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Brümmer, Franz: Lexikon der deutschen Dichter und Prosaisten vom Beginn des 19. Jahrhunderts bis zur Gegenwart. Bd. 2. 6. Aufl. Leipzig, 1913.

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Dup
Dupont, Hermann,

geb. am 8. No-
vember 1862 in Berlin, zeigte schon
in frühen Jahren eine hervorragende
schriftstellerische Begabung, die ihn
der journalistisch. Tätigkeit zuführte.
Von Greiz, wo er als Redakteur ge-
wirkt hatte, kam er nach Berlin zu-
rück, trat 1892 in die Redaktion der
"Berliner Jllustrierten Zeitung" ein
und ging im Septbr. 1898 bei Grün-
dung der "Berliner Morgenpost" zu
dieser über. Jhr gehörte er bis zu
seinem Tode an, der am 7. Juni 1905
infolge einer Operation eintrat, wel-
cher sein durch Fieber geschwächter
Körper nicht mehr widerstand. D. ist
der Schöpfer der in Berlin sehr po-
pulär gewordenen Figur "Rentier
Mudicke".

S:

Enterbte des Glücks
(Berliner R.), 1896.

Dupre, Eduard,

Pseud. für Otto
Meyer;
s. d.!

Dupre, Heinz,

Pseud. für Hein-
rich Meyer;
s. d.!

Durangelo,

Pseud. für Arnold
Ruge;
s. d.!

*Dürauer, Franz Joseph,

* am
24. Febr. 1854 zu Wien als der Sohn
eines Lehrers, besuchte das Gymna-
sium und die Handelsakademie da-
selbst, wohnte auch als außerordent-
licher Hörer den Vorlesungen über
Geschichte und deutsche Literatur bei
und trat dann als Beamter in die
Dienste des niederösterreichisch. Lan-
desausschusses. 1875 wandte er sich
der Journalistik zu und lebte er als
Mitarbeiter am "Prager Tageblatt"
in Prag bis zu seinem am 24. Sept.
1895 erfolgten Tode.

S:

Da Sepp
(Ländl. G. in niederösterr. Mundart),
1877. - Sei mir gut! (Ge.), 1878. -
Verlorenes Glück (E. in V.), 1879. -
Ein Vorurteil (Volksst.), 1880. - Da
oldi Pfoara (Ländl. G. in nieder-
österr. Mundart), 1882.

Duren, Otto,

Pseudon. für Otto
Freiherr von Dungern; s. d.!

*Dürer, Emile,

geb. am 5. Mai
1859, hat seine früheste Jugend in
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Dür
Paris verlebt u. hier schon während
der Belagerung 1870 in den Schanz-
gräben seine Skizzen entworfen. Als
Kind von zehn Jahren gab er schon
auf dem Schiffe, mit dem er die Über-
fahrt nach Amerika machte, ein Jour-
nal heraus. Längere Zeit weilte er
in Berlin, wo er Lortzings Oper "Re-
gina" entdeckte u. für das "Berliner
Tageblatt" und "Bremer Courier"
viele Artikel schrieb. Mit Verdi und
Edison eng befreundet, hat er mit
ihnen durch viele Jahre einen regen
Briefwechsel unterhalten, auch über
Edison (1889) eine Monographie ge-
schrieben. Er hat seinen Wohnsitz jetzt
wieder in Paris, von wo aus er Be-
richte in französischer, deutscher, eng-
lischer, italienischer und spanischer
Sprache liefert, und wo er sich auch
als Jmpresario von Ruf betätigt.

S:

Das erste Debut (N.), 1876. -
Pariser Leben (R.), 1895. - Kadetten-
träume (Milit. Sk., frei n. dem Jta-
lien.), 1902.

*Düring, Christine

(auch: Christa)
von, pseudon. C. von Averdieck,
wurde am 14. Mai 1846 in Hargen
bei Brake a. d. Weser im Großherzog-
tum Oldenburg geboren, besuchte
eine höhere Töchterschule in Bremen
und darauf das Lehrerinnenseminar
zu Callnberg in Sachsen. Nach kur-
zer Lehrtätigkeit in Deutschland ging
sie zur Erweiterung und Vertiefung
ihrer sprachlichen Kenntnisse nach
Paris u. zwei Jahre später nach Eng-
land. Heimgekehrt, wirkte sie teils
als Privat-, teils als öffentliche Leh-
rerin u. nahm dann 1881 eine Stelle
als Erzieherin in Brasilien an, von
wo sie nach mehrjährigem Aufenthalt
durch die Revolution und das Mala-
riasieber vertrieben ward. Sie ließ
sich dann zur Heilung ihres erschüt-
terten Nervensystems in dem Bade-
orte Lauterberg am Harz nieder, wo
sie seitdem als Schriftstellerin tätig
war. Jm Jahre 1902 verlegte sie
ihren Wohnsitz nach Oslebshausen bei

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Dup
Dupont, Hermann,

geb. am 8. No-
vember 1862 in Berlin, zeigte ſchon
in frühen Jahren eine hervorragende
ſchriftſtelleriſche Begabung, die ihn
der journaliſtiſch. Tätigkeit zuführte.
Von Greiz, wo er als Redakteur ge-
wirkt hatte, kam er nach Berlin zu-
rück, trat 1892 in die Redaktion der
„Berliner Jlluſtrierten Zeitung“ ein
und ging im Septbr. 1898 bei Grün-
dung der „Berliner Morgenpoſt“ zu
dieſer über. Jhr gehörte er bis zu
ſeinem Tode an, der am 7. Juni 1905
infolge einer Operation eintrat, wel-
cher ſein durch Fieber geſchwächter
Körper nicht mehr widerſtand. D. iſt
der Schöpfer der in Berlin ſehr po-
pulär gewordenen Figur „Rentier
Mudicke“.

S:

Enterbte des Glücks
(Berliner R.), 1896.

Dupré, Eduard,

Pſeud. für Otto
Meyer;
ſ. d.!

Dupré, Heinz,

Pſeud. für Hein-
rich Meyer;
ſ. d.!

Durangelo,

Pſeud. für Arnold
Ruge;
ſ. d.!

*Dürauer, Franz Joſeph,

* am
24. Febr. 1854 zu Wien als der Sohn
eines Lehrers, beſuchte das Gymna-
ſium und die Handelsakademie da-
ſelbſt, wohnte auch als außerordent-
licher Hörer den Vorleſungen über
Geſchichte und deutſche Literatur bei
und trat dann als Beamter in die
Dienſte des niederöſterreichiſch. Lan-
desausſchuſſes. 1875 wandte er ſich
der Journaliſtik zu und lebte er als
Mitarbeiter am „Prager Tageblatt“
in Prag bis zu ſeinem am 24. Sept.
1895 erfolgten Tode.

S:

Da Sepp
(Ländl. G. in niederöſterr. Mundart),
1877. – Sei mir gut! (Ge.), 1878. –
Verlorenes Glück (E. in V.), 1879. –
Ein Vorurteil (Volksſt.), 1880. – Da
oldi Pfoara (Ländl. G. in nieder-
öſterr. Mundart), 1882.

Duren, Otto,

Pſeudon. für Otto
Freiherr von Dungern; ſ. d.!

*Dürer, Emile,

geb. am 5. Mai
1859, hat ſeine früheſte Jugend in
[Spaltenumbruch]

Dür
Paris verlebt u. hier ſchon während
der Belagerung 1870 in den Schanz-
gräben ſeine Skizzen entworfen. Als
Kind von zehn Jahren gab er ſchon
auf dem Schiffe, mit dem er die Über-
fahrt nach Amerika machte, ein Jour-
nal heraus. Längere Zeit weilte er
in Berlin, wo er Lortzings Oper „Re-
gina“ entdeckte u. für das „Berliner
Tageblatt“ und „Bremer Courier“
viele Artikel ſchrieb. Mit Verdi und
Ediſon eng befreundet, hat er mit
ihnen durch viele Jahre einen regen
Briefwechſel unterhalten, auch über
Ediſon (1889) eine Monographie ge-
ſchrieben. Er hat ſeinen Wohnſitz jetzt
wieder in Paris, von wo aus er Be-
richte in franzöſiſcher, deutſcher, eng-
liſcher, italieniſcher und ſpaniſcher
Sprache liefert, und wo er ſich auch
als Jmpreſario von Ruf betätigt.

S:

Das erſte Debut (N.), 1876. –
Pariſer Leben (R.), 1895. – Kadetten-
träume (Milit. Sk., frei n. dem Jta-
lien.), 1902.

*Düring, Chriſtine

(auch: Chriſta)
von, pſeudon. C. von Averdieck,
wurde am 14. Mai 1846 in Hargen
bei Brake a. d. Weſer im Großherzog-
tum Oldenburg geboren, beſuchte
eine höhere Töchterſchule in Bremen
und darauf das Lehrerinnenſeminar
zu Callnberg in Sachſen. Nach kur-
zer Lehrtätigkeit in Deutſchland ging
ſie zur Erweiterung und Vertiefung
ihrer ſprachlichen Kenntniſſe nach
Paris u. zwei Jahre ſpäter nach Eng-
land. Heimgekehrt, wirkte ſie teils
als Privat-, teils als öffentliche Leh-
rerin u. nahm dann 1881 eine Stelle
als Erzieherin in Braſilien an, von
wo ſie nach mehrjährigem Aufenthalt
durch die Revolution und das Mala-
riaſieber vertrieben ward. Sie ließ
ſich dann zur Heilung ihres erſchüt-
terten Nervenſyſtems in dem Bade-
orte Lauterberg am Harz nieder, wo
ſie ſeitdem als Schriftſtellerin tätig
war. Jm Jahre 1902 verlegte ſie
ihren Wohnſitz nach Oslebshauſen bei

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[78/0082] Dup Dür Dupont, Hermann, geb. am 8. No- vember 1862 in Berlin, zeigte ſchon in frühen Jahren eine hervorragende ſchriftſtelleriſche Begabung, die ihn der journaliſtiſch. Tätigkeit zuführte. Von Greiz, wo er als Redakteur ge- wirkt hatte, kam er nach Berlin zu- rück, trat 1892 in die Redaktion der „Berliner Jlluſtrierten Zeitung“ ein und ging im Septbr. 1898 bei Grün- dung der „Berliner Morgenpoſt“ zu dieſer über. Jhr gehörte er bis zu ſeinem Tode an, der am 7. Juni 1905 infolge einer Operation eintrat, wel- cher ſein durch Fieber geſchwächter Körper nicht mehr widerſtand. D. iſt der Schöpfer der in Berlin ſehr po- pulär gewordenen Figur „Rentier Mudicke“. S: Enterbte des Glücks (Berliner R.), 1896. Dupré, Eduard, Pſeud. für Otto Meyer; ſ. d.! Dupré, Heinz, Pſeud. für Hein- rich Meyer; ſ. d.! Durangelo, Pſeud. für Arnold Ruge; ſ. d.! *Dürauer, Franz Joſeph, * am 24. Febr. 1854 zu Wien als der Sohn eines Lehrers, beſuchte das Gymna- ſium und die Handelsakademie da- ſelbſt, wohnte auch als außerordent- licher Hörer den Vorleſungen über Geſchichte und deutſche Literatur bei und trat dann als Beamter in die Dienſte des niederöſterreichiſch. Lan- desausſchuſſes. 1875 wandte er ſich der Journaliſtik zu und lebte er als Mitarbeiter am „Prager Tageblatt“ in Prag bis zu ſeinem am 24. Sept. 1895 erfolgten Tode. S: Da Sepp (Ländl. G. in niederöſterr. Mundart), 1877. – Sei mir gut! (Ge.), 1878. – Verlorenes Glück (E. in V.), 1879. – Ein Vorurteil (Volksſt.), 1880. – Da oldi Pfoara (Ländl. G. in nieder- öſterr. Mundart), 1882. Duren, Otto, Pſeudon. für Otto Freiherr von Dungern; ſ. d.! *Dürer, Emile, geb. am 5. Mai 1859, hat ſeine früheſte Jugend in Paris verlebt u. hier ſchon während der Belagerung 1870 in den Schanz- gräben ſeine Skizzen entworfen. Als Kind von zehn Jahren gab er ſchon auf dem Schiffe, mit dem er die Über- fahrt nach Amerika machte, ein Jour- nal heraus. Längere Zeit weilte er in Berlin, wo er Lortzings Oper „Re- gina“ entdeckte u. für das „Berliner Tageblatt“ und „Bremer Courier“ viele Artikel ſchrieb. Mit Verdi und Ediſon eng befreundet, hat er mit ihnen durch viele Jahre einen regen Briefwechſel unterhalten, auch über Ediſon (1889) eine Monographie ge- ſchrieben. Er hat ſeinen Wohnſitz jetzt wieder in Paris, von wo aus er Be- richte in franzöſiſcher, deutſcher, eng- liſcher, italieniſcher und ſpaniſcher Sprache liefert, und wo er ſich auch als Jmpreſario von Ruf betätigt. S: Das erſte Debut (N.), 1876. – Pariſer Leben (R.), 1895. – Kadetten- träume (Milit. Sk., frei n. dem Jta- lien.), 1902. *Düring, Chriſtine (auch: Chriſta) von, pſeudon. C. von Averdieck, wurde am 14. Mai 1846 in Hargen bei Brake a. d. Weſer im Großherzog- tum Oldenburg geboren, beſuchte eine höhere Töchterſchule in Bremen und darauf das Lehrerinnenſeminar zu Callnberg in Sachſen. Nach kur- zer Lehrtätigkeit in Deutſchland ging ſie zur Erweiterung und Vertiefung ihrer ſprachlichen Kenntniſſe nach Paris u. zwei Jahre ſpäter nach Eng- land. Heimgekehrt, wirkte ſie teils als Privat-, teils als öffentliche Leh- rerin u. nahm dann 1881 eine Stelle als Erzieherin in Braſilien an, von wo ſie nach mehrjährigem Aufenthalt durch die Revolution und das Mala- riaſieber vertrieben ward. Sie ließ ſich dann zur Heilung ihres erſchüt- terten Nervenſyſtems in dem Bade- orte Lauterberg am Harz nieder, wo ſie ſeitdem als Schriftſtellerin tätig war. Jm Jahre 1902 verlegte ſie ihren Wohnſitz nach Oslebshauſen bei *

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Zitationshilfe: Brümmer, Franz: Lexikon der deutschen Dichter und Prosaisten vom Beginn des 19. Jahrhunderts bis zur Gegenwart. Bd. 2. 6. Aufl. Leipzig, 1913, S. 78. In: Deutsches Textarchiv <http://www.deutschestextarchiv.de/bruemmer_lexikon02_1913/82>, abgerufen am 20.03.2019.