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Brümmer, Franz: Lexikon der deutschen Dichter und Prosaisten vom Beginn des 19. Jahrhunderts bis zur Gegenwart. Bd. 3. 6. Aufl. Leipzig, 1913.

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Simmern, dann in seiner Heimat an-
gestellt u. wirkte später in Uhler bei
Castellaun, wo er am 27. Jan. 1886 +.

S:

Hunsrücker Dorfgeschichten (Ge-
samm. En. u. Nn.), 1875. - Umsonst
(E.), 1882.

Heisen, Friedrich von,

Pseud. für
Hermann von Friesen; s. d.!

He sterbergk, Konstanze,

Pseud.
für Marie Konstanze von Mala-
pert!

*Heitemeyer, Ferdinand Ju-
lius Joseph,

wurde am 10. Februar
1828 zu Paderborn in Westfalen ge-
boren. Sein Vater, Orgelbauer da-
selbst, vererbte auf ihn die Liebe für
Kunst und Musik, starb aber leider
sehr früh. Der Sohn besuchte das
dortige Gymnasium Theodorianum,
studierte 1848-50 Philosophie, Phi-
lologie u. Theologie zu Münster und
Paderborn, empfing 1853 die Prie-
sterweihe, wirkte dann mehr als sieben
Jahre als Kaplan zu Hörste, wurde
1861 Pfarrer zu Nordherringen, 1867
Pfarrer zu Ösdorf bei Westheim und
1887 in Beverungen, wo er am 24.
Jan. 1892 starb.

S:

Gedichte, 1874.
1886. - Ehrenpreis für Papst Pius IX.
(Ge.), 1.-4. A., 1877. - Harfe der
Liebe zum allerheil. Altarssakramente
(Ge.), 4. A., 1896. - Deutsche Sagen,
1885. - Clodoald (Dr.), 1886. -
Abendglocken (Ge.), 1889. - Sagen u.
Legenden aus fernen Landen, 1891.

Heiter, Lachmundus,

Pseud. für
Bernard Cremann; s. d.!

Heitmann, Barthold,

* am 9. Ja-
nuar 1809 auf der hamburgischen
Jnsel Ochsenwerder als der einzige
Sohn armer Landleute, besuchte bis
zum 15. Jahre die Landschule seiner
Heimat, ward später privatim von
dem Professor Hipp u. auf dem Ham-
burger Gymnasium gebildet und kam
1825 als Hilfslehrer an eine Privat-
schule in Hamburg. Jm Jahre 1827
ging er zur Bühne, war dann von
1829-30 Hilfslehrer in Wandsbeck u.
privatisierte seitdem in Hamburg,
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gleichzeitig unter Prof. Hipp und am
Gymnasium seine Studien fortsetzend.
Jm Jahre 1840 errichtete er eine
Knabenschule in der Vorstadt St.
Pauli, die er aber 1843 wieder auf-
gab, um sich ganz literarischen Arbei-
ten zu widmen. Mehrere seiner Dra-
men wurden mit großem Erfolge in
Hamburg gegeben. Mit G. Schirges
war er Gründer des Hamburger Bil-
dungsvereins für Arbeiter; auch redi-
gierte er ein Jahr lang (1851-52) die
"Reform", die in belletristischer Hin-
sicht nie so gut geleitet worden ist,
als von ihm. Jm Jahre 1856 er-
krankte er schwer und siechte langsam
dahin, bis er am 24. Juli 1862 starb.

S:

Sturm und Stille (Lyrisch-Poli-
tisches u. Dramatisches), 2. A., 1850.
- Die Proletarier (N.), 1852. - Auf-
geführt: Armin (Dr., 1846). - Frida
(Dr. G., 1852). - Hamburg bei Tag
(P., 1850).

Heitmann, Karl Friedrich,

geb.
am 9. Juni 1875 in Hamburg, lebt
(1900) in Niederschönhausen b. Ber-
lin.

S:

Madonna der Sünde und
anderes (Seelenskizz.), 1898. - Rung-
holt (Schsp.), 1902.

Heitmüller, Franz Ferdinand,


wurde am 16. März 1864 zu Ham-
burg als der Sohn eines Tierarztes
geboren, der 1870 nach Altona über-
siedelte und 1885 starb. Nachdem der
Sohn seine Vorbildung auf verschie-
denen Gymnasien, besonders dem zu
Wandsbeck, erhalten, bezog er Ostern
1886 die Universität Jena, um sich
dem Studium der Geschichte, Philo-
sophie, Archäologie, deutschen Sprache
und Literatur zu widmen. Seit dem
Herbst 1888 setzte er seine Studien in
Berlin fort, kehrte aber im folgenden
Jahre nach Jena zurück und erlangte
hier durch seine Schrift "Hamburgi-
sche Dramaturgie zur Zeit Gottscheds
und ihre Beziehungen zu ihm" 1890
die akademische Doktorwürde. Nach
einer Reise nach Jtalien (1891) lebte
er in Berlin, Altona, Jena, war

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Hei
Simmern, dann in ſeiner Heimat an-
geſtellt u. wirkte ſpäter in Uhler bei
Caſtellaun, wo er am 27. Jan. 1886 †.

S:

Hunsrücker Dorfgeſchichten (Ge-
ſamm. En. u. Nn.), 1875. – Umſonſt
(E.), 1882.

Heiſen, Friedrich von,

Pſeud. für
Hermann von Frieſen; ſ. d.!

He ſterbergk, Konſtanze,

Pſeud.
für Marie Konſtanze von Mala-
pert!

*Heitemeyer, Ferdinand Ju-
lius Joſeph,

wurde am 10. Februar
1828 zu Paderborn in Weſtfalen ge-
boren. Sein Vater, Orgelbauer da-
ſelbſt, vererbte auf ihn die Liebe für
Kunſt und Muſik, ſtarb aber leider
ſehr früh. Der Sohn beſuchte das
dortige Gymnaſium Theodorianum,
ſtudierte 1848–50 Philoſophie, Phi-
lologie u. Theologie zu Münſter und
Paderborn, empfing 1853 die Prie-
ſterweihe, wirkte dann mehr als ſieben
Jahre als Kaplan zu Hörſte, wurde
1861 Pfarrer zu Nordherringen, 1867
Pfarrer zu Ösdorf bei Weſtheim und
1887 in Beverungen, wo er am 24.
Jan. 1892 ſtarb.

S:

Gedichte, 1874.
1886. – Ehrenpreis für Papſt Pius IX.
(Ge.), 1.–4. A., 1877. – Harfe der
Liebe zum allerheil. Altarsſakramente
(Ge.), 4. A., 1896. – Deutſche Sagen,
1885. – Clodoald (Dr.), 1886. –
Abendglocken (Ge.), 1889. – Sagen u.
Legenden aus fernen Landen, 1891.

Heiter, Lachmundus,

Pſeud. für
Bernard Cremann; ſ. d.!

Heitmann, Barthold,

* am 9. Ja-
nuar 1809 auf der hamburgiſchen
Jnſel Ochſenwerder als der einzige
Sohn armer Landleute, beſuchte bis
zum 15. Jahre die Landſchule ſeiner
Heimat, ward ſpäter privatim von
dem Profeſſor Hipp u. auf dem Ham-
burger Gymnaſium gebildet und kam
1825 als Hilfslehrer an eine Privat-
ſchule in Hamburg. Jm Jahre 1827
ging er zur Bühne, war dann von
1829–30 Hilfslehrer in Wandsbeck u.
privatiſierte ſeitdem in Hamburg,
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Hei
gleichzeitig unter Prof. Hipp und am
Gymnaſium ſeine Studien fortſetzend.
Jm Jahre 1840 errichtete er eine
Knabenſchule in der Vorſtadt St.
Pauli, die er aber 1843 wieder auf-
gab, um ſich ganz literariſchen Arbei-
ten zu widmen. Mehrere ſeiner Dra-
men wurden mit großem Erfolge in
Hamburg gegeben. Mit G. Schirges
war er Gründer des Hamburger Bil-
dungsvereins für Arbeiter; auch redi-
gierte er ein Jahr lang (1851–52) die
„Reform“, die in belletriſtiſcher Hin-
ſicht nie ſo gut geleitet worden iſt,
als von ihm. Jm Jahre 1856 er-
krankte er ſchwer und ſiechte langſam
dahin, bis er am 24. Juli 1862 ſtarb.

S:

Sturm und Stille (Lyriſch-Poli-
tiſches u. Dramatiſches), 2. A., 1850.
– Die Proletarier (N.), 1852. – Auf-
geführt: Armin (Dr., 1846). – Frida
(Dr. G., 1852). – Hamburg bei Tag
(P., 1850).

Heitmann, Karl Friedrich,

geb.
am 9. Juni 1875 in Hamburg, lebt
(1900) in Niederſchönhauſen b. Ber-
lin.

S:

Madonna der Sünde und
anderes (Seelenſkizz.), 1898. – Rung-
holt (Schſp.), 1902.

Heitmüller, Franz Ferdinand,


wurde am 16. März 1864 zu Ham-
burg als der Sohn eines Tierarztes
geboren, der 1870 nach Altona über-
ſiedelte und 1885 ſtarb. Nachdem der
Sohn ſeine Vorbildung auf verſchie-
denen Gymnaſien, beſonders dem zu
Wandsbeck, erhalten, bezog er Oſtern
1886 die Univerſität Jena, um ſich
dem Studium der Geſchichte, Philo-
ſophie, Archäologie, deutſchen Sprache
und Literatur zu widmen. Seit dem
Herbſt 1888 ſetzte er ſeine Studien in
Berlin fort, kehrte aber im folgenden
Jahre nach Jena zurück und erlangte
hier durch ſeine Schrift „Hamburgi-
ſche Dramaturgie zur Zeit Gottſcheds
und ihre Beziehungen zu ihm“ 1890
die akademiſche Doktorwürde. Nach
einer Reiſe nach Jtalien (1891) lebte
er in Berlin, Altona, Jena, war

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[138/0142] Hei Hei Simmern, dann in ſeiner Heimat an- geſtellt u. wirkte ſpäter in Uhler bei Caſtellaun, wo er am 27. Jan. 1886 †. S: Hunsrücker Dorfgeſchichten (Ge- ſamm. En. u. Nn.), 1875. – Umſonſt (E.), 1882. Heiſen, Friedrich von, Pſeud. für Hermann von Frieſen; ſ. d.! He ſterbergk, Konſtanze, Pſeud. für Marie Konſtanze von Mala- pert! *Heitemeyer, Ferdinand Ju- lius Joſeph, wurde am 10. Februar 1828 zu Paderborn in Weſtfalen ge- boren. Sein Vater, Orgelbauer da- ſelbſt, vererbte auf ihn die Liebe für Kunſt und Muſik, ſtarb aber leider ſehr früh. Der Sohn beſuchte das dortige Gymnaſium Theodorianum, ſtudierte 1848–50 Philoſophie, Phi- lologie u. Theologie zu Münſter und Paderborn, empfing 1853 die Prie- ſterweihe, wirkte dann mehr als ſieben Jahre als Kaplan zu Hörſte, wurde 1861 Pfarrer zu Nordherringen, 1867 Pfarrer zu Ösdorf bei Weſtheim und 1887 in Beverungen, wo er am 24. Jan. 1892 ſtarb. S: Gedichte, 1874. 1886. – Ehrenpreis für Papſt Pius IX. (Ge.), 1.–4. A., 1877. – Harfe der Liebe zum allerheil. Altarsſakramente (Ge.), 4. A., 1896. – Deutſche Sagen, 1885. – Clodoald (Dr.), 1886. – Abendglocken (Ge.), 1889. – Sagen u. Legenden aus fernen Landen, 1891. Heiter, Lachmundus, Pſeud. für Bernard Cremann; ſ. d.! Heitmann, Barthold, * am 9. Ja- nuar 1809 auf der hamburgiſchen Jnſel Ochſenwerder als der einzige Sohn armer Landleute, beſuchte bis zum 15. Jahre die Landſchule ſeiner Heimat, ward ſpäter privatim von dem Profeſſor Hipp u. auf dem Ham- burger Gymnaſium gebildet und kam 1825 als Hilfslehrer an eine Privat- ſchule in Hamburg. Jm Jahre 1827 ging er zur Bühne, war dann von 1829–30 Hilfslehrer in Wandsbeck u. privatiſierte ſeitdem in Hamburg, gleichzeitig unter Prof. Hipp und am Gymnaſium ſeine Studien fortſetzend. Jm Jahre 1840 errichtete er eine Knabenſchule in der Vorſtadt St. Pauli, die er aber 1843 wieder auf- gab, um ſich ganz literariſchen Arbei- ten zu widmen. Mehrere ſeiner Dra- men wurden mit großem Erfolge in Hamburg gegeben. Mit G. Schirges war er Gründer des Hamburger Bil- dungsvereins für Arbeiter; auch redi- gierte er ein Jahr lang (1851–52) die „Reform“, die in belletriſtiſcher Hin- ſicht nie ſo gut geleitet worden iſt, als von ihm. Jm Jahre 1856 er- krankte er ſchwer und ſiechte langſam dahin, bis er am 24. Juli 1862 ſtarb. S: Sturm und Stille (Lyriſch-Poli- tiſches u. Dramatiſches), 2. A., 1850. – Die Proletarier (N.), 1852. – Auf- geführt: Armin (Dr., 1846). – Frida (Dr. G., 1852). – Hamburg bei Tag (P., 1850). Heitmann, Karl Friedrich, geb. am 9. Juni 1875 in Hamburg, lebt (1900) in Niederſchönhauſen b. Ber- lin. S: Madonna der Sünde und anderes (Seelenſkizz.), 1898. – Rung- holt (Schſp.), 1902. Heitmüller, Franz Ferdinand, wurde am 16. März 1864 zu Ham- burg als der Sohn eines Tierarztes geboren, der 1870 nach Altona über- ſiedelte und 1885 ſtarb. Nachdem der Sohn ſeine Vorbildung auf verſchie- denen Gymnaſien, beſonders dem zu Wandsbeck, erhalten, bezog er Oſtern 1886 die Univerſität Jena, um ſich dem Studium der Geſchichte, Philo- ſophie, Archäologie, deutſchen Sprache und Literatur zu widmen. Seit dem Herbſt 1888 ſetzte er ſeine Studien in Berlin fort, kehrte aber im folgenden Jahre nach Jena zurück und erlangte hier durch ſeine Schrift „Hamburgi- ſche Dramaturgie zur Zeit Gottſcheds und ihre Beziehungen zu ihm“ 1890 die akademiſche Doktorwürde. Nach einer Reiſe nach Jtalien (1891) lebte er in Berlin, Altona, Jena, war *

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Zitationshilfe: Brümmer, Franz: Lexikon der deutschen Dichter und Prosaisten vom Beginn des 19. Jahrhunderts bis zur Gegenwart. Bd. 3. 6. Aufl. Leipzig, 1913, S. 138. In: Deutsches Textarchiv <http://www.deutschestextarchiv.de/bruemmer_lexikon03_1913/142>, abgerufen am 20.03.2019.