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Brümmer, Franz: Lexikon der deutschen Dichter und Prosaisten vom Beginn des 19. Jahrhunderts bis zur Gegenwart. Bd. 2. 6. Aufl. Leipzig, 1913.

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Dor
Dornfeld, V.,

Pseud. für Viktor
Sabarth;
s. d.!

Dornfels, Hans,

Pseudon. für
Hans Richter; s. d.!

Dornheim, M.,

Pseud. für Ma-
thilde Fürstin von Schwarz-
burg-Sondershausen;
s. d.!

Dörnthal, Alfons,

Pseudon. für
Alfons Diener; s. d.!

Dorr, Robert,

* am 4. Sept. 1835
zu Fürstenau in der Elbinger Nie-
derung als der Sohn eines Hofbe-
sitzers, besuchte die dortige Dorfschule,
später eine Privatschule in Tiegen-
hof und darauf seit 1847 die damalige
höhere Bürgerschule zu Elbing, die
er 1853 mit dem Reifezeugnis ver-
ließ, um Landwirt zu werden. Spä-
ter änderte er seinen Entschluß, trat
in die Prima des Elbinger Gymna-
siums ein und bezog Ostern 1857 die
Universität Königsberg, an der er
Geschichte, Philosophie und Literatur
studierte. Nachdem er 1861 promo-
viert, wurde er Ostern 1862 Lehrer
an der Realschule in Elbing, an der
er, seit 1871 als Oberlehrer und seit
1886 als Professor, bis zu seiner
Pensionierung (1902) wirkte.

S:


Twöschen Wiessel on Noacht (Plattd.
Ge.), 1862. 2. A. 1897. - De lostgen
Wiewer von Windsor (Überstzg. von
Shakespeares gleichnam. Dr.), 1877.

Dörr, Adolf,

wurde am 26. Juli
1816 in Darmstadt geboren, wo sein
Vater als Geheimsekretär angestellt
war, erhielt seinen ersten Unterricht
in einem Privaterziehungsinstitut,
besuchte seit 1829 das Gymnasium
daselbst und studierte seit 1833 in
Göttingen die Rechte. Jm Jahre 1838
wurde er Akzessist und Sekretär am
großherzogl. hessischen Hofgericht in
Darmstadt, trat aber 1844 in den
Thurn und Taxisschen Postdienst ein
und verblieb in demselben, bis nach
Neugestaltung des Norddeutschen
Bundes die Postverwaltung an die-
sen überging. Er hatte nun Muße,
sein poetisches Talent auszubilden.
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Dör
König Ludwig I. von Bayern, der
auf ihn aufmerksam geworden war,
interessierte sich für ihn u. gewährte
ihm die Mittel zu einer Reise nach
Jtalien; auch die Großherzogin Ma-
thilde von Hessen unterstützte ihn. D.,
bei dem sich schon 1862 ein Rücken-
markleiden eingestellt hatte, lebte viel
leidend in Heppenheim bei Frank-
furt und ist hier auch am 27. Januar
1868 gestorben.

S:

Titan und Eros
(Dn.), 1848. - Jsmelda Lambertazzi
(Ep. D.), 1850. - Luise (G. in 3 Ges.),
1851. - Album aus Jtalien, 1857.

Dörr, Friedrich Heinrich Jakob
Ludwig,

* zu Schleswig am 30. April
1831, besuchte die dortigen Schulen
und die Gelehrtenschule in Glückstadt
und studierte seit 1852 in Tübingen
u. an andern deutschen Universitäten
Philologie u. Philosophie. Nachdem
er zum Doktor promoviert worden,
ging er nach Hamburg und war hier
längere Zeit Vorsteher eines Erzie-
hungsinstituts in Sankt Pauli. Jm
Juni 1864 übernahm er die Redak-
tion des Altonaer Merkurs und An-
fang 1866 die der Lübecker Zeitung.
Später war er im literarischen Bu-
reau des Staatsministeriums in Ber-
lin beschäftigt und wurde 1901 zum
Lektor in demselben ernannt. Er
starb am 29. Juni 1907 in Schlach-
tensee bei Berlin. Jn den Jahren
1858-60 gab er den "Plattdütschen
Volks-Kalenner" (III, Leipzig) und
1869 das "Plattdütsche Volksbook"
heraus.

S:

Lieder, o. J. (als Manu-
skript gedruckt). - Christabend (Fest-
idyll), 1856. - Griechischer Liederschatz
(in deutscher Nachdichtung), 1858. -
Der Dichter Schönstes (Anthol.),
1861. - Auf Kindesbeinen (M.), 1860.

*Dörr, Julius,

* am 23. Juni 1850
zu Prenzlau, ist seit 1881 Rendant der
Ober-Barnimer Kreis-Kommunal-
und Sparkasse zu Freienwalde an der
Oder.

S:

De Göderschlächter (Plattd.
E.), 1884. - Bärbchen (E. i. V.), 1886.
- Dornröschen (Märchendichtung),

*

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Dor
Dornfeld, V.,

Pſeud. für Viktor
Sabarth;
ſ. d.!

Dornfels, Hans,

Pſeudon. für
Hans Richter; ſ. d.!

Dornheim, M.,

Pſeud. für Ma-
thilde Fürſtin von Schwarz-
burg-Sondershauſen;
ſ. d.!

Dörnthal, Alfons,

Pſeudon. für
Alfons Diener; ſ. d.!

Dorr, Robert,

* am 4. Sept. 1835
zu Fürſtenau in der Elbinger Nie-
derung als der Sohn eines Hofbe-
ſitzers, beſuchte die dortige Dorfſchule,
ſpäter eine Privatſchule in Tiegen-
hof und darauf ſeit 1847 die damalige
höhere Bürgerſchule zu Elbing, die
er 1853 mit dem Reifezeugnis ver-
ließ, um Landwirt zu werden. Spä-
ter änderte er ſeinen Entſchluß, trat
in die Prima des Elbinger Gymna-
ſiums ein und bezog Oſtern 1857 die
Univerſität Königsberg, an der er
Geſchichte, Philoſophie und Literatur
ſtudierte. Nachdem er 1861 promo-
viert, wurde er Oſtern 1862 Lehrer
an der Realſchule in Elbing, an der
er, ſeit 1871 als Oberlehrer und ſeit
1886 als Profeſſor, bis zu ſeiner
Penſionierung (1902) wirkte.

S:


Twöſchen Wieſſel on Noacht (Plattd.
Ge.), 1862. 2. A. 1897. – De loſtgen
Wiewer von Windſor (Überſtzg. von
Shakeſpeares gleichnam. Dr.), 1877.

Dörr, Adolf,

wurde am 26. Juli
1816 in Darmſtadt geboren, wo ſein
Vater als Geheimſekretär angeſtellt
war, erhielt ſeinen erſten Unterricht
in einem Privaterziehungsinſtitut,
beſuchte ſeit 1829 das Gymnaſium
daſelbſt und ſtudierte ſeit 1833 in
Göttingen die Rechte. Jm Jahre 1838
wurde er Akzeſſiſt und Sekretär am
großherzogl. heſſiſchen Hofgericht in
Darmſtadt, trat aber 1844 in den
Thurn und Taxisſchen Poſtdienſt ein
und verblieb in demſelben, bis nach
Neugeſtaltung des Norddeutſchen
Bundes die Poſtverwaltung an die-
ſen überging. Er hatte nun Muße,
ſein poetiſches Talent auszubilden.
[Spaltenumbruch]

Dör
König Ludwig I. von Bayern, der
auf ihn aufmerkſam geworden war,
intereſſierte ſich für ihn u. gewährte
ihm die Mittel zu einer Reiſe nach
Jtalien; auch die Großherzogin Ma-
thilde von Heſſen unterſtützte ihn. D.,
bei dem ſich ſchon 1862 ein Rücken-
markleiden eingeſtellt hatte, lebte viel
leidend in Heppenheim bei Frank-
furt und iſt hier auch am 27. Januar
1868 geſtorben.

S:

Titan und Eros
(Dn.), 1848. – Jsmelda Lambertazzi
(Ep. D.), 1850. – Luiſe (G. in 3 Geſ.),
1851. – Album aus Jtalien, 1857.

Dörr, Friedrich Heinrich Jakob
Ludwig,

* zu Schleswig am 30. April
1831, beſuchte die dortigen Schulen
und die Gelehrtenſchule in Glückſtadt
und ſtudierte ſeit 1852 in Tübingen
u. an andern deutſchen Univerſitäten
Philologie u. Philoſophie. Nachdem
er zum Doktor promoviert worden,
ging er nach Hamburg und war hier
längere Zeit Vorſteher eines Erzie-
hungsinſtituts in Sankt Pauli. Jm
Juni 1864 übernahm er die Redak-
tion des Altonaer Merkurs und An-
fang 1866 die der Lübecker Zeitung.
Später war er im literariſchen Bu-
reau des Staatsminiſteriums in Ber-
lin beſchäftigt und wurde 1901 zum
Lektor in demſelben ernannt. Er
ſtarb am 29. Juni 1907 in Schlach-
tenſee bei Berlin. Jn den Jahren
1858–60 gab er den „Plattdütſchen
Volks-Kalenner“ (III, Leipzig) und
1869 das „Plattdütſche Volksbook“
heraus.

S:

Lieder, o. J. (als Manu-
ſkript gedruckt). – Chriſtabend (Feſt-
idyll), 1856. – Griechiſcher Liederſchatz
(in deutſcher Nachdichtung), 1858. –
Der Dichter Schönſtes (Anthol.),
1861. – Auf Kindesbeinen (M.), 1860.

*Dörr, Julius,

* am 23. Juni 1850
zu Prenzlau, iſt ſeit 1881 Rendant der
Ober-Barnimer Kreis-Kommunal-
und Sparkaſſe zu Freienwalde an der
Oder.

S:

De Göderſchlächter (Plattd.
E.), 1884. – Bärbchen (E. i. V.), 1886.
– Dornröschen (Märchendichtung),

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[50/0054] Dor Dör Dornfeld, V., Pſeud. für Viktor Sabarth; ſ. d.! Dornfels, Hans, Pſeudon. für Hans Richter; ſ. d.! Dornheim, M., Pſeud. für Ma- thilde Fürſtin von Schwarz- burg-Sondershauſen; ſ. d.! Dörnthal, Alfons, Pſeudon. für Alfons Diener; ſ. d.! Dorr, Robert, * am 4. Sept. 1835 zu Fürſtenau in der Elbinger Nie- derung als der Sohn eines Hofbe- ſitzers, beſuchte die dortige Dorfſchule, ſpäter eine Privatſchule in Tiegen- hof und darauf ſeit 1847 die damalige höhere Bürgerſchule zu Elbing, die er 1853 mit dem Reifezeugnis ver- ließ, um Landwirt zu werden. Spä- ter änderte er ſeinen Entſchluß, trat in die Prima des Elbinger Gymna- ſiums ein und bezog Oſtern 1857 die Univerſität Königsberg, an der er Geſchichte, Philoſophie und Literatur ſtudierte. Nachdem er 1861 promo- viert, wurde er Oſtern 1862 Lehrer an der Realſchule in Elbing, an der er, ſeit 1871 als Oberlehrer und ſeit 1886 als Profeſſor, bis zu ſeiner Penſionierung (1902) wirkte. S: Twöſchen Wieſſel on Noacht (Plattd. Ge.), 1862. 2. A. 1897. – De loſtgen Wiewer von Windſor (Überſtzg. von Shakeſpeares gleichnam. Dr.), 1877. Dörr, Adolf, wurde am 26. Juli 1816 in Darmſtadt geboren, wo ſein Vater als Geheimſekretär angeſtellt war, erhielt ſeinen erſten Unterricht in einem Privaterziehungsinſtitut, beſuchte ſeit 1829 das Gymnaſium daſelbſt und ſtudierte ſeit 1833 in Göttingen die Rechte. Jm Jahre 1838 wurde er Akzeſſiſt und Sekretär am großherzogl. heſſiſchen Hofgericht in Darmſtadt, trat aber 1844 in den Thurn und Taxisſchen Poſtdienſt ein und verblieb in demſelben, bis nach Neugeſtaltung des Norddeutſchen Bundes die Poſtverwaltung an die- ſen überging. Er hatte nun Muße, ſein poetiſches Talent auszubilden. König Ludwig I. von Bayern, der auf ihn aufmerkſam geworden war, intereſſierte ſich für ihn u. gewährte ihm die Mittel zu einer Reiſe nach Jtalien; auch die Großherzogin Ma- thilde von Heſſen unterſtützte ihn. D., bei dem ſich ſchon 1862 ein Rücken- markleiden eingeſtellt hatte, lebte viel leidend in Heppenheim bei Frank- furt und iſt hier auch am 27. Januar 1868 geſtorben. S: Titan und Eros (Dn.), 1848. – Jsmelda Lambertazzi (Ep. D.), 1850. – Luiſe (G. in 3 Geſ.), 1851. – Album aus Jtalien, 1857. Dörr, Friedrich Heinrich Jakob Ludwig, * zu Schleswig am 30. April 1831, beſuchte die dortigen Schulen und die Gelehrtenſchule in Glückſtadt und ſtudierte ſeit 1852 in Tübingen u. an andern deutſchen Univerſitäten Philologie u. Philoſophie. Nachdem er zum Doktor promoviert worden, ging er nach Hamburg und war hier längere Zeit Vorſteher eines Erzie- hungsinſtituts in Sankt Pauli. Jm Juni 1864 übernahm er die Redak- tion des Altonaer Merkurs und An- fang 1866 die der Lübecker Zeitung. Später war er im literariſchen Bu- reau des Staatsminiſteriums in Ber- lin beſchäftigt und wurde 1901 zum Lektor in demſelben ernannt. Er ſtarb am 29. Juni 1907 in Schlach- tenſee bei Berlin. Jn den Jahren 1858–60 gab er den „Plattdütſchen Volks-Kalenner“ (III, Leipzig) und 1869 das „Plattdütſche Volksbook“ heraus. S: Lieder, o. J. (als Manu- ſkript gedruckt). – Chriſtabend (Feſt- idyll), 1856. – Griechiſcher Liederſchatz (in deutſcher Nachdichtung), 1858. – Der Dichter Schönſtes (Anthol.), 1861. – Auf Kindesbeinen (M.), 1860. *Dörr, Julius, * am 23. Juni 1850 zu Prenzlau, iſt ſeit 1881 Rendant der Ober-Barnimer Kreis-Kommunal- und Sparkaſſe zu Freienwalde an der Oder. S: De Göderſchlächter (Plattd. E.), 1884. – Bärbchen (E. i. V.), 1886. – Dornröschen (Märchendichtung), *

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Zitationshilfe: Brümmer, Franz: Lexikon der deutschen Dichter und Prosaisten vom Beginn des 19. Jahrhunderts bis zur Gegenwart. Bd. 2. 6. Aufl. Leipzig, 1913, S. 50. In: Deutsches Textarchiv <http://www.deutschestextarchiv.de/bruemmer_lexikon02_1913/54>, abgerufen am 20.03.2019.