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Brümmer, Franz: Lexikon der deutschen Dichter und Prosaisten vom Beginn des 19. Jahrhunderts bis zur Gegenwart. Bd. 2. 6. Aufl. Leipzig, 1913.

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Ger
wie später einen Ruf als unbesolde-
ter Professor nach einer Schweizer
Universität. Er nahm daher 1845
eine ihm angebotene Lehrerstelle am
Gymnasium in Hohenstein (Preußen)
an, rückte an dieser Anstalt zum Ober-
lehrer auf und trat Ostern 1879 in
den Ruhestand. Nach einigen Jah-
ren, die er noch in Hohenstein ver-
lebte, siedelte er nach Leipzig u. später
nach Wien über, wo er im Nov. 1892
starb.

S:

Astolf (Dr. G.), 1842. - Jn-
giald, der Skalde (Dr.), 1875. - Va-
lerius Publicola (Schsp.), 1875. -
Der neue Bruder aus dem Elsaß
(Lsp.), 1875. - Die Brüder (Schsp.),
1880. - Galileo Galilei (Tr.), 1880.
- Der Nuntius kommt (Lsp.), 1880.
- Ein Regenschirm als Eheprokura-
tor (Lsp.), 1880.-Napoleon I. (Schsp.),
1883.

Gery, Theo von,

Pseudonym für
Theodor Germany; s. d.!

*Gerzer, Oskar,

pseud. Oskar
Weilhart,
wurde am 26. Septbr.
1868 in Mattighofen (Oberösterreich)
geboren, kam mit 12 Jahren nach
Wien, wo er nach entsprechenden Vor-
studien die k. k. Lehrbildungsanstalt
absolvierte und hierauf an der Uni-
versität Vorlesungen über Pädagogik
und Literatur hörte. Dann wurde er
Lehrer in Wien. Noch nicht 23 Jahre
alt, heiratete er eine Lehrerin, die
wegen ihres Verhältnisses zu dem
jungen Freigeist gemaßregelt worden
war, und er selbst, der sich dagegen
auflehnte, sollte in ein entlegenes
Bauernnest versetzt werden. Er gab
indes lieber seine Stellung auf und
ertrug die härtesten Entbehrungen
und die schwersten Schicksalsschläge,
wie den Tod seiner Gattin und sei-
ner Kinder, mit der unbeugsamen
Kraft eines zielbewußten Mannes.
Jn dieser Zeit der Trübsal reiften
seine politischen und künstlerischen
Jdeale, die er nun in mehreren, mit
seinem Bruder Josef Hafner ge-
meinsam verfaßten Schauspielen zum
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Ges
Ausdruck brachte. Von Wien war G.
1895 nach Tarsdorf in Oberösterreich
übergesiedelt und hat jetzt, nachdem
er sich 1900 wieder verheiratet hatte,
seinen Wohnsitz in Neukirchen-Zipf
(Ober-Österreich).

S:

Keine Sühne
(Schsp., mit Josef Hafner) 1896. -
Der Frauenkongreß (desgl.), 1897. -
Das Märchen von der freien Liebe
(desgl.), 1897. - Die brotlose Kunst
(desgl.), 1898. - Das neue Dorf
(Schsp. a. d. Leben d. oberösterreich.
Volkes, mit J. Hafner), 1901. - Der
Geist ist willig (Liebesdrama), 1902.
- Das Märchen vom zweiten Leben
(Schsp.), 1904.

Gesellhofen, Julius,

Pseudonym
für Julius Fischer; s. d.!

*Gesky, Theodor,

geb. am 27. Aug.
1837 in Merseburg als Sohn eines
Geschäftsführers in der königl. Lot-
terie-Einnahme, erhielt seine wissen-
schaftliche Vorbildung auf dem dor-
tigen Domgymnasium und studierte
von 1858-62 in Halle anfänglich
Theologie, dann Philologie u. Lite-
raturgeschichte. Er wirkte dann nach-
einander als Lehrer an der Realschule
in Wittstock, in Burbach bei Siegen
in Westfalen und im Königreich Sach-
sen, hielt sich zeitweilig in Frankfurt
am Main, Düsseldorf und Merseburg
auf, bestand im Januar 1868 sein
Oberlerlehrerexamen und wurde Mi-
chaelis 1868 Gymnasiallehrer in
Eutin, von wo er Ostern 1872 als
Lehrer an der höheren Bürgerschule
nach Geisenheim a. Rh. ging. Jm
Jahre 1891 wurde er zum Oberlehrer
ernannt. Vier Jahre später trat er in
den Ruhestand und siedelte nach Wies-
baden über.

S:

Der Rhein soll deutsch
verbleiben (Zeitged.), 1870. - Der gute
Kamerad (Dr. G.), 1871. - Eine nette
Überraschung (Lsp.), 1875. 2. A. 1908.
- Eine Frau, die schnupft (Lsp.), 1875.
- Germanikus (Ep. Ge.), 1876. - Ein
Attentat auf den alten Fritz (Lsp.),
1877. - Ein Wechsel in Sicht (Schw.),
1882. - Spielhagen unter den Nihi-

*


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Ger
wie ſpäter einen Ruf als unbeſolde-
ter Profeſſor nach einer Schweizer
Univerſität. Er nahm daher 1845
eine ihm angebotene Lehrerſtelle am
Gymnaſium in Hohenſtein (Preußen)
an, rückte an dieſer Anſtalt zum Ober-
lehrer auf und trat Oſtern 1879 in
den Ruheſtand. Nach einigen Jah-
ren, die er noch in Hohenſtein ver-
lebte, ſiedelte er nach Leipzig u. ſpäter
nach Wien über, wo er im Nov. 1892
ſtarb.

S:

Aſtolf (Dr. G.), 1842. – Jn-
giald, der Skalde (Dr.), 1875. – Va-
lerius Publicola (Schſp.), 1875. –
Der neue Bruder aus dem Elſaß
(Lſp.), 1875. – Die Brüder (Schſp.),
1880. – Galileo Galilei (Tr.), 1880.
– Der Nuntius kommt (Lſp.), 1880.
– Ein Regenſchirm als Eheprokura-
tor (Lſp.), 1880.–Napoleon I. (Schſp.),
1883.

Gery, Theo von,

Pſeudonym für
Theodor Germany; ſ. d.!

*Gerzer, Oskar,

pſeud. Oskar
Weilhart,
wurde am 26. Septbr.
1868 in Mattighofen (Oberöſterreich)
geboren, kam mit 12 Jahren nach
Wien, wo er nach entſprechenden Vor-
ſtudien die k. k. Lehrbildungsanſtalt
abſolvierte und hierauf an der Uni-
verſität Vorleſungen über Pädagogik
und Literatur hörte. Dann wurde er
Lehrer in Wien. Noch nicht 23 Jahre
alt, heiratete er eine Lehrerin, die
wegen ihres Verhältniſſes zu dem
jungen Freigeiſt gemaßregelt worden
war, und er ſelbſt, der ſich dagegen
auflehnte, ſollte in ein entlegenes
Bauernneſt verſetzt werden. Er gab
indes lieber ſeine Stellung auf und
ertrug die härteſten Entbehrungen
und die ſchwerſten Schickſalsſchläge,
wie den Tod ſeiner Gattin und ſei-
ner Kinder, mit der unbeugſamen
Kraft eines zielbewußten Mannes.
Jn dieſer Zeit der Trübſal reiften
ſeine politiſchen und künſtleriſchen
Jdeale, die er nun in mehreren, mit
ſeinem Bruder Joſef Hafner ge-
meinſam verfaßten Schauſpielen zum
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Ges
Ausdruck brachte. Von Wien war G.
1895 nach Tarsdorf in Oberöſterreich
übergeſiedelt und hat jetzt, nachdem
er ſich 1900 wieder verheiratet hatte,
ſeinen Wohnſitz in Neukirchen-Zipf
(Ober-Öſterreich).

S:

Keine Sühne
(Schſp., mit Joſef Hafner) 1896. –
Der Frauenkongreß (desgl.), 1897. –
Das Märchen von der freien Liebe
(desgl.), 1897. – Die brotloſe Kunſt
(desgl.), 1898. – Das neue Dorf
(Schſp. a. d. Leben d. oberöſterreich.
Volkes, mit J. Hafner), 1901. – Der
Geiſt iſt willig (Liebesdrama), 1902.
– Das Märchen vom zweiten Leben
(Schſp.), 1904.

Geſellhofen, Julius,

Pſeudonym
für Julius Fiſcher; ſ. d.!

*Gesky, Theodor,

geb. am 27. Aug.
1837 in Merſeburg als Sohn eines
Geſchäftsführers in der königl. Lot-
terie-Einnahme, erhielt ſeine wiſſen-
ſchaftliche Vorbildung auf dem dor-
tigen Domgymnaſium und ſtudierte
von 1858–62 in Halle anfänglich
Theologie, dann Philologie u. Lite-
raturgeſchichte. Er wirkte dann nach-
einander als Lehrer an der Realſchule
in Wittſtock, in Burbach bei Siegen
in Weſtfalen und im Königreich Sach-
ſen, hielt ſich zeitweilig in Frankfurt
am Main, Düſſeldorf und Merſeburg
auf, beſtand im Januar 1868 ſein
Oberlerlehrerexamen und wurde Mi-
chaelis 1868 Gymnaſiallehrer in
Eutin, von wo er Oſtern 1872 als
Lehrer an der höheren Bürgerſchule
nach Geiſenheim a. Rh. ging. Jm
Jahre 1891 wurde er zum Oberlehrer
ernannt. Vier Jahre ſpäter trat er in
den Ruheſtand und ſiedelte nach Wies-
baden über.

S:

Der Rhein ſoll deutſch
verbleiben (Zeitged.), 1870. – Der gute
Kamerad (Dr. G.), 1871. – Eine nette
Überraſchung (Lſp.), 1875. 2. A. 1908.
– Eine Frau, die ſchnupft (Lſp.), 1875.
– Germanikus (Ep. Ge.), 1876. – Ein
Attentat auf den alten Fritz (Lſp.),
1877. – Ein Wechſel in Sicht (Schw.),
1882. – Spielhagen unter den Nihi-

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[364/0368] Ger Ges wie ſpäter einen Ruf als unbeſolde- ter Profeſſor nach einer Schweizer Univerſität. Er nahm daher 1845 eine ihm angebotene Lehrerſtelle am Gymnaſium in Hohenſtein (Preußen) an, rückte an dieſer Anſtalt zum Ober- lehrer auf und trat Oſtern 1879 in den Ruheſtand. Nach einigen Jah- ren, die er noch in Hohenſtein ver- lebte, ſiedelte er nach Leipzig u. ſpäter nach Wien über, wo er im Nov. 1892 ſtarb. S: Aſtolf (Dr. G.), 1842. – Jn- giald, der Skalde (Dr.), 1875. – Va- lerius Publicola (Schſp.), 1875. – Der neue Bruder aus dem Elſaß (Lſp.), 1875. – Die Brüder (Schſp.), 1880. – Galileo Galilei (Tr.), 1880. – Der Nuntius kommt (Lſp.), 1880. – Ein Regenſchirm als Eheprokura- tor (Lſp.), 1880.–Napoleon I. (Schſp.), 1883. Gery, Theo von, Pſeudonym für Theodor Germany; ſ. d.! *Gerzer, Oskar, pſeud. Oskar Weilhart, wurde am 26. Septbr. 1868 in Mattighofen (Oberöſterreich) geboren, kam mit 12 Jahren nach Wien, wo er nach entſprechenden Vor- ſtudien die k. k. Lehrbildungsanſtalt abſolvierte und hierauf an der Uni- verſität Vorleſungen über Pädagogik und Literatur hörte. Dann wurde er Lehrer in Wien. Noch nicht 23 Jahre alt, heiratete er eine Lehrerin, die wegen ihres Verhältniſſes zu dem jungen Freigeiſt gemaßregelt worden war, und er ſelbſt, der ſich dagegen auflehnte, ſollte in ein entlegenes Bauernneſt verſetzt werden. Er gab indes lieber ſeine Stellung auf und ertrug die härteſten Entbehrungen und die ſchwerſten Schickſalsſchläge, wie den Tod ſeiner Gattin und ſei- ner Kinder, mit der unbeugſamen Kraft eines zielbewußten Mannes. Jn dieſer Zeit der Trübſal reiften ſeine politiſchen und künſtleriſchen Jdeale, die er nun in mehreren, mit ſeinem Bruder Joſef Hafner ge- meinſam verfaßten Schauſpielen zum Ausdruck brachte. Von Wien war G. 1895 nach Tarsdorf in Oberöſterreich übergeſiedelt und hat jetzt, nachdem er ſich 1900 wieder verheiratet hatte, ſeinen Wohnſitz in Neukirchen-Zipf (Ober-Öſterreich). S: Keine Sühne (Schſp., mit Joſef Hafner) 1896. – Der Frauenkongreß (desgl.), 1897. – Das Märchen von der freien Liebe (desgl.), 1897. – Die brotloſe Kunſt (desgl.), 1898. – Das neue Dorf (Schſp. a. d. Leben d. oberöſterreich. Volkes, mit J. Hafner), 1901. – Der Geiſt iſt willig (Liebesdrama), 1902. – Das Märchen vom zweiten Leben (Schſp.), 1904. Geſellhofen, Julius, Pſeudonym für Julius Fiſcher; ſ. d.! *Gesky, Theodor, geb. am 27. Aug. 1837 in Merſeburg als Sohn eines Geſchäftsführers in der königl. Lot- terie-Einnahme, erhielt ſeine wiſſen- ſchaftliche Vorbildung auf dem dor- tigen Domgymnaſium und ſtudierte von 1858–62 in Halle anfänglich Theologie, dann Philologie u. Lite- raturgeſchichte. Er wirkte dann nach- einander als Lehrer an der Realſchule in Wittſtock, in Burbach bei Siegen in Weſtfalen und im Königreich Sach- ſen, hielt ſich zeitweilig in Frankfurt am Main, Düſſeldorf und Merſeburg auf, beſtand im Januar 1868 ſein Oberlerlehrerexamen und wurde Mi- chaelis 1868 Gymnaſiallehrer in Eutin, von wo er Oſtern 1872 als Lehrer an der höheren Bürgerſchule nach Geiſenheim a. Rh. ging. Jm Jahre 1891 wurde er zum Oberlehrer ernannt. Vier Jahre ſpäter trat er in den Ruheſtand und ſiedelte nach Wies- baden über. S: Der Rhein ſoll deutſch verbleiben (Zeitged.), 1870. – Der gute Kamerad (Dr. G.), 1871. – Eine nette Überraſchung (Lſp.), 1875. 2. A. 1908. – Eine Frau, die ſchnupft (Lſp.), 1875. – Germanikus (Ep. Ge.), 1876. – Ein Attentat auf den alten Fritz (Lſp.), 1877. – Ein Wechſel in Sicht (Schw.), 1882. – Spielhagen unter den Nihi- *

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Zitationshilfe: Brümmer, Franz: Lexikon der deutschen Dichter und Prosaisten vom Beginn des 19. Jahrhunderts bis zur Gegenwart. Bd. 2. 6. Aufl. Leipzig, 1913, S. 364. In: Deutsches Textarchiv <http://www.deutschestextarchiv.de/bruemmer_lexikon02_1913/368>, abgerufen am 20.02.2019.