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Brümmer, Franz: Lexikon der deutschen Dichter und Prosaisten vom Beginn des 19. Jahrhunderts bis zur Gegenwart. Bd. 2. 6. Aufl. Leipzig, 1913.

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herzustellen, mit dem er in München,
seit 1893 in Berlin u. andern großen
Städten Deutschlands, Österreichs,
der Schweiz Vorstellungen gab und
1895 selbst Amerika bereiste u. überall
außerordentliche Anerkennung ern-
tete. D. lebt jetzt in Schliersee.

S:


Lustige Jagd (Mundartl. Dn.), 1882.
- Der Juhschroa (Ge. in oberbayer.
Mundart), 1887. - Kirchweih (desgl.),
1889. - Die Schußzeit (Humor. Jagd-
bilder in oberb. Mundart), 1892. -
Münch'ner Or'ginale (Ge. in ober-
bayer. Mundart), 1894. - Waldhorn-
lieder (Jagdlieder a. alter u. neuer
Zeit, gesammelt u. hrsg.), 1905.

*Dreihann (u. Sulzberg am
Steinhof
), Marianne Freiin von,


wurde am 14. Septbr. 1839 zu Wien
als die Tochter des damaligen Oberst-
leutnants, späteren Generalfeldzeug-
meisters Freiherrn von D. geboren.
Diesem geist- u. gemütvollen Manne,
der die Freiheitskämpfe gegen Napo-
leon mitgemacht hatte, verdankt sie
allein ihre Herzensbildung. Sie blieb
unvermählt und wohnt seit langer
Zeit in Untermais bei Meran. Erst
im Alter von 56 Jahren, als eine
große Augenschwäche sie am Lesen hin-
derte, verfaßte sie ihr erstes Buch, das
sie von anderen niederschreiben ließ.

S:

Ein offenes Buch (Gedanken in
kunstlosen Reimen), 1897.

*Drerup, Engelbert,

geboren am
11. Febr. 1871 in Borghorst (West-
falen), absolvierte das Gymnasium
in Münster in W. und studierte seit
1889 an den Universitäten in Mün-
ster, München, Berlin, Freiburg i. B.
u. Leipzig vorwiegend klassische Phi-
lologie. Nachdem er Ostern 1894 in
Leipzig zum Dr. phil. promoviert
worden war, siedelte er nach München
über, wo er sich 1897 als Privatdo-
zent für klassische Philologie habili-
tierte. Für seine geistige Ausbildung
waren neben kleineren Reisen nach
Jtalien und Sizilien von entschei-
dender Bedeutung zwei größere, je
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Dre
dreiviertel Jahre währende Studien-
reisen ins Ausland, die er 1895-96
und 1901-02 -- die letztere im Auf-
trage der bayerischen Akademie der
Wissenschaften - unternahm, und die
ihn nach Belgien, Frankreich, Eng-
land, Jtalien, Griechenland, Klein-
asien und die Türkei führten. Jm
Jahre 1906 wurde er zum außer-
ordentlich. Professor ernannt. Außer
einer großen Anzahl philologischer
Werke veröffentlichte er

S:

Welt und
Leben (Ge.), 1902. - Der Pröpstling-
hof (R.), 1907.

*Dresbach, Ewald,

geboren am
3. Jan. 1854 zu Pettseifen im Kreise
Waldbroel (Rheinprovinz) als der
Sohn eines Gutsbesitzers, verlor sehr
frühe seine Eltern u. wurde deshalb
von seinem neunten Jahre an bei den
Großeltern im nahe gelegenen Huns-
heim erzogen. Bis zu seiner Kon-
firmation besuchte er hier die Volks-
schule, genoß dann zwei Jahre lang
vorbereitenden Gymnasialunterricht
in Bergneustadt und ging darauf auf
das Gymnasium in Wesel, das er
Ostern 1876 mit dem Zeugnis der
Reife verließ. Er studierte nun ein
Jahr in Tübingen und 1877-79 in
Berlin Theologie, hörte daneben aber
mit Vorliebe auch philosophische, so-
zialpolitische, sowie kunst- und lite-
raturgeschichtliche Vorlesungen. Nach
Absolvierung der Examina wurde er
1881 Pfarrverweser in Ahlen, 1882
Pfarrer in Liebershausen und 1888
in Halver (Westfalen), wo er noch
jetzt im Amte steht. Außer einer Reihe
theologischer und sozialpolitischer
Schriften veröffentlichte er

S:

Veil-
chen u. Himmelsschlüssel (Ge.), 1897.

*Dresler, Artur,

entstammt einer
angesehenen Bürgerfamilie in Berlin
und wurde dort am 7. Novbr. 1863
geboren. Träumerisch veranlagt, bil-
dete sich bei ihm schon frühzeitig ein
lebendiger Sinn für Kunst, haupt-
sächlich das Jnteresse an der Lite-
ratur aus, deren Schätze er sich wäh-

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Dre
herzuſtellen, mit dem er in München,
ſeit 1893 in Berlin u. andern großen
Städten Deutſchlands, Öſterreichs,
der Schweiz Vorſtellungen gab und
1895 ſelbſt Amerika bereiſte u. überall
außerordentliche Anerkennung ern-
tete. D. lebt jetzt in Schlierſee.

S:


Luſtige Jagd (Mundartl. Dn.), 1882.
– Der Juhſchroa (Ge. in oberbayer.
Mundart), 1887. – Kirchweih (desgl.),
1889. – Die Schußzeit (Humor. Jagd-
bilder in oberb. Mundart), 1892. –
Münch’ner Or’ginale (Ge. in ober-
bayer. Mundart), 1894. – Waldhorn-
lieder (Jagdlieder a. alter u. neuer
Zeit, geſammelt u. hrsg.), 1905.

*Dreihann (u. Sulzberg am
Steinhof
), Marianne Freiin von,


wurde am 14. Septbr. 1839 zu Wien
als die Tochter des damaligen Oberſt-
leutnants, ſpäteren Generalfeldzeug-
meiſters Freiherrn von D. geboren.
Dieſem geiſt- u. gemütvollen Manne,
der die Freiheitskämpfe gegen Napo-
leon mitgemacht hatte, verdankt ſie
allein ihre Herzensbildung. Sie blieb
unvermählt und wohnt ſeit langer
Zeit in Untermais bei Meran. Erſt
im Alter von 56 Jahren, als eine
große Augenſchwäche ſie am Leſen hin-
derte, verfaßte ſie ihr erſtes Buch, das
ſie von anderen niederſchreiben ließ.

S:

Ein offenes Buch (Gedanken in
kunſtloſen Reimen), 1897.

*Drerup, Engelbert,

geboren am
11. Febr. 1871 in Borghorſt (Weſt-
falen), abſolvierte das Gymnaſium
in Münſter in W. und ſtudierte ſeit
1889 an den Univerſitäten in Mün-
ſter, München, Berlin, Freiburg i. B.
u. Leipzig vorwiegend klaſſiſche Phi-
lologie. Nachdem er Oſtern 1894 in
Leipzig zum Dr. phil. promoviert
worden war, ſiedelte er nach München
über, wo er ſich 1897 als Privatdo-
zent für klaſſiſche Philologie habili-
tierte. Für ſeine geiſtige Ausbildung
waren neben kleineren Reiſen nach
Jtalien und Sizilien von entſchei-
dender Bedeutung zwei größere, je
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Dre
dreiviertel Jahre währende Studien-
reiſen ins Ausland, die er 1895–96
und 1901–02 — die letztere im Auf-
trage der bayeriſchen Akademie der
Wiſſenſchaften – unternahm, und die
ihn nach Belgien, Frankreich, Eng-
land, Jtalien, Griechenland, Klein-
aſien und die Türkei führten. Jm
Jahre 1906 wurde er zum außer-
ordentlich. Profeſſor ernannt. Außer
einer großen Anzahl philologiſcher
Werke veröffentlichte er

S:

Welt und
Leben (Ge.), 1902. – Der Pröpſtling-
hof (R.), 1907.

*Dresbach, Ewald,

geboren am
3. Jan. 1854 zu Pettſeifen im Kreiſe
Waldbroel (Rheinprovinz) als der
Sohn eines Gutsbeſitzers, verlor ſehr
frühe ſeine Eltern u. wurde deshalb
von ſeinem neunten Jahre an bei den
Großeltern im nahe gelegenen Huns-
heim erzogen. Bis zu ſeiner Kon-
firmation beſuchte er hier die Volks-
ſchule, genoß dann zwei Jahre lang
vorbereitenden Gymnaſialunterricht
in Bergneuſtadt und ging darauf auf
das Gymnaſium in Weſel, das er
Oſtern 1876 mit dem Zeugnis der
Reife verließ. Er ſtudierte nun ein
Jahr in Tübingen und 1877–79 in
Berlin Theologie, hörte daneben aber
mit Vorliebe auch philoſophiſche, ſo-
zialpolitiſche, ſowie kunſt- und lite-
raturgeſchichtliche Vorleſungen. Nach
Abſolvierung der Examina wurde er
1881 Pfarrverweſer in Ahlen, 1882
Pfarrer in Liebershauſen und 1888
in Halver (Weſtfalen), wo er noch
jetzt im Amte ſteht. Außer einer Reihe
theologiſcher und ſozialpolitiſcher
Schriften veröffentlichte er

S:

Veil-
chen u. Himmelsſchlüſſel (Ge.), 1897.

*Dresler, Artur,

entſtammt einer
angeſehenen Bürgerfamilie in Berlin
und wurde dort am 7. Novbr. 1863
geboren. Träumeriſch veranlagt, bil-
dete ſich bei ihm ſchon frühzeitig ein
lebendiger Sinn für Kunſt, haupt-
ſächlich das Jntereſſe an der Lite-
ratur aus, deren Schätze er ſich wäh-

*
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[58/0062] Dre Dre herzuſtellen, mit dem er in München, ſeit 1893 in Berlin u. andern großen Städten Deutſchlands, Öſterreichs, der Schweiz Vorſtellungen gab und 1895 ſelbſt Amerika bereiſte u. überall außerordentliche Anerkennung ern- tete. D. lebt jetzt in Schlierſee. S: Luſtige Jagd (Mundartl. Dn.), 1882. – Der Juhſchroa (Ge. in oberbayer. Mundart), 1887. – Kirchweih (desgl.), 1889. – Die Schußzeit (Humor. Jagd- bilder in oberb. Mundart), 1892. – Münch’ner Or’ginale (Ge. in ober- bayer. Mundart), 1894. – Waldhorn- lieder (Jagdlieder a. alter u. neuer Zeit, geſammelt u. hrsg.), 1905. *Dreihann (u. Sulzberg am Steinhof), Marianne Freiin von, wurde am 14. Septbr. 1839 zu Wien als die Tochter des damaligen Oberſt- leutnants, ſpäteren Generalfeldzeug- meiſters Freiherrn von D. geboren. Dieſem geiſt- u. gemütvollen Manne, der die Freiheitskämpfe gegen Napo- leon mitgemacht hatte, verdankt ſie allein ihre Herzensbildung. Sie blieb unvermählt und wohnt ſeit langer Zeit in Untermais bei Meran. Erſt im Alter von 56 Jahren, als eine große Augenſchwäche ſie am Leſen hin- derte, verfaßte ſie ihr erſtes Buch, das ſie von anderen niederſchreiben ließ. S: Ein offenes Buch (Gedanken in kunſtloſen Reimen), 1897. *Drerup, Engelbert, geboren am 11. Febr. 1871 in Borghorſt (Weſt- falen), abſolvierte das Gymnaſium in Münſter in W. und ſtudierte ſeit 1889 an den Univerſitäten in Mün- ſter, München, Berlin, Freiburg i. B. u. Leipzig vorwiegend klaſſiſche Phi- lologie. Nachdem er Oſtern 1894 in Leipzig zum Dr. phil. promoviert worden war, ſiedelte er nach München über, wo er ſich 1897 als Privatdo- zent für klaſſiſche Philologie habili- tierte. Für ſeine geiſtige Ausbildung waren neben kleineren Reiſen nach Jtalien und Sizilien von entſchei- dender Bedeutung zwei größere, je dreiviertel Jahre währende Studien- reiſen ins Ausland, die er 1895–96 und 1901–02 — die letztere im Auf- trage der bayeriſchen Akademie der Wiſſenſchaften – unternahm, und die ihn nach Belgien, Frankreich, Eng- land, Jtalien, Griechenland, Klein- aſien und die Türkei führten. Jm Jahre 1906 wurde er zum außer- ordentlich. Profeſſor ernannt. Außer einer großen Anzahl philologiſcher Werke veröffentlichte er S: Welt und Leben (Ge.), 1902. – Der Pröpſtling- hof (R.), 1907. *Dresbach, Ewald, geboren am 3. Jan. 1854 zu Pettſeifen im Kreiſe Waldbroel (Rheinprovinz) als der Sohn eines Gutsbeſitzers, verlor ſehr frühe ſeine Eltern u. wurde deshalb von ſeinem neunten Jahre an bei den Großeltern im nahe gelegenen Huns- heim erzogen. Bis zu ſeiner Kon- firmation beſuchte er hier die Volks- ſchule, genoß dann zwei Jahre lang vorbereitenden Gymnaſialunterricht in Bergneuſtadt und ging darauf auf das Gymnaſium in Weſel, das er Oſtern 1876 mit dem Zeugnis der Reife verließ. Er ſtudierte nun ein Jahr in Tübingen und 1877–79 in Berlin Theologie, hörte daneben aber mit Vorliebe auch philoſophiſche, ſo- zialpolitiſche, ſowie kunſt- und lite- raturgeſchichtliche Vorleſungen. Nach Abſolvierung der Examina wurde er 1881 Pfarrverweſer in Ahlen, 1882 Pfarrer in Liebershauſen und 1888 in Halver (Weſtfalen), wo er noch jetzt im Amte ſteht. Außer einer Reihe theologiſcher und ſozialpolitiſcher Schriften veröffentlichte er S: Veil- chen u. Himmelsſchlüſſel (Ge.), 1897. *Dresler, Artur, entſtammt einer angeſehenen Bürgerfamilie in Berlin und wurde dort am 7. Novbr. 1863 geboren. Träumeriſch veranlagt, bil- dete ſich bei ihm ſchon frühzeitig ein lebendiger Sinn für Kunſt, haupt- ſächlich das Jntereſſe an der Lite- ratur aus, deren Schätze er ſich wäh- *

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Zitationshilfe: Brümmer, Franz: Lexikon der deutschen Dichter und Prosaisten vom Beginn des 19. Jahrhunderts bis zur Gegenwart. Bd. 2. 6. Aufl. Leipzig, 1913, S. 58. In: Deutsches Textarchiv <http://www.deutschestextarchiv.de/bruemmer_lexikon02_1913/62>, abgerufen am 23.03.2019.