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Brümmer, Franz: Lexikon der deutschen Dichter und Prosaisten vom Beginn des 19. Jahrhunderts bis zur Gegenwart. Bd. 2. 6. Aufl. Leipzig, 1913.

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Göp
1890. - Vor dem Revolutionstribu-
nal (Dr.), 1882. - Unter dem Da-
moklesschwerte (N.), 1892. - Der
König liebt (Lsp.), 1893. - Beata
(R.), 1898. - Gegen den Strom (R.),
1903.

Göpel, Karoline,

geb. Witich,
wurde am 22. Oktbr. 1809 in Kassel
geboren, lebte längere Zeit in Frank-
furt a. O. und starb am 16. August
1887 in Eisenach. Außer einzelnen
Jugendschriften unter dem Pseudon.
Luise Mai veröffentlichte sie

S:


Jllustrierte Kunstgeschichte (Wande-
rungen durch das Reich der bildenden
Künste), 2. A. 1886. - Wartburg-
klänge (Ge.), 1886. - Aus dem Ju-
gendleben Luthers, 1885. - Sempre
avanti.
Das Jugendleben Raffaels,
1883.

*Goepfert, Paul,

pseudon. Paul
Peregrin,
wurde am 13. Februar
1865 in Florentinegrube bei Beuthen
(Oberschlesien) geboren, besuchte die
Dorfschule und wurde dann, da er
gute Anlagen zeigte, von seinem Va-
ter 1879 auf das Gymnasium geschickt.
Durch gewisse unleidliche Verhält-
nisse verlor er die Lust zu weiteren
Studien, und so verließ er das Gym-
nasium in der Unterprima u. wurde,
kurz entschlossen, Volksschullehrer.
Als solcher wirkt er (1902) in Dürr-
Kunzendorf bei Bunzlau.

S:

Deut-
sches Blut (Ein Sang a. Schlesiens
Vorzeit), 1900. - Auf dem Lebens-
pfade (Ge. und Gedanken), 1902.

*Gorbach, Joseph,

geb. am 17.
Septbr. 1870 zu Eichenberg bei Bre-
genz (Tirol) als der Sohn eines Wir-
tes, machte seine Studien am Gym-
nasium in Feldkirch, wo er 1889 mit
gutem Erfolge die Neifeprüfung ab-
legte. Er widmete sich dann dem Lehr-
fach und wurde, nachdem er mehrere
Jahre an der Volksschule gewirkt
hatte, 1896 Bürgerschullehrer in Blu-
denz. Hier wurde ihm auch bald die
Verwaltung des Bludenzer Stadt-
archivs übertragen, und diese Tätig-
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Gor
keit veranlaßte ihn dann zu verschie-
denen wissenschaftlichen Arbeiten über
Bludenzer Verhältnisse, wie auch zu
Erzählungen aus der Tiroler Ge-
schichte.

S:

Gedichte, 1903.

Görde, A.,

Pseud. für Auguste
Dröge;
s. d.!

Gordon, Emy,

geb. am 6. März
1843 zu Kannstatt als die Tochter
des Freiherrn Hartmund v. Beul-
witz,
verheiratete sich mit einem Eng-
länder, Mr. George Gordon, der
lange Zeit als englischer Gesandter
an verschiedenen deutschen Höfen fun-
gierte. Durch frühzeitige Sprach-
studien und fleißige Lektüre angeregt
und nach geistiger Betätigung ver-
langend, versuchte sie sich dann als
Schriftstellerin und zwar vorwiegend
auf dem Gebiete des praktischen Haus-
halts oder auch als Übersetzerin. Die
Kenntnisse, die sie sich in Belgien im
Atelier eines holländischen Malers in
der Malerei erworben, verwertete sie
in ihrem ersten Buche "Allerlei Mal-
verfahren. Anleitung zu häuslicher
Kunstarbeit für Anfänger" (1888).
Seit dem Jahre 1890 gab sie von
Würzburg aus, wo sie ihren Wohnsitz
hatte, den "Ratgeber fürs Haus-
wesen" heraus, u. seit 1897 redigierte
sie das den Jnteressen der katholischen
Frauenwelt Rechnung tragende Blatt
"Für unsere Frauen und Töchter".
Sie starb in Würzburg am 2. Febr.
1909.

S:

Lose Blätter aus Märchens
Sammelmappe, 1891. - Auf nicht
ungewohntem Wege (N.), 1898. 2. A.
1901.

Gordon, Marie,

pseudonym
Alexander Vergen, wurde 1812
zu Wien als die Tochter des k. k.
Generalkonsulatskanzlers Calafati
geboren, erhielt ihre Erziehung erst
in Wien u. kam dann nach der Jnsel
Korfu, wo sie sich mit dem englischen
Kapitän W. F. Gordon verheira-
tete. Sie begleitete ihn nach London,
wurde aber bald Witwe und kehrte
nun nach Wien zurück. Hier stand

* 26*


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Göp
1890. – Vor dem Revolutionstribu-
nal (Dr.), 1882. – Unter dem Da-
moklesſchwerte (N.), 1892. – Der
König liebt (Lſp.), 1893. – Beata
(R.), 1898. – Gegen den Strom (R.),
1903.

Göpel, Karoline,

geb. Witich,
wurde am 22. Oktbr. 1809 in Kaſſel
geboren, lebte längere Zeit in Frank-
furt a. O. und ſtarb am 16. Auguſt
1887 in Eiſenach. Außer einzelnen
Jugendſchriften unter dem Pſeudon.
Luiſe Mai veröffentlichte ſie

S:


Jlluſtrierte Kunſtgeſchichte (Wande-
rungen durch das Reich der bildenden
Künſte), 2. A. 1886. – Wartburg-
klänge (Ge.), 1886. – Aus dem Ju-
gendleben Luthers, 1885. – Sempre
avanti.
Das Jugendleben Raffaels,
1883.

*Goepfert, Paul,

pſeudon. Paul
Peregrin,
wurde am 13. Februar
1865 in Florentinegrube bei Beuthen
(Oberſchleſien) geboren, beſuchte die
Dorfſchule und wurde dann, da er
gute Anlagen zeigte, von ſeinem Va-
ter 1879 auf das Gymnaſium geſchickt.
Durch gewiſſe unleidliche Verhält-
niſſe verlor er die Luſt zu weiteren
Studien, und ſo verließ er das Gym-
naſium in der Unterprima u. wurde,
kurz entſchloſſen, Volksſchullehrer.
Als ſolcher wirkt er (1902) in Dürr-
Kunzendorf bei Bunzlau.

S:

Deut-
ſches Blut (Ein Sang a. Schleſiens
Vorzeit), 1900. – Auf dem Lebens-
pfade (Ge. und Gedanken), 1902.

*Gorbach, Joſeph,

geb. am 17.
Septbr. 1870 zu Eichenberg bei Bre-
genz (Tirol) als der Sohn eines Wir-
tes, machte ſeine Studien am Gym-
naſium in Feldkirch, wo er 1889 mit
gutem Erfolge die Neifeprüfung ab-
legte. Er widmete ſich dann dem Lehr-
fach und wurde, nachdem er mehrere
Jahre an der Volksſchule gewirkt
hatte, 1896 Bürgerſchullehrer in Blu-
denz. Hier wurde ihm auch bald die
Verwaltung des Bludenzer Stadt-
archivs übertragen, und dieſe Tätig-
[Spaltenumbruch]

Gor
keit veranlaßte ihn dann zu verſchie-
denen wiſſenſchaftlichen Arbeiten über
Bludenzer Verhältniſſe, wie auch zu
Erzählungen aus der Tiroler Ge-
ſchichte.

S:

Gedichte, 1903.

Görde, A.,

Pſeud. für Auguſte
Dröge;
ſ. d.!

Gordon, Emy,

geb. am 6. März
1843 zu Kannſtatt als die Tochter
des Freiherrn Hartmund v. Beul-
witz,
verheiratete ſich mit einem Eng-
länder, Mr. George Gordon, der
lange Zeit als engliſcher Geſandter
an verſchiedenen deutſchen Höfen fun-
gierte. Durch frühzeitige Sprach-
ſtudien und fleißige Lektüre angeregt
und nach geiſtiger Betätigung ver-
langend, verſuchte ſie ſich dann als
Schriftſtellerin und zwar vorwiegend
auf dem Gebiete des praktiſchen Haus-
halts oder auch als Überſetzerin. Die
Kenntniſſe, die ſie ſich in Belgien im
Atelier eines holländiſchen Malers in
der Malerei erworben, verwertete ſie
in ihrem erſten Buche „Allerlei Mal-
verfahren. Anleitung zu häuslicher
Kunſtarbeit für Anfänger“ (1888).
Seit dem Jahre 1890 gab ſie von
Würzburg aus, wo ſie ihren Wohnſitz
hatte, den „Ratgeber fürs Haus-
weſen“ heraus, u. ſeit 1897 redigierte
ſie das den Jntereſſen der katholiſchen
Frauenwelt Rechnung tragende Blatt
„Für unſere Frauen und Töchter“.
Sie ſtarb in Würzburg am 2. Febr.
1909.

S:

Loſe Blätter aus Märchens
Sammelmappe, 1891. – Auf nicht
ungewohntem Wege (N.), 1898. 2. A.
1901.

Gordon, Marie,

pſeudonym
Alexander Vergen, wurde 1812
zu Wien als die Tochter des k. k.
Generalkonſulatskanzlers Calafati
geboren, erhielt ihre Erziehung erſt
in Wien u. kam dann nach der Jnſel
Korfu, wo ſie ſich mit dem engliſchen
Kapitän W. F. Gordon verheira-
tete. Sie begleitete ihn nach London,
wurde aber bald Witwe und kehrte
nun nach Wien zurück. Hier ſtand

* 26*
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[403/0407] Göp Gor 1890. – Vor dem Revolutionstribu- nal (Dr.), 1882. – Unter dem Da- moklesſchwerte (N.), 1892. – Der König liebt (Lſp.), 1893. – Beata (R.), 1898. – Gegen den Strom (R.), 1903. Göpel, Karoline, geb. Witich, wurde am 22. Oktbr. 1809 in Kaſſel geboren, lebte längere Zeit in Frank- furt a. O. und ſtarb am 16. Auguſt 1887 in Eiſenach. Außer einzelnen Jugendſchriften unter dem Pſeudon. Luiſe Mai veröffentlichte ſie S: Jlluſtrierte Kunſtgeſchichte (Wande- rungen durch das Reich der bildenden Künſte), 2. A. 1886. – Wartburg- klänge (Ge.), 1886. – Aus dem Ju- gendleben Luthers, 1885. – Sempre avanti. Das Jugendleben Raffaels, 1883. *Goepfert, Paul, pſeudon. Paul Peregrin, wurde am 13. Februar 1865 in Florentinegrube bei Beuthen (Oberſchleſien) geboren, beſuchte die Dorfſchule und wurde dann, da er gute Anlagen zeigte, von ſeinem Va- ter 1879 auf das Gymnaſium geſchickt. Durch gewiſſe unleidliche Verhält- niſſe verlor er die Luſt zu weiteren Studien, und ſo verließ er das Gym- naſium in der Unterprima u. wurde, kurz entſchloſſen, Volksſchullehrer. Als ſolcher wirkt er (1902) in Dürr- Kunzendorf bei Bunzlau. S: Deut- ſches Blut (Ein Sang a. Schleſiens Vorzeit), 1900. – Auf dem Lebens- pfade (Ge. und Gedanken), 1902. *Gorbach, Joſeph, geb. am 17. Septbr. 1870 zu Eichenberg bei Bre- genz (Tirol) als der Sohn eines Wir- tes, machte ſeine Studien am Gym- naſium in Feldkirch, wo er 1889 mit gutem Erfolge die Neifeprüfung ab- legte. Er widmete ſich dann dem Lehr- fach und wurde, nachdem er mehrere Jahre an der Volksſchule gewirkt hatte, 1896 Bürgerſchullehrer in Blu- denz. Hier wurde ihm auch bald die Verwaltung des Bludenzer Stadt- archivs übertragen, und dieſe Tätig- keit veranlaßte ihn dann zu verſchie- denen wiſſenſchaftlichen Arbeiten über Bludenzer Verhältniſſe, wie auch zu Erzählungen aus der Tiroler Ge- ſchichte. S: Gedichte, 1903. Görde, A., Pſeud. für Auguſte Dröge; ſ. d.! Gordon, Emy, geb. am 6. März 1843 zu Kannſtatt als die Tochter des Freiherrn Hartmund v. Beul- witz, verheiratete ſich mit einem Eng- länder, Mr. George Gordon, der lange Zeit als engliſcher Geſandter an verſchiedenen deutſchen Höfen fun- gierte. Durch frühzeitige Sprach- ſtudien und fleißige Lektüre angeregt und nach geiſtiger Betätigung ver- langend, verſuchte ſie ſich dann als Schriftſtellerin und zwar vorwiegend auf dem Gebiete des praktiſchen Haus- halts oder auch als Überſetzerin. Die Kenntniſſe, die ſie ſich in Belgien im Atelier eines holländiſchen Malers in der Malerei erworben, verwertete ſie in ihrem erſten Buche „Allerlei Mal- verfahren. Anleitung zu häuslicher Kunſtarbeit für Anfänger“ (1888). Seit dem Jahre 1890 gab ſie von Würzburg aus, wo ſie ihren Wohnſitz hatte, den „Ratgeber fürs Haus- weſen“ heraus, u. ſeit 1897 redigierte ſie das den Jntereſſen der katholiſchen Frauenwelt Rechnung tragende Blatt „Für unſere Frauen und Töchter“. Sie ſtarb in Würzburg am 2. Febr. 1909. S: Loſe Blätter aus Märchens Sammelmappe, 1891. – Auf nicht ungewohntem Wege (N.), 1898. 2. A. 1901. Gordon, Marie, pſeudonym Alexander Vergen, wurde 1812 zu Wien als die Tochter des k. k. Generalkonſulatskanzlers Calafati geboren, erhielt ihre Erziehung erſt in Wien u. kam dann nach der Jnſel Korfu, wo ſie ſich mit dem engliſchen Kapitän W. F. Gordon verheira- tete. Sie begleitete ihn nach London, wurde aber bald Witwe und kehrte nun nach Wien zurück. Hier ſtand * 26*

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Zitationshilfe: Brümmer, Franz: Lexikon der deutschen Dichter und Prosaisten vom Beginn des 19. Jahrhunderts bis zur Gegenwart. Bd. 2. 6. Aufl. Leipzig, 1913, S. 403. In: Deutsches Textarchiv <http://www.deutschestextarchiv.de/bruemmer_lexikon02_1913/407>, abgerufen am 23.03.2019.