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Brümmer, Franz: Lexikon der deutschen Dichter und Prosaisten vom Beginn des 19. Jahrhunderts bis zur Gegenwart. Bd. 2. 6. Aufl. Leipzig, 1913.

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Ger
1850 nach Zürich und verheiratete
sich auch daselbst.

S:

Amor in den
Bergen (Aus dem schweizer. Kurleben),
1887. - Das Leben kein Traum (E.),
1889. - Frisches Leben (Gesamm. En.
f. d. Familienkreis), 1902. - Ma-
rianne (Familiengesch. aus d. Leben),
1903. - Auf der Fluh (E. a. d. Berner
Oberlande), 1908. - Beim Turmwäch-
ter (E. f. jung u. alt), 1908.

Gernitz, F. von,

Pseudonym für
Friedrich von Criegern-Thu-
mitz;
s. d.!

Gernsdorf, Paul,

Psd. für Paul
Gburek;
s. d.!

*Gerok, Friedrich Karl (von),


wurde am 30. Jan. 1815 zu Vaihingen
a. d. Enz in Württemberg geboren, wo
sein Vater Prediger war, der indes
schon wenige Wochen nach der Ge-
burt des Sohnes als Prediger an
die Stiftskirche in Stuttgart versetzt
wurde. Hier besuchte Karl G. das
Gymnasium und fand an Gustav
Schwab einen Lehrer, der sein poe-
tisches Talent weckte und förderte.
Er studierte darauf von 1832-36
unter Baur, Strauß und Vischer in
Tübingen Theologie und kehrte dann
nach glänzend bestandener Anstel-
lungsprüfung 1837 nach Stuttgart
zurück, um seinen Vater im Predigt-
amt zu unterstützen. Nachdem er von
1840 ab vier Jahre lang Repetent
am Tübinger Seminar gewesen war,
wurde er 1844 Diakonus in Böblin-
gen und blieb in dieser Stellung bis
1849, in welchem Jahre er nach Stutt-
gart berufen ward. Hier war er bis
1851 Helfer an der Hospitalkirche, bis
1853 Helfer an der Stiftskirche, bis
1862 Oberhelfer und Amtsdekan und
seitdem Stadtdekan und erster Pre-
diger an der Hospitalkirche. Jm Jahre
1868 wurde er an Grüneisens (s. d.)
Stelle zum Oberkonsistorialrat, Ober-
hofprediger und Prälaten ernannt;
auch verlieh ihm sein Landesherr mit
dem Kronenorden den persönlichen
Adel. G. genoß als Kanzelredner
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Ger
eines bedeutenden Rufes, und wie-
derholt ergingen an ihn ehrenvolle
Berufungen in auswärtige Ämter;
doch lehnte er dieselben immer ab,
wofür ihn die Stuttgarter zu ihrem
Ehrenbürger ernannten. 1877 ver-
lieh ihm die Universität Tübingen
das Diplom eines Dr. theol. Er +
in Stuttgart am 14. Januar 1890.

S:

Palmblätter (Ge.), 1857. 25. A.
1877. - Palmblätter (Neue Folge),
1878. 8. A. u. d. T.: Auf einsamen
Gängen, 1885. - Pfingstrosen (Ge.),
1864. 6. A. 1876. - Blumen und
Sterne (Ge.), 1868. 6. A. 1875. -
Eichenblätter (Ge.), 1870. - Deut-
sche Ostern (Zeitgedichte), 1871. 3. A.
1872. - Jugenderinnerungen, 1875.
- Der letzte Strauß (Ge.), 1885. -
Unter dem Abendstern (Ge.), 1886.
9. A. 1890. - Ausgewählte Dichtun-
gen, 1907. - Moses und die Tochter
Pharaos (Bilder von C. G. Pfann-
schmidt; Dn. von G.), 1878. - Von
Bethlehem bis Golgatha (Bilder von
Plockhorst, Ge. von G.), 1881. -
Christkind (Bilder von Paul Mohn,
Ge. v. K. G.), 1887. - Gab heraus
die Gedichte von M. Schneckenburger,
1871. - Verschiedene Sammlungen
von Predigten.

Gerolstein, Julius,

Pseudon. für
Julius Geißel; s. d.!

Gersdorff, Ada von,

s. Ada Freiin
von Maltzahn!

*Gersdorff, Julius,

geboren am
15. Juni 1849 als der Sohn eines
Kantors in Stettin, machte 1870-71
den Krieg in Frankreich mit und war
danach bis zum Jahre 1894 als Jour-
nalist tätig. Seitdem lebte er als
freier Schriftsteller in Dresden, 1895
in Leipzig, 1896 in Naumburg, 1897
in Hetschburg b. Berka a. d. Jlm, 1898
in Weimar, 1899 in Usingen, 1900 in
Darmstadt, 1901 in Gotha, 1902 in
Magdala (Thüringen), 1903 in Wei-
mar, 1905 in Jena und seit 1906
wieder in Weimar. Jm Jahre 1907
verlieh ihm das großherzogl. Kultus-

*


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Ger
1850 nach Zürich und verheiratete
ſich auch daſelbſt.

S:

Amor in den
Bergen (Aus dem ſchweizer. Kurleben),
1887. – Das Leben kein Traum (E.),
1889. – Friſches Leben (Geſamm. En.
f. d. Familienkreis), 1902. – Ma-
rianne (Familiengeſch. aus d. Leben),
1903. – Auf der Fluh (E. a. d. Berner
Oberlande), 1908. – Beim Turmwäch-
ter (E. f. jung u. alt), 1908.

Gernitz, F. von,

Pſeudonym für
Friedrich von Criegern-Thu-
mitz;
ſ. d.!

Gernsdorf, Paul,

Pſd. für Paul
Gburek;
ſ. d.!

*Gerok, Friedrich Karl (von),


wurde am 30. Jan. 1815 zu Vaihingen
a. d. Enz in Württemberg geboren, wo
ſein Vater Prediger war, der indes
ſchon wenige Wochen nach der Ge-
burt des Sohnes als Prediger an
die Stiftskirche in Stuttgart verſetzt
wurde. Hier beſuchte Karl G. das
Gymnaſium und fand an Guſtav
Schwab einen Lehrer, der ſein poe-
tiſches Talent weckte und förderte.
Er ſtudierte darauf von 1832–36
unter Baur, Strauß und Viſcher in
Tübingen Theologie und kehrte dann
nach glänzend beſtandener Anſtel-
lungsprüfung 1837 nach Stuttgart
zurück, um ſeinen Vater im Predigt-
amt zu unterſtützen. Nachdem er von
1840 ab vier Jahre lang Repetent
am Tübinger Seminar geweſen war,
wurde er 1844 Diakonus in Böblin-
gen und blieb in dieſer Stellung bis
1849, in welchem Jahre er nach Stutt-
gart berufen ward. Hier war er bis
1851 Helfer an der Hoſpitalkirche, bis
1853 Helfer an der Stiftskirche, bis
1862 Oberhelfer und Amtsdekan und
ſeitdem Stadtdekan und erſter Pre-
diger an der Hoſpitalkirche. Jm Jahre
1868 wurde er an Grüneiſens (ſ. d.)
Stelle zum Oberkonſiſtorialrat, Ober-
hofprediger und Prälaten ernannt;
auch verlieh ihm ſein Landesherr mit
dem Kronenorden den perſönlichen
Adel. G. genoß als Kanzelredner
[Spaltenumbruch]

Ger
eines bedeutenden Rufes, und wie-
derholt ergingen an ihn ehrenvolle
Berufungen in auswärtige Ämter;
doch lehnte er dieſelben immer ab,
wofür ihn die Stuttgarter zu ihrem
Ehrenbürger ernannten. 1877 ver-
lieh ihm die Univerſität Tübingen
das Diplom eines Dr. theol. Er †
in Stuttgart am 14. Januar 1890.

S:

Palmblätter (Ge.), 1857. 25. A.
1877. – Palmblätter (Neue Folge),
1878. 8. A. u. d. T.: Auf einſamen
Gängen, 1885. – Pfingſtroſen (Ge.),
1864. 6. A. 1876. – Blumen und
Sterne (Ge.), 1868. 6. A. 1875. –
Eichenblätter (Ge.), 1870. – Deut-
ſche Oſtern (Zeitgedichte), 1871. 3. A.
1872. – Jugenderinnerungen, 1875.
– Der letzte Strauß (Ge.), 1885. –
Unter dem Abendſtern (Ge.), 1886.
9. A. 1890. – Ausgewählte Dichtun-
gen, 1907. – Moſes und die Tochter
Pharaos (Bilder von C. G. Pfann-
ſchmidt; Dn. von G.), 1878. – Von
Bethlehem bis Golgatha (Bilder von
Plockhorſt, Ge. von G.), 1881. –
Chriſtkind (Bilder von Paul Mohn,
Ge. v. K. G.), 1887. – Gab heraus
die Gedichte von M. Schneckenburger,
1871. – Verſchiedene Sammlungen
von Predigten.

Gerolſtein, Julius,

Pſeudon. für
Julius Geißel; ſ. d.!

Gersdorff, Ada von,

ſ. Ada Freiin
von Maltzahn!

*Gersdorff, Julius,

geboren am
15. Juni 1849 als der Sohn eines
Kantors in Stettin, machte 1870–71
den Krieg in Frankreich mit und war
danach bis zum Jahre 1894 als Jour-
naliſt tätig. Seitdem lebte er als
freier Schriftſteller in Dresden, 1895
in Leipzig, 1896 in Naumburg, 1897
in Hetſchburg b. Berka a. d. Jlm, 1898
in Weimar, 1899 in Uſingen, 1900 in
Darmſtadt, 1901 in Gotha, 1902 in
Magdala (Thüringen), 1903 in Wei-
mar, 1905 in Jena und ſeit 1906
wieder in Weimar. Jm Jahre 1907
verlieh ihm das großherzogl. Kultus-

*
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[358/0362] Ger Ger 1850 nach Zürich und verheiratete ſich auch daſelbſt. S: Amor in den Bergen (Aus dem ſchweizer. Kurleben), 1887. – Das Leben kein Traum (E.), 1889. – Friſches Leben (Geſamm. En. f. d. Familienkreis), 1902. – Ma- rianne (Familiengeſch. aus d. Leben), 1903. – Auf der Fluh (E. a. d. Berner Oberlande), 1908. – Beim Turmwäch- ter (E. f. jung u. alt), 1908. Gernitz, F. von, Pſeudonym für Friedrich von Criegern-Thu- mitz; ſ. d.! Gernsdorf, Paul, Pſd. für Paul Gburek; ſ. d.! *Gerok, Friedrich Karl (von), wurde am 30. Jan. 1815 zu Vaihingen a. d. Enz in Württemberg geboren, wo ſein Vater Prediger war, der indes ſchon wenige Wochen nach der Ge- burt des Sohnes als Prediger an die Stiftskirche in Stuttgart verſetzt wurde. Hier beſuchte Karl G. das Gymnaſium und fand an Guſtav Schwab einen Lehrer, der ſein poe- tiſches Talent weckte und förderte. Er ſtudierte darauf von 1832–36 unter Baur, Strauß und Viſcher in Tübingen Theologie und kehrte dann nach glänzend beſtandener Anſtel- lungsprüfung 1837 nach Stuttgart zurück, um ſeinen Vater im Predigt- amt zu unterſtützen. Nachdem er von 1840 ab vier Jahre lang Repetent am Tübinger Seminar geweſen war, wurde er 1844 Diakonus in Böblin- gen und blieb in dieſer Stellung bis 1849, in welchem Jahre er nach Stutt- gart berufen ward. Hier war er bis 1851 Helfer an der Hoſpitalkirche, bis 1853 Helfer an der Stiftskirche, bis 1862 Oberhelfer und Amtsdekan und ſeitdem Stadtdekan und erſter Pre- diger an der Hoſpitalkirche. Jm Jahre 1868 wurde er an Grüneiſens (ſ. d.) Stelle zum Oberkonſiſtorialrat, Ober- hofprediger und Prälaten ernannt; auch verlieh ihm ſein Landesherr mit dem Kronenorden den perſönlichen Adel. G. genoß als Kanzelredner eines bedeutenden Rufes, und wie- derholt ergingen an ihn ehrenvolle Berufungen in auswärtige Ämter; doch lehnte er dieſelben immer ab, wofür ihn die Stuttgarter zu ihrem Ehrenbürger ernannten. 1877 ver- lieh ihm die Univerſität Tübingen das Diplom eines Dr. theol. Er † in Stuttgart am 14. Januar 1890. S: Palmblätter (Ge.), 1857. 25. A. 1877. – Palmblätter (Neue Folge), 1878. 8. A. u. d. T.: Auf einſamen Gängen, 1885. – Pfingſtroſen (Ge.), 1864. 6. A. 1876. – Blumen und Sterne (Ge.), 1868. 6. A. 1875. – Eichenblätter (Ge.), 1870. – Deut- ſche Oſtern (Zeitgedichte), 1871. 3. A. 1872. – Jugenderinnerungen, 1875. – Der letzte Strauß (Ge.), 1885. – Unter dem Abendſtern (Ge.), 1886. 9. A. 1890. – Ausgewählte Dichtun- gen, 1907. – Moſes und die Tochter Pharaos (Bilder von C. G. Pfann- ſchmidt; Dn. von G.), 1878. – Von Bethlehem bis Golgatha (Bilder von Plockhorſt, Ge. von G.), 1881. – Chriſtkind (Bilder von Paul Mohn, Ge. v. K. G.), 1887. – Gab heraus die Gedichte von M. Schneckenburger, 1871. – Verſchiedene Sammlungen von Predigten. Gerolſtein, Julius, Pſeudon. für Julius Geißel; ſ. d.! Gersdorff, Ada von, ſ. Ada Freiin von Maltzahn! *Gersdorff, Julius, geboren am 15. Juni 1849 als der Sohn eines Kantors in Stettin, machte 1870–71 den Krieg in Frankreich mit und war danach bis zum Jahre 1894 als Jour- naliſt tätig. Seitdem lebte er als freier Schriftſteller in Dresden, 1895 in Leipzig, 1896 in Naumburg, 1897 in Hetſchburg b. Berka a. d. Jlm, 1898 in Weimar, 1899 in Uſingen, 1900 in Darmſtadt, 1901 in Gotha, 1902 in Magdala (Thüringen), 1903 in Wei- mar, 1905 in Jena und ſeit 1906 wieder in Weimar. Jm Jahre 1907 verlieh ihm das großherzogl. Kultus- *

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Zitationshilfe: Brümmer, Franz: Lexikon der deutschen Dichter und Prosaisten vom Beginn des 19. Jahrhunderts bis zur Gegenwart. Bd. 2. 6. Aufl. Leipzig, 1913, S. 358. In: Deutsches Textarchiv <http://www.deutschestextarchiv.de/bruemmer_lexikon02_1913/362>, abgerufen am 23.02.2019.