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Brümmer, Franz: Lexikon der deutschen Dichter und Prosaisten vom Beginn des 19. Jahrhunderts bis zur Gegenwart. Bd. 2. 6. Aufl. Leipzig, 1913.

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Geb
sinniger, geistvoller Vater und eine
pflichttreue, mit seltener Menschen-
kenntnis begabte Mutter leiteten ihre
erste Erziehung und so gestaltete sich
ihre Kindheit zu einer äußerst glück-
lichen. Dann starb der Vater. Die
Mutter verheiratete sich zum zweiten-
mal, verfiel aber bald in eine lang-
jährige Krankheit, und so lag der
Tochter schon in jungen Jahren die
Führung des Haushalts und die Er-
ziehung des jüngsten Bruders ob.
Nach dem Tode der Mutter und des
zweiten Vaters verheiratete sie sich
mit dem Seminaroberlehrer Gebler
in Eckernförde, dem sie 1896 bei seiner
Versetzung an das Seminar in Al-
feld folgte.

S:

Die Erlösung der
Zwerge (Weihnachtsfestsp.), 1899. -
Drei Festaufführungen zu den Ge-
burtstagen der deutschen Kaiser, 1900.
- Adventsfeier. Die heilige Nacht
(2 Dr.), 1906. - Dramatische Szene
aus dem Lutherhaus 1534; 1906.

Gebuhr, August,

geb. am 31. Aug.
1845 in Bergen auf der Jnsel Rügen,
erhielt dort seine Schulbildung, diente
später bei der Garde-Artillerie bis
1871 und ließ sich darauf in seiner
Vaterstadt als Gastwirt nieder. An-
geregt durch Karl Kröplins Vorbild
und Erfolg, trat auch G. öffentlich
als Rezitator Reuterscher Dichtungen
auf. Später fand er ein Amt bei der
Güterabfertigung der königl. Eisen-
bahn in Stralsund.

S:

Michel up de
Fri un: De Pook up dat Martini-
Mark (Twei Läuschen), o. J. Bergen.
- Feldblomen von't Rügenland, hell
un düster, so as dei Natur sei schaffen
(Prosa und Ge. in vorpommerscher
Mdt.), 1907.

*Geck, Rudolf,

geb. am 8. Juni
1868 in Elberfeld, war 1896-99 Re-
dakteur der "Fränkischen Morgenzei-
tung" in Nürnberg und lebt seitdem
als Feuilleton-Redakteur der "Frank-
furter Zeitung" in Frankfurt a. M.

S:

Gedichte, 1896.

Gedeon von der Heide,

Pseu-
[Spaltenumbruch]

Gef
donym für Johann Baptist Berger;
s. d.!

*Geerling, Karl Franz Ambro-
sius,

geb. am 11. März 1836 zu Köln
am Rhein, besuchte die dortige Ele-
mentarschule und Präparanden-An-
stalt, darauf das Schullehrerseminar
zu Kempen und wurde nach Absolvie-
rung desselben Lehrer in Köln, wo er
jetzt an der städtischen höheren Mäd-
chenschule I und der damit verbunde-
nen Lehrerinnen-Bildungsanstalt
wirkt. Außer verschiedenen päda-
gogischen und Jugendschriften ver-
öffentlichte er

S:

Bunte Bilder (Ge.),
1869.

Geffken, Friedrich Heinrich,

* am
9. Dezbr. 1830 in Hamburg, studierte
in Bonn, Göttingen und Berlin die
Rechte, wurde 1854 Legationssekretär
in Paris, 1856 hamburgischer Ge-
schäftsträger in Berlin, 1859 hansea-
tischer Ministerresident daselbst, 1866
in gleicher Eigenschaft nach London
versetzt und 1869 zum Syndikus in
Hamburg gewählt. Seit 1872 Prof.
der Staatswissenschaften und des
öffentlichen Rechts an der Universi-
tät Straßburg, wurde er 1880 Mit-
glied des elsaß-lothring. Staatsrats,
nahm 1882 aus Gesundheitsrücksich-
ten den Abschied u. lebte seitdem erst
in Hamburg, dann in München. G.
gehörte zu den vertrauten Ratgebern
des preußischen Kronprinzen u. ent-
warf mit Roggenbach u. Stosch schon
1885 den Erlaß an den Reichskanzler,
den Kaiser Friedrich III. nach seiner
Thronbesteigung an Bismarck rich-
tete. Wegen der Veröffentlichung
eines Teils des Tagebuches Kaisers
Friedrich (Oktbr. 1888) wurde gegen
G. auf Veranlassung des Fürsten
Bismarck wegen Landesverrats das
Strafverfahren eingeleitet und G.
drei Monate in Berlin in Unter-
suchungshaft gehalten, aus der er
aber durch Beschluß des ersten Straf-
senats des Reichsgerichts am 4. Jan.
1889 entlassen ward. Seitdem lebte

*


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Geb
ſinniger, geiſtvoller Vater und eine
pflichttreue, mit ſeltener Menſchen-
kenntnis begabte Mutter leiteten ihre
erſte Erziehung und ſo geſtaltete ſich
ihre Kindheit zu einer äußerſt glück-
lichen. Dann ſtarb der Vater. Die
Mutter verheiratete ſich zum zweiten-
mal, verfiel aber bald in eine lang-
jährige Krankheit, und ſo lag der
Tochter ſchon in jungen Jahren die
Führung des Haushalts und die Er-
ziehung des jüngſten Bruders ob.
Nach dem Tode der Mutter und des
zweiten Vaters verheiratete ſie ſich
mit dem Seminaroberlehrer Gebler
in Eckernförde, dem ſie 1896 bei ſeiner
Verſetzung an das Seminar in Al-
feld folgte.

S:

Die Erlöſung der
Zwerge (Weihnachtsfeſtſp.), 1899. –
Drei Feſtaufführungen zu den Ge-
burtstagen der deutſchen Kaiſer, 1900.
– Adventsfeier. Die heilige Nacht
(2 Dr.), 1906. – Dramatiſche Szene
aus dem Lutherhaus 1534; 1906.

Gebuhr, Auguſt,

geb. am 31. Aug.
1845 in Bergen auf der Jnſel Rügen,
erhielt dort ſeine Schulbildung, diente
ſpäter bei der Garde-Artillerie bis
1871 und ließ ſich darauf in ſeiner
Vaterſtadt als Gaſtwirt nieder. An-
geregt durch Karl Kröplins Vorbild
und Erfolg, trat auch G. öffentlich
als Rezitator Reuterſcher Dichtungen
auf. Später fand er ein Amt bei der
Güterabfertigung der königl. Eiſen-
bahn in Stralſund.

S:

Michel up de
Fri un: De Pook up dat Martini-
Mark (Twei Läuſchen), o. J. Bergen.
– Feldblomen von’t Rügenland, hell
un düſter, ſo as dei Natur ſei ſchaffen
(Proſa und Ge. in vorpommerſcher
Mdt.), 1907.

*Geck, Rudolf,

geb. am 8. Juni
1868 in Elberfeld, war 1896–99 Re-
dakteur der „Fränkiſchen Morgenzei-
tung“ in Nürnberg und lebt ſeitdem
als Feuilleton-Redakteur der „Frank-
furter Zeitung“ in Frankfurt a. M.

S:

Gedichte, 1896.

Gedeon von der Heide,

Pſeu-
[Spaltenumbruch]

Gef
donym für Johann Baptiſt Berger;
ſ. d.!

*Geerling, Karl Franz Ambro-
ſius,

geb. am 11. März 1836 zu Köln
am Rhein, beſuchte die dortige Ele-
mentarſchule und Präparanden-An-
ſtalt, darauf das Schullehrerſeminar
zu Kempen und wurde nach Abſolvie-
rung desſelben Lehrer in Köln, wo er
jetzt an der ſtädtiſchen höheren Mäd-
chenſchule I und der damit verbunde-
nen Lehrerinnen-Bildungsanſtalt
wirkt. Außer verſchiedenen päda-
gogiſchen und Jugendſchriften ver-
öffentlichte er

S:

Bunte Bilder (Ge.),
1869.

Geffken, Friedrich Heinrich,

* am
9. Dezbr. 1830 in Hamburg, ſtudierte
in Bonn, Göttingen und Berlin die
Rechte, wurde 1854 Legationsſekretär
in Paris, 1856 hamburgiſcher Ge-
ſchäftsträger in Berlin, 1859 hanſea-
tiſcher Miniſterreſident daſelbſt, 1866
in gleicher Eigenſchaft nach London
verſetzt und 1869 zum Syndikus in
Hamburg gewählt. Seit 1872 Prof.
der Staatswiſſenſchaften und des
öffentlichen Rechts an der Univerſi-
tät Straßburg, wurde er 1880 Mit-
glied des elſaß-lothring. Staatsrats,
nahm 1882 aus Geſundheitsrückſich-
ten den Abſchied u. lebte ſeitdem erſt
in Hamburg, dann in München. G.
gehörte zu den vertrauten Ratgebern
des preußiſchen Kronprinzen u. ent-
warf mit Roggenbach u. Stoſch ſchon
1885 den Erlaß an den Reichskanzler,
den Kaiſer Friedrich III. nach ſeiner
Thronbeſteigung an Bismarck rich-
tete. Wegen der Veröffentlichung
eines Teils des Tagebuches Kaiſers
Friedrich (Oktbr. 1888) wurde gegen
G. auf Veranlaſſung des Fürſten
Bismarck wegen Landesverrats das
Strafverfahren eingeleitet und G.
drei Monate in Berlin in Unter-
ſuchungshaft gehalten, aus der er
aber durch Beſchluß des erſten Straf-
ſenats des Reichsgerichts am 4. Jan.
1889 entlaſſen ward. Seitdem lebte

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[332/0336] Geb Gef ſinniger, geiſtvoller Vater und eine pflichttreue, mit ſeltener Menſchen- kenntnis begabte Mutter leiteten ihre erſte Erziehung und ſo geſtaltete ſich ihre Kindheit zu einer äußerſt glück- lichen. Dann ſtarb der Vater. Die Mutter verheiratete ſich zum zweiten- mal, verfiel aber bald in eine lang- jährige Krankheit, und ſo lag der Tochter ſchon in jungen Jahren die Führung des Haushalts und die Er- ziehung des jüngſten Bruders ob. Nach dem Tode der Mutter und des zweiten Vaters verheiratete ſie ſich mit dem Seminaroberlehrer Gebler in Eckernförde, dem ſie 1896 bei ſeiner Verſetzung an das Seminar in Al- feld folgte. S: Die Erlöſung der Zwerge (Weihnachtsfeſtſp.), 1899. – Drei Feſtaufführungen zu den Ge- burtstagen der deutſchen Kaiſer, 1900. – Adventsfeier. Die heilige Nacht (2 Dr.), 1906. – Dramatiſche Szene aus dem Lutherhaus 1534; 1906. Gebuhr, Auguſt, geb. am 31. Aug. 1845 in Bergen auf der Jnſel Rügen, erhielt dort ſeine Schulbildung, diente ſpäter bei der Garde-Artillerie bis 1871 und ließ ſich darauf in ſeiner Vaterſtadt als Gaſtwirt nieder. An- geregt durch Karl Kröplins Vorbild und Erfolg, trat auch G. öffentlich als Rezitator Reuterſcher Dichtungen auf. Später fand er ein Amt bei der Güterabfertigung der königl. Eiſen- bahn in Stralſund. S: Michel up de Fri un: De Pook up dat Martini- Mark (Twei Läuſchen), o. J. Bergen. – Feldblomen von’t Rügenland, hell un düſter, ſo as dei Natur ſei ſchaffen (Proſa und Ge. in vorpommerſcher Mdt.), 1907. *Geck, Rudolf, geb. am 8. Juni 1868 in Elberfeld, war 1896–99 Re- dakteur der „Fränkiſchen Morgenzei- tung“ in Nürnberg und lebt ſeitdem als Feuilleton-Redakteur der „Frank- furter Zeitung“ in Frankfurt a. M. S: Gedichte, 1896. Gedeon von der Heide, Pſeu- donym für Johann Baptiſt Berger; ſ. d.! *Geerling, Karl Franz Ambro- ſius, geb. am 11. März 1836 zu Köln am Rhein, beſuchte die dortige Ele- mentarſchule und Präparanden-An- ſtalt, darauf das Schullehrerſeminar zu Kempen und wurde nach Abſolvie- rung desſelben Lehrer in Köln, wo er jetzt an der ſtädtiſchen höheren Mäd- chenſchule I und der damit verbunde- nen Lehrerinnen-Bildungsanſtalt wirkt. Außer verſchiedenen päda- gogiſchen und Jugendſchriften ver- öffentlichte er S: Bunte Bilder (Ge.), 1869. Geffken, Friedrich Heinrich, * am 9. Dezbr. 1830 in Hamburg, ſtudierte in Bonn, Göttingen und Berlin die Rechte, wurde 1854 Legationsſekretär in Paris, 1856 hamburgiſcher Ge- ſchäftsträger in Berlin, 1859 hanſea- tiſcher Miniſterreſident daſelbſt, 1866 in gleicher Eigenſchaft nach London verſetzt und 1869 zum Syndikus in Hamburg gewählt. Seit 1872 Prof. der Staatswiſſenſchaften und des öffentlichen Rechts an der Univerſi- tät Straßburg, wurde er 1880 Mit- glied des elſaß-lothring. Staatsrats, nahm 1882 aus Geſundheitsrückſich- ten den Abſchied u. lebte ſeitdem erſt in Hamburg, dann in München. G. gehörte zu den vertrauten Ratgebern des preußiſchen Kronprinzen u. ent- warf mit Roggenbach u. Stoſch ſchon 1885 den Erlaß an den Reichskanzler, den Kaiſer Friedrich III. nach ſeiner Thronbeſteigung an Bismarck rich- tete. Wegen der Veröffentlichung eines Teils des Tagebuches Kaiſers Friedrich (Oktbr. 1888) wurde gegen G. auf Veranlaſſung des Fürſten Bismarck wegen Landesverrats das Strafverfahren eingeleitet und G. drei Monate in Berlin in Unter- ſuchungshaft gehalten, aus der er aber durch Beſchluß des erſten Straf- ſenats des Reichsgerichts am 4. Jan. 1889 entlaſſen ward. Seitdem lebte *

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Zitationshilfe: Brümmer, Franz: Lexikon der deutschen Dichter und Prosaisten vom Beginn des 19. Jahrhunderts bis zur Gegenwart. Bd. 2. 6. Aufl. Leipzig, 1913, S. 332. In: Deutsches Textarchiv <http://www.deutschestextarchiv.de/bruemmer_lexikon02_1913/336>, abgerufen am 23.02.2019.