Anmelden (DTAQ) DWDS     dlexDB     CLARIN-D

Brümmer, Franz: Lexikon der deutschen Dichter und Prosaisten vom Beginn des 19. Jahrhunderts bis zur Gegenwart. Bd. 3. 6. Aufl. Leipzig, 1913.

Bild:
<< vorherige Seite


[Spaltenumbruch]

Hei
halle" in Herisau in der Schweiz, auf
deren Trümmern er in seiner Heimat
noch in demselben Jahre das "Deut-
sche Dichterheim" begründete, in wel-
chem 1883 auch die Ecksteinsche "Deut-
sche Dichterhalle" aufging. Jm Jahre
1893 trat H. von der Leitung dieses
Blattes zurück und lebte seitdem in
Blasewitz-Dresden, wo er Ende Au-
gust 1912 starb.

S:

Musenalmanach
für 1882 (mit seinem Vater hersg.),
1882. - Jm Wechsel der Tage (An-
thol., mit s. Vater Alfred H. hersg.),
1886. 11. A. 1903. - Geschichte der
deutschen Literatur von Goethes Tode
bis zur Gegenwart (mit Rudolf
Goette verfaßt), 1890. 2. A. 1903. -
Deutsche Poetik (mit Rud. Goette),
1891. - Aus Dur und Moll (Ge., mit
seiner Gattin), 1897.

*Heinzel, Max,

* am 28. Oktober
1833 (nicht: 1834) zu Ossig in Schle-
sien, war zum Kaufmann bestimmt,
doch führte ihn ein günstiges Geschick
frühe nach Breslau, wo er, nach dem
Tode seines Vaters durch einen wohl-
habenden Oheim unterstützt, das
Matthias-Gymnasium besuchte. Der
Wunsch seiner Familie, ihn als Theo-
logen zu sehen, und seine persönliche
Neigung, zur Bühne zu gehen, führ-
ten schließlich zu einem Konflikt, der
H. bewog, Hauslehrer zu werden.
Nachdem er eine solche Stellung in
verschiedenen gräflichen Häusern sei-
ner heimatlichen Provinz bekleidet,
ging er 1867 nach Berlin, wo er den
pädagogischen Beruf mit dem jour-
nalistischen vertauschte, indem er teils
für die "Norddeutsche Allgemeine
Zeitung" als parlamentarischer Re-
porter tätig war, teils Theaterkriti-
ken, Essays, Novellen und Kauserien
in bunter Vielseitigkeit produzierte,
die in der "Montagzeitung, Roman-
zeitung, Deutschen Dichterhalle, Neu-
zeit, dem Sonntagsblatt und Neuen
Blatt" Aufnahme fanden. Die Ein-
ladung eines Freundes führte H. 1869
zu längerem Aufenthalte nach Kopen-
[Spaltenumbruch]

Hei
hagen, wo er die Bekanntschaft däni-
scher Dichter, auch Andersens, machte
und sich eingehend mit der dänischen
Sprache und Literatur beschäftigte.
Zurückgekehrt, redigierte er nachein-
ander die "Bromberger Zeitung",
das "Waldenburger Wochenblatt",
seit 1873 den "Oberschlesischen Anzei-
ger" in Ratibor, seit 1876 den "Haus-
freund" in Neurode u. seit 1882 den
"Schlesischen Volksboten" in Reichen-
bach. Jm Jahre 1885 siedelte er nach
Schweidnitz über, wo er bis zu Ende
d. J. als Redakteur tätig war, dann
aber als unabhängiger Schriftsteller
lebte. Der schlesische Provinzialland-
tag verlieh ihm 1893 für seine Lebens-
dauer einen jährlichen Ehrensold von
500 Mark. Er starb in Schweidnitz
am 1. November 1898. Drei Jahre
später wurde ihm daselbst von Freun-
den ein Denkmal gestiftet.

S:

Aus
Herzensgrund (Ge.), 1867. - Vägerle,
flieg aus! (Ge. in schlesischer Mund-
art), 1875. 2. A. 1897. - Ohne Titel
(Übersetzgn. a. d. Dänischen), 1878. -
A schlä'sches Pukettel (Ge.), 1880.
4. A. 1901. - Humoristische Genre-
bilder, 1881. - Ock ni trübetimplig!
(Schlä'sche Verzählsel), 1881. 5. A.
1905. - A lustiger Bruder (Neue schlä'-
sche Schnoken), 1882. 3. A. 1897. -
Der gemittliche Schläsinger (Kalen-
der für 1883 ff.). - Mei jüngstes Kindel
(Schlä'sche Geschichten), 1884. 2. A.
1909. - Fahrende Gesellen (Hochdeut-
sches u. Mundartl.), 1885. - Maiglöckel
(Dn. in schles. Mundart), 1888. - Jn
Sturm und Wetter (Dn.), 1888. 2. A.
1907. - Jn Rübezahls Reich und an-
dere Dichtungen, 1891. - A frisches
Riechel (Hochdtsch. und Mundartl.),
1894. 2. A. 1908. - 's Julerle vum
Priezelte (Schw.), 1906. 2. A. 1906.
- Die drei Freier (Schsp. n. d. Däni-
schen d. Hostrup), 1906.

Heinzen, Karl Peter,

geb. am
22. Febr. 1809 zu Grevenbroich in der
preußischen Rheinprovinz, besuchte
das Gymnasium in Kleve und bezog

*


[Spaltenumbruch]

Hei
halle“ in Heriſau in der Schweiz, auf
deren Trümmern er in ſeiner Heimat
noch in demſelben Jahre das „Deut-
ſche Dichterheim“ begründete, in wel-
chem 1883 auch die Eckſteinſche „Deut-
ſche Dichterhalle“ aufging. Jm Jahre
1893 trat H. von der Leitung dieſes
Blattes zurück und lebte ſeitdem in
Blaſewitz-Dresden, wo er Ende Au-
guſt 1912 ſtarb.

S:

Muſenalmanach
für 1882 (mit ſeinem Vater hersg.),
1882. – Jm Wechſel der Tage (An-
thol., mit ſ. Vater Alfred H. hersg.),
1886. 11. A. 1903. – Geſchichte der
deutſchen Literatur von Goethes Tode
bis zur Gegenwart (mit Rudolf
Goette verfaßt), 1890. 2. A. 1903. –
Deutſche Poetik (mit Rud. Goette),
1891. – Aus Dur und Moll (Ge., mit
ſeiner Gattin), 1897.

*Heinzel, Max,

* am 28. Oktober
1833 (nicht: 1834) zu Oſſig in Schle-
ſien, war zum Kaufmann beſtimmt,
doch führte ihn ein günſtiges Geſchick
frühe nach Breslau, wo er, nach dem
Tode ſeines Vaters durch einen wohl-
habenden Oheim unterſtützt, das
Matthias-Gymnaſium beſuchte. Der
Wunſch ſeiner Familie, ihn als Theo-
logen zu ſehen, und ſeine perſönliche
Neigung, zur Bühne zu gehen, führ-
ten ſchließlich zu einem Konflikt, der
H. bewog, Hauslehrer zu werden.
Nachdem er eine ſolche Stellung in
verſchiedenen gräflichen Häuſern ſei-
ner heimatlichen Provinz bekleidet,
ging er 1867 nach Berlin, wo er den
pädagogiſchen Beruf mit dem jour-
naliſtiſchen vertauſchte, indem er teils
für die „Norddeutſche Allgemeine
Zeitung“ als parlamentariſcher Re-
porter tätig war, teils Theaterkriti-
ken, Eſſays, Novellen und Kauſerien
in bunter Vielſeitigkeit produzierte,
die in der „Montagzeitung, Roman-
zeitung, Deutſchen Dichterhalle, Neu-
zeit, dem Sonntagsblatt und Neuen
Blatt“ Aufnahme fanden. Die Ein-
ladung eines Freundes führte H. 1869
zu längerem Aufenthalte nach Kopen-
[Spaltenumbruch]

Hei
hagen, wo er die Bekanntſchaft däni-
ſcher Dichter, auch Anderſens, machte
und ſich eingehend mit der däniſchen
Sprache und Literatur beſchäftigte.
Zurückgekehrt, redigierte er nachein-
ander die „Bromberger Zeitung“,
das „Waldenburger Wochenblatt“,
ſeit 1873 den „Oberſchleſiſchen Anzei-
ger“ in Ratibor, ſeit 1876 den „Haus-
freund“ in Neurode u. ſeit 1882 den
„Schleſiſchen Volksboten“ in Reichen-
bach. Jm Jahre 1885 ſiedelte er nach
Schweidnitz über, wo er bis zu Ende
d. J. als Redakteur tätig war, dann
aber als unabhängiger Schriftſteller
lebte. Der ſchleſiſche Provinzialland-
tag verlieh ihm 1893 für ſeine Lebens-
dauer einen jährlichen Ehrenſold von
500 Mark. Er ſtarb in Schweidnitz
am 1. November 1898. Drei Jahre
ſpäter wurde ihm daſelbſt von Freun-
den ein Denkmal geſtiftet.

S:

Aus
Herzensgrund (Ge.), 1867. – Vägerle,
flieg aus! (Ge. in ſchleſiſcher Mund-
art), 1875. 2. A. 1897. – Ohne Titel
(Überſetzgn. a. d. Däniſchen), 1878. –
A ſchlä’ſches Pukettel (Ge.), 1880.
4. A. 1901. – Humoriſtiſche Genre-
bilder, 1881. – Ock ni trübetimplig!
(Schlä’ſche Verzählſel), 1881. 5. A.
1905. – A luſtiger Bruder (Neue ſchlä’-
ſche Schnoken), 1882. 3. A. 1897. –
Der gemittliche Schläſinger (Kalen-
der für 1883 ff.). – Mei jüngſtes Kindel
(Schlä’ſche Geſchichten), 1884. 2. A.
1909. – Fahrende Geſellen (Hochdeut-
ſches u. Mundartl.), 1885. – Maiglöckel
(Dn. in ſchleſ. Mundart), 1888. – Jn
Sturm und Wetter (Dn.), 1888. 2. A.
1907. – Jn Rübezahls Reich und an-
dere Dichtungen, 1891. – A friſches
Riechel (Hochdtſch. und Mundartl.),
1894. 2. A. 1908. – ’s Julerle vum
Priezelte (Schw.), 1906. 2. A. 1906.
– Die drei Freier (Schſp. n. d. Däni-
ſchen d. Hoſtrup), 1906.

Heinzen, Karl Peter,

geb. am
22. Febr. 1809 zu Grevenbroich in der
preußiſchen Rheinprovinz, beſuchte
das Gymnaſium in Kleve und bezog

*
<TEI>
  <text>
    <body>
      <div type="index" n="1">
        <p><pb facs="#f0140" n="136"/><lb/><cb/><lb/>
<fw type="header" place="top"><hi rendition="#g">Hei</hi></fw><lb/>
halle&#x201C; in Heri&#x017F;au in der Schweiz, auf<lb/>
deren Trümmern er in &#x017F;einer Heimat<lb/>
noch in dem&#x017F;elben Jahre das &#x201E;Deut-<lb/>
&#x017F;che Dichterheim&#x201C; begründete, in wel-<lb/>
chem 1883 auch die Eck&#x017F;tein&#x017F;che &#x201E;Deut-<lb/>
&#x017F;che Dichterhalle&#x201C; aufging. Jm Jahre<lb/>
1893 trat H. von der Leitung die&#x017F;es<lb/>
Blattes zurück und lebte &#x017F;eitdem in<lb/>
Bla&#x017F;ewitz-Dresden, wo er Ende Au-<lb/>
gu&#x017F;t 1912 &#x017F;tarb. </p><lb/>
        <div type="bibliography" n="2">
          <head> <hi rendition="#i">S:</hi> </head>
          <p> Mu&#x017F;enalmanach<lb/>
für 1882 (mit &#x017F;einem Vater hersg.),<lb/>
1882. &#x2013; Jm Wech&#x017F;el der Tage (An-<lb/>
thol., mit &#x017F;. Vater Alfred H. hersg.),<lb/>
1886. 11. A. 1903. &#x2013; Ge&#x017F;chichte der<lb/>
deut&#x017F;chen Literatur von Goethes Tode<lb/>
bis zur Gegenwart (mit Rudolf<lb/>
Goette verfaßt), 1890. 2. A. 1903. &#x2013;<lb/>
Deut&#x017F;che Poetik (mit Rud. Goette),<lb/>
1891. &#x2013; Aus Dur und Moll (Ge., mit<lb/>
&#x017F;einer Gattin), 1897.</p><lb/>
        </div>
      </div><lb/>
      <div type="index" n="1">
        <head>*<hi rendition="#b">Heinzel,</hi> Max,</head>
        <p> * am 28. Oktober<lb/>
1833 (nicht: 1834) zu O&#x017F;&#x017F;ig in Schle-<lb/>
&#x017F;ien, war zum Kaufmann be&#x017F;timmt,<lb/>
doch führte ihn ein gün&#x017F;tiges Ge&#x017F;chick<lb/>
frühe nach Breslau, wo er, nach dem<lb/>
Tode &#x017F;eines Vaters durch einen wohl-<lb/>
habenden Oheim unter&#x017F;tützt, das<lb/>
Matthias-Gymna&#x017F;ium be&#x017F;uchte. Der<lb/>
Wun&#x017F;ch &#x017F;einer Familie, ihn als Theo-<lb/>
logen zu &#x017F;ehen, und &#x017F;eine per&#x017F;önliche<lb/>
Neigung, zur Bühne zu gehen, führ-<lb/>
ten &#x017F;chließlich zu einem Konflikt, der<lb/>
H. bewog, Hauslehrer zu werden.<lb/>
Nachdem er eine &#x017F;olche Stellung in<lb/>
ver&#x017F;chiedenen gräflichen Häu&#x017F;ern &#x017F;ei-<lb/>
ner heimatlichen Provinz bekleidet,<lb/>
ging er 1867 nach Berlin, wo er den<lb/>
pädagogi&#x017F;chen Beruf mit dem jour-<lb/>
nali&#x017F;ti&#x017F;chen vertau&#x017F;chte, indem er teils<lb/>
für die &#x201E;Norddeut&#x017F;che Allgemeine<lb/>
Zeitung&#x201C; als parlamentari&#x017F;cher Re-<lb/>
porter tätig war, teils Theaterkriti-<lb/>
ken, E&#x017F;&#x017F;ays, Novellen und Kau&#x017F;erien<lb/>
in bunter Viel&#x017F;eitigkeit produzierte,<lb/>
die in der &#x201E;Montagzeitung, Roman-<lb/>
zeitung, Deut&#x017F;chen Dichterhalle, Neu-<lb/>
zeit, dem Sonntagsblatt und Neuen<lb/>
Blatt&#x201C; Aufnahme fanden. Die Ein-<lb/>
ladung eines Freundes führte H. 1869<lb/>
zu längerem Aufenthalte nach Kopen-<lb/><cb/><lb/>
<fw type="header" place="top"><hi rendition="#g">Hei</hi></fw><lb/>
hagen, wo er die Bekannt&#x017F;chaft däni-<lb/>
&#x017F;cher Dichter, auch Ander&#x017F;ens, machte<lb/>
und &#x017F;ich eingehend mit der däni&#x017F;chen<lb/>
Sprache und Literatur be&#x017F;chäftigte.<lb/>
Zurückgekehrt, redigierte er nachein-<lb/>
ander die &#x201E;Bromberger Zeitung&#x201C;,<lb/>
das &#x201E;Waldenburger Wochenblatt&#x201C;,<lb/>
&#x017F;eit 1873 den &#x201E;Ober&#x017F;chle&#x017F;i&#x017F;chen Anzei-<lb/>
ger&#x201C; in Ratibor, &#x017F;eit 1876 den &#x201E;Haus-<lb/>
freund&#x201C; in Neurode u. &#x017F;eit 1882 den<lb/>
&#x201E;Schle&#x017F;i&#x017F;chen Volksboten&#x201C; in Reichen-<lb/>
bach. Jm Jahre 1885 &#x017F;iedelte er nach<lb/>
Schweidnitz über, wo er bis zu Ende<lb/>
d. J. als Redakteur tätig war, dann<lb/>
aber als unabhängiger Schrift&#x017F;teller<lb/>
lebte. Der &#x017F;chle&#x017F;i&#x017F;che Provinzialland-<lb/>
tag verlieh ihm 1893 für &#x017F;eine Lebens-<lb/>
dauer einen jährlichen Ehren&#x017F;old von<lb/>
500 Mark. Er &#x017F;tarb in Schweidnitz<lb/>
am 1. November 1898. Drei Jahre<lb/>
&#x017F;päter wurde ihm da&#x017F;elb&#x017F;t von Freun-<lb/>
den ein Denkmal ge&#x017F;tiftet. </p><lb/>
        <div type="bibliography" n="2">
          <head> <hi rendition="#i">S:</hi> </head>
          <p> Aus<lb/>
Herzensgrund (Ge.), 1867. &#x2013; Vägerle,<lb/>
flieg aus! (Ge. in &#x017F;chle&#x017F;i&#x017F;cher Mund-<lb/>
art), 1875. 2. A. 1897. &#x2013; Ohne Titel<lb/>
(Über&#x017F;etzgn. a. d. Däni&#x017F;chen), 1878. &#x2013;<lb/>
A &#x017F;chlä&#x2019;&#x017F;ches Pukettel (Ge.), 1880.<lb/>
4. A. 1901. &#x2013; Humori&#x017F;ti&#x017F;che Genre-<lb/>
bilder, 1881. &#x2013; Ock ni trübetimplig!<lb/>
(Schlä&#x2019;&#x017F;che Verzähl&#x017F;el), 1881. 5. A.<lb/>
1905. &#x2013; A lu&#x017F;tiger Bruder (Neue &#x017F;chlä&#x2019;-<lb/>
&#x017F;che Schnoken), 1882. 3. A. 1897. &#x2013;<lb/>
Der gemittliche Schlä&#x017F;inger (Kalen-<lb/>
der für 1883 ff.). &#x2013; Mei jüng&#x017F;tes Kindel<lb/>
(Schlä&#x2019;&#x017F;che Ge&#x017F;chichten), 1884. 2. A.<lb/>
1909. &#x2013; Fahrende Ge&#x017F;ellen (Hochdeut-<lb/>
&#x017F;ches u. Mundartl.), 1885. &#x2013; Maiglöckel<lb/>
(Dn. in &#x017F;chle&#x017F;. Mundart), 1888. &#x2013; Jn<lb/>
Sturm und Wetter (Dn.), 1888. 2. A.<lb/>
1907. &#x2013; Jn Rübezahls Reich und an-<lb/>
dere Dichtungen, 1891. &#x2013; A fri&#x017F;ches<lb/>
Riechel (Hochdt&#x017F;ch. und Mundartl.),<lb/>
1894. 2. A. 1908. &#x2013; &#x2019;s Julerle vum<lb/>
Priezelte (Schw.), 1906. 2. A. 1906.<lb/>
&#x2013; Die drei Freier (Sch&#x017F;p. n. d. Däni-<lb/>
&#x017F;chen d. Ho&#x017F;trup), 1906.</p><lb/>
        </div>
      </div><lb/>
      <div type="index" n="1">
        <head><hi rendition="#b">Heinzen,</hi><hi rendition="#g">Karl</hi> Peter,</head>
        <p> geb. am<lb/>
22. Febr. 1809 zu Grevenbroich in der<lb/>
preußi&#x017F;chen Rheinprovinz, be&#x017F;uchte<lb/>
das Gymna&#x017F;ium in Kleve und bezog<lb/>
<fw type="sig" place="bottom">*</fw><lb/></p>
      </div>
    </body>
  </text>
</TEI>
[136/0140] Hei Hei halle“ in Heriſau in der Schweiz, auf deren Trümmern er in ſeiner Heimat noch in demſelben Jahre das „Deut- ſche Dichterheim“ begründete, in wel- chem 1883 auch die Eckſteinſche „Deut- ſche Dichterhalle“ aufging. Jm Jahre 1893 trat H. von der Leitung dieſes Blattes zurück und lebte ſeitdem in Blaſewitz-Dresden, wo er Ende Au- guſt 1912 ſtarb. S: Muſenalmanach für 1882 (mit ſeinem Vater hersg.), 1882. – Jm Wechſel der Tage (An- thol., mit ſ. Vater Alfred H. hersg.), 1886. 11. A. 1903. – Geſchichte der deutſchen Literatur von Goethes Tode bis zur Gegenwart (mit Rudolf Goette verfaßt), 1890. 2. A. 1903. – Deutſche Poetik (mit Rud. Goette), 1891. – Aus Dur und Moll (Ge., mit ſeiner Gattin), 1897. *Heinzel, Max, * am 28. Oktober 1833 (nicht: 1834) zu Oſſig in Schle- ſien, war zum Kaufmann beſtimmt, doch führte ihn ein günſtiges Geſchick frühe nach Breslau, wo er, nach dem Tode ſeines Vaters durch einen wohl- habenden Oheim unterſtützt, das Matthias-Gymnaſium beſuchte. Der Wunſch ſeiner Familie, ihn als Theo- logen zu ſehen, und ſeine perſönliche Neigung, zur Bühne zu gehen, führ- ten ſchließlich zu einem Konflikt, der H. bewog, Hauslehrer zu werden. Nachdem er eine ſolche Stellung in verſchiedenen gräflichen Häuſern ſei- ner heimatlichen Provinz bekleidet, ging er 1867 nach Berlin, wo er den pädagogiſchen Beruf mit dem jour- naliſtiſchen vertauſchte, indem er teils für die „Norddeutſche Allgemeine Zeitung“ als parlamentariſcher Re- porter tätig war, teils Theaterkriti- ken, Eſſays, Novellen und Kauſerien in bunter Vielſeitigkeit produzierte, die in der „Montagzeitung, Roman- zeitung, Deutſchen Dichterhalle, Neu- zeit, dem Sonntagsblatt und Neuen Blatt“ Aufnahme fanden. Die Ein- ladung eines Freundes führte H. 1869 zu längerem Aufenthalte nach Kopen- hagen, wo er die Bekanntſchaft däni- ſcher Dichter, auch Anderſens, machte und ſich eingehend mit der däniſchen Sprache und Literatur beſchäftigte. Zurückgekehrt, redigierte er nachein- ander die „Bromberger Zeitung“, das „Waldenburger Wochenblatt“, ſeit 1873 den „Oberſchleſiſchen Anzei- ger“ in Ratibor, ſeit 1876 den „Haus- freund“ in Neurode u. ſeit 1882 den „Schleſiſchen Volksboten“ in Reichen- bach. Jm Jahre 1885 ſiedelte er nach Schweidnitz über, wo er bis zu Ende d. J. als Redakteur tätig war, dann aber als unabhängiger Schriftſteller lebte. Der ſchleſiſche Provinzialland- tag verlieh ihm 1893 für ſeine Lebens- dauer einen jährlichen Ehrenſold von 500 Mark. Er ſtarb in Schweidnitz am 1. November 1898. Drei Jahre ſpäter wurde ihm daſelbſt von Freun- den ein Denkmal geſtiftet. S: Aus Herzensgrund (Ge.), 1867. – Vägerle, flieg aus! (Ge. in ſchleſiſcher Mund- art), 1875. 2. A. 1897. – Ohne Titel (Überſetzgn. a. d. Däniſchen), 1878. – A ſchlä’ſches Pukettel (Ge.), 1880. 4. A. 1901. – Humoriſtiſche Genre- bilder, 1881. – Ock ni trübetimplig! (Schlä’ſche Verzählſel), 1881. 5. A. 1905. – A luſtiger Bruder (Neue ſchlä’- ſche Schnoken), 1882. 3. A. 1897. – Der gemittliche Schläſinger (Kalen- der für 1883 ff.). – Mei jüngſtes Kindel (Schlä’ſche Geſchichten), 1884. 2. A. 1909. – Fahrende Geſellen (Hochdeut- ſches u. Mundartl.), 1885. – Maiglöckel (Dn. in ſchleſ. Mundart), 1888. – Jn Sturm und Wetter (Dn.), 1888. 2. A. 1907. – Jn Rübezahls Reich und an- dere Dichtungen, 1891. – A friſches Riechel (Hochdtſch. und Mundartl.), 1894. 2. A. 1908. – ’s Julerle vum Priezelte (Schw.), 1906. 2. A. 1906. – Die drei Freier (Schſp. n. d. Däni- ſchen d. Hoſtrup), 1906. Heinzen, Karl Peter, geb. am 22. Febr. 1809 zu Grevenbroich in der preußiſchen Rheinprovinz, beſuchte das Gymnaſium in Kleve und bezog *

Suche im Werk

Hilfe

Informationen zum Werk

Download dieses Werks

XML (TEI P5) · HTML · Text
TCF (text annotation layer)
TCF (tokenisiert, serialisiert, lemmatisiert, normalisiert)
XML (TEI P5 inkl. att.linguistic)

Metadaten zum Werk

TEI-Header · CMDI · Dublin Core

Ansichten dieser Seite

Voyant Tools ?

Feedback

Sie haben einen Fehler gefunden? Dann können Sie diesen über unsere Qualitätssicherungsplattform DTAQ melden.

Kommentar zur DTA-Ausgabe

Dieses Werk wurde gemäß den DTA-Transkriptionsrichtlinien im Double-Keying-Verfahren von Nicht-Muttersprachlern erfasst und in XML/TEI P5 nach DTA-Basisformat kodiert.




Ansicht auf Standard zurückstellen

URL zu diesem Werk: http://www.deutschestextarchiv.de/bruemmer_lexikon03_1913
URL zu dieser Seite: http://www.deutschestextarchiv.de/bruemmer_lexikon03_1913/140
Zitationshilfe: Brümmer, Franz: Lexikon der deutschen Dichter und Prosaisten vom Beginn des 19. Jahrhunderts bis zur Gegenwart. Bd. 3. 6. Aufl. Leipzig, 1913, S. 136. In: Deutsches Textarchiv <http://www.deutschestextarchiv.de/bruemmer_lexikon03_1913/140>, abgerufen am 22.03.2019.