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Brümmer, Franz: Lexikon der deutschen Dichter und Prosaisten vom Beginn des 19. Jahrhunderts bis zur Gegenwart. Bd. 2. 6. Aufl. Leipzig, 1913.

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köpfl (En. a. d. oberösterr. Bergen),
1908. - Jn Not und Gefahr (Ge-
schichtl. En.), 1909. - Mene tekel ...
(Eine seltsame Gesch.), 1910.

*Gros, Otto,

geboren am 4. No-
vember 1866 zu Nieder-Ems im Tau-
nus als der Sohn des Hauptlehrers
Heinrich G., besuchte die Gymnasien
in Wiesbaden und Darmstadt und
studierte seit Ostern 1887 in Marburg
und Erlangen Theologie. Nach der
zu Ostern 1891 bestandenen ersten
theol. Prüfung absolvierte er den
Jahreskursus im Predigerseminar zu
Herborn und ward nach Ablegung
der zweiten Prüfung Ende 1892
Pfarrassistent in Langen bei Darm-
stadt mit Aushilfsdienst in Neu-Jsen-
burg. Die amtliche Tätigkeit in den
beiden größeren Gemeinden ließ ihn
nicht recht zu literarischem Schaffen
kommen; das wurde erst anders, als
er 1895 als Pfarrer nach Leidhocken
bei Friedberg und Ende 1896 nach
Burkhards im Vogelsberg versetzt
ward. Hier entstanden in den fol-
genden Jahren eine Reihe zumeist
historischer Erzählungen, die bald
ihren Weg in Familienblätter und
Tageszeitungen fanden. Als er 1900
nach Zotzenheim bei Bingen a. Rhein
versetzt wurde, regte ihn das in Bad
Kreuznach geplante Denkmal für
Michel Mort zu eingehenden histori-
schen Studien an, die er dann für
seine Erzählung verwertete. Am
1. Oktober 1903 legte er sein Pfarr-
amt nieder und trat in den Schul-
dienst ein; er wirkte einige Jahre als
Oberlehrer in Worms und wurde
dann nach Offenbach a. M. versetzt.

S:

Michel Mort (Historische Erz.),
1902. - Unterm Holunderbaum (E.),
1904.

Grosch, Anny,

siehe Anna von
Wehlen!

*Groschel, Franz Karl,

geb. am
5. Okt. 1854 zu Oravitza, besuchte die
Realschulen in Marburg a. d. Drau
und in Graz und widmete sich dann
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Gro
der kaufmännischen Laufbahn. Er
war mehrere Jahre Buchhalter in
Marburg u. beschäftigte sich in seinen
Mußestunden mit der dramatischen
Dichtung. Nachdem sein Trauerspiel
"Der Goldschmied von Venedig" 1882
auf dem Stadttheater in Marburg
mit Erfolg aufgeführt worden war,
gab er seinen Beruf auf und ging
zur Schriftstellerei über. Seit 1885
lebt er als Redakteur in Budapest.

S:

Dantes Richterspruch (Schau-
spiel), 1886. - Ladislaus Posthumus
(Tr.), 1891. - Hunyady-Trilogie
(Dr.), 1893. - Wolf Jsebrand, der
Dithmarsche (Dr.), 1894. - Bauern-
ehre (Schsp.), 1894. - Der Brandsepp
(Volksschsp.), 1895. - Der Goldschmied
von Venedig (Tr.), 1896. - Unsere
Welt (D.), 1897. - Die natürliche
Folge (Schsp.), 1899. - Der Geist-
reiche (Lsp.), 1899. - Der Haus-
freund (Schsp.), 1900. - Achmed
(Schsp.), 1901. - Peter Mayr, der
Wirt von der Mahr (Schsp.), 1902.
- Anna (Schauspiel), 1903. - Maja
(Schsp.), 1904. - Die Freunde (Schau-
spiel), 1904. - Sonnenkinder (Schsp.).
1905.

Grosewsky, Theodor Robert,


wurde am 1. Mai a. St. (13. Mai
n. St.) 1823 zu Annenburg in Kur-
land geboren, empfing seine Erzie-
hung in Privatanstalten zu Dorpat
und Mitau u. studierte von 1842-44
an der Universität Dorpat, worauf
er in Jena zum Dr. phil. promo-
vierte. Er unternahm dann größere
Reisen u. zog sich Ende der vierziger
Jahre auf sein Erbgut Lambertshof
in Kurland zurück. Ende der fünf-
ziger Jahre siedelte er nach Dorpat
über, wo er längere Zeit weilte. Er +
zu Moskau am 2. März (a. St) 1866.

S:

Aus der Einsamkeit (Lr.), 1849.
- Ein Liebesroman (6 Lr. in Musik
gesetzt von J. J. Schramek), 1850. -
Septembermoos (Ge.), 1850.

Groß, A. J.,

Pseud. für Anton
Johann Groß-Hoffinger; s. d.!

*


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Gro
köpfl (En. a. d. oberöſterr. Bergen),
1908. – Jn Not und Gefahr (Ge-
ſchichtl. En.), 1909. – Mene tekel ...
(Eine ſeltſame Geſch.), 1910.

*Gros, Otto,

geboren am 4. No-
vember 1866 zu Nieder-Ems im Tau-
nus als der Sohn des Hauptlehrers
Heinrich G., beſuchte die Gymnaſien
in Wiesbaden und Darmſtadt und
ſtudierte ſeit Oſtern 1887 in Marburg
und Erlangen Theologie. Nach der
zu Oſtern 1891 beſtandenen erſten
theol. Prüfung abſolvierte er den
Jahreskurſus im Predigerſeminar zu
Herborn und ward nach Ablegung
der zweiten Prüfung Ende 1892
Pfarraſſiſtent in Langen bei Darm-
ſtadt mit Aushilfsdienſt in Neu-Jſen-
burg. Die amtliche Tätigkeit in den
beiden größeren Gemeinden ließ ihn
nicht recht zu literariſchem Schaffen
kommen; das wurde erſt anders, als
er 1895 als Pfarrer nach Leidhocken
bei Friedberg und Ende 1896 nach
Burkhards im Vogelsberg verſetzt
ward. Hier entſtanden in den fol-
genden Jahren eine Reihe zumeiſt
hiſtoriſcher Erzählungen, die bald
ihren Weg in Familienblätter und
Tageszeitungen fanden. Als er 1900
nach Zotzenheim bei Bingen a. Rhein
verſetzt wurde, regte ihn das in Bad
Kreuznach geplante Denkmal für
Michel Mort zu eingehenden hiſtori-
ſchen Studien an, die er dann für
ſeine Erzählung verwertete. Am
1. Oktober 1903 legte er ſein Pfarr-
amt nieder und trat in den Schul-
dienſt ein; er wirkte einige Jahre als
Oberlehrer in Worms und wurde
dann nach Offenbach a. M. verſetzt.

S:

Michel Mort (Hiſtoriſche Erz.),
1902. – Unterm Holunderbaum (E.),
1904.

Groſch, Anny,

ſiehe Anna von
Wehlen!

*Groſchel, Franz Karl,

geb. am
5. Okt. 1854 zu Oravitza, beſuchte die
Realſchulen in Marburg a. d. Drau
und in Graz und widmete ſich dann
[Spaltenumbruch]

Gro
der kaufmänniſchen Laufbahn. Er
war mehrere Jahre Buchhalter in
Marburg u. beſchäftigte ſich in ſeinen
Mußeſtunden mit der dramatiſchen
Dichtung. Nachdem ſein Trauerſpiel
„Der Goldſchmied von Venedig“ 1882
auf dem Stadttheater in Marburg
mit Erfolg aufgeführt worden war,
gab er ſeinen Beruf auf und ging
zur Schriftſtellerei über. Seit 1885
lebt er als Redakteur in Budapeſt.

S:

Dantes Richterſpruch (Schau-
ſpiel), 1886. – Ladislaus Poſthumus
(Tr.), 1891. – Hunyady-Trilogie
(Dr.), 1893. – Wolf Jſebrand, der
Dithmarſche (Dr.), 1894. – Bauern-
ehre (Schſp.), 1894. – Der Brandſepp
(Volksſchſp.), 1895. – Der Goldſchmied
von Venedig (Tr.), 1896. – Unſere
Welt (D.), 1897. – Die natürliche
Folge (Schſp.), 1899. – Der Geiſt-
reiche (Lſp.), 1899. – Der Haus-
freund (Schſp.), 1900. – Achmed
(Schſp.), 1901. – Peter Mayr, der
Wirt von der Mahr (Schſp.), 1902.
– Anna (Schauſpiel), 1903. – Maja
(Schſp.), 1904. – Die Freunde (Schau-
ſpiel), 1904. – Sonnenkinder (Schſp.).
1905.

Groſewsky, Theodor Robert,


wurde am 1. Mai a. St. (13. Mai
n. St.) 1823 zu Annenburg in Kur-
land geboren, empfing ſeine Erzie-
hung in Privatanſtalten zu Dorpat
und Mitau u. ſtudierte von 1842–44
an der Univerſität Dorpat, worauf
er in Jena zum Dr. phil. promo-
vierte. Er unternahm dann größere
Reiſen u. zog ſich Ende der vierziger
Jahre auf ſein Erbgut Lambertshof
in Kurland zurück. Ende der fünf-
ziger Jahre ſiedelte er nach Dorpat
über, wo er längere Zeit weilte. Er †
zu Moskau am 2. März (a. St) 1866.

S:

Aus der Einſamkeit (Lr.), 1849.
– Ein Liebesroman (6 Lr. in Muſik
geſetzt von J. J. Schramek), 1850. –
Septembermoos (Ge.), 1850.

Groß, A. J.,

Pſeud. für Anton
Johann Groß-Hoffinger; ſ. d.!

*
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[452/0456] Gro Gro köpfl (En. a. d. oberöſterr. Bergen), 1908. – Jn Not und Gefahr (Ge- ſchichtl. En.), 1909. – Mene tekel ... (Eine ſeltſame Geſch.), 1910. *Gros, Otto, geboren am 4. No- vember 1866 zu Nieder-Ems im Tau- nus als der Sohn des Hauptlehrers Heinrich G., beſuchte die Gymnaſien in Wiesbaden und Darmſtadt und ſtudierte ſeit Oſtern 1887 in Marburg und Erlangen Theologie. Nach der zu Oſtern 1891 beſtandenen erſten theol. Prüfung abſolvierte er den Jahreskurſus im Predigerſeminar zu Herborn und ward nach Ablegung der zweiten Prüfung Ende 1892 Pfarraſſiſtent in Langen bei Darm- ſtadt mit Aushilfsdienſt in Neu-Jſen- burg. Die amtliche Tätigkeit in den beiden größeren Gemeinden ließ ihn nicht recht zu literariſchem Schaffen kommen; das wurde erſt anders, als er 1895 als Pfarrer nach Leidhocken bei Friedberg und Ende 1896 nach Burkhards im Vogelsberg verſetzt ward. Hier entſtanden in den fol- genden Jahren eine Reihe zumeiſt hiſtoriſcher Erzählungen, die bald ihren Weg in Familienblätter und Tageszeitungen fanden. Als er 1900 nach Zotzenheim bei Bingen a. Rhein verſetzt wurde, regte ihn das in Bad Kreuznach geplante Denkmal für Michel Mort zu eingehenden hiſtori- ſchen Studien an, die er dann für ſeine Erzählung verwertete. Am 1. Oktober 1903 legte er ſein Pfarr- amt nieder und trat in den Schul- dienſt ein; er wirkte einige Jahre als Oberlehrer in Worms und wurde dann nach Offenbach a. M. verſetzt. S: Michel Mort (Hiſtoriſche Erz.), 1902. – Unterm Holunderbaum (E.), 1904. Groſch, Anny, ſiehe Anna von Wehlen! *Groſchel, Franz Karl, geb. am 5. Okt. 1854 zu Oravitza, beſuchte die Realſchulen in Marburg a. d. Drau und in Graz und widmete ſich dann der kaufmänniſchen Laufbahn. Er war mehrere Jahre Buchhalter in Marburg u. beſchäftigte ſich in ſeinen Mußeſtunden mit der dramatiſchen Dichtung. Nachdem ſein Trauerſpiel „Der Goldſchmied von Venedig“ 1882 auf dem Stadttheater in Marburg mit Erfolg aufgeführt worden war, gab er ſeinen Beruf auf und ging zur Schriftſtellerei über. Seit 1885 lebt er als Redakteur in Budapeſt. S: Dantes Richterſpruch (Schau- ſpiel), 1886. – Ladislaus Poſthumus (Tr.), 1891. – Hunyady-Trilogie (Dr.), 1893. – Wolf Jſebrand, der Dithmarſche (Dr.), 1894. – Bauern- ehre (Schſp.), 1894. – Der Brandſepp (Volksſchſp.), 1895. – Der Goldſchmied von Venedig (Tr.), 1896. – Unſere Welt (D.), 1897. – Die natürliche Folge (Schſp.), 1899. – Der Geiſt- reiche (Lſp.), 1899. – Der Haus- freund (Schſp.), 1900. – Achmed (Schſp.), 1901. – Peter Mayr, der Wirt von der Mahr (Schſp.), 1902. – Anna (Schauſpiel), 1903. – Maja (Schſp.), 1904. – Die Freunde (Schau- ſpiel), 1904. – Sonnenkinder (Schſp.). 1905. Groſewsky, Theodor Robert, wurde am 1. Mai a. St. (13. Mai n. St.) 1823 zu Annenburg in Kur- land geboren, empfing ſeine Erzie- hung in Privatanſtalten zu Dorpat und Mitau u. ſtudierte von 1842–44 an der Univerſität Dorpat, worauf er in Jena zum Dr. phil. promo- vierte. Er unternahm dann größere Reiſen u. zog ſich Ende der vierziger Jahre auf ſein Erbgut Lambertshof in Kurland zurück. Ende der fünf- ziger Jahre ſiedelte er nach Dorpat über, wo er längere Zeit weilte. Er † zu Moskau am 2. März (a. St) 1866. S: Aus der Einſamkeit (Lr.), 1849. – Ein Liebesroman (6 Lr. in Muſik geſetzt von J. J. Schramek), 1850. – Septembermoos (Ge.), 1850. Groß, A. J., Pſeud. für Anton Johann Groß-Hoffinger; ſ. d.! *

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Zitationshilfe: Brümmer, Franz: Lexikon der deutschen Dichter und Prosaisten vom Beginn des 19. Jahrhunderts bis zur Gegenwart. Bd. 2. 6. Aufl. Leipzig, 1913, S. 452. In: Deutsches Textarchiv <http://www.deutschestextarchiv.de/bruemmer_lexikon02_1913/456>, abgerufen am 20.02.2019.