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Brümmer, Franz: Lexikon der deutschen Dichter und Prosaisten vom Beginn des 19. Jahrhunderts bis zur Gegenwart. Bd. 2. 6. Aufl. Leipzig, 1913.

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1. u. 2. A. 1907. - Sieben Einakter
(Unter vier Augen. - Frühling im
Winter. - Fräulein Witwe. - Lästige
Schönheit. - Die Zeche. - Ein Ehren-
handel. - Der Traum des Glücklichen),
1. und 2. A. 1909. - Das Exempel
(Lsp.), 1909.

*Fuldner, Fritz,

* am 1. März
1860 zu Heiligenstadt in der Provinz
Sachsen, besuchte die Gymnasien in
seiner Vaterstadt und in Mühlhausen
und studierte darauf in Heidelberg,
Leipzig und Berlin die Rechtswissen-
schaften. Er arbeitete in der gericht-
lichen Praxis als Referendar in Sten-
dal, Ellrich, Nordhausen und Naum-
burg, ließ sich nach Erstehung seines
Staatsexamens 1891 in Duderstadt
als Rechtsanwalt nieder und verlegte
1899 seinen Wohnsitz nach Göttingen.

S:

Knospender Frühling (Ge.), 1893.
N. A. 1905. - Schneewittchen (Mär-
chenspiel), 1899. - Ein Kampf um
Gott (Lr. aus d. Lebensbuche eines
Befreiten), 1909.

*Füllborn, Georg,

pseudon. G. F
Born, wurde am 5. Sept. 1837 zu
Elbing geboren u. widmete sich nach
empfangener guter Schulbildung dem
Kaufmannsstande. Jn Stettin, wo-
hin er 1854 zog, lebte er in engem
Verkehr mit E. Scherenberg, mit wel-
chem gemeinsam er sich der Literatur
zuwandte. Auch in Berlin, wohin
beide übersiedelten, wurde die ge-
schlossene Freundschaft gehalten und
das gemeinsame Streben fortgesetzt.
Seit dem Jahre 1868 widmete sich
F. ausschließlich der Schriftstellerei
und besonders dem Volks-, Räuber-,
Ritter- und Schauerroman für die
Kolportage, und die Honorare dafür
ermöglichten es ihm, sich im Herbst
1874 in Dresden niederzulassen und
sich in dem benachbarten Trachen-
berge ein reizvolles Landheim zu
schaffen. Jm Jahre 1894 siedelte er
nach Pieschen bei Dresden über, wo
er eine Buchdruckerei erwarb und die
"Elbtal-Morgenzeitung" übernahm,
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die er bis zu seinem Tode redigierte.
Seit 1898 gehörte er auch dem Stadt-
verordnetenkollegium in Dresden
an; ferner war er Vorstandsmitglied
des Vereins "Dresdener Presse" und
ein eifriges Mitglied des Ortsver-
bandes der Pensionsanstalt deutscher
Schriftsteller und Journalisten. Er
starb am 11. März 1902.

S:

Folgende
Romane: Die schwarze Brüderschaft;
III, 1868. - Die Geheimnisse einer
Weltstadt, 1869. - Der Weg zum Ab-
grund, 1869. - Barbara Ubryk, die
unglückliche Nonne v. Krakau, 1870.
- Anna von Österreich, 1872. -
Pius IX. und die heutige Zeit; III,
1871. - Caterina Cornaro, 1874. -
Don Carlos, 1875. - Die Stumme
von Portici, 1875. - Die Rose von
Böhmen, 1875. - Die bleiche Gräfin,
1878. - Claus Störtenbeker u. seine
Abenteuer, 1878. - Adrienne, die
Braut des Sträflings, 1880. - Ga-
briele, das Kind der Bettlerin, 1880.
- Johann Sobieski, der große Polen-
könig, 1881. - Die schöne Veneziane-
rin, 1882. - Ferner: Novellen, 1869
(Jnhalt: Die verlorene Seele. - Jn
der Johannisnacht. - Eine Vergel-
tung. - Das Waisengrab. - Die Har-
fen-Lene. - Lorbeer und Heideblume).
- Der Dorfpaganini (N.), 1870. -
Königin Schönhild (Ep. G. in 10 Ge-
sängen), 1884. - Armida (Trauersp.,
1897.

Funck, Anna,

bekannt unter ihrem
Mädchennamen Anna Sommer,
wurde am 30. März 1872 in Lübeck
geboren und lebt seit 1905 verheiratet
in Frankfurt a. M.

S:

Auf der
Schattenseite (Eine Familiengesch.),
2. A. 1905. - Heimweh (R.); II,
1906. - Klärchen (R.), 1908.

*Funcke, Otto Julius,

Volks-
schriftsteller, wurde am 9. März 1836
zu Wülfrath, Kreis Elberfeld, als der
Sohn eines Arztes geboren. Jn sei-
ner Jugend immer kränklich, konnte
er die öffentliche Schule nur wenig
besuchen; er kam daher auch erst mit

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Ful
1. u. 2. A. 1907. – Sieben Einakter
(Unter vier Augen. – Frühling im
Winter. – Fräulein Witwe. – Läſtige
Schönheit. – Die Zeche. – Ein Ehren-
handel. – Der Traum des Glücklichen),
1. und 2. A. 1909. – Das Exempel
(Lſp.), 1909.

*Fuldner, Fritz,

* am 1. März
1860 zu Heiligenſtadt in der Provinz
Sachſen, beſuchte die Gymnaſien in
ſeiner Vaterſtadt und in Mühlhauſen
und ſtudierte darauf in Heidelberg,
Leipzig und Berlin die Rechtswiſſen-
ſchaften. Er arbeitete in der gericht-
lichen Praxis als Referendar in Sten-
dal, Ellrich, Nordhauſen und Naum-
burg, ließ ſich nach Erſtehung ſeines
Staatsexamens 1891 in Duderſtadt
als Rechtsanwalt nieder und verlegte
1899 ſeinen Wohnſitz nach Göttingen.

S:

Knoſpender Frühling (Ge.), 1893.
N. A. 1905. – Schneewittchen (Mär-
chenſpiel), 1899. – Ein Kampf um
Gott (Lr. aus d. Lebensbuche eines
Befreiten), 1909.

*Füllborn, Georg,

pſeudon. G. F
Born, wurde am 5. Sept. 1837 zu
Elbing geboren u. widmete ſich nach
empfangener guter Schulbildung dem
Kaufmannsſtande. Jn Stettin, wo-
hin er 1854 zog, lebte er in engem
Verkehr mit E. Scherenberg, mit wel-
chem gemeinſam er ſich der Literatur
zuwandte. Auch in Berlin, wohin
beide überſiedelten, wurde die ge-
ſchloſſene Freundſchaft gehalten und
das gemeinſame Streben fortgeſetzt.
Seit dem Jahre 1868 widmete ſich
F. ausſchließlich der Schriftſtellerei
und beſonders dem Volks-, Räuber-,
Ritter- und Schauerroman für die
Kolportage, und die Honorare dafür
ermöglichten es ihm, ſich im Herbſt
1874 in Dresden niederzulaſſen und
ſich in dem benachbarten Trachen-
berge ein reizvolles Landheim zu
ſchaffen. Jm Jahre 1894 ſiedelte er
nach Pieſchen bei Dresden über, wo
er eine Buchdruckerei erwarb und die
„Elbtal-Morgenzeitung“ übernahm,
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Fun
die er bis zu ſeinem Tode redigierte.
Seit 1898 gehörte er auch dem Stadt-
verordnetenkollegium in Dresden
an; ferner war er Vorſtandsmitglied
des Vereins „Dresdener Preſſe“ und
ein eifriges Mitglied des Ortsver-
bandes der Penſionsanſtalt deutſcher
Schriftſteller und Journaliſten. Er
ſtarb am 11. März 1902.

S:

Folgende
Romane: Die ſchwarze Brüderſchaft;
III, 1868. – Die Geheimniſſe einer
Weltſtadt, 1869. – Der Weg zum Ab-
grund, 1869. – Barbara Ubryk, die
unglückliche Nonne v. Krakau, 1870.
– Anna von Öſterreich, 1872. –
Pius IX. und die heutige Zeit; III,
1871. – Caterina Cornaro, 1874. –
Don Carlos, 1875. – Die Stumme
von Portici, 1875. – Die Roſe von
Böhmen, 1875. – Die bleiche Gräfin,
1878. – Claus Störtenbeker u. ſeine
Abenteuer, 1878. – Adrienne, die
Braut des Sträflings, 1880. – Ga-
briele, das Kind der Bettlerin, 1880.
– Johann Sobieski, der große Polen-
könig, 1881. – Die ſchöne Veneziane-
rin, 1882. – Ferner: Novellen, 1869
(Jnhalt: Die verlorene Seele. – Jn
der Johannisnacht. – Eine Vergel-
tung. – Das Waiſengrab. – Die Har-
fen-Lene. – Lorbeer und Heideblume).
– Der Dorfpaganini (N.), 1870. –
Königin Schönhild (Ep. G. in 10 Ge-
ſängen), 1884. – Armida (Trauerſp.,
1897.

Funck, Anna,

bekannt unter ihrem
Mädchennamen Anna Sommer,
wurde am 30. März 1872 in Lübeck
geboren und lebt ſeit 1905 verheiratet
in Frankfurt a. M.

S:

Auf der
Schattenſeite (Eine Familiengeſch.),
2. A. 1905. – Heimweh (R.); II,
1906. – Klärchen (R.), 1908.

*Funcke, Otto Julius,

Volks-
ſchriftſteller, wurde am 9. März 1836
zu Wülfrath, Kreis Elberfeld, als der
Sohn eines Arztes geboren. Jn ſei-
ner Jugend immer kränklich, konnte
er die öffentliche Schule nur wenig
beſuchen; er kam daher auch erſt mit

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[305/0309] Ful Fun 1. u. 2. A. 1907. – Sieben Einakter (Unter vier Augen. – Frühling im Winter. – Fräulein Witwe. – Läſtige Schönheit. – Die Zeche. – Ein Ehren- handel. – Der Traum des Glücklichen), 1. und 2. A. 1909. – Das Exempel (Lſp.), 1909. *Fuldner, Fritz, * am 1. März 1860 zu Heiligenſtadt in der Provinz Sachſen, beſuchte die Gymnaſien in ſeiner Vaterſtadt und in Mühlhauſen und ſtudierte darauf in Heidelberg, Leipzig und Berlin die Rechtswiſſen- ſchaften. Er arbeitete in der gericht- lichen Praxis als Referendar in Sten- dal, Ellrich, Nordhauſen und Naum- burg, ließ ſich nach Erſtehung ſeines Staatsexamens 1891 in Duderſtadt als Rechtsanwalt nieder und verlegte 1899 ſeinen Wohnſitz nach Göttingen. S: Knoſpender Frühling (Ge.), 1893. N. A. 1905. – Schneewittchen (Mär- chenſpiel), 1899. – Ein Kampf um Gott (Lr. aus d. Lebensbuche eines Befreiten), 1909. *Füllborn, Georg, pſeudon. G. F Born, wurde am 5. Sept. 1837 zu Elbing geboren u. widmete ſich nach empfangener guter Schulbildung dem Kaufmannsſtande. Jn Stettin, wo- hin er 1854 zog, lebte er in engem Verkehr mit E. Scherenberg, mit wel- chem gemeinſam er ſich der Literatur zuwandte. Auch in Berlin, wohin beide überſiedelten, wurde die ge- ſchloſſene Freundſchaft gehalten und das gemeinſame Streben fortgeſetzt. Seit dem Jahre 1868 widmete ſich F. ausſchließlich der Schriftſtellerei und beſonders dem Volks-, Räuber-, Ritter- und Schauerroman für die Kolportage, und die Honorare dafür ermöglichten es ihm, ſich im Herbſt 1874 in Dresden niederzulaſſen und ſich in dem benachbarten Trachen- berge ein reizvolles Landheim zu ſchaffen. Jm Jahre 1894 ſiedelte er nach Pieſchen bei Dresden über, wo er eine Buchdruckerei erwarb und die „Elbtal-Morgenzeitung“ übernahm, die er bis zu ſeinem Tode redigierte. Seit 1898 gehörte er auch dem Stadt- verordnetenkollegium in Dresden an; ferner war er Vorſtandsmitglied des Vereins „Dresdener Preſſe“ und ein eifriges Mitglied des Ortsver- bandes der Penſionsanſtalt deutſcher Schriftſteller und Journaliſten. Er ſtarb am 11. März 1902. S: Folgende Romane: Die ſchwarze Brüderſchaft; III, 1868. – Die Geheimniſſe einer Weltſtadt, 1869. – Der Weg zum Ab- grund, 1869. – Barbara Ubryk, die unglückliche Nonne v. Krakau, 1870. – Anna von Öſterreich, 1872. – Pius IX. und die heutige Zeit; III, 1871. – Caterina Cornaro, 1874. – Don Carlos, 1875. – Die Stumme von Portici, 1875. – Die Roſe von Böhmen, 1875. – Die bleiche Gräfin, 1878. – Claus Störtenbeker u. ſeine Abenteuer, 1878. – Adrienne, die Braut des Sträflings, 1880. – Ga- briele, das Kind der Bettlerin, 1880. – Johann Sobieski, der große Polen- könig, 1881. – Die ſchöne Veneziane- rin, 1882. – Ferner: Novellen, 1869 (Jnhalt: Die verlorene Seele. – Jn der Johannisnacht. – Eine Vergel- tung. – Das Waiſengrab. – Die Har- fen-Lene. – Lorbeer und Heideblume). – Der Dorfpaganini (N.), 1870. – Königin Schönhild (Ep. G. in 10 Ge- ſängen), 1884. – Armida (Trauerſp., 1897. Funck, Anna, bekannt unter ihrem Mädchennamen Anna Sommer, wurde am 30. März 1872 in Lübeck geboren und lebt ſeit 1905 verheiratet in Frankfurt a. M. S: Auf der Schattenſeite (Eine Familiengeſch.), 2. A. 1905. – Heimweh (R.); II, 1906. – Klärchen (R.), 1908. *Funcke, Otto Julius, Volks- ſchriftſteller, wurde am 9. März 1836 zu Wülfrath, Kreis Elberfeld, als der Sohn eines Arztes geboren. Jn ſei- ner Jugend immer kränklich, konnte er die öffentliche Schule nur wenig beſuchen; er kam daher auch erſt mit * 20

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Zitationshilfe: Brümmer, Franz: Lexikon der deutschen Dichter und Prosaisten vom Beginn des 19. Jahrhunderts bis zur Gegenwart. Bd. 2. 6. Aufl. Leipzig, 1913, S. 305. In: Deutsches Textarchiv <http://www.deutschestextarchiv.de/bruemmer_lexikon02_1913/309>, abgerufen am 14.11.2018.