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Brümmer, Franz: Lexikon der deutschen Dichter und Prosaisten vom Beginn des 19. Jahrhunderts bis zur Gegenwart. Bd. 2. 6. Aufl. Leipzig, 1913.

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Dit
druckte Balladen u. Liebeslieder des
16. Jahrh. mit den alten Singweisen,
1877. - Alte Schwänke und Märlein.
Neu gereimt, 1877.

Ditfurth, Paula,

Pseudon. für
Paula Burkhardt; s. d.!

Dithmar, G. Th.,

geboren am
10. Dzbr. 1810 zu Homberg a. d. E.
(Hessen-Nassau), besuchte das Gym-
nasium zu Hersfeld, wo er zu Vil-
mars Schülern gehörte und früh mit
deutschen Liedern und den Hainbund-
sängern vertraut wurde, u. studierte
1828-32 in Marburg Theologie. Er
wandte sich dann dem höheren Schul-
fach zu und wurde 1837 von Vilmar,
dem er in seinen altdeutschen Studien
viel verdankte, an das Gymnasium
in Marburg berufen, dem er bis 1875
angehörte. Jn den Kriegsjahren 1870
bis 1871 schrieb er zahlreiche Gedichte,
welche zur Unterstützung von Krieger-
familien verwertet wurden. Auch
verfaßte er Gelegenheitsgedichte zu
den Jubiläen der Gymnasien zu Ha-
nau (1865), Rinteln (1867), Hersfeld
(1870), Fulda (1885) und Kassel
(1879), von denen die vier ersten im
Druck erschienen.

S:

Aus Marburgs
Vorzeit (Ge.), 1872.

Dito und Jdem,

Kollektiv-Pseud.
für Elisabeth Königin von Ru-
mänien
und Mite Kremnitz;
s. d.!

*Dittmar, Franz,

* am 29. März
1857 zu Schauenstein im bayerischen
Vogtland, verlebte seine Jugend in
Schauenstein, Bayreuth und Helm-
brechts und bereitete sich seit seinem
13. Jahre in Wunsiedel u. 1873-75
auf dem Seminar zu Bamberg auf
den Lehrerberuf vor. Jm Jahre 1875
wurde er Lehrer in Haidengrün, spä-
ter in Presseck im Frankenwalde,
1878 in Bayreuth, und seit 1883 wirkt
er in Nürnberg. Er gibt seit 1903
den "Oberfränkischen Volkskalender"
heraus.

S:

Ein deutscher Knabe
(Festsp.), 1880. - Aus der Jugend-
zeit (Ge.), 1886. - Schutz den Tieren
[Spaltenumbruch]

Dit
(Sinnsprüche), 1887. - Blühende
Blumen (V.), 1888. - Die Liebe
Gottes ist die höchste Macht (Weih-
nachtsfestsp.), 1888. - Schulstaub u.
Sonnenschein (En. a. d. Schülerleben
deutscher Vergangenheit), 1890. 3. A.
1905. - Schulfreude (Ge. a. d. Schul-
leben), 1891. - Vaterländische Ge-
dichte (Anthologie), 1892. - Weih-
nacht im Walde (Festsp.), 1892. -
Heinrich von Ofterdingen (G.), 1893.
- Balladen und poetische Erzählun-
gen, 1894. - Jn Nürnbergs Mauern
(E.), 1894. 9. T. 1904. - Wallenstein
in Altdorf (Volksst.), 1894. - Bayeri-
sches Dichterbuch zur 2. bayerischen
Landesausstellung; mit Friedrich Le-
ber, 1896. Neue Ausg. u. d. T.:
Neues Dichteralbum, 1896. 3. A.
1902. - Nürnberger Novellen (Al-
brecht Dürers Holzschuher-Bild. -
Auf der Reichsburg. - Sigena, Nürn-
bergs erste Bürgerin), 1900. - Die
Wallenrode von Berneck (Schsp.),
1903. 3. A. 1907. - Der Losunger
von Nürnberg (Schsp.), 1908. - Die
Gründung Egers (Festsp.), 1908.

Dittmarsch, Karl,

pseud. K. Menk,
auch Menk-Dittmarsch, wurde
am 27. Mai 1819 zu Stuttgart ge-
boren, widmete sich nach beendeten
Studien dem Buchhandel, trat aber
zugleich, 1837-46, mit mehreren lite-
rarischen Arbeiten in die Öffentlich-
keit. Jm Jahre 1844 errichtete er in
Stuttgart eine literarisch-artistische
Anstalt, deren Leistungen sich so vie-
ler Anerkennung erfreuten, daß die
Gesellschaft des österreichischen Lloyd
in Triest ihn 1849 veranlaßte, mit
seinem Unternehmen nach Österreich
überzusiedeln. Unter seiner Leitung
erschienen nun mehrere sauber aus-
gestattete Kupferwerke, darunter auch
"Das illustrierte Familienbuch des
österreichischen Lloyd", das sechzehn
Jahrgänge erlebte. Der Drang nach
Selbständigkeit veranlaßte ihn, 1856
mit dem Buchdruckereibesitzer Za-
marski in Wien die "topographisch-

*


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Dit
druckte Balladen u. Liebeslieder des
16. Jahrh. mit den alten Singweiſen,
1877. – Alte Schwänke und Märlein.
Neu gereimt, 1877.

Ditfurth, Paula,

Pſeudon. für
Paula Burkhardt; ſ. d.!

Dithmar, G. Th.,

geboren am
10. Dzbr. 1810 zu Homberg a. d. E.
(Heſſen-Naſſau), beſuchte das Gym-
naſium zu Hersfeld, wo er zu Vil-
mars Schülern gehörte und früh mit
deutſchen Liedern und den Hainbund-
ſängern vertraut wurde, u. ſtudierte
1828–32 in Marburg Theologie. Er
wandte ſich dann dem höheren Schul-
fach zu und wurde 1837 von Vilmar,
dem er in ſeinen altdeutſchen Studien
viel verdankte, an das Gymnaſium
in Marburg berufen, dem er bis 1875
angehörte. Jn den Kriegsjahren 1870
bis 1871 ſchrieb er zahlreiche Gedichte,
welche zur Unterſtützung von Krieger-
familien verwertet wurden. Auch
verfaßte er Gelegenheitsgedichte zu
den Jubiläen der Gymnaſien zu Ha-
nau (1865), Rinteln (1867), Hersfeld
(1870), Fulda (1885) und Kaſſel
(1879), von denen die vier erſten im
Druck erſchienen.

S:

Aus Marburgs
Vorzeit (Ge.), 1872.

Dito und Jdem,

Kollektiv-Pſeud.
für Eliſabeth Königin von Ru-
mänien
und Mite Kremnitz;
ſ. d.!

*Dittmar, Franz,

* am 29. März
1857 zu Schauenſtein im bayeriſchen
Vogtland, verlebte ſeine Jugend in
Schauenſtein, Bayreuth und Helm-
brechts und bereitete ſich ſeit ſeinem
13. Jahre in Wunſiedel u. 1873–75
auf dem Seminar zu Bamberg auf
den Lehrerberuf vor. Jm Jahre 1875
wurde er Lehrer in Haidengrün, ſpä-
ter in Preſſeck im Frankenwalde,
1878 in Bayreuth, und ſeit 1883 wirkt
er in Nürnberg. Er gibt ſeit 1903
den „Oberfränkiſchen Volkskalender“
heraus.

S:

Ein deutſcher Knabe
(Feſtſp.), 1880. – Aus der Jugend-
zeit (Ge.), 1886. – Schutz den Tieren
[Spaltenumbruch]

Dit
(Sinnſprüche), 1887. – Blühende
Blumen (V.), 1888. – Die Liebe
Gottes iſt die höchſte Macht (Weih-
nachtsfeſtſp.), 1888. – Schulſtaub u.
Sonnenſchein (En. a. d. Schülerleben
deutſcher Vergangenheit), 1890. 3. A.
1905. – Schulfreude (Ge. a. d. Schul-
leben), 1891. – Vaterländiſche Ge-
dichte (Anthologie), 1892. – Weih-
nacht im Walde (Feſtſp.), 1892. –
Heinrich von Ofterdingen (G.), 1893.
– Balladen und poetiſche Erzählun-
gen, 1894. – Jn Nürnbergs Mauern
(E.), 1894. 9. T. 1904. – Wallenſtein
in Altdorf (Volksſt.), 1894. – Bayeri-
ſches Dichterbuch zur 2. bayeriſchen
Landesausſtellung; mit Friedrich Le-
ber, 1896. Neue Ausg. u. d. T.:
Neues Dichteralbum, 1896. 3. A.
1902. – Nürnberger Novellen (Al-
brecht Dürers Holzſchuher-Bild. –
Auf der Reichsburg. – Sigena, Nürn-
bergs erſte Bürgerin), 1900. – Die
Wallenrode von Berneck (Schſp.),
1903. 3. A. 1907. – Der Loſunger
von Nürnberg (Schſp.), 1908. – Die
Gründung Egers (Feſtſp.), 1908.

Dittmarſch, Karl,

pſeud. K. Menk,
auch Menk-Dittmarſch, wurde
am 27. Mai 1819 zu Stuttgart ge-
boren, widmete ſich nach beendeten
Studien dem Buchhandel, trat aber
zugleich, 1837–46, mit mehreren lite-
rariſchen Arbeiten in die Öffentlich-
keit. Jm Jahre 1844 errichtete er in
Stuttgart eine literariſch-artiſtiſche
Anſtalt, deren Leiſtungen ſich ſo vie-
ler Anerkennung erfreuten, daß die
Geſellſchaft des öſterreichiſchen Lloyd
in Trieſt ihn 1849 veranlaßte, mit
ſeinem Unternehmen nach Öſterreich
überzuſiedeln. Unter ſeiner Leitung
erſchienen nun mehrere ſauber aus-
geſtattete Kupferwerke, darunter auch
„Das illuſtrierte Familienbuch des
öſterreichiſchen Lloyd“, das ſechzehn
Jahrgänge erlebte. Der Drang nach
Selbſtändigkeit veranlaßte ihn, 1856
mit dem Buchdruckereibeſitzer Za-
marski in Wien die „topographiſch-

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[37/0041] Dit Dit druckte Balladen u. Liebeslieder des 16. Jahrh. mit den alten Singweiſen, 1877. – Alte Schwänke und Märlein. Neu gereimt, 1877. Ditfurth, Paula, Pſeudon. für Paula Burkhardt; ſ. d.! Dithmar, G. Th., geboren am 10. Dzbr. 1810 zu Homberg a. d. E. (Heſſen-Naſſau), beſuchte das Gym- naſium zu Hersfeld, wo er zu Vil- mars Schülern gehörte und früh mit deutſchen Liedern und den Hainbund- ſängern vertraut wurde, u. ſtudierte 1828–32 in Marburg Theologie. Er wandte ſich dann dem höheren Schul- fach zu und wurde 1837 von Vilmar, dem er in ſeinen altdeutſchen Studien viel verdankte, an das Gymnaſium in Marburg berufen, dem er bis 1875 angehörte. Jn den Kriegsjahren 1870 bis 1871 ſchrieb er zahlreiche Gedichte, welche zur Unterſtützung von Krieger- familien verwertet wurden. Auch verfaßte er Gelegenheitsgedichte zu den Jubiläen der Gymnaſien zu Ha- nau (1865), Rinteln (1867), Hersfeld (1870), Fulda (1885) und Kaſſel (1879), von denen die vier erſten im Druck erſchienen. S: Aus Marburgs Vorzeit (Ge.), 1872. Dito und Jdem, Kollektiv-Pſeud. für Eliſabeth Königin von Ru- mänien und Mite Kremnitz; ſ. d.! *Dittmar, Franz, * am 29. März 1857 zu Schauenſtein im bayeriſchen Vogtland, verlebte ſeine Jugend in Schauenſtein, Bayreuth und Helm- brechts und bereitete ſich ſeit ſeinem 13. Jahre in Wunſiedel u. 1873–75 auf dem Seminar zu Bamberg auf den Lehrerberuf vor. Jm Jahre 1875 wurde er Lehrer in Haidengrün, ſpä- ter in Preſſeck im Frankenwalde, 1878 in Bayreuth, und ſeit 1883 wirkt er in Nürnberg. Er gibt ſeit 1903 den „Oberfränkiſchen Volkskalender“ heraus. S: Ein deutſcher Knabe (Feſtſp.), 1880. – Aus der Jugend- zeit (Ge.), 1886. – Schutz den Tieren (Sinnſprüche), 1887. – Blühende Blumen (V.), 1888. – Die Liebe Gottes iſt die höchſte Macht (Weih- nachtsfeſtſp.), 1888. – Schulſtaub u. Sonnenſchein (En. a. d. Schülerleben deutſcher Vergangenheit), 1890. 3. A. 1905. – Schulfreude (Ge. a. d. Schul- leben), 1891. – Vaterländiſche Ge- dichte (Anthologie), 1892. – Weih- nacht im Walde (Feſtſp.), 1892. – Heinrich von Ofterdingen (G.), 1893. – Balladen und poetiſche Erzählun- gen, 1894. – Jn Nürnbergs Mauern (E.), 1894. 9. T. 1904. – Wallenſtein in Altdorf (Volksſt.), 1894. – Bayeri- ſches Dichterbuch zur 2. bayeriſchen Landesausſtellung; mit Friedrich Le- ber, 1896. Neue Ausg. u. d. T.: Neues Dichteralbum, 1896. 3. A. 1902. – Nürnberger Novellen (Al- brecht Dürers Holzſchuher-Bild. – Auf der Reichsburg. – Sigena, Nürn- bergs erſte Bürgerin), 1900. – Die Wallenrode von Berneck (Schſp.), 1903. 3. A. 1907. – Der Loſunger von Nürnberg (Schſp.), 1908. – Die Gründung Egers (Feſtſp.), 1908. Dittmarſch, Karl, pſeud. K. Menk, auch Menk-Dittmarſch, wurde am 27. Mai 1819 zu Stuttgart ge- boren, widmete ſich nach beendeten Studien dem Buchhandel, trat aber zugleich, 1837–46, mit mehreren lite- rariſchen Arbeiten in die Öffentlich- keit. Jm Jahre 1844 errichtete er in Stuttgart eine literariſch-artiſtiſche Anſtalt, deren Leiſtungen ſich ſo vie- ler Anerkennung erfreuten, daß die Geſellſchaft des öſterreichiſchen Lloyd in Trieſt ihn 1849 veranlaßte, mit ſeinem Unternehmen nach Öſterreich überzuſiedeln. Unter ſeiner Leitung erſchienen nun mehrere ſauber aus- geſtattete Kupferwerke, darunter auch „Das illuſtrierte Familienbuch des öſterreichiſchen Lloyd“, das ſechzehn Jahrgänge erlebte. Der Drang nach Selbſtändigkeit veranlaßte ihn, 1856 mit dem Buchdruckereibeſitzer Za- marski in Wien die „topographiſch- *

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Zitationshilfe: Brümmer, Franz: Lexikon der deutschen Dichter und Prosaisten vom Beginn des 19. Jahrhunderts bis zur Gegenwart. Bd. 2. 6. Aufl. Leipzig, 1913, S. 37. In: Deutsches Textarchiv <http://www.deutschestextarchiv.de/bruemmer_lexikon02_1913/41>, abgerufen am 22.02.2019.