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Brümmer, Franz: Lexikon der deutschen Dichter und Prosaisten vom Beginn des 19. Jahrhunderts bis zur Gegenwart. Bd. 2. 6. Aufl. Leipzig, 1913.

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dig (R.), 1900. - Liane (R.), 1901. -
Zwei Frauen (R.), 1902. - Ännchen
von Tharau (R.), 1904. - Prinzeß
Barfüßele (R.), 1905. - Die Prinzen-
braut (R.), 1906. - Das Gespenst der
ersten Frau (R.), 1906. - Vilja (R.),
1907. - Die stumme Komtesse (R.),
1908. - Röschens Liebestraum (R.),
1909.

*Gollmer, Richard,

geb. als Sohn
eines Kaufmanns am 4. Dezbr. 1866
in Stettin, widmete sich dem Buch-
handel und lebte seit 1887 in Berlin
oder den Vororten dieser Stadt und
starb im Novbr. 1910. Er war einer
der bekanntesten kulinarischen Schrift-
steller und redigierte "Die höfische
und herrschaftliche Küche".

S:

Büh-
nenreform und Volkstheater, 1889. -
Sickingen (Ep. G.), 1890.

Göllner, Luise,

pseudon. Hype-
rion,
geb. am 12. Mai 1844 in
Wiesbaden, lebt daselbst.

S:

Moderne
Streiter (R.), 1893.

Gollnow, Ernst von,

Pseud. für
Ernst Wilhelm Schultze; s. d.!

Gollos, Reinhold,

geb. am 17.
Septbr. 1858 als Sohn eines schlich-
ten Handwerkers in Friedland (Ober-
schlesien), widmete sich 1875-78 auf
dem Seminar in Oppeln dem Beruf
eines Lehrers und wirkte als solcher
zuerst in verschiedenen Landschulen
der polnischen Grenzbezirke, wo er
Gelegenheit hatte, die dürftigsten u.
tiefstehendsten Verhältnisse des Volks-
lebens kennen zu lernen. Da er aber
bei Unkenntnis der polnischen Sprache
oft mit recht widrigen Verhältnissen
zu kämpfen hatte, so nahm er eine
Lehrerstelle an der Simultanschule in
Gleiwitz an, wo er dann 1887 als
Lehrer für Deutsch und Volkswirt-
schaftslehre an die königl. Maschinen-
bau- und Hüttenschule berufen ward.

S:

Kappel (Histor. Schsp.), 1908. -
Kunigunde von Scharfeneck (Dram.
Volkssage), 1910.

*Golm, Rudolf,

geb. am 12. Aug.
1870 in Wien, erhielt dort seine Gym-
[Spaltenumbruch]

Gol
nasialbildung, ging 1889 nach Berlin
und studierte an der dortigen Uni-
versität Philosophie, worauf er sich
der Schriftstellerei zuwandte. Er
wechselte dann häufig seinen Wohn-
sitz, lebte 1895 wieder in Wien, 1896
abermals in Berlin, 1898 in Mün-
chen, 1899 in Wien, 1900 in Jnnichen
(Tirol).

S:

Lord Byron (Dr. mit
einem Vorsp.), 1888. - Die Logik der
Gesellschaft (Schsp.), 1890. - Das
Einmaleins des Lebens (R.), 1893. -
Der alte Adam und die neue Eva
(R.), 1895. - Ein falsches Liebeslied
(N.), 1897. - Bäume, die in den Him-
mel wachsen (R.), 1898.

Golmen, Otto von,

Pseudon. für
W. Otto Richter; s. d.!

Goltdammer, Theodor,

* am
5. Jan. 1801 zu Stettin, studierte in
Heidelberg und Berlin die Rechte,
wurde 1829 Assessor in Breslau, 1834
Kreisgerichtsdirektor in Köslin, 1839
Appellationsgerichtsrat in Frankfurt
a. O. und noch in demselben Jahre
Hilfsarbeiter im Justizministerium
zu Berlin. Jm Jahre 1841 zum Kam-
mergerichtsrat und 1852 zum Geh.
Obertribunalsrat ernannt, + er am
5. Jan. 1872. Seit 1853 gab er das
"Archiv für preuß. Strafrecht" her-
aus.

S:

Preußenlieder, 1850. - Pe-
trarka und Laura (Schsp.), 1858. -
Gedichte, 1869.

Goltermann, Heinrich,

wurde
am 11. Mai 1823 zu Bremen als der
Sohn eines Konditors geboren. Er
besuchte die Domschule u. kam 1839,
als sein Vater gestorben war, zu
einem Konditor in Hamburg in die
Lehre. Hier hat er 1842 alle Schreck-
nisse des großen Hamburger Bran-
des miterlebt, da auch sein Prinzipal
durch das Feuer alles verlor. Nach-
dem G. noch in verschiedenen Kon-
ditoreien außerhalb Bremens tätig
gewesen, wanderte er nach den Ver.
Staaten von Nordamerika aus, wo
er sieben Jahre verblieb. Beim Aus-
bruch des Krieges zwischen den Nord-

*


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Gol
dig (R.), 1900. – Liane (R.), 1901. –
Zwei Frauen (R.), 1902. – Ännchen
von Tharau (R.), 1904. – Prinzeß
Barfüßele (R.), 1905. – Die Prinzen-
braut (R.), 1906. – Das Geſpenſt der
erſten Frau (R.), 1906. – Vilja (R.),
1907. – Die ſtumme Komteſſe (R.),
1908. – Röschens Liebestraum (R.),
1909.

*Gollmer, Richard,

geb. als Sohn
eines Kaufmanns am 4. Dezbr. 1866
in Stettin, widmete ſich dem Buch-
handel und lebte ſeit 1887 in Berlin
oder den Vororten dieſer Stadt und
ſtarb im Novbr. 1910. Er war einer
der bekannteſten kulinariſchen Schrift-
ſteller und redigierte „Die höfiſche
und herrſchaftliche Küche“.

S:

Büh-
nenreform und Volkstheater, 1889. –
Sickingen (Ep. G.), 1890.

Göllner, Luiſe,

pſeudon. Hype-
rion,
geb. am 12. Mai 1844 in
Wiesbaden, lebt daſelbſt.

S:

Moderne
Streiter (R.), 1893.

Gollnow, Ernſt von,

Pſeud. für
Ernſt Wilhelm Schultze; ſ. d.!

Gollos, Reinhold,

geb. am 17.
Septbr. 1858 als Sohn eines ſchlich-
ten Handwerkers in Friedland (Ober-
ſchleſien), widmete ſich 1875–78 auf
dem Seminar in Oppeln dem Beruf
eines Lehrers und wirkte als ſolcher
zuerſt in verſchiedenen Landſchulen
der polniſchen Grenzbezirke, wo er
Gelegenheit hatte, die dürftigſten u.
tiefſtehendſten Verhältniſſe des Volks-
lebens kennen zu lernen. Da er aber
bei Unkenntnis der polniſchen Sprache
oft mit recht widrigen Verhältniſſen
zu kämpfen hatte, ſo nahm er eine
Lehrerſtelle an der Simultanſchule in
Gleiwitz an, wo er dann 1887 als
Lehrer für Deutſch und Volkswirt-
ſchaftslehre an die königl. Maſchinen-
bau- und Hüttenſchule berufen ward.

S:

Kappel (Hiſtor. Schſp.), 1908. –
Kunigunde von Scharfeneck (Dram.
Volksſage), 1910.

*Golm, Rudolf,

geb. am 12. Aug.
1870 in Wien, erhielt dort ſeine Gym-
[Spaltenumbruch]

Gol
naſialbildung, ging 1889 nach Berlin
und ſtudierte an der dortigen Uni-
verſität Philoſophie, worauf er ſich
der Schriftſtellerei zuwandte. Er
wechſelte dann häufig ſeinen Wohn-
ſitz, lebte 1895 wieder in Wien, 1896
abermals in Berlin, 1898 in Mün-
chen, 1899 in Wien, 1900 in Jnnichen
(Tirol).

S:

Lord Byron (Dr. mit
einem Vorſp.), 1888. – Die Logik der
Geſellſchaft (Schſp.), 1890. – Das
Einmaleins des Lebens (R.), 1893. –
Der alte Adam und die neue Eva
(R.), 1895. – Ein falſches Liebeslied
(N.), 1897. – Bäume, die in den Him-
mel wachſen (R.), 1898.

Golmen, Otto von,

Pſeudon. für
W. Otto Richter; ſ. d.!

Goltdammer, Theodor,

* am
5. Jan. 1801 zu Stettin, ſtudierte in
Heidelberg und Berlin die Rechte,
wurde 1829 Aſſeſſor in Breslau, 1834
Kreisgerichtsdirektor in Köslin, 1839
Appellationsgerichtsrat in Frankfurt
a. O. und noch in demſelben Jahre
Hilfsarbeiter im Juſtizminiſterium
zu Berlin. Jm Jahre 1841 zum Kam-
mergerichtsrat und 1852 zum Geh.
Obertribunalsrat ernannt, † er am
5. Jan. 1872. Seit 1853 gab er das
„Archiv für preuß. Strafrecht“ her-
aus.

S:

Preußenlieder, 1850. – Pe-
trarka und Laura (Schſp.), 1858. –
Gedichte, 1869.

Goltermann, Heinrich,

wurde
am 11. Mai 1823 zu Bremen als der
Sohn eines Konditors geboren. Er
beſuchte die Domſchule u. kam 1839,
als ſein Vater geſtorben war, zu
einem Konditor in Hamburg in die
Lehre. Hier hat er 1842 alle Schreck-
niſſe des großen Hamburger Bran-
des miterlebt, da auch ſein Prinzipal
durch das Feuer alles verlor. Nach-
dem G. noch in verſchiedenen Kon-
ditoreien außerhalb Bremens tätig
geweſen, wanderte er nach den Ver.
Staaten von Nordamerika aus, wo
er ſieben Jahre verblieb. Beim Aus-
bruch des Krieges zwiſchen den Nord-

*
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[397/0401] Gol Gol dig (R.), 1900. – Liane (R.), 1901. – Zwei Frauen (R.), 1902. – Ännchen von Tharau (R.), 1904. – Prinzeß Barfüßele (R.), 1905. – Die Prinzen- braut (R.), 1906. – Das Geſpenſt der erſten Frau (R.), 1906. – Vilja (R.), 1907. – Die ſtumme Komteſſe (R.), 1908. – Röschens Liebestraum (R.), 1909. *Gollmer, Richard, geb. als Sohn eines Kaufmanns am 4. Dezbr. 1866 in Stettin, widmete ſich dem Buch- handel und lebte ſeit 1887 in Berlin oder den Vororten dieſer Stadt und ſtarb im Novbr. 1910. Er war einer der bekannteſten kulinariſchen Schrift- ſteller und redigierte „Die höfiſche und herrſchaftliche Küche“. S: Büh- nenreform und Volkstheater, 1889. – Sickingen (Ep. G.), 1890. Göllner, Luiſe, pſeudon. Hype- rion, geb. am 12. Mai 1844 in Wiesbaden, lebt daſelbſt. S: Moderne Streiter (R.), 1893. Gollnow, Ernſt von, Pſeud. für Ernſt Wilhelm Schultze; ſ. d.! Gollos, Reinhold, geb. am 17. Septbr. 1858 als Sohn eines ſchlich- ten Handwerkers in Friedland (Ober- ſchleſien), widmete ſich 1875–78 auf dem Seminar in Oppeln dem Beruf eines Lehrers und wirkte als ſolcher zuerſt in verſchiedenen Landſchulen der polniſchen Grenzbezirke, wo er Gelegenheit hatte, die dürftigſten u. tiefſtehendſten Verhältniſſe des Volks- lebens kennen zu lernen. Da er aber bei Unkenntnis der polniſchen Sprache oft mit recht widrigen Verhältniſſen zu kämpfen hatte, ſo nahm er eine Lehrerſtelle an der Simultanſchule in Gleiwitz an, wo er dann 1887 als Lehrer für Deutſch und Volkswirt- ſchaftslehre an die königl. Maſchinen- bau- und Hüttenſchule berufen ward. S: Kappel (Hiſtor. Schſp.), 1908. – Kunigunde von Scharfeneck (Dram. Volksſage), 1910. *Golm, Rudolf, geb. am 12. Aug. 1870 in Wien, erhielt dort ſeine Gym- naſialbildung, ging 1889 nach Berlin und ſtudierte an der dortigen Uni- verſität Philoſophie, worauf er ſich der Schriftſtellerei zuwandte. Er wechſelte dann häufig ſeinen Wohn- ſitz, lebte 1895 wieder in Wien, 1896 abermals in Berlin, 1898 in Mün- chen, 1899 in Wien, 1900 in Jnnichen (Tirol). S: Lord Byron (Dr. mit einem Vorſp.), 1888. – Die Logik der Geſellſchaft (Schſp.), 1890. – Das Einmaleins des Lebens (R.), 1893. – Der alte Adam und die neue Eva (R.), 1895. – Ein falſches Liebeslied (N.), 1897. – Bäume, die in den Him- mel wachſen (R.), 1898. Golmen, Otto von, Pſeudon. für W. Otto Richter; ſ. d.! Goltdammer, Theodor, * am 5. Jan. 1801 zu Stettin, ſtudierte in Heidelberg und Berlin die Rechte, wurde 1829 Aſſeſſor in Breslau, 1834 Kreisgerichtsdirektor in Köslin, 1839 Appellationsgerichtsrat in Frankfurt a. O. und noch in demſelben Jahre Hilfsarbeiter im Juſtizminiſterium zu Berlin. Jm Jahre 1841 zum Kam- mergerichtsrat und 1852 zum Geh. Obertribunalsrat ernannt, † er am 5. Jan. 1872. Seit 1853 gab er das „Archiv für preuß. Strafrecht“ her- aus. S: Preußenlieder, 1850. – Pe- trarka und Laura (Schſp.), 1858. – Gedichte, 1869. Goltermann, Heinrich, wurde am 11. Mai 1823 zu Bremen als der Sohn eines Konditors geboren. Er beſuchte die Domſchule u. kam 1839, als ſein Vater geſtorben war, zu einem Konditor in Hamburg in die Lehre. Hier hat er 1842 alle Schreck- niſſe des großen Hamburger Bran- des miterlebt, da auch ſein Prinzipal durch das Feuer alles verlor. Nach- dem G. noch in verſchiedenen Kon- ditoreien außerhalb Bremens tätig geweſen, wanderte er nach den Ver. Staaten von Nordamerika aus, wo er ſieben Jahre verblieb. Beim Aus- bruch des Krieges zwiſchen den Nord- *

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Zitationshilfe: Brümmer, Franz: Lexikon der deutschen Dichter und Prosaisten vom Beginn des 19. Jahrhunderts bis zur Gegenwart. Bd. 2. 6. Aufl. Leipzig, 1913, S. 397. In: Deutsches Textarchiv <http://www.deutschestextarchiv.de/bruemmer_lexikon02_1913/401>, abgerufen am 23.02.2019.