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Brümmer, Franz: Lexikon der deutschen Dichter und Prosaisten vom Beginn des 19. Jahrhunderts bis zur Gegenwart. Bd. 2. 6. Aufl. Leipzig, 1913.

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Drä
begründete "Rheinische Taschenbuch"
für das Jahr 1845 herausgab, bis
er 1845 seinen bleibenden Wohnsitz in
Darmstadt nahm, wo er die Redak-
tion der offiziellen "Darmstädter Zei-
tung" führte. Jm Jahre 1852 durch
das reaktionäre Ministerium aus der
Redaktion dieser Zeitung verdrängt,
gründete er alsbald "Die Muse.
Blätter für ernste und heitere Unter-
haltung", die er bis 1858 herausgab.
Jm Jahre 1853 wurde er zum Dra-
maturgen des Hoftheaters ernannt,
welche Stellung er bis an seinen Tod
bekleidete. Durch den Herzog von
Sachsen-Meiningen war ihm schon
früher der Titel eines Hofrats ver-
liehen worden (1845). Er starb am
31. Dezbr. 1879.

S:

Romanzen, Lie-
der u. Sonetten, 1826. - Die Löffel-
ritter (N.), 1826. - Des P. Ovidius
Naso Lieder der Liebe, in gereimten
Jamben übers., 1827. - Glockenblu-
men (Nn. u. En.); II, 1827-28. - Das
Kloster von St. Bernhard (R.), 1827.
- Neuere Gedichte, 1828. - Welt und
Ton (Bildungsbuch), 1830. - Her-
nani (Dr. n. dem Franz. des Victor
Hugo), 1830. - Bunte Bilder (En. u.
Nn.), 1830. - Das Buch der Geschich-
ten, f. die Jugend, 1834. - Präziosa
(Unterhaltungsbuch f. Kinder), 1835.
- Gruppen und Puppen (Nn. u. En.);
II, 1836. - Gedichte, 1838. 4. A. 1861.
- Herz und Ehre (Nn. u. Schilderun-
gen); II, 1839. - Ruy Blas (Dr. von
Victor Hugo, deutsch), 1839. - Fahr-
ten, 1840. - Vierundzwanzig Stun-
den, 1842. - Der Rhein (Br. v. Victor
Hugo, deutsch), 1842. - Das Blumen-
album, 1843. - Sonnenberg (Kunden
und Sagen), 1845. - Vignetten (Por-
träts und Genrebilder), 1845. - Das
Weib aus dem Volke (Schsp. n. dem
Franz. des Dennery), 1846. - Diana
von Mirmande (Dr. n. d. Franz. des
Augier), 1853. - Geschichten aus und
nach dem Leben, 1853. - Freud und
Leid (Lr. u. Bilder), 1858. - Penta-
meron (Gesch. a. d. Leben), 1858. -
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Dre
Sibyllinische Blätter, 1860. - Wohl-
taten (Aufzeichnungen für edle Her-
zen), 1865. Neue Ausg. u. dem T.:
Herzenspiegel (En. u. Bilder), 1868.
- Momente (Leid u. Humor), 1866. -
Marianne, das Weib aus dem Volke
(Dr. a. d. Franz. übers.), 1870.

*Drechsler, Paul,

geb. am 6. Mai
1861 in Leobschütz (Schlesien) von
armen katholischen Eltern, zeigte sich
früh als begabter Schüler u. gewann
dadurch die Zuneigung des Stadt-
pfarrers, der ihn auf seine Kosten
das Gymnasium besuchen ließ. Zwar
starben ihm bald darauf Vater und
Mutter rasch nacheinander hin, aber
der Freischüler fand wohlwollende
Gönner und erteilte begehrten Pri-
vatunterricht. 1880 bezog er die Uni-
versität Breslau, um, der Not gehor-
chend, Theologie zu studieren. Aber
bald wandte er sich der germanisti-
schen Wissenschaft und der alten und
neuen Philologie zu u. erreichte auch,
mochte es ihm auch mitunter sehr
sauer werden, sein Ziel. Jm Jahre
1886 wurde er auf Grund einer lite-
raturgeschichtlichen Abhandlung über
"Wenzel Scherffer v. Scherffenstein"
zum Dr. phil. promoviert, genügte
dann 1886-87 mit Erfolg seiner Mi-
litärpflicht als Einjährig-Freiwilli-
ger, bestand 1889 seine Staatsprü-
fung u. wirkte dann als Probandus
u. Hilfslehrer an den höheren Lehr-
anstalten in Leobschütz, Liebenthal,
Ohlau, Jauer, Sprottau u. Breslau,
worauf er Ostern 1899 als Oberleh-
rer in Beuthen (Oberschlesien) ange-
stellt wurde. Schon 1900 wurde er
als Dirigent des in der Entwicklung
begriffenen Gymnasiums nach Za-
borze berufen, das er, seit 1903 als
Direktor, noch heute leitet.

S:

Hoditz,
der Wundergraf von Roßwald (E.),
1895. - Heimatlust und Jugendglück
(Ge.), 1903. - Sitte, Brauch u. Volks-
glaube in Schlesien; II, 1903-05.

Drees, Heinrich,

geb. am 21. Juni
1857 in Münster (Westfalen) studierte

*


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Drä
begründete „Rheiniſche Taſchenbuch“
für das Jahr 1845 herausgab, bis
er 1845 ſeinen bleibenden Wohnſitz in
Darmſtadt nahm, wo er die Redak-
tion der offiziellen „Darmſtädter Zei-
tung“ führte. Jm Jahre 1852 durch
das reaktionäre Miniſterium aus der
Redaktion dieſer Zeitung verdrängt,
gründete er alsbald „Die Muſe.
Blätter für ernſte und heitere Unter-
haltung“, die er bis 1858 herausgab.
Jm Jahre 1853 wurde er zum Dra-
maturgen des Hoftheaters ernannt,
welche Stellung er bis an ſeinen Tod
bekleidete. Durch den Herzog von
Sachſen-Meiningen war ihm ſchon
früher der Titel eines Hofrats ver-
liehen worden (1845). Er ſtarb am
31. Dezbr. 1879.

S:

Romanzen, Lie-
der u. Sonetten, 1826. – Die Löffel-
ritter (N.), 1826. – Des P. Ovidius
Naſo Lieder der Liebe, in gereimten
Jamben überſ., 1827. – Glockenblu-
men (Nn. u. En.); II, 1827–28. – Das
Kloſter von St. Bernhard (R.), 1827.
– Neuere Gedichte, 1828. – Welt und
Ton (Bildungsbuch), 1830. – Her-
nani (Dr. n. dem Franz. des Victor
Hugo), 1830. – Bunte Bilder (En. u.
Nn.), 1830. – Das Buch der Geſchich-
ten, f. die Jugend, 1834. – Präzioſa
(Unterhaltungsbuch f. Kinder), 1835.
– Gruppen und Puppen (Nn. u. En.);
II, 1836. – Gedichte, 1838. 4. A. 1861.
– Herz und Ehre (Nn. u. Schilderun-
gen); II, 1839. – Ruy Blas (Dr. von
Victor Hugo, deutſch), 1839. – Fahr-
ten, 1840. – Vierundzwanzig Stun-
den, 1842. – Der Rhein (Br. v. Victor
Hugo, deutſch), 1842. – Das Blumen-
album, 1843. – Sonnenberg (Kunden
und Sagen), 1845. – Vignetten (Por-
träts und Genrebilder), 1845. – Das
Weib aus dem Volke (Schſp. n. dem
Franz. des Dennery), 1846. – Diana
von Mirmande (Dr. n. d. Franz. des
Augier), 1853. – Geſchichten aus und
nach dem Leben, 1853. – Freud und
Leid (Lr. u. Bilder), 1858. – Penta-
meron (Geſch. a. d. Leben), 1858. –
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Dre
Sibylliniſche Blätter, 1860. – Wohl-
taten (Aufzeichnungen für edle Her-
zen), 1865. Neue Ausg. u. dem T.:
Herzenſpiegel (En. u. Bilder), 1868.
– Momente (Leid u. Humor), 1866. –
Marianne, das Weib aus dem Volke
(Dr. a. d. Franz. überſ.), 1870.

*Drechsler, Paul,

geb. am 6. Mai
1861 in Leobſchütz (Schleſien) von
armen katholiſchen Eltern, zeigte ſich
früh als begabter Schüler u. gewann
dadurch die Zuneigung des Stadt-
pfarrers, der ihn auf ſeine Koſten
das Gymnaſium beſuchen ließ. Zwar
ſtarben ihm bald darauf Vater und
Mutter raſch nacheinander hin, aber
der Freiſchüler fand wohlwollende
Gönner und erteilte begehrten Pri-
vatunterricht. 1880 bezog er die Uni-
verſität Breslau, um, der Not gehor-
chend, Theologie zu ſtudieren. Aber
bald wandte er ſich der germaniſti-
ſchen Wiſſenſchaft und der alten und
neuen Philologie zu u. erreichte auch,
mochte es ihm auch mitunter ſehr
ſauer werden, ſein Ziel. Jm Jahre
1886 wurde er auf Grund einer lite-
raturgeſchichtlichen Abhandlung über
„Wenzel Scherffer v. Scherffenſtein“
zum Dr. phil. promoviert, genügte
dann 1886–87 mit Erfolg ſeiner Mi-
litärpflicht als Einjährig-Freiwilli-
ger, beſtand 1889 ſeine Staatsprü-
fung u. wirkte dann als Probandus
u. Hilfslehrer an den höheren Lehr-
anſtalten in Leobſchütz, Liebenthal,
Ohlau, Jauer, Sprottau u. Breslau,
worauf er Oſtern 1899 als Oberleh-
rer in Beuthen (Oberſchleſien) ange-
ſtellt wurde. Schon 1900 wurde er
als Dirigent des in der Entwicklung
begriffenen Gymnaſiums nach Za-
borze berufen, das er, ſeit 1903 als
Direktor, noch heute leitet.

S:

Hoditz,
der Wundergraf von Roßwald (E.),
1895. – Heimatluſt und Jugendglück
(Ge.), 1903. – Sitte, Brauch u. Volks-
glaube in Schleſien; II, 1903–05.

Drees, Heinrich,

geb. am 21. Juni
1857 in Münſter (Weſtfalen) ſtudierte

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[56/0060] Drä Dre begründete „Rheiniſche Taſchenbuch“ für das Jahr 1845 herausgab, bis er 1845 ſeinen bleibenden Wohnſitz in Darmſtadt nahm, wo er die Redak- tion der offiziellen „Darmſtädter Zei- tung“ führte. Jm Jahre 1852 durch das reaktionäre Miniſterium aus der Redaktion dieſer Zeitung verdrängt, gründete er alsbald „Die Muſe. Blätter für ernſte und heitere Unter- haltung“, die er bis 1858 herausgab. Jm Jahre 1853 wurde er zum Dra- maturgen des Hoftheaters ernannt, welche Stellung er bis an ſeinen Tod bekleidete. Durch den Herzog von Sachſen-Meiningen war ihm ſchon früher der Titel eines Hofrats ver- liehen worden (1845). Er ſtarb am 31. Dezbr. 1879. S: Romanzen, Lie- der u. Sonetten, 1826. – Die Löffel- ritter (N.), 1826. – Des P. Ovidius Naſo Lieder der Liebe, in gereimten Jamben überſ., 1827. – Glockenblu- men (Nn. u. En.); II, 1827–28. – Das Kloſter von St. Bernhard (R.), 1827. – Neuere Gedichte, 1828. – Welt und Ton (Bildungsbuch), 1830. – Her- nani (Dr. n. dem Franz. des Victor Hugo), 1830. – Bunte Bilder (En. u. Nn.), 1830. – Das Buch der Geſchich- ten, f. die Jugend, 1834. – Präzioſa (Unterhaltungsbuch f. Kinder), 1835. – Gruppen und Puppen (Nn. u. En.); II, 1836. – Gedichte, 1838. 4. A. 1861. – Herz und Ehre (Nn. u. Schilderun- gen); II, 1839. – Ruy Blas (Dr. von Victor Hugo, deutſch), 1839. – Fahr- ten, 1840. – Vierundzwanzig Stun- den, 1842. – Der Rhein (Br. v. Victor Hugo, deutſch), 1842. – Das Blumen- album, 1843. – Sonnenberg (Kunden und Sagen), 1845. – Vignetten (Por- träts und Genrebilder), 1845. – Das Weib aus dem Volke (Schſp. n. dem Franz. des Dennery), 1846. – Diana von Mirmande (Dr. n. d. Franz. des Augier), 1853. – Geſchichten aus und nach dem Leben, 1853. – Freud und Leid (Lr. u. Bilder), 1858. – Penta- meron (Geſch. a. d. Leben), 1858. – Sibylliniſche Blätter, 1860. – Wohl- taten (Aufzeichnungen für edle Her- zen), 1865. Neue Ausg. u. dem T.: Herzenſpiegel (En. u. Bilder), 1868. – Momente (Leid u. Humor), 1866. – Marianne, das Weib aus dem Volke (Dr. a. d. Franz. überſ.), 1870. *Drechsler, Paul, geb. am 6. Mai 1861 in Leobſchütz (Schleſien) von armen katholiſchen Eltern, zeigte ſich früh als begabter Schüler u. gewann dadurch die Zuneigung des Stadt- pfarrers, der ihn auf ſeine Koſten das Gymnaſium beſuchen ließ. Zwar ſtarben ihm bald darauf Vater und Mutter raſch nacheinander hin, aber der Freiſchüler fand wohlwollende Gönner und erteilte begehrten Pri- vatunterricht. 1880 bezog er die Uni- verſität Breslau, um, der Not gehor- chend, Theologie zu ſtudieren. Aber bald wandte er ſich der germaniſti- ſchen Wiſſenſchaft und der alten und neuen Philologie zu u. erreichte auch, mochte es ihm auch mitunter ſehr ſauer werden, ſein Ziel. Jm Jahre 1886 wurde er auf Grund einer lite- raturgeſchichtlichen Abhandlung über „Wenzel Scherffer v. Scherffenſtein“ zum Dr. phil. promoviert, genügte dann 1886–87 mit Erfolg ſeiner Mi- litärpflicht als Einjährig-Freiwilli- ger, beſtand 1889 ſeine Staatsprü- fung u. wirkte dann als Probandus u. Hilfslehrer an den höheren Lehr- anſtalten in Leobſchütz, Liebenthal, Ohlau, Jauer, Sprottau u. Breslau, worauf er Oſtern 1899 als Oberleh- rer in Beuthen (Oberſchleſien) ange- ſtellt wurde. Schon 1900 wurde er als Dirigent des in der Entwicklung begriffenen Gymnaſiums nach Za- borze berufen, das er, ſeit 1903 als Direktor, noch heute leitet. S: Hoditz, der Wundergraf von Roßwald (E.), 1895. – Heimatluſt und Jugendglück (Ge.), 1903. – Sitte, Brauch u. Volks- glaube in Schleſien; II, 1903–05. Drees, Heinrich, geb. am 21. Juni 1857 in Münſter (Weſtfalen) ſtudierte *

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Zitationshilfe: Brümmer, Franz: Lexikon der deutschen Dichter und Prosaisten vom Beginn des 19. Jahrhunderts bis zur Gegenwart. Bd. 2. 6. Aufl. Leipzig, 1913, S. 56. In: Deutsches Textarchiv <http://www.deutschestextarchiv.de/bruemmer_lexikon02_1913/60>, abgerufen am 23.02.2019.