiſche Volkszeitung“ redigierte. Jm Jahre 1891 ging er als publizi- ſtiſcher Sekretär des „Öſterreichiſchen Lloyd“ nach Trieſt und lebt ſeit 1892 in gleicher Eigenſchaft in Wien. S: Görbersdorfer Novellen, 1887. – Haſchiſch (En. a. d. modernen Ägyp- ten), 1888. – Schönheit (Schſp.), 1898. – Edelfäule (Wiener Ariſto- kratenkomödie), 1901. Fuchs, Franz Reinhold, * am 8. Juni 1858 zu Leipzig als der Sohn eines königlich ſächſiſchen Beamten, beſuchte das Real-Gymnaſium zu Chemnitz und ſtudierte in Leipzig u. Genf Philoſophie und neuere Spra- chen. Jm Jahre 1884 legte er ſein Staatsexamen ab. Er war dann als Lehrer in Dresden, Bautzen und Leipzig tätig, ſeit 1887 Lehrer für Deutſch und Franzöſiſch an der Am- thorſchen höheren Handelsſchule in Gera und wirkt ſeit 1898 als Ober- lehrer an einer Realſchule in Dresden. Jm J. 1909 erhielt er den Charakter als Profeſſor. Vielfache Reiſen durch ganz Deutſchland u. nach dem Süden gaben ihm nachhaltige Anregung zu poetiſchem Schaffen, deſſen Früchte ihn ſchnell bekannt u. beliebt machten. Seine Gedichtſammlung „Strand- gut“ wurde mit dem Augsburger Schillerpreiſe ausgezeichnet. S: Ge- dichte, 1886. – Strandgut (Neue Ge.), *

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Zitationshilfe: Brümmer, Franz: Lexikon der deutschen Dichter und Prosaisten vom Beginn des 19. Jahrhunderts bis zur Gegenwart. Bd. 2. 6. Aufl. Leipzig, 1913, S. 301. In: Deutsches Textarchiv <http://www.deutschestextarchiv.de/bruemmer_lexikon02_1913/305>, abgerufen am 23.02.2019.